Wendejahre
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Eishockey

AEV: Panther gelingt Kantersieg gegen Schwenningen

Die Augsburger Panther haben sich nach zwei Niederlagen in Folge mit einem Paukenschlag vom alten Jahr verabschiedet. Gegen die Schwenninger Wild Wings siegte der AEV vor 6139 Zuschauern im erneut ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 8:1. Die Treffer für die Panther erzielten Sahir Gill (20.), Matt White (32.), Matt Fraser (33.), Brady Lamb (39.), Jaroslav Hafenrichter (43., 45.) und  Adam Payerl (50., 54.). Für Schwenningen war Anthony Rech (36.) erfolgreich.

Krönte seine Leistung mit zwei Toren: Jaroslav Hafenrichter © Siegfried Kerpf

Im Vergleich zur Partie gegen die Tigers konnte Mike Stewart wieder auf Simon Sezemsky zurückgreifen, der für den angeschlagenen Scott Valentine ins Team rutschte. Zudem ersetzte Marco Sternheimer in der Offensive Hans Detsch und auch im Tor gab es einen Wechsel. Markus Keller durfte für Olivier Roy ran. Zu Beginn stand aber nicht Keller, sondern sein Gegenüber Marco Wölfl im Mittelpunkt, denn die Panther waren im ersten Drittel das deutlich spielbestimmende Team.

Doch Schwenningens Ersatzgoalie zeigte eine gute Leistung und konnte einige gute Chancen der Hausherren zunichte machen. Zudem hatten die Panther bei Schüssen von Sternheimer (15.) und Steffen Tölzer Pech (19.), dass die Scheiben an den Pfosten klatschten.

Gill trifft zur Führung

Doch kurz vor Drittelende klappte es doch noch, als der sehr starke Gill bei einer undurchsichtigen Situation den Überblick bewahrte, sich den Puck auf die Rückhand legte und ihn eiskalt unter die Latte setzte (20.). Im Mitteldrittel hatten die bis dahin recht harmlosen Wild Wings bereits nach elf Sekunden den Ausgleich auf dem Schläger, aber Keller entschärfte einen Nachschuss von Istvan Bartalis herausragend (21.). Die Partie war nun deutlich ausgeglichener, aber es waren die Panther, denen die Treffer gelangen. Nach einer überragenden Vorarbeit von Drew LeBlanc musste White nur noch einschieben (32.) und 42 Sekunden klappte es erneut. In Überzahl netzte Fraser zum 3:0 ein (33.).

Hafenrichter macht alles klar

Doch Schwenningen gelang in Überzahl der Anschlusstreffer. Die Gäste durften mit fünf gegen drei ran und kurz nach Ablauf der ersten Strafe traf Rech nach schöner Kombination (36.). Die Panther hatten allerdings eine Antwort parat. Kurz nachdem die Gäste eine Unterzahl überstanden hatten, bediente Gill Lamb und gegen dessen Gewaltschuss war Wölfl chancenlos (39.).

Im Schlussdrittel sorgte Hafenrichter mit einem Doppelschlag frühzeitig für die endgültige Entscheidung. Erst verwertete er nach einem tollen Alleingang seinen eigenen Nachschuss zum 5:1 (43.) und wenig später setzte er den Puck bei einem schnellen Angriff aus dem Handgelenk direkt in den linken oberen Knick (45.).

AEV spielt sich in einen Rausch

Doch die Panther hatten noch lange nicht genug. Zunächst hatten die Gäste Glück, als Rech einen Puck gegen den eigenen Pfosten warf (50.). Es war das dritte Mal, dass das Eisen für Wölfl rettete. Doch wenig später konnten die Zuschauer schon wieder jubeln. Payerl traf mit einem schönen Schuss aus dem Handgelenk zum 7:1 (50.) und erhöhte später im Powerplay nach schöner Kombination sogar auf 8:1 (54.). Es sollte der Schlusspunkt sein.

Für den AEV geht nach dem höchsten Saisonsieg mit zwei Auswärtsspielen weiter. Bereits am Mittwoch geht es in Bremerhaven bei den Fischtwon Pinguins um Punkte, zwei Tage später gastieren die Panther Freitag in Nürnberg bei den Thomas Sabo Ice Tigers. Das nächste Heimspiel steht am kommenden Sonntag um 14:00 Uhr gegen die Düsseldorfer EG auf dem Programm.



Weihnachtsblues: Panther verlieren zweimal in Folge

Doppel-Weihnachtsdämpfer für den AEV! Nachdem sich die Augsburger Panther bereits am 2. Weihnachtsfeiertag bei den Krefeld Pinguinen mit 2:3 geschlagen geben mussten, mussten sie heute nach neun Heimdreiern in Folge zum ersten Mal seit Ende Oktober wieder im Curt-Frenzel-Stadion eine Niederlage verdauen. Gegen die Straubing Tigers unterlag der AEV vor ausverkauftem Haus mit 2:5. Die Treffer für die Panther erzielten Matt Fraser (14.) und Adam Payerl (34.). Für Straubing waren Mike Connolly (1.), Stefan Loibl (23., 36., 59.) und Jeremy Williams (42.) erfolgreich.

Gegen Straubing war guter Rat teuer. Trainer Mike Stewart, der mit seinem Team eine Niederlage gegen die Niederbayern einstreichen musste © Siegfried Kerpf 

Mike Stewart musste weiter auf Simon Sezemsky verzichten. Dafür kehrte Scott Valentine zurück. Marco Sternheimer musste dafür auf die Tribüne. Im Tor rückte Olivier Roy für Markus Keller zwischen Pfosten. Und dieser musste gleich den ersten Torschuss passieren lassen, als Mike Connolly Roy nach einem Missverständnis in der Defensive bereits nach 49 Sekunden überwinden konnte (1.).

Dieser Treffer zeigte durchaus Wirkung, denn bei den Panthern lief zu Beginn wenig zusammen. Erst mit der ersten guten Chance von Matt White wurden die Hausherren stärker (8.). Nun betrieb der AEV viel Aufwand und nach einigen weiteren Gelegenheiten konnten die Zuschauer in der 14. Minute endlich jubeln. Augsburg ließ nicht locker und am Ende traf Fraser mit einem satten Handgelenksschuss unhaltbar zum 1:1 in den Winkel.

Loibl trifft doppelt

Mit diesem Spielstand ging es auch ins Mitteldrittel und dieses begann wie schon der erste Abschnitt mit einem frühen Treffer für die Gäste. Nach einem schönen Pass war Loibl frei durch und bezwang Roy zur erneuten Führung für die Tigers (23.).

Und erneut brauchten die Panther ein wenig, um ins Spiel zurück zu finden. Straubing verteidigte geschickt, aber im ersten Powerplay gelang der abermalige Ausgleich, als Payerl einen Schuss von Brady Lamb stark abfälschte und Jeff Zatkoff keine Chance ließ (34.).

Dramatisch wurde es wenig später im ersten Überzahl der Gäste: Bei einem Konter traf White nur die Latte (36.) und praktisch im Gegenzug besorgte erneut Loibl das 2:3 (36.). Und kurz vor Drittelende hatte Loibl sogar ein drittes Mal einnetzen können, traf aber nur den Pfosten (39.).

Williams erhöht für Straubing

Somit blieb es bei der knappen Führung für die Gäste nach 40 Minuten, aber wie schon in den ersten beiden Durchgängen gelang den Tigers ein frühes Tor. Dieses Mal war es Topscorer Williams, der mit einem trockenen Schuss in den Knick das 2:4 besorgte (42.). Die Panther war anschließend bemüht eine Antwort zu finden, aber die Gäste verteidigten clever und ließen den AEV nur ganz selten in die gefährliche Zone vor dem Tor. Die beste Chance vergab LeBlanc in der 57. Minute, als er völlig frei vor Zatkoff auftauchte, aber vergab. 

Anschließend nahm Stewart Roy bereits zweieinhalb Minuten vor dem Ende vom Eis. Augsburg belagerte das Gästetor und es wurde nun auch wieder öfter gefährlich, aber Loibl besorgte mit seinem dritten Treffer ins leere Tor den Endstand (59.).

Für den AEV geht es am Sonntag mit dem nächsten Heimspiel weiter. Ab 16:30 Uhr kann die Mannschaft von Mike Stewart die nächste Heimserie gegen die Schwenninger Wild Wings beginnen.

 

 



Silvester: Feuerwerk in Innenstadt nicht erlaubt

Das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerk ist auch an Silvester in der Innenstadt nicht erlaubt. Die Verordnung der Stadt über Menschenansammlungen regelt das seit April 2017.

Foto: DAZ Archiv

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und sonstigen pyrotechnischen Gegenständen in der Innenstadt ist in Augsburg nicht erlaubt. Das regelt die seit April dieses Jahres geltende Verordnung der Stadt Augsburg über Menschenansammlungen in der Maximilianstraße und angrenzende Straßen und Plätze. Sie enthält darüber hinaus weitere Verbote, die auch für Silvester gelten. Die Verordnung gilt räumlich auf den Straßen und Plätzen, die von folgenden Straßen umschlossen sind, einschließlich der Straßen selbst: Königsplatz, Fuggerstraße, Grottenau, Karlstraße, Leonhardsberg, Pilgerhaus, Mittlerer Graben, Oberer Graben, Forsterstraße, Remboldstraße, Rote-Torwall-Straße, Eserwallstraße, Theodor-Heuss-Platz, Konrad- Adenauer-Allee.

Ordnungsdienst und Polizei arbeiten zusammen

In der Innenstadt sind in diesem Jahr an Silvester die Kräfte des städtischen Ordnungsdienstes in enger Zusammenarbeit mit den Polizeikräften im Einsatz. „Diesbezüglich haben bereits erfolgreiche Abstimmungsgespräche mit der Polizeiinspektion Mitte stattgefunden, die ebenfalls den Anforderungen entsprechend aufgestellt am Silvesterabend im Einsatz sein wird. „Selbstverständlich wird verstärkt kontrolliert, inwieweit durch Partybesucher Feuerwerkskörper mitgeführt werden. Gegebenenfalls werden diese konfisziert, um bereits im Vorfeld den verantwortungslosen Umgang mit selbigen zu verhindern“, so Ordnungsreferent Dirk Wurm. Zugangskontrollen werde es im Bereich der Innenstadt keine geben.



Neue Erkenntnisse am Haus „Oberer Graben“

In Sachen Einsturzgefahr am Oberen Graben 8 gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht, die schlechte zuerst: Neue Erkenntnisse am Haus „Oberer Graben“ verschieben das Sanierungskonzept erneut. Die Auswertungen der neuen Erkenntnisse sollen bis Ende Januar abgeschlossen sein.

Foto: © Stadt Augsburg

Nun die gute Nachricht: Die neuen Erkenntnisse könnten für die erforderliche Instandsetzung der Fundamente eine insgesamt schnellere und kostengünstigere Lösung bedeuten. Die Statiker entdeckten baulich Neues zur Fundamentierung des Gebäudes, das im November dieses Jahres in die Schlagzeilen kam, weil es aus Sicherheitsgründen evakuiert werden musste. Nun muss der gesamte Sanierungsumfang  noch umfangreicher ermittelt werden: Bei der Verfüllung der Hohlräume im evakuierten Haus „Oberer Graben 8“ haben die Fachleute nämlich kiesige Schichten (Kiespackungen) unter den vorhandenen Fundamenten entdeckt. Aus baufachlicher Sicht könnte dies für die erforderliche Instandsetzung der Fundamente eine insgesamt risikoärmere, schnellere und wirtschaftlichere Lösung als die bislang angedachte Variante ermöglichen.

Statiker melden weiteren Untersuchungsbedarf an

Es besteht demnach Hoffnung auf ein alternatives und bauwerksverträglicheres Instandsetzungskonzept, dessen Umsetzung weniger Zeit in Anspruch nehmen könnte, als bislang angenommen. Zur Absicherung ihres Befundes haben die beauftragten Statiker daher weiteren Untersuchungsbedarf zur Gründungssicherung angemeldet, um die Sachverhalte zweifelsfrei feststellen und ihre Relevanz bewerten zu können.

„Wir bedauern diese Umstände sehr“

Das Haus „Oberer Graben 8“, das im November aus Sicherheitsgründen evakuiert worden war, gehört einer von der Stadt Augsburg verwalteten Stiftung und wird vom Wohnungs- und Stiftungsamt der Stadt Augsburg verwaltet. Laut Stiftungsamtsleiter Dieter Uitz verzögert sich durch die neuen baulichen Erkenntnisse ein konkretes Sanierungskonzept nun leider etwas. Zum Sanierungsumfang lassen sich ebenfalls noch keine endgültigen Angaben machen. „Für die betroffenen Bewohner und Geschäftsleute ist diese Situation alles andere als angenehm und schwer erträglich. Wir bedauern diese Umstände sehr. Denn die Auswertung der Ergebnisse wird voraussichtlich erst Ende Januar abgeschlossen sein, so dass das Sanierungskonzept bis Mitte Februar 2019 vorliegen wird“, so Uitz.

Für Mieter ist kontrollierte Begehung möglich

Auch kann das Haus nicht vor oder während der Baumaßnahme zur Sicherung der Fundamente bewohnt und genutzt werden. Mieter sind bereits informiert. Über den Stand der Entwicklungen für das Wohn- und Geschäftshaus „Oberer Graben 8“ hat das Wohnungs- und Stiftungsamt bereits alle betroffenen Bewohner und Gewerbemieter im persönlichen Gespräch sowie in einem Schreiben informiert. Auch wird für sie im Januar eine weitere kontrollierte Begehung in das Haus organisiert.



Kommentar

FCA: Gerne fahren wir mit Luthe nach Heidenheim, Kiel oder zur Alten Försterei

Der FC Augsburg schwebt im kommenden neuen Jahr mit sehendem Auge und vernebeltem Verstand dem Abstieg entgegen. Dieser Satz darf als Sorge und Prognose zugleich verstanden werden. Die Sorge lässt sich vom Tabellenstand ableiten. Die Prognose von den Augsburger Torhütern.

Kommentar von Siegfried Zagler

Sonntag, den 23. Dezember 2018 gegen 17.15 Uhr: In der 88. Minute bekommt der FCA beim Bundesligaspiel gegen Wolfsburg einen Freistoß zugesprochen, den man wie einen verbesserten Eckball ausführen kann. Jonathan Schmid macht das Schlechteste daraus, er flankt den Ball direkt auf Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels, der ihn ohne Bedrängnis und ohne Schwierigkeiten aufnimmt. Casteels sprintet mit dem Ball schnell bis zum Strafraumrand, wartet kurz, läuft zwei, drei Schritte zurück und schlägt den Ball aus der Hand ab, sehr präzise in den Sprint von Renato Steffen, sodass ihn dieser kontrolliert verarbeiten kann. Augsburgs Schmid ist zwar handlungsschnell mitgelaufen, aber nicht schnell genug, um das Desaster aufhalten zu können: Steffen zieht nach innen und passt auf den ungedeckten Yannick Gerhardt, der das Spielgerät direkt aus dem Lauf zum 3:2-Siegtreffer ins Tor lenkt.

Neun Sekunden sind von dem Moment, in dem Casteels den schlecht getretenen Schmid-Freistoß fängt, bis zum Torabschluss vergangen. Neun Sekunden, in denen Innenverteidiger Gouweleeuw mit verdrehten Augen gemütlich zurücktrabte, Danso, ebenfalls Innenverteidiger, erst intensiv zurücksprintete, als er realisierte, dass Casteels Abschlag bei Steffen ankommt. Es gab kein Stören bei Casteels, keine Absicherung nach hinten, als hätte man aus den tödlichen Kontern in den vergangenen Spielen nicht das Geringste gelernt. Wenn man in der Bundesliga acht Spiele in Folge nicht gewinnt und dabei sechs Niederlagen einfährt, dann muss sachlich festgestellt werden, woran das liegt. 

Zum einen liegt es natürlich auch daran, dass der Angriff zu selten trifft, Finnbogason in Normalform nicht bundesligatauglich ist und dem FCA torgefährliche Mittelfeldspieler fehlen, besonders dann, wenn Gregoritsch formschwach ist und sich die Abwehr vorzugsweise fahrlässige Blöße gibt, wenn es nach vorne gut läuft. Doch diese Schwächen kommen und gehen (wie bei allen Bundesligisten), sind tagesformabhängig und mit taktischen wie personellen Umstellungen abstellbar. Man hätte ein Trainerproblem in Augsburg, wäre dem nicht so. Doch davon ist (noch) Abstand zu nehmen.

Die Schwäche des FCA ist für einen Bundesligisten eine Negativ-Sensation. Eine Sensation, die es auf höherem Niveau nicht geben dürfte, weil die Torhüterposition eine Schlüsselposition ist, die keine Schwäche duldet. Das Siegtor der Wolfsburger ist an dieser Stelle deshalb so ausführlich beschrieben, weil ein klasse Ereignis dieser Kategorie für den FCA ein Problem in zweifacher Hinsicht darstellt. Erstens kann man sich kaum noch vorstellen, dass der FCA Konter dieser Art abwehren kann, zweitens ist es völlig unmöglich, dass der FCA ein Tor dieser Klasse jemals erzielen könnte.

Luthes Spieleröffnungsniveau ist auf der Höhe von Hans Tilkowski oder Norbert Nigbur. Das gravierendere Problem: Von ihm geht keine Sicherheit aus: Jeder Schuss, der aus 17, 18 Metern irgendwie flach aufs Tor kommt, scheint für Luthe schwer zu halten zu sein. Auch im Stellungsspiel und in der damit zusammenhängenden Antizipation sowie in 1:1-Situationen ist Luthe nicht bundesligatauglich. Bei einem Fernschuss auf „dem falschen Fuß“ erwischt zu werden, ist ein Relikt aus den Achtzigern. Hat Luthe einen Ball gehalten, zeigt seine Körpersprache Erleichterung anstatt Zuversicht oder Siegeswille. 

Dass sich in Augsburg das Paradox eingestellt hat, dass man mit dem besten FCA seit dem Bundesligaaufstieg dergestalt zielsicher dem Abstieg entgegentrudelt, hat also mit den beiden Torhütern Fabian Giefer und Andreas Luthe zu tun. 

Nach seinem Abgang fehlt in Augsburg ein Top-Torhüter: Marwin Hitz © DAZ

Nach einer langen Vorbereitungszeit mit Hunderten von Gelegenheiten, sich als Leistungsträger zu präsentieren, hat sich FCA-Trainer Manuel Baum für Giefer als Nummer eins entschieden, weil Baum zur Einschätzung kam, dass Giefer der bessere Torhüter ist. Baum revidierte diese Entscheidung, nachdem sich Giefer in vier Spielen haarsträubende Fehler leistete, die dazu führten, dass der FCA mindestens sechs Punkte weniger zu verbuchen hatte. Das Gleiche gilt nun auch für Luthe, dessen Fehlleistungen in seinen 13 Spielen zwar nicht so spektakulär wie bei Giefer waren, aber dafür konstant. Bis auf die Partie in München konnte man bei Luthe stets den Satz sagen, dass man „auch mal einen halten könnte“. Die deutlichen Patzer gar nicht mitgezählt.

Dass sich ein Bundesligaklub zwei Torhüter leistet, die bestenfalls in der Zweiten Liga mithalten können, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Vereine wie Freiburg, Berlin oder Wolfsburg, die vom Kader und auch von den Leistungen her keinen Deut besser sind, sondern eher schlechter als der FCA, stehen deutlich vor dem FCA, weil sie richtig gute Torhüter haben. „Die beiden Torleute haben den Augsburgern zirka zehn Punkte gekostet.“ Sagt man diesen Satz in einer Fan- und/oder Expertenrunde, hört man meist nur ein Wort: „mindestens“.  

Lange hatte sich in Augsburg der Abgang von Top-Torhüter Marwin Hitz abgezeichnet, ohne dass sich der FCA um eine sichere Qualität zwischen den Posten bemüht hätte. Sollte der FCA an dem Experiment festhalten wollen, mit zwei zweitklassigen Torhütern in die Rückrunde zu gehen, bleibt die Abstiegswahrscheinlichkeit hoch. Giefer und Luthe sind zweifelsfrei zwei großartige Sportsmänner mit hohen Sympathie- und Charakterwerten. Das zählt auch, besonders in der beinahe durchgehend tätowierten Kinderwelt des Fußballsports. Gerne fahren wir mit Giefer und Luthe 2019/20 nach Heidenheim, Kiel oder zur Alten Försterei. Will man aber in der Bundesliga bleiben, muss man sich von den beiden netten Kerlen im Augsburger Tor verabschieden.



Eishockey

DEL: Panther-Party geht weiter

Die Augsburger Panther bleiben zu Hause weiter eine Macht und festigen ihren Spitzenplatz in der Tabelle. Mit dem hochverdienten 6:3-Sieg gegen den ERC Ingolstadt gewannen die Panther bereits das neunte Heimspiel in Folge. Die Treffer für den AEV erzielten Brady Lamb (11.), Simon Sezemsky (15., 45.), Marco Sternheimer (24.), Matt White (46.) und Christoph Ullmann (47.). Für Ingolstadt waren Maurice Edwards (7.), Jerry D’Amigo (54.) und Brett Olson (56.) erfolgreich.

Marco Sternheimer bejubelt seinen ersten DEL-Treffer © Siegfried Kerpf

Mike Stewart veränderte sein Team auf drei Positionen. Für Steffen Tölzer und Hans Detsch rückten Arvids Rekis und Sternheimer in die Mannschaft und im Tor schenkte der Coach Markus Keller anstelle von Olivier Roy das Vertrauen.
Und Keller hatte zu Beginn richtig Arbeit, denn Ingolstadt stellte in einem abwechslungsreichen ersten Durchgang zunächst das etwas bessere Team. Keller konnte sich mehrfach auszeichnen, war aber in der siebten Spielminute absolut machtlos. Edwards zog im Powerplay ab, Augsburgs Goalie hatte keine Sicht und so stand es 0:1.

Doch auch die Panther verstehen es, mit einem Mann mehr zu spielen. Nachdem Matt Fraser bei angezeigter Strafe noch den Pfosten traf (10.), war es wenig später soweit: Lamb zog aus der Distanz ab und Timo Pielmeier hatte nicht den Hauch einer Chance (11.).

Panther drehen das Spiel

Der AEV war nach diesem Treffer tonangebend und wollte den nächsten Treffer. Es dauerte allerdings bis zum nächsten Powerplay, ehe die Pantherfans im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion wieder jubeln konnten. Dieses Mal zog Simon Sezemsky von der blauen Linie ab – 2:1 für die Hausherren (15.). Die Panther hatten in der Folgezeit noch einige Möglichkeiten für weitere Treffer, konnten allerdings mehrere Powerplays – unter anderem auch fast eine Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis – nicht nutzen.

Erster DEL-Treffer von Sternheimer

Dies holten die Hausherren aber kurz nach Wiederbeginn nach. Und waren die ersten drei Treffer noch aus der Kategorie sehenswert, zählte das 3:1 eher zur Kategorie ’schmutziges Tor‘. Daniel Schmölz brachte die Scheibe vor den Kasten und dort stocherte Sternheimer den Puck über die Linie – es war der erste DEL-Treffer für Sternheimer überhaupt (24.). Der AEV war weiterhin das bessere Team und hatte durch David Stieler die Riesenchance, weiter zu erhöhen, aber Pielmeier parierte spektakulär (28.). Wenig später hatten die Augsburger aber Glück, als ein verdeckter Schuss von Colton Jobke nur an den Pfosten ging (30.). Diese Aktion war der Startschuss für eine gute Phase der Gäste, aber D’Amigo in Überzahl (36.) und Thomas Greilinger (37.) scheiterten am ganz stark reagierenden Keller. Es blieb somit bei einer insgesamt dennoch verdienten Zwei-Tore-Führung nach 40 Minuten.

AEV zieht davon

Und im Schlussdrittel schickten sich die Panther an, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Als Ryan Garbutt für einen hohen Stock 2+2 Strafminuten kassierte, schlugen die Hausherrn doppelt zu. Zunächst erhöhte der starke Sezemsky per Gewaltschuss auf 4:1 (45.) und kurz danach erzielte White den fünften Treffer aus dem Handgelenk (46.). Doch damit nicht genug, denn wiederum keine zwei Minuten später besorgte Ullmann in Unterzahl gar das 6:1 (47.).

Das war aber noch lange nicht der Schlusspunkt, denn die Schanzer zeigten Moral und kämpften sich noch einmal heran. Erst traf D’Amigo nach toller Vorarbeit von Greilinger (54.) und wenig später verkürzte Olson nach einer langen Videobeweisunterbrechung sogar auf 6:3 (56.). Zu mehr reichte es aber nicht und der hochverdiente Dreier geriet nicht mehr in Gefahr.

Für den AEV geht es am 2. Weihnachtsfeiertag bei den Krefeld Pinguinen weiter, ehe am kommenden Wochenende zwei Heimspiele gegen die Straubing Tigers und Schwenninger Wild Wings auf dem Programm stehen.



FCA verliert gegen Wolfsburg

Der FC Augsburg verliert im letzten Spiel des Jahres 2:3 gegen den VfL Wolfsburg. Die Tore der Wolfsburger erzielten Guilavogui (33.), William (41.) und Gerhardt (89.). Für den Anschlusstreffer des FCA sorgte Khedira (49.), den vorübergehenden Ausgleich der Augsburger besorgte Cordova (58.) – ehe Gerhardt den Sieg der Wölfe besiegelte (89.).  

Zum Abschluss der englischen Woche nahm FCA-Trainer Manuel Baum im Vergleich zum 2:2 bei Hertha BSC drei Änderungen vor: Martin Hinteregger (Gehirnerschütterung) und Philipp Max (Sprunggelenksverletzung) fehlten verletzt, für sie spielten der wieder genesene Jeffrey Gouweleeuw und Konstantinos Stafylidis. Außerdem stand Marco Richter für Dong-Won Ji (Bank) in der Startelf.

Der FCA begann die ersten 15 Minuten stark, lief intensiv an und kam mit Dampf über die Flügel, woraus Halbchancen für Richter und Finnbogason resultierten. Dann verlor der FCA ein wenig an Struktur und verhalf den Wolfsburgern somit ins Spiel. John Anthony Brooks verlängerte in der 33. Minute eine Ecke an den zweiten Pfosten, wo Joshua Guilavogui die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:0 für Wolfsburg eindrückte (33.). Die Wolfsburger erhielten endgültig Oberwasser und setzten nach. Aus dem Rückraum zog William ab und traf zum 2:0 für den VfL (41.).

In der zweiten Halbzeit zeigte der FCA Siegeswille und schien die Partie zu drehen – um kurz vor dem Ende durch einen Lucky Punch der Wolfsburger einen schweren Niederschlag zu erhalten.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff kam nach einer passablen Kombination das Leder zu Khedira, der aus wenigen Metern einstocherte (49.). Und wieder kam der FCA in den Siegermodus zurück: presste hoch und aufwändig und kam so zum Ausgleich. Eine Flanke von Schmid konnte Cordova mit dem Kopf zum 2:2 verwerten (58.). Danach verfiel Augsburg nicht in den Fehler, mit aller Macht auf Sieg zu spielen, sondern spielte kontrolliert nach vorne, sodass die Balance zwischen Offensive und Defensive erhalten blieb, doch in den Schlussminuten drängte der FCA doch noch zu ungestüm auf den Sieg und wurde prompt ausgekontert: Renato Steffen fand Yannick Gerhardt, der frei vor Luthe zum 3:2 für Wolfsburg einschob (89.).

Damit steht der FC Augsburg nach der Halbserie mit 15 Punkten auf Platz 15. Nur im zweiten Bundesligajahr war man zu diesem Zeitpunkt mit neun Punkten schlechter. Zum Rückrundenstart kommt am Samstag, 19. Januar (15.30 Uhr) Fortuna Düsseldorf nach Augsburg.



Eishockey

Panther holen drei Punkte in Berlin

Die Augsburger Panther haben eine gute Reaktion nach dem Spiel bei den Wolfsburg Grizzlys gezeigt und mit 2:1 bei den Eisbären Berlin gewonnen. Die Treffer für den AEV erzielten Matt Fraser (13.) und Patrick McNeill (17.). Für Berlin war Louis-Marc Aubry (39.) erfolgreich.

Konzentrierte Panther in Berlin

Mike Stewart konnte wieder auf Henry Haase zurückgreifen, der für Arvids Rekis ins Team rutschte. Sonst schickte der Coach die gleiche Formation wie in Wolfsburg auf das Eis. Im Tor stand Olivier Roy, aber viel zu tun hatte Augsburgs Goalie zunächst nicht. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren es die Panther, die die erste hochkarätige Torchance hatten: Den Schuss von T.J. Trevelyan wehrte Berlins Kevin Poulin aber mit einem spektakulären Hechtsprung ab (6.). Roys erste Bewährungschance kam in der elften Spielminute, als er bei einem Schuss von Mark Cundari zur Stelle war.

Panther treffen doppelt in Überzahl

Wenig später gingen die Panther dann in Führung. In Überzahl knipste Fraser per Tip-In nach überragendem Zuspiel von Matt White (13.) ein. Und auch das zweite Powerplay war erfolgreich: Ein Schuss von Patrick McNeill ging an das Bein von Jens Baxmann ab und von dort ging der Puck ins Tor (17.). Die Führung war verdient, da die Panther das bessere Team stellten und auch mehr Möglichkeiten hatten.

Im Mitteldrittel allerdings war der AEV – auch dank einiger Unterzahlspiele – bei weitem nicht mehr so aggressiv und Berlin kam besser ins Spiel. Wirklich gefährlich wurde es aber allerdings nur selten, denn die Pantherdefensive blockte sehr viele Torschüsse, noch bevor Roy reagieren musste. Kurz vor Drittelende gelang den Hauptstädtern aber doch der Anschlusstreffer, als Aubry einen Schuss von Andre Rankel unhaltbar abfälschte (39.).

Roy hielt den Sieg fest

Im Schlussdrittel waren die Panther wieder besser im Spiel und hatten durch Adam Payerl die vermeintliche Entscheidung auf dem Schläger, aber Poulin reagierte stark (51.). Auch einen Alleingang von White entschärfte der Schlussmann der Eisbären (57.), so dass es bis zum Schluss spannend blieb. Die Defensive um Roy ließ keinen Treffer mehr zu. Die größte Chance hatte Colin Smith nach einem Wechselfehler des AEV, aber Roy parierte (56.) und hielt damit letztlich auch den verdienten Sieg fest.

Für die Panther endet damit eine Niederlagenserie von vier Spielen auf fremdem Eis und es geht weiter mit einem Heimspiel am Sonntag gegen den ERC Ingolstadt. Im Curt-Frenzel-Stadion holte die Stewart-Truppe in den vergangenen acht Spielen immer drei Punkte.



AEV: Panther in Berlin siegreich

Der AEV-Motor röhrt nach einem kurzen Stotterer beim Tabellvorletzten (2:4 Niederlage in Wolfsburg) wieder wie geschmiert: Mit 2:1 setzten sich die Panther in Berlin gegen die Eisbären Berlin durch.

Wenig Zählbares gebracht hat den Eisbären Berlin der Trainerwechsel, da die Augsburger Panther nach einem Wolfsburg-Aussetzerin Berlin zu ihrer Spitzenform zurückfanden und mit einer durchgehend starken Defensivleistung sowie zwei Überzahltoren die Hauptstädter niederrangen. Die Tore der Panther erzielten im 1. Drittel Matt Fraser (13.) und Daniel Schmölz (17.). Kurz vor dem Ende des 2. Drittels gelang Louis-Marc Aubry (39.) der Anschlusstreffer für Berlin. So auch der Endstand nach einem torlosen 3. Drittel. Ein Spielbericht folgt.



Kommentar

Ehrenbürger Seehofer: Skandal und Blamage

Warum die Ehrenbürger-Ernennung für Horst Seehofer falsch ist

Kommentar von Siegfried Zagler

Horst Seehofer wurde am gestrigen Donnerstag im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung die Ehrenbürger-Würde der Stadt Augsburg zuerkannt. In geheimer Abstimmung erhielt dieser Vorschlag 35 Ja-Stimmen von 55 anwesenden Stadträten. 20 Stadträte stimmten dagegen. 

Freunde: Augsburgs CSU Chef Johannes Hintersberger, Horst Seehofer und OB Kurt Gribl (v.l.) Foto: DAZ-Archiv

Dass Horst Seehofer die Ehrenbürger-Würde der Stadt Augsburg erhält, ist ein politischer Skandal und eine Blamage obendrein. Letzteres für Seehofer und die Stadt Augsburg, da dieses Ehrenamt in der langen Geschichte der Stadt stets im einstimmigen Einvernehmen des Stadtrates getroffen wurde. Dass nun gegen diesen Kodex verstoßen wurde, zeigt, dass Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl mit dem Spagat zwischen seiner parteipolitischen Funktion und dem Amt des Augsburger Stadtoberhaupts überfordert scheint, zumal die städtische Erklärung der Ehrenbürger-Würde für Seehofer allein mit seinem Engagement für die Uni-Klinik begründet wird. Nicht sein gesamtgesellschaftliches Wirken im Sinne der Stadt Augsburg wird gewürdigt, sondern Seehofers Versprechen zur Transformation des Augsburger Zentralklinikums in eine Universitätsklinik. 

Diese Begründung ist absurd und unhaltbar. Die Uniklinik Augsburg war und ist ein längst überfälliger und lange vorbereiteter politischer Beitrag zugunsten einer seit Jahrzehnten vernachlässigten Region. Begleitet wurde dieser Prozess mit Prüfverfahren zahlreicher Gremien und beschlossen vom Bayerischen Landtag. Seehofer selbst hat keine Entscheidung getroffen oder gar selbst verdientes Geld für die Stadt Augsburg gestiftet, sondern der Landtag hat Steuergelder zum Gemeinwohl des Freistaates Bayern verwendet. Wäre es anders, müsste man den Freistaat als „Bananenrepublik“ bezeichnen.

Wenn die Stadt Augsburg nun also auf diese Weise Dankbarkeit zeigt, dann unterstützt sie damit Gutsherrenart, die gerne von der CSU (und somit auch von Kurt Gribl) gestreut wird, dass nämlich „gute Beziehungen“ eines CSU-Bürgermeisters zur Staatskanzlei bei der Vergabe von Steuermitteln eine große Rolle spielen. München und Nürnberg müssten demnach dem Verfall preisgegebene Metropolregionen sein, da sie seit Jahrzehnten von SPD-Oberbürgermeistern regiert werden, wie übrigens die Hälfte der kreisfreien Städte in Bayern nicht von CSU-Oberbürgermeistern regiert wird. Mit der Ehrenbürgerschaft für Seehofer untermauert OB Gribl auf geschickte Weise indirekt die Legende, dass er mit seinem guten Draht zu Seehofer einen großen Anteil am Projekt Uniklinik zu verzeichnen habe.

Die Vermutung der geschickten Selbstvermarktung drängt sich deshalb auf, weil die Argumentation von Kurt Gribl und Co., man kann es nicht anders sagen, nichts als Unsinn ist. Schon allein deshalb Unsinn, weil Seehofer als gewählter Politiker gehandelt hat und nicht als Wohltäter der Stadt Augsburg, aber auch Unsinn, weil Seehofer in seiner aktuellen Funktion als Innenminister noch aktiv in der Politik tätig ist. Auf höchst umstrittene Weise tätig ist, wie alle Umfragenwerte zeigen.

Unabhängig davon soll an dieser Stelle festgehalten werden, dass Horst Seehofer, aus bescheidenen Verhältnissen stammend (Vater LKW-Fahrer, Mutter Hausfrau), über eine einfache Verwaltungslaufbahn mit Energie und Leidenschaft in der großen Politik eine beachtliche Karriere hingelegt hat. Er war von 1980 bis 2008 Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er bis 1989 als sozialpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe beachtliche Reden hielt und ein tiefes soziales Gespür erkennen ließ. Er traf als Gesundheitsminister schwierige und umsichtige Entscheidungen, einte später eine zerstrittene CSU, die er schließlich 2013 als Vorsitzender und Bayerischer Ministerpräsident zurück zur absoluten Mehrheit in den Bayerischen Landtag führte. Seehofer wurde landauf, landab als ein veritabler Ministerpräsident wahrgenommen, bis er 2015 in rechte Schieflage geriet, weil er auf dieser Seite eine offene CSU-Flanke erkannt haben wollte.

Seehofer war vor der Bayern-Wahl eine Art „Anti-Merkel-Minister“ und gerierte sich als „Abschiebeminister“, der auf ANKER-Zentren setzt. Mit dem verhängnisvollen Satz, dass die Migration die Mutter aller Probleme sei, übernahm Seehofer die inhaltliche Priorisierungsmatrix der AfD und schob somit deren rechtspopulistisches Wertemuster als wählbare Option in die gesellschaftliche Mitte. Horst Seehofer zeigte in der Maaßen-Affäre, dass er sich am Ende seiner politischen Laufbahn im dunklen Wald der deutschen Geschichte verlaufen hat. Auf der Liste der Ehrenbürger der Stadt Augsburg hat Horst Seehofer jedenfalls nichts verloren.



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