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Moses fotografiert Peggy Guggenheim: Eine fotografische Erzählung in Farbe im H2

„Stefan Moses – Peggy Guggenheim. Begegnungen“, so die Headline einer Ausstellung im  H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Augsburger Glaspalast

oses guggenheim

Peggy Guggenheim in Venedig – Bildnachweis: Stefan Moses / Else Moses, 2018

Im April 1969 trifft Stefan Moses Peggy Guggenheim zum ersten Mal. Gemeinsam mit dem Autor Uli Weyland besucht er sie in Venedig in ihrem privaten Domizil, dem Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande. Ein zweiter Besuch, diesmal zusammen mit dem Journalisten und heimgekehrten Emigranten Franz Spelman folgt im November 1974. Einige Bilder der während beider Aufeinandertreffen entstandenen Foto-Serien von Moses werden 1971 im ZEIT- Magazin sowie 1974 im Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht. Die meisten dieser Fotografien sind nun zum ersten Mal in der Ausstellung im H2 zu sehen, die Museumsleiter Dr. Thomas Elsen kuratiert. 1969 war das Jahr, in dem Peggy Guggenheim die Einladung erhielt, ihre Sammlung im Solomon R. Guggenheim Museum in New York auszustellen und sich entschied, sie samt dem sie beherbergenden venezianischen Anwesen der Stiftung Solomon R. Guggenheim als Schenkung zu übereignen – unter der Bedingung, sie zu erhalten und an ihrem angestammten Ort in Venedig zu belassen.

In der Lagunenstadt ist Peggy Guggenheims große Vision der Etablierung eines eigenen Museums Realität geworden. Vor diesem Hintergrund lichtet Moses‘ Kamera nicht nur ab, was da ist, sondern visualisiert, was er in Bildern fortdenkt. Es ist eine fotografische Erzählung, die er vor den Augen des staunenden Betrachters ausbreitet.

Bildnachweis: Stefan Moses / Else Moses, 2018

Moses kommt Peggy Guggenheim fotografisch so nahe wie kein anderer der berühmten Fotografen, die sie zuvor schon porträtiert hatten. „Farbe vergeht – Schwarzweiß besteht“, hatte er einmal gesagt. Eine verblüffend einleuchtende Erklärung, warum die Regel in diesem Fall seines fotografischen Werkes ihre eigene Ausnahme präsentiert, liefert er selbst: „Eigentlich wollte ich ja auch die Bilder fotografieren, deshalb hatte ich so viele Farbfilme dabei“.

Stefan Moses (geb.1928 Liegnitz – gest. 2018 München) ist einer der herausragenden deutschen Fotografen des 20./21. Jahrhunderts. Als Spurensucher mit der Kamera zeigte er „den Deutschen, wie sie waren – und sein konnten“ (Christoph Stölz). Die Porträts seiner Begegnungen mit Peggy Guggenheim (farbig) sind eine wunderbare Ausnahme der Regel im fotografischen Oeuvre des Fotografen. In ihrer Breite werden sie im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst in Augsburg erstmals gezeigt. Moses selbst hat sie für diese Ausstellung aus seinem persönlichen Fundus kurz vor seinem Tod produzieren lassen – Ausstellungsdauer bis 24. Februar 2019.

 

 



Führungen und Veranstaltungen der Kunstsammlungen bis 25. November

Mittwoch, 21. November (Buß- und Bettag)

Alle Häuser der Kunstsammlungen und Museen sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

9:00 bis 14:00 Uhr: Museum statt Schule. Theater-Workshop für Kinder von 7-10 Jahren im Römerlager im Zeughaus, maximal 12 Teilnehmer, Kosten: 11 Euro, Voranmeldung unterbesucherservice-kusa@augsburg.de oder unter Telefon: 0821 324 4112.

9:00 bis 14:00 Uhr: Museum statt Schule. Foto-Workshop für Jugendliche von 10-14 Jahren im H2 im Glaspalast, max. 10 Teilnehmer, Kosten: 11 Euro, Voranmeldung unter besucherservice-kusa@augsburg.de oder unter Telefon: 0821 324 4112.

Donnerstag, 22. November

17:00 bis 17:45 Uhr: Sein und Schein, Führung durch die Ausstellung im Römerlager im Zeughaus mit Studierenden der Universität Augsburg, Kosten: nur Eintritt, Studentinnen und Studenten frei.

Freitag, 23. November

15:30 Uhr: Kunst und Kultur kompakt – Die Habsburger u.a.:Maximilian I und seine Beziehung zu Augsburg, Kurzführung im Maximilianmuseum, Kosten: nur Eintritt, mit Jahres- oder ICOM- Karte komplett frei.

Samstag, 24. November

11:00 bis 13:00 Uhr: Vorlesezeit im Römerlager im Zeughaus für die ganze Familie, Kinder kostenfrei, keine Voranmeldung

14:00 Uhr: Turnusführung durch das Römerlager im Zeughaus.

19:00 Uhr: José D ́Aragón, ein Meister der elfsaitigen Gitarre, Konzert in der Reihe Die Fugger und die Musik, Felicitas-Saal des Maximilianmuseums, Karten: 22 Euro / 18 Euro erm., VVK: Tourist-Information, Rathausplatz 1, Telefon: 0821 50207-0

Sonntag, 25. November

11:00 Uhr: Brecht und die Barfüßerkirche – Orgel wie Kanonendonner, mit Dr. Michael Friedrichs im Brechthaus, Eintritt: fünf Euro.

11:00 Uhr: Kaiser, Könige und Fürsten, Familienführung, für die ganze Familie ab 8 Jahren im Maximilianmuseum, max. 20 Teilnehmer, Kosten: nur Eintritt, mit Jahres- oder ICOM-Karte komplett frei.

13:00 Uhr: Turnusführung zur Sonderausstellung Sein und Schein im Römerlager.

14:00 Uhr: Turnusführung durch das Schaezlerpalais

14:00 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung Stefan Moses – Peggy Guggenheim im H2 im Glaspalast.

14:00 – 16:00 Uhr: Harlekin und andere lustige Schauspieler, Kinderaktion zur Ausstellung Im Schatten der Medici im Schaezlerpalais, für Kinder von 7-11 Jahren, max. 12 Teilnehmer, Kosten: 5 Euro, Voranmeldung unter Telefon: 0821 324 4112.

15:00 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung Im Schatten der Medici im Schaezlerpalais, Kosten: nur Eintritt.

15:00 Uhr: Turnusführung durch die Dauerausstellung im Maximilianmuseum.

16:00 Uhr: Turnusführung durch die Ausstellung Johann Moritz Rugendas. Mexikos magische Landschaften im Grafischen Kabinett.

16:00 Uhr: Ein Cembalo für den König, aTunes präsentiert Alte Musik für Kinder ab fünf Jahren im Felicitas-Saal des Maximilianmuseums, Konzert in der Reihe Die Fugger und die Musik der Regio Augsburg in Kooperation mit FAMA e.V., Karten: zehn Euro, VVK online unter www.reservix.de



Erstes Sinfoniekonzert: Bruckners Testament

Das Philharmonische Orchester des Staatstheater Augsburg erhält zum Auftakt überschwänglichen Applaus

Staatstheater Augsburg Foto: © Jan-Pieter Fuhr

Das erste Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit hatte etwas Feierliches: Ein außergewöhnliches Programm, das allein Bruckner gewidmet war. Die Neunte Sinfonie, nicht besonders oft aufgeführt, weil dafür ein gewisser Aufwand nötig ist und das Orchester – auch in Augsburg –  kräftig aufgestockt werden muss. Und dann noch gekrönt von dem Te Deum, dem von Bruckner selbst quasi testamentarisch legitimierten Schluss-Satz zur 9. Sinfonie. Aber  das Feierliche kam auch von dem Bewusstsein her, dass es der erste Auftritt des Orchesters als „Staats“-Philharmonie war. Zwar wie immer, aber doch anders. 

Noch vor Beginn der Aufführung trat die neue Musikdramaturgin am Theater Dr. Christine Fais auf die Bühne und stellte sich und das Programm des kommenden Konzerts kurz vor. Dann übernahm GMD Domonkos Héja, zeigte sich gewohnt  souverän und hatte den großen Orchesterapparat im Griff. Für das Te Deum  hatte sich der Opernchor  (Einstudierung Carl Philipp Fromherz) mit dem Philharmonischen Chor (Leitung: Wolfgang Reß) zusammengetan, um das gewaltige Klangpotenzial auszuschöpfen. Auch die vier Solisten Sally du Randt, Natalya Boeva, Roman Poboinyi und Stanisrlav Sergeev erwiesen sich als  würdige Aushängeschilder des neuen Staatstheaters.

Die neue Spielzeit begann mit einem großen, stimmgewaltigen Auftakt, der vom treuen Publikum überschwänglich Applaus erhielt.



AEV in Düsseldorf: Panther spielen gut und verlieren

Die Augsburger Panther mussten sich trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zur 1:6-Niederlage in Köln bei der Düsseldorfer EG mit 3:5 geschlagen geben. Die Treffer für den stark aufspielenden AEV erzielten Matt White (6., 43.) jeweils in Unterzahl und Matt Fraser (32.). Für Düsseldorf waren Jaedon Descheneau (9.), Jerome Flaake (19.), Lukas Laub (48.), John Henrion (55.) und Carl Ridderwall (60.) erfolgreich.

Wenig zu jubeln gab für die Panther in Düsseldorf, die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht © Siegfried Kerpf

Mike Stewart musste gegen die DEG auf Adam Payerl verzichten, der nach seiner dritten Disziplinarstrafe der Saison gesperrt fehlte. Für ihn rückte Marco Sternheimer ins Team, der in den letzten Spielen auf der Tribüne saß.
Dort musste John Rogl Platz nehmen, denn Arvids Rekis konnte wieder mitwirken und komplettierte die Defensive. Im Tor begann Markus Keller und konnte früh jubeln, denn Matt White nutzte die erste Augsburger Chance zur Gästeführung (6.). Zuvor waren die Düsseldorfer das aktivere Team und drängten ihrerseits auf ein frühes Tor.
Doch die Panther, die nach dem Spiel in Köln vor allem darum bemüht waren, gut zu stehen, schlugen in Unterzahl eiskalt zu. Bei einer Zwei-auf-Eins-Situation bediente Drew LeBlanc den mitgelaufenen White, der keine Probleme hatte einzuschieben.

DEG kontert Whites Shorthander

Lange hielt die Führung allerdings nicht, denn im zweiten Powerplay der DEG keine drei Minuten später, dauerte nur fünf Sekunden, ehe Descheneau per Handgelenksschuss Keller keine Chance ließ (9.). Die Hausherren hatten in der Folgezeit mehr vom Spiel, aber auch der AEV war bei Kontern stets gefährlich. So verpasste Patrick McNeill die erneute Führung in Überzahl nur haarscharf (15.). Auf der Gegenseite traf Flaake dagegen nur die Latte (16.).

Flaake war es auch, der kurz vor Drittelende die erstmalige Führung für die Hausherren erzielte. Laub brachte den Puck aus spitzem Winkel aufs Tor und Flaake schaltete am schnellsten und stocherte den Puck zum 2:1 über die Linie (19.).

Panther dominieren zweites Drittel

Die Führung war nicht unverdient, aber im zweiten Durchgang übernahmen die Panther mehr und mehr die Spielkontrolle. Im zweiten Powerplay folgte auch der verdiente Lohn, denn nach überragendem Anspiel von White musste Fraser nur noch den Schläger hinhalten und Fredrik Petterson Wenzel war zum zweiten Mal ohne Chance (32.).
Und die Panther blieben dran. Immer wieder attackierten die Gäste früh und konnten die Düsseldorfer zeitweise im eigenen Drittel einschnüren, so dass DEG-Coach Harold Kreis zwischenzeitlich seine Auszeit nehmen musste. Doch trotz einiger guter Chancen wie beispielsweise von Christoph Ullmann (38.) fiel im zweiten Drittel kein Treffer mehr.

White trifft erneut in Unterzahl

Im Schlussdrittel sollte sich das jedoch prompt ändern, denn die Panther gingen zum zweiten Mal in diesem Spiel in Führung. Und wieder hieß der Torschütze White. Und wieder war es ein Treffer in Unterzahl. Scott Valentine schickte den Topscorer auf die Reise und White ließ Petterson Wenzel keine Chance (43.).

Doch wie schon im ersten Durchgang hatte die DEG eine Antwort parat, als Laub einen schönen Angriff erfolgreich zum 3:3 abschloss (48.). Die Partie wogte hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Die Panther zeigten schnelle Kombinationen und lieferten eine insgesamt sehr gute Leistung ab – der entscheidende Treffer gelang allerdings der DEG: Henrion traf fast genau sechs Minuten vor dem Ende zum entscheidenden 4:3 (55.). Die Panther drängten anschließend bis zur Schlusssirene auf den erneuten Ausgleich, aber Ridderwall besorgte 1,2 Sekunden vor dem Ende den Endstand (60.).

Die Panther müssen damit trotz starker Leistung die Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten, haben aber bereits am Sonntag ab 16:30 im Curt-Frenzel-Stadion gegen die Eisbären Berlin die nächste Chance auf einen Sieg.



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