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Und samstags grüßt das Murmeltier: FCA spielt gut und verliert

Der FC Augsburg verliert bei der TSG Hoffenheim 1:2. Die Tore in einer vom FCA über weite Strecken hervorragend gespielten Partie erzielten Andrej Kramaric (65.) und Reiss Nelson (84.) für Hoffenheim. Alfred Finnbogason konnte in der 69. Minute für den FCA ausgleichen.

Der FCA begann in Hoffenheim exakt mit der gleichen Anfangsformation wie beim 2:2-Heimspiel gegen Nürnberg vor einer Woche. – Von Beginn an zeigte sich der FCA als das bessere und aktivere Team mit mehr Zug nach vorne und mit mehr Torgefährlichkeit als die Hoffenheimer, die von den Augsburgern mit viel Aufwand vom FCA-Strafraum ferngehalten wurden. Überraschenderweise überließ Nagelsmann dem FCA mit einer tief stehenden Sinsheimer Mannschaft das Mittelfeld, die größere Überraschung war aber, dass der FCA mit den Räumen etwas anzufangen wusste.

Der FC Augsburg spielte in Hoffenheim nach vorne die beste Auswärtspartie der Saison: schnell und steil durch die Mitte sowie mit schnellen Flankenläufen nach sicheren und effektiven Kombinationen, doch das letzte Abspiel oder auch der Abschluss waren dann doch wieder einen kleinen Tick zu ungenau. Zur Pause musste sich der FCA die Kritik gefallen lassen, dass er seine großartige Leistung nicht in Tore umzumünzen verstand.

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie offener, weil die Hoffenheimer mehr in den Angriff investierten und der Champions League-Teilnehmer kam wie der FCA auch zu Torchancen. Die leicht bessere Mannschaft blieb aber der FCA: Finnbogason wurde in der 65. Minute fein freigespielt, traf aber aus halbrechter Position nur den rechten Pfosten. Im direkten Gegenzug erzielte Kramaric den Führungstreffer für Hoffenheim. Dabei schien der Ball bereits geklärt, doch Hinteregger legte den Sinsheimern das Leder doch noch zurecht. Wenige Minuten später wurde Finnbogason schulbuchmäßig von Marco Richter in Szene gesetzt und Finnbogason düpierte Hoffenheims Keeper Oliver Baumann mit einer wunderbaren Bogenlampe zum 1:1-Ausgleich. Die nächste Chance hatte ebenfalls Finnbogason: Bei einem Augsburger Konter bediente Caiuby den Isländer, der abzog, doch Baumann konnte den Ball am kurzen Posten parieren (74.).

Nagelsmann: „Der FCA hat einen intelligenten Stürmer vorne, der sich gut bewegt und weiß, wann er Tiefe schaffen muss, wann er entgegenkommt“: Alfred Finnbogason (c) Siegfried Kerpf

In der 83. Minute verpasste Kramaric das 2:1 für Hoffenheim. Zwar ließ er Gouweleeuw im Strafraum alt aussehen, verzog dann aber knapp (83.). Eine Minute später verteidigte der FCA an der Strafraumgrenze schwach: Andreas Luthe konnte einen strammen Schuss nur in den Laufweg von Hoffenheims Joker Reiss Nelson abklatschen. In der Nachspielzeit vergaben die Hoffenheimer nach Konterattacken zwei Hochkaräter, sodass die Niederlage für die Augsburger höher hätte ausfallen können. Doch muss festgehalten werden, dass der FCA zirka bis zur 70. Minute das bessere Team war und ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

„Es ist extrem bitter, dass wir uns für eine gute Leistung nicht belohnt haben. Ich bin angefressen, weil wir unsere Umschaltmomente zu hektisch gespielt haben, unsere Möglichkeiten in der Offensive nicht richtig genutzt und in der Defensive nicht über 90 Minuten sauber alles verteidigt haben. Wir müssen uns da an die eigene Nase fassen und an diesen Dingen arbeiten.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Geschehen, das sich in dieser Saison auch in Hoffenheim als Wiederholungsschleife abbildete: Der FCA spielt gut wie nie, verschenkt dabei aber Punkte durch schwere individuelle Fehler beziehungsweise durch fehlende Erstligatauglichkeit der beiden ersten Torhüter.

Am Samstag nach der Länderspielpause empfängt der FCA in der heimischen WWK Arena Eintracht Frankfurt.

FCA: Andreas Luthe; – Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Rani Khedira; Philipp Max; – Jonathan Schmid; Daniel Baier; Francisco da Silva Caiuby; Ja-Cheol Koo; Marco Richter; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Michael Gregoritsch (78.); Julian Schieber (90.);

Ausgewechselt: Francisco da Silva Caiuby (78.); Ja-Cheol Koo (90.); –

Auswechselbank: Benjamin Leneis (TW); Kevin Danso; Raphael Framberger; Felix Götze; Fredrik Jensen;

Tore:

0:1 Andrej Kramaric (65.)
1:1 Alfred Finnbogason (69.)
1:2 Reiss Nelson (84.)



Einsturzgefahr: Stadt lässt Wohnhaus evakuieren

Ein Wohnhaus in der Innenstadt wurde gestern Abend am Oberen Graben evakuiert. Der Grund: Einsturzgefahr wegen statischer Probleme. Ein statisches Gutachten sorgte gestern Abend für die unverzügliche Räumung von 29 Wohneinheiten und vier Gewerbeeinheiten.

Am Freitagabend musste die Räumung einer Immobilie in der Innenstadt durch die Stadt Augsburg angeordnet werden. Bei dem Gebäude am Oberen Graben, das im Eigentum einer von der Stadt verwalteten Stiftung steht, wurden bei einer Begehung statische Probleme festgestellt. Der Zustand macht eine „unverzügliche Räumung“ notwendig. Die Fundamente des Bauwerks sind in einem Maße unterspült, dass „ein plötzliches Versagen der Gründung und damit verbunden ein plötzliches Setzen von tragenden Wänden (…) hier nicht auszuschließen ist“, wie es im Schreiben eines Ingenieurbüros an die Stadt heißt.

Die Stellungnahme des Gutachters wurde am Freitag an die Stadt übermittelt. Die Stadt reagierte durch Zusammenstellen eines Krisenteams unter Leitung von Oberbürgermeister Kurt Gribl mit Polizei, Feuerwehr und der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen. Geschultes Personal der Wohnunterbringung und des BRK sorgten  dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses auf möglichst sensible Weise informiert und auf die bevorstehenden Schritte vorbereitet werden. Die betroffenen Personen werden in den kommenden Tagen in einem Hotel in der Innenstadt untergebracht. Für diese Unterbringung müssen die Bewohner nicht finanziell aufkommen.

Aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr sind Betreten und Aufenthalt von nun an im Gebäude verboten. Rechtliche Grundlage der Evakuierung ist eine Allgemeinverfügung der Stadt, die unter www.augsburg.de abzurufen ist. Wie es zu der Unterspülung des Mauerwerks kommen konnte und wann eben diese angefangen hat, ist noch nicht geklärt.



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