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Städtische Aktivität am Herrenbach: Baum-Allianz kritisiert Stadt

Die Augsburger Baum-Allianz hat auf einen DAZ-Artikel reagiert und ein Statement als „Reaktion“ veröffentlicht.

© DAZ

„Wie der DAZ zu entnehmen ist, sollen am kommenden Dienstag an der Uferböschung des Herrenbachs die durch die Baumfällungen entstandenen Wurzelstöcke entfernt werden. Dadurch soll eine Gefährdung der Stabilität des Kanalufers durch Verrottung vermieden werden. Die Baum-Allianz merkt hierzu an, dass diese Maßnahme nicht nötig geworden wäre, wenn von vorne herein auf die Baumfällungen Ende Mai verzichtet worden wäre. Durch die angekündigten Maßnahmen entstehen der Stadt nun weitere Kosten, die bei besonnener Vorgehensweise der Verantwortlichen vermeidbar gewesen wären. Durch die ursprünglich dort lebenden Bäume war das Kanalufer stabilisiert. Erst durch die Baumfällungen wurde eine mögliche Instabilität der Kanalrinne provoziert.“ So die Stellungnahme im O-Ton.

Außerdem kritisiert die Gruppierung, dass „erneut über den Kopf der Bürger hinweg kurzfristig Maßnahmen beschlossen und durchgeführt werden, obwohl die Stadt in dieser Angelegenheit vollständige Transparenz und Einbindung der Anwohner versprochen hat“. Auf die Frage, was denn die Stadt in Sachen Öffentlichkeitsarbeit falsch gemacht habe, sagte Bruno Marcon, dass die Stadt offenbar nicht verstehe, dass Pressearbeit nichts mit Bürgerinformation zu tun habe.



FCA: Bittere Niederlage in Mainz

Der FC Augsburg verliert in Mainz vor 21.105 Zuschauern (Negativrekord) gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 1:2. Es handelt sich um eine bittere wie verdiente Niederlage. Dong-Won Ji brachte den FCA zwar in der Schlussphase mit einem Fernschuss in Führung (82.), doch insgesamt zeigte der FCA nach vorne viel zu wenig Klasse. Bitter deshalb, weil die Mainzer ohne die beiden groben Patzer von FCA-Keeper Giefer die Partie nicht mehr hätten herumreißen können.

FCA-Trainer Manuel Baum vertraute in Mainz auf dieselbe Startelf, die auch zuletzt beim 1:1-Heimremis gegen Gladbach begonnen hatte.

Beide Mannschaften zeigten die gleichen taktischen Systeme: Den Gegner früh attackieren, um mit schnellem Umschaltspiel Tore zu erzielen. Nach acht Minuten jubelte der FCA zum ersten Mal, doch der Treffer zählte nicht, da Torschütze Michael Gregoritsch aus dem Abseits kam. Dann überließen die Mainzer wohl unfreiwillig den Augsburgern das Mittelfeld, die jedoch aus ihrer Dominanz keine einzige Torchance zu kreieren verstanden: Kein Zug, keine Idee, keine Chance, ein Armutszeugnis. Dann kam Mainz und hatte prompt Torchancen: Erst köpfte Robin Quaison den Ball frei vor dem Tor über den Querbalken (23.), wenig später zeigte sich Fabian Giefer auf dem Posten und verhindert für seine Mannschaft im Eins-gegen-eins-Modus einen Rückstand (30.). Die Spielanteile verschoben sich nun zugunsten der Nullfünfer, der stand plötzlich tief und ließ Mainz machen. Kurz vor der Pause erzielte Mainz die Führung, doch Schiedsrichter Martin Petersen sah ein Stürmerfoul von Jean-Philippe Mateta (45.+2).

Ji wird zur tragischen Figur

Nach der Pause stand der FCA wieder höher und hatte wieder mehr Spielanteile. Im Spiel nach vorne blieb der FCA harmlos, sodass erst in der  60. Minuten  ein Kopfball von Ja-Cheol Koo erkennen ließ, dass die Augsburger wussten, wo das gegnerische Tor steht. Dann geschah bis zur turbulenten Schlussphase wenig Bemerkenswertes. Bezeichnend auch die Augsburger Führung: Der kurz vorher für Gregoritsch eingwechselte Dong-Won Ji lief kaum gestört quer durch die Mainzer Hälfte und zog einfach mal aus 25 Metern ab. Der Ball schlug als Aufsetzer im Mainzer Tor ein (82.). Ji verletzte sich beim Torjubel am Knöchel. Die Fernsehbildern lassen eine Ferndiagnose zu: Bänderverletzung.

Giefer bringt FCA um unverdienten Lohn

Dann folgte das „Giefer-Faust-Desaster“: Nach einem ruhenden Ball faustete Giefer den Ball in die Lüfte und als Bogenlampe fiel er Anthony Ujah vor die Füße: 1:1 (87.). Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit folgte der zweite schwere FCA-Torwart-Patzer: Wieder flog eine Giefer-Faustabwehr in die falsche Richtung, nämlich in die Füße von Alexandru Maxim, der zum 2:1 für die Nullfünfer vollendete (90.+3). Somit wurden alle Tore von Einwechselspielern erzielt. Der FCA hatte Grund genug zu hadern, denn der Führung ging ein Foul an Hinteregger voraus, der dann behandelt werden musste und nicht auf dem Spielfeld war, als das 2:1 fiel.

FCA-Trainer Baum flippte aus, schlug mit dem Fuß gegen eine Bande, zeigte sich aber wenig später auf der Pressekonferenz gefasst: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben das Tor erzielt, das wegen Abseits nicht zählte. Danach haben wir den Faden verloren. In der zweiten Hälfte standen wir defensiv gut und gehen in der 82. Minute in Führung. Dass wir das Spiel dann nicht über die Zeit bringen, ist ganz bitter, vor allem weil wir zwei Tore nach Standards hinnehmen müssen. Beim zweiten Tor weiß ich nicht, welche Idee der Schiedsrichter hatte, denn es ist ein ganz klares Foul an Martin Hinteregger. Dass Hinteregger behandelt werden muss und nicht wieder ins Spiel rein darf, ist mir auch unerklärlich, obwohl es der Linienrichter noch zugesagt hatte. Bei allen Fehlern des Schiedsrichters müssen wir aber auch unsere eigenen Fehler analysieren. Das werden wir in den nächsten Tagen tun.“

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 03-00-00 9:2 (+7) 9
2.Borussia Dortmund 02-01-00 7:2 (+5) 7
3.VfL Wolfsburg 02-01-00 7:4 (+3) 7
4.Hertha BSC 02-01-00 5:2 (+3) 7
5.1. FSV Mainz 05 02-01-00 4:2 (+2) 7
6.Borussia Mönchengladbach 01-01-00 3:1 (+2) 4
7.SV Werder Bremen 01-01-00 3:2 (+1) 4
8.Fortuna Düsseldorf 01-01-01 4:4 (0) 4
8.FC Augsburg 01-01-01 4:4 (0) 4
10.RB Leipzig 01-01-01 5:7 (-2) 4
11.TSG 1899 Hoffenheim 01-00-02 5:6 (-1) 3
12.Eintracht Frankfurt 01-00-02 4:5 (-1) 3
13.Hannover 96 00-02-01 3:4 (-1) 2
14.1. FC Nürnberg 00-01-01 1:2 (-1) 1
15.FC Schalke 04 00-00-02 1:4 (-3) 0
16.Sport-Club Freiburg 00-00-02 1:5 (-4) 0
17.VfB Stuttgart 00-00-02 0:4 (-4) 0
18.Bayer 04 Leverkusen 00-00-03 2:8 (-6) 0

Der FCA bleibt nach dieser schwachen Vorstellung bei vier Punkten stehen und hat am kommenden Samstag, 22. September, (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen die Gelegenheit, diesen Klotz leichter zu machen. Bereits am Dienstag, 25. September, müssen die Schwaben in der ersten Englischen Woche zum ersten Abendspiel in die Allianz Arena zu den Münchner Bayern.

FCA: Fabian Giefer; – Jonathan Schmid; Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; André Hahn; Ja-Cheol Koo; Marco Richter; – Michael Gregoritsch.

Eingewechselt: Francisco da Silva Caiuby (60.); Sergio Córdova (84.); Dong-Won Ji (73.);

Ausgewechselt: Marco Richter (60.); Michael Gregoritsch (73.); Dong-Won Ji (84.);

Auswechselbank: Benjamin Leneis (TW); Felix Götze; Raphael Framberger; Kevin Danso;

Tore:

1:0 Dong-Won Ji (82.)
1:1 Anthony Ujah (87.)
1:2 Alexandru Maxim (90.)



Fahrradstadt Augsburg: Wird das noch was?

Die Defizite der Augsburger Stadtregierung sind in vielen Politikfeldern erkennbar. Am deutlichsten aber in der Verkehrspolitik. Das ambitionierte Projekt „Fahrradstadt“ zum Beispiel ist weit von der Realisierung entfernt und wurde deshalb zeitlich weit in die Zukunft verschoben. 

Die Landtagswahl naht – und viele Augsburger Radfahrer fragen sich, wie sie mit ihrer Stimme dazu beitragen, dass Bayern in Sachen umweltfreundliche Mobilität den Schalter umlegt. „Wie uns die Stadtoberen immer wieder klarmachen, tragen restriktive Verwaltungsvorschriften und bürokratische Förderprozesse eine gehörige Mitschuld dafür, dass sich beim Thema Fahrradstadt in Augsburg bisher nicht allzu viel bewegt hat. Und das wollen wir ändern!“ So der ADFC, der VCD und die Bürgeraktion Pfersee in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die auf eine Podiumsveranstaltung hinweist, auf der sich Radfahrer selbst ein Bild machen können, wer ihre Interessen im Landtag am besten vertreten könnte.

Die Landtagskandidaten sollen sich zu folgenden Fragen äußern: Was haben Sie und Ihre Partei bislang zur Fahrradstadt beigetragen? – Wie sieht die Rolle des Fahrrads im zukünftigen Mobilitätsmix in Bayerns Städten aus? – Wird die Initiative des ADFC für ein Rad-Gesetzes für Bayern unterstützt, welche die 70 Jahre bestehende Vorrangstellung des Kraftfahrzeugs in der Verkehrsplanung beenden kann? – Wie kann die neue Landesregierung dazu beitragen, dass die Fahrradstadt Augsburg endlich Fahrt aufnimmt?

Diesen Fragen stellen sich am Montag den 17. September ab 19:30 Uhr im Zeughaus (Filmsaal) die folgenden Vertreter:

  • Bernd Kränzle (CSU)
  • Volkmar Thumser (SPD)
  • Hans Wengenmeir (Freie Wähler)
  • Cemal Bozoglu (Grüne)
  • Karlheinz Faller (FDP)
  • Christine Wilholm (Die Linke)
  • Markus Bayerbach (AfD)

Als Experten für die landespolitischen Aspekte des Radverkehrs konnten die Veranstalter den Ehrenvorsitzenden des ADFC Bayern Armin Falkenhein aus Bobingen gewinnen. Das Publikum kann und soll sich mit Anregungen und Fragen in die Diskussion einbringen.



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