Wendejahre
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"Brechtmeile"

Zu Ehren des großen Bertolt Brecht

Zu Ehren des Augsburger Dichters und Dramatikers Bertolt Brecht findet am heutigen Freitag, den 10. August und am morgigen Samstag, den 11. August das literarische Fest „Brechtmeile“ statt. Gemeinsam mit der Altstadtkneipe „Drunken Monkey“, dem „Brecht’s Bistro“, der Barfüßer Kirche und dem Augsburger Brechthaus wird es von der Stadt Augsburg und der Regio Augsburg Tourismus GmbH veranstaltet.

Brecht in Augsburg Foto: Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

An beiden Veranstaltungstagen ist rund ums Brechthaus jeweils von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr ein Programm mit Musik, Führungen, literarischen „Beiträgen und sommerlicher Gastronomie unter freiem Sternenhimmel geboten. Der Augsburger Wolfgang Lightmaster wird Licht in die Gasse „Auf dem Rain“ bringen. Das Brechthaus ist an beiden Tagen durchgehend geöffnet und lädt mit einer Ausstellung und einer Leselounge bestückt mit Büchern zum Aufenthalt ein. Außerdem findet an beiden Tagen dort auch ein musikalisches Programm statt.

Am Freitag um 19.00 Uhr mit Lena Weixler (Gesang) und Stephanie Knauer (Klavier). Um 20.00 Uhr und um 22.00 Uhr gibt es „Nicht nur Brecht“ mit der Kapelle Kurzendörfer (Karin Kurzendörfer, Gesang und Stephan Kaller, Klavier) zu hören.

Das Programm:

Am Samstag um 18.00 Uhr können junge Brechtfans ab 8 Jahren einen Poesie-Parcours durch das Geburtshaus des Augsburgers Bertolt Brecht erleben. Mit der Schauspielerin Karla Andrä wird das Museum zur begehbaren Bühne, sie präsentiert Brechts Leben und Werk. Das musikalische Programm startet um 19.00 Uhr mit Lena Weixler (Gesang) und Stephanie Knauer (Klavier). Um 20.00 Uhr und um 22.00 Uhr sind Sybille Schiller und Heinrich Schiller (Klavier) unter dem Motto „In verschiedenen Wettern …“ (Buckower Elegien) zu Brecht und Rilke zu hören. An beiden Tagen dauern die einzelnen Programmpunkte jeweils zirka 30 Minuten.

Im Brecht’s Bistro steht am Freitag um 20.00 Uhr und um 22.00 Uhr „Prächtig Brechtig und andere Chansons“ mit Andrea Geis auf dem Programm. Am Samstag begeben sich um 20.00 Uhr und um 22.00 Uhr die Gäste in Brecht`s Bistro zusammen mit Erik Völker (Gesang / Kazoo – Bariton Theater Augsburg) und Gertrud Wittkowsky unter dem Motto „Wedekind feat. Brecht“ auf eine musikalische Liederreise über Brecht. Beim „Drunken Monkey“ gibt es an beiden Tagen von 20.00 bis 22.00 Uhr Wirtshausmusik mit Sigfried Bradl zu hören. In der Barfüßerkirche sind an beiden Tagen um 19.00 Uhr Führungen auf Brechts Spuren geboten. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen kostenlos.



Ärger beim Friedensfest

Friedensfest: Streit um Redebeitrag

Ein Redebeitrag des Kapitäns des Rettungsschiffs „Lifeline“ bei der Augsburger Friedenstafel auf dem Rathausplatz bringt Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber unter Druck. Das Rettungsschiff „Lifeline“ ist dafür bekannt, in Seenot geratene Flüchtlinge zu retten.

Augsburger Friedenstafel DAZ-Archiv © Christian Menkel

Eva Weber kritisierte die Aktion, die vom Augsburger Flüchtlingsrat organisiert wurde, als „nicht in Ordnung“. Die Friedenstafel sei ein Fest der Kirchen und Bürger und solle nicht für politische Zwecke missbraucht werden. Für politische Diskussionen sei das Rahmenprogramm des Festes gedacht, so Weber in Vertretung von OB Kurt Gribl.

„Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch erzählte von den Tragödien auf dem Mittelmeer. Anschließend wurden 300 Luftballons mit der Aufschrift „Augsburg wird sicherer Hafen“ verteilt und in die Lüfte geschickt.

„Wir sind sehr erstaunt über die Aussagen von Frau Weber“, heißt es in der Pressemitteilung der SPD. „Wir sind als Koalitionspartner ebenfalls Teil der Stadtregierung und begrüßen den Redebeitrag des Seenotrettungs-Kapitäns. Auch können wir die These, dass für politische Themen kein Platz an der Friedenstafel sei, nicht unterstützen. Frieden kann niemals unpolitisch sein“, so Anna Rasehorn, Stadträtin der SPD-Fraktion. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich legt nach: „Wo, wenn nicht bei der Friedenstafel soll denn über Frieden gesprochen werden? Menschen wie Claus-Peter Reisch, Kapitän des Rettungsschiffs „Lifeline“ gehören geehrt statt, wie jetzt in Malta, angeklagt zu werden.“



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