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Jazz: Augsburger Violinist in legendärem Londoner-Club

Jimmy Hendrix hatte dort seinen letzten Live-Auftritt. Miles Davis gab sich die Ehre, Ella Fitzgerald sang hier und andere berühmte Musikgrößen gaben und geben sich in der Frith Street 47 – unweit des Piccadilly Circus – die Klinke in die Hand.
Bereit seit 1959 ist „Ronnie Scott’s Jazz Club“ im Londoner Stadtteil Soho einer der angesagtesten Jazz-Clubs weltweit. Der gerade mal 24-jährige Augsburger Violinist Sandro Roy trat am vergangenen Wochenende demnach in reichlich große Fußstapfen, als er an diesem längst legendären Aufführungsort gemeinsam mit dem ungarischen Geiger Roby Lakatos und dem Jermaine Landsberger Trio unter dem Motto „Gypsy Jazz today“ ein Gastspiel gab.
Anfängliches Lampenfieber des jungen Augsburger Musikers angesichts der anspruchsvollen Londoner Musikszene war am Ende völlig umsonst: Das Haus war ausverkauft und „das Publikum ging überwältigend mit“, schwärmte Sandro Roy nach seiner Rückkehr aus England. Das Konzert der Gypsy-Jazzer aus Bayern und Ungarn hatte Klassik mit von Django Reinhardt beeinflussten Jazz- und ungarischen Puszta-Klängen verbunden, daraus allerdings ganz eigenständige Klänge kreiert.
Foto: Sandro Roy und der Pianist Jermain Landsberger vor ihrem Auftritt in „Ronnie Scott’s Jazz Club“ in London. Foto: © Gregory Jacob


Bundesliga: FCA vor dem zweiten Dreier?

Gladbach: Sieglos in Augsburg

Der FC Augsburg erwartet am morgigen Samstag (15.30 Uhr) zum ersten Heimspiel der Saison 2018/19 Borussia Mönchengladbach. Ein Gegner, der den Brechtstädtern liegt.

Von Siegfried Zagler

Mit dem Auswärtssieg gegen Düsseldorf im Gepäck will der FCA seine schlechte Heimbilanz in der zweiten Runde der Fußballbundesliga aufbessern. Dafür scheinen die Gladbacher Fohlen genau die richtigen zu sein, denn der FCA verlor in der Bundesliga noch kein Heimspiel gegen Mönchengladbach (drei Siege, vier Remis). Gegen kein anderes Team hat der FCA eine bessere Bundesliga-Heimbilanz. Obwohl der FC Augsburg fünf der vergangenen sechs Bundesliga-Heimspiele verlor und zu den schlechtesten Heimmannschaften der Bundesliga zählt, darf man aus Augsburger Sicht mit verhaltenem Optimismus in diese Partie gehen.

In den vergangenen sechs Spielzeiten hatte es zum Auftakt sechs Niederlagen gegeben, bei denen der FCA stets ohne Tor blieb. Ein weiterer Grund für eine breite Augsburger Brust in der heimischen WWK Arena sollte die schwache Auswärtsbilanz der Gladbacher sein. Die Borussia gewann in der Bundesliga nur eins der vergangenen elf Auswärtsspiele. In Augsburg bildet sich die Auswärtsschwäche der Gladbacher sehr deutlich ab: Aus Sicht der Borussia ist der FCA das einzige Team, gegen das die Fohlen in der Bundesliga mehr als vier Auswärtsspiele bestritten und dabei sieglos blieben.

„Wir wollen unseren Fans etwas zurückgeben“, so Kapitän Daniel Baier vor der Partie am Samstag, denn nur sechs Heimsiege konnte der FCA in der vergangenen Saison seinen Fans schenken. „Rund zehn Heimspielsiege wären eine sehr gute Marke“, so Rani Khedira, der wohl vor seiner besten Bundesligasaison steht und zu den großen Hoffnungsträgern des FCA gehört.

Baum startete seine Bundesligakarriere mit einem Heimsieg gegen Gladbach

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.Borussia Dortmund 01-00-00 4:1 (+3) 3
2.FC Bayern München 01-00-00 3:1 (+2) 3
3.Borussia Mönchengladbach 01-00-00 2:0 (+2) 3
3.Eintracht Frankfurt 01-00-00 2:0 (+2) 3
5.VfL Wolfsburg 01-00-00 2:1 (+1) 3
5.FC Augsburg 01-00-00 2:1 (+1) 3
7.Hertha BSC 01-00-00 1:0 (+1) 3
7.1. FSV Mainz 05 01-00-00 1:0 (+1) 3
9.SV Werder Bremen 00-01-00 1:1 (0) 1
9.Hannover 96 00-01-00 1:1 (0) 1
11.Fortuna Düsseldorf 00-00-01 1:2 (-1) 0
11.FC Schalke 04 00-00-01 1:2 (-1) 0
13.1. FC Nürnberg 00-00-01 0:1 (-1) 0
13.VfB Stuttgart 00-00-01 0:1 (-1) 0
15.TSG 1899 Hoffenheim 00-00-01 1:3 (-2) 0
16.Sport-Club Freiburg 00-00-01 0:2 (-2) 0
16.Bayer 04 Leverkusen 00-00-01 0:2 (-2) 0
18.RB Leipzig 00-00-01 1:4 (-3) 0
Sie haben unglaubliche Kicker und sehr viel Tempo“, sagte FCA-Trainer Manuel Baum, der die Stärken und Schwächen des Gegners wie vor jeder Partie genau im Auge hat. „Die Gladbacher liegen uns irgendwie“, so Baum, der seine Bundesligakarriere als Cheftrainer in Augsburg mit einem 1:0-Sieg gegen Gladbach begann. Es handelte sich um das spielerisch schlechteste Heimspiel, das der FCA siegreich gestalten konnte.

Augsburgs Zentrumsstürmer Alfred Finnbogason fehlt weiterhin verletzt, für ihn wird wieder Marco Richter starten, der just für die U21 des DFB nominiert wurde. Für die DAZ ist das eher das Gegenteil einer Schwächung. Wenn man vom langzeitverletzten Julian Schieber absieht, kann Baum somit aus dem Vollen schöpfen, während sein Gegenüber Dieter Hecking auf wichtige Eckpfeiler verzichten muss. So befindet sich Gladbachs Kapitän Lars Stindl noch im Aufbautraining und Christoph Kramer laborierte unter der Woche an einer Grippe, sein Einsatz ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Der FCA ist so stark wie nie

Sollte der FCA mit einem Sieg gegen Gladbach glänzen, würde nach der Länderspielpause eine weitere Punkteoption (auswärts in Mainz) auf der Agenda stehen, bevor es in die erste Englische Woche geht: Am Samstag, den 21. September kommt Bremen nach Augsburg, am darauffolgenden Dienstag (25. September) droht wohl die erste Niederlage, wenn in München der FC Bayern zum Duell bereitsteht.

Kurzum: Der FCA ist in seiner achten Bundesligasaison so stark wie nie, weshalb es an der Zeit ist, mit positiven Zielformulierungen die Saison zu beginnen. Für das Spiel gegen Gladbach gibt es nur noch Restkarten, weshalb vom FCA das Kontingent leicht sichtbehinderter Karten freigeschaltet wurde.



Zeitumstellung vor dem Aus

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat heute im ZDF angekündigt, die Zeitumstellung in der EU abzuschaffen.

Es soll in der Zukunft bei der Sommerzeit bleiben. Auch die deutsche Bundeskanzlerin befürwortet Junckers Vorhaben. Laut Präsident Jean-Claude Juncker wird die EU-Kommission noch am heutigen Freitag beschließen, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen. „Das werden wir heute beschließen“, sagte er mit Blick auf die laufende Kommissionsklausur. „Die Menschen wollen das, wir machen das.“ so Juncker im ZDF-„Morgenmagazin“. Bei einer EU-weiten Online-Umfrage hatten sich 80 Prozent von 4,6 Millionen Teilnehmern dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung aufzugeben. In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt und war vom Start weg in der Kritik.



Flüchtlingspolitik

Grüne: „Viele Ankündigungen des bayerischen Asylplans sind nicht umsetzbar“

Die Beantwortung einer Anfrage der Grünen im Bayerischen Landtag ergab, dass vom Asylplan der Staatsregierung wenig übrig bleibt.

Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth in Augsburg/Inningen Foto: © DAZ

„Von dem sogenannten Asylplan der Staatsregierung bleibt in der Realität nicht viel übrig“, so fasst die asyl- und integrationspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Christine Kamm, die Antwort auf ihre Anfrage bei der CSU-Staatsregierung zusammen. So räume die Staatsregierung unter anderem ein, dass die bayerischen Abschiebeflüge ohne die Zustimmung des Bundes nicht realisierbar sind, weil der Freistaat diplomatisch im Ausland nicht aktiv werden könne. Auch die Organisationsstruktur und die personelle Ausstattung der angekündigten Task Force müssen erst noch erarbeitet werden.

„Während sich die CSU-Staatsregierung mit martialischen Ankündigungen beschäftigt, werden die anfallenden Aufgaben längst im laufenden Betrieb erledigt“, so Christine Kamm. Laut der CSU-Staatsregierung sollen knapp 20 Millionen Euro jährlich in die neu geplante Justizvollzugsanstalt Passau und die geplante Abschiebehafteinrichtung in Hof fließen, „obwohl der Bedarf für weitere Einrichtungen nicht nachgewiesen ist“, wie Kamm hinzufügt.

Die Träger der freien Wohlfahrtspflege klagen dagegen über mangelnde finanzielle Unterstützung bei der Asyl- und Integrationsberatung für Flüchtlinge in Bayern. Es fehlt weiterhin ein Zugang zur unabhängigen Rechtsberatung in den Ankerzentren, eine zwingende Voraussetzung für faire Asylverfahren.

„Statt planloser Hektik sollte die CSU auf die hören, die vor Ort die Asylarbeit leisten, auf die Kommunen und die Ehrenamtlichen. Wir brauchen flächendeckende Sprach- und Integrationskurse und eine rasche Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt. Nicht der Ausschluss von Kindern und Jugendlichen von Bildungsmaßnahmen in den Ankerzentren, sondern Integration durch Bildung und Arbeit – zumindest auf Zeit – sind der richtige Weg“, so Christine Kamm.



Renaissancefest im Botanischen Garten

„festina lente – Eile mit Weile“: Drittes Renaissancefest im Botanischen Garten

Unter dem in der Renaissance beliebten und scheinbar widersprüchlichen Motto „festina lente – Eile mit Weile“ lädt der Botanische Garten Augsburg in Kooperation mit dem Augsburger Geschlechtertanz e. V. am Samstag, 1. September von 11:00 bis 20:00 Uhr zum dritten Mal zum Renaissancefest ein. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit höfischer Tanzkunst, Renaissancemusik, Kostümkunde, Workshops und Vorträgen zum Zuschauen und Mitmachen für die ganze Familie.

Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen im Pflanzenüberwinterungshaus statt.

Programmflyer

Botanischer Garten, Dr.-Ziegenspeck-Weg 10 in Augsburg



Abendöffnung der Sonderausstellung „Wasser Kunst Augsburg“

Blaue Stunden im Maximilianmuseum am 8. September

Ein letztes Mal öffnet das Maximilianmuseum während der Ausstellung „Wasser Kunst Augsburg“ am Samstag, 8. September am Abend von 18:30 Uhr bis 23:00 Uhr seine Pforten. Bei blau erleuchtetem Haus und der Klanginstallation Klangdüker im Viermetzhof (KLONK: Tine Klink + Gerald Fiebig) können die Besucher der Sonderausstellung ein besonderes Flair erleben.

Eintritt neun Euro, ermäßigter Eintritt für blau Gekleidete drei Euro. Das Museumscafé hat geöffnet.
Wasser Kunst Augsburg. Die Reichsstadt in ihrem Element Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1 in Augsburg



„Augsburger Wassertag“ im September: Im Mittelpunkt steht Elias Holl

Am 2. September findet der fünfte von der Regio Augsburg Tourismus GmbH veranstaltete „Augsburger Wassertag“ des Jahres 2018 im Begleitprogramm der Bewerbung der Stadt zur Aufnahme ihrer historischen Wasserwirtschaft in die UNESCO-Welterbeliste statt. Ein thematischer Schwerpunkt an diesem Sonntag ist Elias Holl. Aufgrund der großen Nachfrage bietet die Regio um 10.30 Uhr eine zusätzliche Stadtführung zum Augsburger Stadtwerkmeister an.
 

Wassertürme am Roten Tor Foto: DAZ Archiv

„Der Stadtwerkmeister Elias Holl und das Wasser“ ist beim „Augsburger Wassertag“ am kommenden Sonntag das Schwerpunktthema im Wasserwerk am Roten Tor: Um das Jahr 1600 lebten mindestens 40.000 Menschen in Augsburg. Sie mussten mit Fleisch versorgt werden, das man vor allem in der Stadtmetzg erwarb. Lange vor der Erfindung von Kühlschrank und Gefriertruhe kühlte hier das Kanalwasser im Vorderen Lech die Fleischbänke. Stadtwerkmeister Elias Holl hatte diesen Lechkanal unter dem von ihm errichteten Bauwerk hindurchführen lassen. 

 
Einen Eindruck von Holls Wirken gewinnen Besucher bei einer zusätzlich angebotenen Führung vom Rathausplatz (Treffpunkt: Tourist-Information) über die Stadtmetzg und durch das Lechviertel bis zum Wasserwerk am Roten Tor (Beginn 10.30 Uhr). Die ursprünglich in der Programmvorschau beworbene Führung um 14.30 Uhr ist bereits ausgebucht. Die Führung endet bei den historischen Wassertürmen am Roten Tor und inkludiert deren Besichtigung im Anschluss an die Stadtführung. Im historischen Wasserwerk finden von 10 bis 16 Uhr zudem fortlaufend Führungen statt (keine Anmeldung notwendig). Informationsmaterial über die Augsburger Welterbe-Bewerbung erhalten Besucher beim Infostand des Bewerbungsbüros UNESCO-Welterbe der Stadt Augsburg im historischen Wasserwerk.
 
Im Wasserwerk am Roten Tor gewährt der Kurzvortrag „Der Stadtwerkmeister Elias Holl und das Wasser“ weitere Einblicke in die Arbeit des Baumeisters, der oft mit Wasserbauprojekten beschäftigt war (um 14 Uhr und 15 Uhr). Ein weiterer Vortrag im Rahmen der Besichtigung des Unteren St.-Jakobs-Wasserturms widmet sich schon um 11 Uhr dem Thema „Vom Wasserrad bis zur Turbine“ – dabei geht es auch um die Augsburger Caspar Walter, Karl Albert Gollwitzer und Bertolt Brecht.
 
Das Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk Langweid und das Klostermühlenmuseum Thierhaupten bieten Einblicke in andere Nutzungsformen der Wasserkraft. Die Lechwerke Augsburg informieren beim Tag der offenen Tür (10 bis 18 Uhr) zur Stromerzeugung sowie zur Natur und Geschichte des Lechtals. Höhepunkt der Besichtigung ist die begehbare Turbinenkammer von 1907. Im Klostermühlenmuseum zeigt ein Geländemodell, wie das hoch über der Friedberger Ach gelegene Benediktinerkloster über ein „Wasserhaus“ versorgt wurde. 
 
Weitere Programmpunkte dieses vorletzten „Augsburger Wassertags“ im Jahr 2018 sind eine Führung durch das Klärwerk Augsburg (10 Uhr) sowie die Besichtigung des historischen Wasserwerks am Hochablass (12 bis 17 Uhr). Anmeldungen für die dortige Führung durch die Stadtwerke Augsburg (15 Uhr) sind noch bis Donnerstag, 30. August, um 16 Uhr möglich. 
 
Informationen zu Stationen und Programmpunkten sowie zu weiteren Terminen rund ums Wasser liefert die Programmbroschüre „Augsburger Wassertage 2018. Wasserwerke, Wasserkraft, Wasserkraftwerke – Welterbe?“ Dieser Programmprospekt ist in der Tourist-Information am Rathausplatz erhältlich. Im Internet findet man alle Programmpunkte unter www.augsburg-tourismus.de/broschueren, auf der UNESCO-Website der Stadt Augsburg unter www.augsburg.de/welterbe.  
 
 


FCA macht Felix Schwarzholz zum Profi

Der FC Augsburg setzt weiter auf den eigenen Nachwuchs und hat mit Felix Schwarzholz das nächste Talent aus dem Nachwuchsleistungszentrum an den Klub gebunden. Der 18-jährige Mittelfeldspieler, der seit 2009 im FCA-Nachwuchs ausgebildet wurde, hat am Dienstag einen Profi-Vertrag unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2022 läuft.

„Felix Schwarzholz hat nahezu die komplette Vorbereitung bei den Profis absolviert, war auch in beiden Trainingslagern dabei und hat dabei gezeigt, dass er den Sprung in die Bundesliga schaffen kann“, so Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA.

„An den Beispielen Raphael Framberger, Marco Richter oder Kevin Danso sieht man, dass der FCA sehr auf seinen eigenen Nachwuchs setzt. Daher freue ich mich, dass die Verantwortlichen meine Entwicklung so positiv betrachten und mir in den nächsten Jahren das Vertrauen schenken. Ich möchte die Chance nutzen, um ebenfalls den Sprung in die Bundesliga zu schaffen und in der WWK ARENA aufzulaufen“, freut sich Felix Schwarzholz nach der Unterschrift auf die kommenden Jahre beim FCA. – Felix Schwarzholz ist am 24. September 1999 in Augsburg geboren worden. Damit ist er nach Raphael Framberger, Jozo Stanic, Simon Asta (alle in Augsburg geboren) und Marco Richter, der in Friedberg zur Welt kam, der fünfte FCA-Profi aus Augsburg beziehungweise der altbayerischen Nachbarstadt.



Saisoneröffnung: Panther zelebrieren „Hockey Day“

Auch in diesem Jahr gibt es mit dem traditionellen Hockey Day eine Saisoneröffnungsfeier auf und neben dem Eis: Am Samstag, 1. September 2018 laden der Nachwuchs des Augsburger EV und die Augsburger Panther gemeinsam ab 9.30 Uhr ins Curt-Frenzel-Stadion zum 5. Hockey Day ein. Und so sieht das Programm aus:

9.30 Uhr:  Stadionöffnung (Einlass über Eingang Süd)

10.00 Uhr – 11.00 Uhr: Offizielles Mannschaftstraining der Augsburger Panther

11.30 Uhr – 12.30 Uhr: Skills Competition (Zwei Teams, bestehend aus den Pantherprofis und Spielern der AEV-Kleinschüler, treten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an.)

12.45 Uhr – 13.45 Uhr: Showtraining des AEV-Nachwuchses

13.30 Uhr – 14.30 Uhr: Autogrammstunde der Augsburger Panther. Durch das Programm führen Stadionsprecher Ingo Weighardt und Telekom Sport-Kommentator Alex Kunz.



Bildung

Söder: Augsburg soll eine Landeszentrale für politische Bildung erhalten

Bevor sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in den verregneten Augsburger Plärrerumzug einreihte, eine Veranstaltung, die zunehmend einem dörflichen Faschingsumzug ähnelt, zog er im Rathaus ein Kaninchen aus dem Zylinder.

Von Siegfried Zagler

Markus Söders Eintrag in das Goldene Buch Foto: privat

Wenn ein Bayerischer Ministerpräsident sich ins Goldene Buch der Stadt Augsburg eintragen darf, dann muss er vorher ein Versprechen geben. Diese märchenhafte Hürde wurde von Markus Söder am vergangenen Samstag mit Leichtigkeit genommen. Staatstragend und mit der Souveränität eines Monarchen verkündete er, was nach dem Abzug der staatlichen Gemäldesammlung aus dem Glaspalast an dieser Stelle Einzug halten soll: eine Außenstelle der Landeszentrale für Politische Bildung.

„Zentrales Bildungsziel der politikdidaktischen Arbeit ist die politische Handlungs- und Urteilsfähigkeit“, wie es auf der Homepage der Einrichtung heißt, deren Adressaten hauptsächlich Schüler sind. Nun solle die politisch neutrale Institution in Zukunft ihren Fokus auf Meinungsbildung im Internet richten. Die Augsburger Außenstelle soll noch in dieser Legislaturperiode entstehen, 15 Mitarbeiter sind vorgesehen. Vorbild sei das „Newseum“ in Washington. Demnach könnte die rasante Fortschreibung der digitalen Medien und ihre Gestaltungskraft auf gesellschaftliche Entwicklungen und demokratische Umwälzungen ins Zentrum der Forschungs- und Vermittlungsarbeit der Einrichtung stehen. Die Geschichte der Medien und die Funktionsweise des Tagesgeschäfts mit Information und Meinung soll transparent dargestellt werden. Auch Funktion und Wirkungsweise von Fake-News dürfen in diesem Zusammenhang nicht fehlen.

Augsburger Glaspalast Foto: DAZ-Archiv

„In Europa zerbröseln Institutionen und werden durch populistische Organisationen ersetzt“, so Söder, der offenbar die neuen Medien dafür in der Mitverantwortung sieht: „Wir erleben eine Spaltung der Gesellschaft und einen Rückgang der Kompromissfähigkeit, so Söder, der sich vorstellen kann, dass die neue Außenstelle der „Landestelle für politische Bildungsarbeit“ neben dem Verfassen von Vorträgen sich auch bei Internet-Diskussionen zu Wort melde und etwa durch einen „Faktencheck“ versuche, eine objektivere Diskussion mitzugestalten. Im Vorfeld der Gesetzesänderung, die im Bildungsausschuss des Landtags beschlossen wurde, arbeitete ein Gremium der Stadt Augsburg an dem neuen Konzept mit.