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Fliegerbombe in Herrenbachstraße gefunden

Samstag, 28. Juli, 21 Uhr: Bei Bauarbeiten wurde eine Fliegerbombe gefunden. Die Polizei hat im Umkreis von 300 Metern die Evakuierung angeordnet und weist darauf hin, dass keine konkrete Gefahr und kein Grund zur Panik bestehen.

Bombenfund beim Herrenbach: Evakuierung wegen Gefahr im Verzug © DAZ Archiv

Die Evakuierungszone im Herrenbach umfasst folgenden Bereich:  nördliche Grenze: Reichenberger Straße,  östliche Grenze: Berliner Allee –  südliche Grenze: Heinestraße bis zur Verlängerung der Berliner Allee, westliche Grenze: der Herrenbach. Wer nicht körperlich mobil ist und Hilfe beim Transport aus der Evakuierungszone braucht, soll unter der Rufnummer 0821 19222 einen Krankentransport anfordern.

Wegen der Evakuierung wird der Linienbetrieb der Linien 33 und 36 bis auf Weiteres eingestellt und es werden Notunterkünfte eingerichtet. Das Theater hat die Interims-Spielstäte im Martinipark (Provinostraße 52) als Unterkunft geöffnet. Zudem kommen evakuierte Personen auch beim BRK-Kreisverband (Berliner Allee 50 a) und bei der DLRG Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (Friedberger Straße 18) unter. Die Arbeitsgemeinschaft Augsburger Hilfsorganisation kümmert sich vor Ort.

Die Einsatzleitung der Evakuierung hat die Polizei Nordschwaben. Sie informiert laufend auf ihrem Twitter- und Facebook-Kanal (Facebook/Twitter: @polizeiSWN). Die Stadt Augsburg informiert ebenfalls auf ihren Social-Media-Kanälen (Facebook: @stadtaugsburg, @augsburgcity).

Bei der Stadt Augsburg sind auch unter www.augsburg.de laufend Informationen zur Entwicklung vor Ort sowie zum Abschluss der Evakuierung und zur Bombenentschärfung abrufbar.



Theater Augsburg: „Spielfeld performativer und politischer Auseinandersetzung“

André Bücker startete in seiner ersten Saison neue Projekte und Kooperationen; die selbstreferenzielle Bewertung des Augsburger Theaters fällt – wenig überraschend – positiv aus, während es zugleich – einigermaßen überraschend – Kritik von der Stadtspitze gibt.

Herz aus Gold – Foto: Jan-Pieter Fuhr

Oberbürgermeister Kurt Gribl zeigte sich verschnupft über Bückers „Neuausrichtung der Sponsorenstrategie“ sowie über die Kommunikation bezüglich der Zuschauerzahlen in Sachen Musical auf der Freilichtbühne. Ebenfalls wenig glücklich, nicht nur aus OB-Sicht, ist die Aussage Bückers, dass er der Stadt zu seinem Amtsantritt das Fugger-Musical geschenkt habe.

Mit der Verpflichtung von André Bücker hat die Stadt Augsburg für die Interimspielzeiten, die wohl bis 2023 andauern werden, etwas bestellt, das unter der Ägide von Juliane Votteler nicht richtig in Schwung kam: die Öffnung des Theaters. Und Bücker hat geliefert. Mit der Übernahme der Intendanz des Theater Augsburg durch André Bücker in der Spielzeit 2017/18 wurde der Bereich der Theaterpädagogik mit der Schaffung einer zusätzlichen Stelle stärker gewichtet und die interkulturelle, interdisziplinäre Plattform Plan A ins Leben gerufen. Im Sinne einer »Öffnung zur Stadtgesellschaft« entstanden zahlreiche Projekte und Kooperationen mit Künstlern und Institutionen.

„Die Theaterpädagoginnen Nicoletta Kindermann und Imme Heiligendorff legen den Fokus ihrer kulturellen Bildungsarbeit auf Vermittlungsformate für alle Sparten des Hauses, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Theater, partizipative Projekte sowie auf die Öffnung des Theaters zur Stadtgesellschaft“, wie es in einem Statement der Theaterleitung heißt. Hierzu zählten auch außerschulisch-partizipative Formate und Kooperationen wie beispielsweise »Ballroomdance. The Show«, das »Migrationsprojekt für Schwaben« oder das breitgefächerten Workshop-Programm »Theater als Expedition«.

Thomas Weitzel, Kurt Gribl, Andre Bücker (v.l.) Foto: (c) DAZ

Mit der interdisziplinär und interkulturell ausgerichteten Plattform Plan A unter der Federführung von Hausregisseurin Nicole Schneiderbauer sieht das Theater Augsburg in der Spielzeit 2017/18 „ein Spielfeld performativer und politischer Auseinandersetzung eröffnet“. In vielfältigen Kooperationen und an unterschiedlichen Orten stelle sich Plan A den Fragen unserer Zeit und schaffe dabei Begegnungen zwischen Kunst, Wissenschaft und den Menschen der Metropolregion Augsburg. Mit erfolgreichen Produktionen und Kooperationen wie dem performativen Theateressay »Solvejg. Mon Amour«, dem türkischen Gastspiel »Gesichter Anatoliens« oder »Grandhotel meets Theater« habe die Plattform einen erheblichen Beitrag zur Öffnung des Theaters geleistet „und kooperierte dabei mit Akteuren der Stadtgesellschaft sowie der Freien Szene“, wie es im Theaterstatement weiter heißt.

Weitere Kooperationen, Formate und Gastspiele des Theater Augsburg wie das Stadtraumformat des »Tatort Augsburg«, der künstlerische Adventskalender oder die Theaterpredigten zeigten ebenfalls die große Bereitschaft der Intendanz Bücker an, das Theater für ein breiteres Spektrum der Stadtgesellschaft zu öffnen.

Auch in der folgenden Staatstheatersaison sind integrative Formate Bestandteil des Spielplans, wie Intendant André Bücker hervorhebt: „Die Öffnung des Theaters zur Stadtgesellschaft war und ist in Augsburg ein wichtiges Anliegen. Wir haben uns in dieser Spielzeit dieser Herausforderung umfassend und vielschichtig gestellt. Das beweist diese Bilanz. Ich bin sehr glücklich über die Vielfalt der Kooperationen. Wir haben in der Stadt großartige Partner gefunden, mit denen wir die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren vertiefen werden.“



Mehr Geld für Augsburgs Live-Clubs

Kulturausschuss bewilligt 60.000 Euro Förderung für die Popkultur-Szene in Augsburg und stärkt mit dieser Maßnahme das Kultursozialticket 

Um den Standortfaktor Popkultur in Augsburg zu würdigen, hat der Kulturausschuss in seiner letzten Sitzung einstimmig eine Förderung für die Augsburger Club-Szene in Höhe von 60.000 Euro beschlossen. „Popkultur ist ein wichtiger Faktor für eine urbane Großstadt. Die freie Musik- und Clubszene mit ihren Spielstätten sowie unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten, Zielgruppen und Formaten trägt wesentlich zum lebendigen Kulturleben in der jungen Universitätsstadt Augsburg bei“, so Kulturreferent Thomas Weitzel.

Ab 2019 sollen nun jene Clubs gefördert werden, die seit mindestens zwei Jahren einen andauernden Konzertbetrieb mit fester Spielstätte haben. Voraussetzung ist außerdem die Einreichung eines jährlichen Kosten- und Finanzierungsplans bei der Kulturverwaltung. Zudem müssen sich die Clubs dem Kultursozialticket der Stadt Augsburg und der Augsburger Tafel e.V. anschließen, um Bürgern, die sich Tickets schwer leisten können, den Konzerteintritt zum symbolischen Eintrittspreis von einem Euro zu ermöglichen. Die Prüfung der Anträge und die damit verbundene Auszahlung von Zuschüssen obliegt nun dem Kulturamt (Popkulturbeauftragten) in Abstimmung mit dem Kulturreferat.

Auch die Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg Barbara Friedrichs freut sich über den Beschluss des Kulturausschusses:„Ein Live-Club ist eine absolute Gratwanderung und mit viel Herzblut und finanziellem Risiko verbunden. Es ist höchste Zeit, die Betreiber der Clubs in Augsburg in ihrer Arbeit zu unterstützen.“ Die Vergabe der Zuschüsse erfolgt nun in engem Austausch mit den Betreibern der Live-Spielstätten in Augsburg. Foto: Jazz Club Augsburg © DAZ



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