DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Normaluhr am Königsplatz

Nach einer längeren “Bedenkzeit” hat sich die Stadt Augsburg dazu durchgerungen, eine sogenannte “Bahnhofsuhr” am  Königsplatz zu installieren 

Ausgangspunkt dieses kleinen Nachtrags ist ein Antrag von ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger, dem die neue Normaluhr am Königsplatz eine Pressemitteilung wert war. Pettinger hatte nämlich diese Uhr per Antrag im März 2016 von der Stadtregierung eingefordert. Begründet hatte er sein Anliegen damit, dass insbesondere ältere Personen Probleme hätten, die aktuelle Uhrzeit von den Anzeigetafeln am damals frisch umgestalteten Haltestellendreieck abzulesen. Die dort angezeigte digitale Uhrzeit sei wegen der geringen Schriftgröße und dem schlechten Kontrast generell schlecht erkennbar und auch nur aus bestimmten Sichtwinkeln und direkter Nähe überhaupt zu erkennen. Zudem müsse man die Uhrzeit aus der Vielzahl der angezeigten Informationen erst herausfiltern. Die Standuhr, die vor dem Umbau des Königsplatzes vor dem Gebäude der Deutschen Bank platziert war, wurde laut Pettinger vermisst.

Nachdem damals die Stadtwerke die Anbringung einer großen analogen „Bahnhofsuhr“ im Bereich des Haltestellendreiecks ablehnten, weil der Architekt den Charakter des Bauwerks dadurch gefährdet sah, machte Pettingers Vorschlag die Runde durch Bauverwaltung und Bauausschuss. Hier wurde letztlich beschlossen, gegenüber des Manzu-Brunnens an einer der Beleuchtungs-Stelen eine große, analoge Uhr anzubringen, die von möglichst vielen Seiten aus zu sehen ist. — Foto © DAZ



Ausstellung „Wasser Kunst Augsburg“: OB Gribl stellt sein Lieblingsstück vor

VIP-Führung in der Ausstellung „Wasser Kunst Augsburg“: Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl stellt am kommenden Mittwoch, den 11. Juli sein persönliches Lieblingsstück im Maximilianmuseum vor

In jeder Ausstellung gibt es Objekte, die beim Publikum unterschiedliche Reaktionen auslösen. Sie regen zum Nachdenken an, manchmal zum Schmunzeln. Sie dokumentieren Geschichte oder erzählen Geschichten. Augsburger Persönlichkeiten aus Politik und Kultur haben sich nun in der großen Sonderpräsentation „Wasser Kunst Augsburg. Die Reichsstadt in ihrem Element“ ihr ganz individuelles Lieblingsstück herausgesucht, das sie in einer Führung im Maximilianmuseum der Öffentlichkeit vorstellen. Beginnen wird damit Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, der am 11. Juli seinen persönlichen Favoriten erklärt. Um welches Objekt es sich genau handelt, verrät der Oberbürgermeister allerdings erst bei der Führung. Die VIP-Führung mit Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl in der Ausstellung „Wasser Kunst Augsburg“ am 11. Juli dauert von 12:00 bis 12:30 Uhr. Kosten: 2 Euro plus Eintritt. Maximal 15 Teilnehmer. Foto © DAZ



Erinnerungskultur

Führungen und Besichtigungen im KZ-Außenlager “Halle 116” in Pfersee

An diesem Wochenende kann man das ehemalige KZ-Außenlager “Halle 116” in Pfersee besichtigen: Für zwei Tage, am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag wird der Öffentlichkeit die Halle 116 zugänglich gemacht.

Halle 116 © DAZ

Die Stolpersteininitiative präsentiert dabei Biographien von Menschen, für die in Augsburg Stolpersteine verlegt wurden, sowie von NS-Opfern, für die keine Stolpersteine verlegt wurden. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) zeigt eine Ausstellung über die schwäbischen Außenlager des KZ Dachau und die Augsburger Sammellager für Zwangsarbeiter. Ergänzend wird am Samstag um 17 Uhr eine Führung durch das Haus angeboten.

Die „Halle 116“ hat ihren Namen von der Augsburger US-Garnison, die das Gebäude nach Kriegsende bis zu ihrem Abzug 1998 nutzte. Danach plante die Stadt, in der Halle einen würdigen und historisch interessanten Erinnerungsort zu gestalten. Die Öffnungszeiten: Samstag: 11.55 Uhr bis 17. Uhr mit einer anschließenden Führung. Am Sonntag kann man 11 Uhr bis 17 Uhr besichtigen. Die Halle steht im Sheridan Park in Pfersee/ Karl-Nolan-Straße 2-4. Der Eintritt ist frei.