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Modular soll 2019 ins Gaswerk umziehen

Die Stadtwerke setzen wichtige Impulse für Modular-Umzug 2019: Das Gaswerkgelände wird rechtzeitig festivaltauglich hergestellt. Die Stadt Augsburg und Stadtwerke stehen mit dem Stadtjugendring in enger Abstimmung, um ein attraktives und tragfähiges Konzept für das Modular-Festival 2019 auf dem Gaswerkareal zu entwickeln.

Modularfestival im Wittelsbacher Park (c) Stadtjugendring

Mit baulichen Maßnahmen bereiten die Stadtwerke Augsburg (swa) das Gaswerkareal für das Modular-Festival 2019 vor. Die Stadt unterstützt das Vorhaben als Weichenstellung für die Entwicklung eines multifunktionalen Festival- und Kulturgeländes, auf dem auch Open-Air-Konzerte verschiedener Anbieter veranstaltet werden können.

„Der Stadt Augsburg ist sehr daran gelegen, dem Modular-Festival zu seinem zehnjährigen Jubiläum 2019 eine neue langfristige Spielstätte zu bieten, die dem Aushängeschild der Jugend- und Popkultur in Augsburg Planungssicherheit verschafft. Gleichzeitig eröffnet das Gelände den Machern des Modular neue Möglichkeiten, ihre Ideen in einem ausgewiesenen Kreativquartier umzusetzen“, so Kulturreferent Thomas Weitzel.

Vor diesem Hintergrund stellen die swa das Gaswerkareal in den kommenden Monaten festivaltauglich her. Dazu werden Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen abgerissen, um Platz für eine Bühne samt Fläche zu schaffen. Das Gaswerk, das als Industriedenkmal von europäischem Rang gilt, wird von den swa in Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg zu einem Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft mit Theater, Ateliers und Räumlichkeiten für Start-Ups und Unternehmen der Kreativwirtschaft entwickelt. Derzeit laufen die Arbeiten am Ofenhaus, in das in wenigen Monaten Schauspiel und Ballett des Theaters sowie Künstler vom Kulturpark einziehen werden. Das bisher abgesperrte Gelände wird künftig auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, mit Grünflächen und Freiluftgastronomie.

Gaswerk-Gelände in Oberhauseen (c) DAZ

Das städtische Kulturreferat hat die Planungsgespräche zwischen den Stadtwerken, dem Stadtjugendring, der Ordnungsbehörde, dem Umweltamt, dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen sowie dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz initiiert und moderiert. Diese Gespräche dienten ebenso wie verschiedene Ortstermine der Prüfung, ob die aktuelle Festivalstruktur auf das neue Gelände grundsätzlich übertragbar ist.

Auch ein erster Entwurf für einen vierjährigen Miet- und Sponsoringvertrag seitens der swa liegt dem Stadtjugendring als Veranstalter des Modular-Festivals bereits vor. Wie Kulturreferent Thomas Weitzel betont, bestehen durch die baulichen Festlegungen der swa beste Voraussetzungen für ein Modular-Festival 2019 in der beeindruckenden Kulisse des Gaswerks.

Die Standortfrage des Modulars ist politisch nicht ganz unumstritten. Die Augsburger SPD forderte nach dem Modular 2017 das beliebte Jugendfestival über 2020 hinaus im Wittelsbacher Park zu implementieren, wogegen lärmgeschädigte Anwohner und Vogelschützer Einwände vorbrachten.



Theater: Hoher Besuch bei Solaris

Im Martinipark traf sich der japanische Generalkonsul Tetsuya Kimura mit Solaris-Komponist Dai Fujikura

Foto (v.l.): André Bücker (Intendant), Thomas Weitzel (Kulturreferent Stadt Augsburg), Dai Fujikura (Komponist »Solaris«), Tetsuya Kimura (Japanischer Generalkonsul München) © Jan-Pieter Fuhr

Bei der gestrigen Vorstellung der Science-Fiction-Oper »Solaris« am Theater Augsburg reiste der japanische Komponist Dai Fujikura bereits zum zweiten Mal aus London an, um sich die Deutsche Erstaufführung seiner Oper nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Stanisław Lem anzuschauen. Anlässlich dieses Besuchs kam auch der japanische Generalkonsul aus München, Tetsuya Kimura, in den Martinipark. Thomas Weitzel, Kulturreferent der Stadt Augsburg, begrüßte ihn im Namen der Stadt Augsburg und lobte Intendant André Bücker für die gelungene Stückauswahl. Weitzel bezeichnet die Oper als Glücksgriff und lobte das Bestreben des Theaters, die deutsch-japanischen Beziehungen zu stärken.

Der japanische Komponist Dai Fujikura wurde 1977 in Osaka geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am King’s College London und am Royal College of Music. Zahlreiche führende Ensembles und Orchester der zeitgenössischen Musik haben Fujikuras Werke in Auftrag gegeben und aufgeführt, darunter das Ensemble Modern, das Ensemble Intercontemporain, das BBC Symphony Orchestra und das Philharmonia Orchestra. Zudem wurde Dai Fujikura mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Internationale Wiener Kompositionspreis, der Hindemith-Preis im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festival und der Composition Prize der Royal Philharmonic Society. Im März 2015 wurde seine erste Oper »Solaris« am Théâtre des Champs-Élysées uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung fand im Mai 2018 am Theater Augsburg statt und steht noch bis 16. Juni im Martinipark auf dem Programm.



Hochablass wieder geöffnet

Der Hochablass ist wieder überquerbar

Die Bauarbeiten am Fußgängersteg des Hochablasses wurden am 30. Mai fertigstellt. Nach erfolgter Aushärtung der Beschichtung ist der Steg seit heute, Freitag, den 1. Juni wieder für den Verkehr freigegeben. Dies vermeldete die Stadt am heutigen Freitag. Die Sperrung des stark frequentierten Steges war nötig geworden, weil das Walzenwehr und eine Wasserleitung erneuert wurden.

Gewitter am Hochablass - Foto: Willi Reiser

Gewitter am Hochablass – Foto: (c) Willi Reiser

Der Hochablass ist eine Wasserwehranlage, die seit mehr als 100 Jahren den Lech vor Augsburg reguliert und Wasser des Lechs über den Hauptstadtbach in die zahlreichen städtischen Kanäle leitet. Seit 2013 befinden sich in der Wehranlage zwei eingebaute Turbinen zur Stromgewinnung. Das Gesamtensemble gehört zum attraktivsten und beliebtesten Besitzstand der Stadt Augsburg. Der Hochablass verbindet den Siebentischwald und die olympische Kanustrecke mit dem Kuhsee und wird an den Wochenenden von Tausenden Ausflüglern überquert. Benutzt wird die 145 Meter lange Fußgängerbrücke auch wochentags von berufstätigen Radlern, die von Hochzoll über den Spickel in die Innenstadt fahren.



Fünffingerlesturm: Außentreppe steht vor Fertigstellung

Die Altaugsburggesellschaft hat angekündigt, die umstrittene Außentreppe am Fünffingerlesturm fertigzustellen

Zehn Jahre nach Beginn der Bauzeit wird nun wohl die Treppe am Fünffingerlesturm von der Altaugsburggesellschaft fertiggestellt. Ein Bürgerbegehren, Verwaltungsgerichtsurteile und harte politische Auseinandersetzungen haben die Altaugsburggesellschaft unter ihrem neuen Vorsitzenden Sebastian Berz nicht davon abhalten können, den Fünffingerlesturm nutzen zu wollen. Der Treppenlauf, der ursprünglich auf der Westseite montiert werden sollte, wird nun auf der Ostseite angebracht.

In der ursprünglichen Version ragte die Treppe auf der Westseite in den Gehweg hinein, weshalb die Stadt im April 2008 die Baugenehmigung für ungültig erklärte. Für die jetzige Version erhielt die Altaugsburggesellschaft eine Baugenehmigung der Stadt. Die bisher errichteten Teile der Treppe bleiben unverändert. Wie im Bauantrag offensichtlich genehmigt, wird nun am Außenmauerwerk des Turms ein 180 x 80 Zentimeter großer Durchbruch hergestellt. Die Altaugsburggesellschaft geht davon aus, dass der Fünffingerlesturm, nachdem er nun knapp neun Jahre nicht mehr öffentlich zugänglich war, am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 wieder von innen zu besichtigen ist.

Foto: Treppe am Turm (c) DAZ



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