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Nachruf

Johannes Althammer ist tot

Wenn man Johannes Althammer zufällig irgendwo in der Stadt begegnete, dann schien es manchmal so, als wäre dieses Treffen lange ausgemacht und vorbereitet gewesen. Althammer verstand es, aus dem Stegreif einen Faden fortzuspinnen, der bei der letzten Begegnung verloren schien. Es ging ihm immer darum, ein versöhnliches, ja ein vernünftiges Gespräch zu einem „richtigen Punkt“ zu führen. Zweimal bewarb sich Johannes Althammer auf der Liste von Pro Augsburg für den Stadtrat. Erfolgreicher war sein Wirken als Vorsitzender des Altstadtvereins, den er entwickelte und zu einer starken Stimme der Stadtentwicklung der Unterstadt formte. Das Straßenfest „La Strada“ wäre ohne Althammer nicht entstanden. Die „Nacht der 1000 Lichter“ ist ebenfalls mit seinem Engagement verbunden. Anerkannt wurde Althammers Arbeit mit dem Augsburger City-Preis, der im Jahr 2010 an Althammer und den Verein „Altstadt Augsburg Aktiv“ verliehen wurde.“Hannes“, wie ihn alle nannten, war ein großer Spaziergänger, ein Experte der unerwarteten Begegnung und ein unterhaltsamer Plauderer, der auf seine angeborene Herzschwäche wenig achtete.

Am gestrigen Montagvormittag erlag Johannes Althammer im Alter von 58 Jahren im Augsburger Zentralklinikum seinem Herzleiden. Die Trauerfeier findet am Donnerstag ab 13.40 Uhr auf dem Neuen Ostfriedhof statt.



Bürgermeisterin Eva Weber lädt zur Jugendsprechstunde ein

In der Modular-Festivalzentrale in der Annastraße 16 können Jugendliche der Stadt Augsburg am Donnerstag, 24. Mai von 15:30 bis 16:30 Uhr ihre Anliegen vorbringen bzw. ihre Fragen zur Kommunalpolitik, zur Arbeit des Stadtrats sowie zu den Aufgaben der Stadtverwaltung an die Bürgermeisterin stellen.

„Neben meinen normalen Bürgersprechstunden ist es mir sehr wichtig, auch die Anliegen der Jugendlichen in Augsburg zu hören“, sagt Eva Weber. „Jugendlichen und Heranwachsenden soll eine stärkere Partizipation ermöglicht werden. Fragen, Anregungen, Meinungen, aber auch Kritik – ich bin für alles offen und freue mich auf den unmittelbaren Austausch.“

Damit die Jugendsprechstunde bestmöglich organisiert werden kann, werden interessierte Jugendliche gebeten, sich unter Nennung ihres Anliegens oder ihres gewünschten Gesprächsthemas telefonisch unter der Nummer 0821 324-1557 anzumelden.

Foto: Eva Weber (c) DAZ



Kulturpolitik: Kommt ein Staatstheater geflogen

Staatstheater im Eilverfahren

Das Augsburger Stadtheater soll bereits im Frühherbst 2018 als Staatstheater firmieren

Von Siegfried Zagler

Am Ende einer langen Koalitionsausschusssitzung, also einem Treffen der führenden Politiker des Augsburger Regierungsbündnisses zwischen CSU/SPD und Grünen, sickerte in der Nacht von Montag auf Dienstag durch, dass die Verhandlungen mit der Stadt und dem Freistaat relativ weit vorangeschritten sind und sich ein Modell abzeichnet, das sich an dem Nürnberger Stiftungsmodell orientiert. Mehr war zur späten Stunde auch von der DAZ nicht in Erfahrung zu bringen. Andre Bücker könnte bereits in der neuen Spielzeit, deren Programm er am heutigen Dienstag am 11 Uhr in der Brechtbühne vorstellt, als Staatstheater-Intendant das neue Augsburger Staatstheater leiten. An der künstlerischen Ausrichtung wird das in der ersten Augsburger Staatstheater-Spielzeit nichts ändern.

Wie berichtet, profitiert die Stadt Augsburg vom „15-Milliarden-Söder-Feuerwerk“, das der neue Ministerpräsdent Markus Söder zu seinem Amtsantritt als Regierungsversprechen abschoss, in erster Linie davon, dass sie ein Staatstheater erhält. Offenbar hat die Stadt bei den Verhandlungen vorausschauend aufs Tempo gedrückt, denn in den Umfragen sinken die CSU-Werte seit Söders Amtsantritt deutlich Richtung 40 Prozent-Marke.

„Man muss das Eisen schmieden so lange es heiß ist.“ Die Idee, das Stadttheater Augsburg vor der Bayerischen Landtagswahl (14. Oktober) in ein Staatstheater zu transformieren, ist in diesem Zusammenhang kein Aktionismus, sondern eine kluge Vorgehensweise der Stadt.

Foto: Stadttheater Augsburg (c) DAZ

 



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