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FCA schlägt sich selbst

Der FC Augsburg und Hertha BSC trennen sich in der 32. Runde der Fußballbundesliga vor 40.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit einem 2:2 Unentschieden. Ein Ergebnis, das die Augsburger schmerzen sollte, da sie bis zur 84. Minute bereits wie der sichere Sieger aussahen. Die Tore für den FCA erzielten Gregoritsch (32.) und Cordova (61.). Für Berlin waren Ibisevic (84.) mit einem Foulelfmeter und Selke (87.) erfolgreich.

Die beiden Berliner Treffer wurden durch schwere Fehler von Christoph Janker ermöglicht, der in der Schlussphase für Jan Moravek eingewechselt wurde. Bis auf die ersten zehn und die letzten 10 Minuten zeigte sich der FCA den Berlinern überlegen, ließ nach hinten nichts zu, presste geschickt und spielte schnell über die Flügel in den Strafraum der Berliner. Am Ende schlug sich der FCA selbst, weil er einen längst geschlagenen Gegner wieder zurück ins Spiel kommen ließ. Ein Spielbericht von Udo Legner folgt.



FCA: Ein Sieg in Berlin und man darf wieder von Europa träumen

Der FC Augsburg trifft am drittletzten Spieltag  in Berlin auf Hertha BSC (15.30 Uhr). Bei einem Sieg am heutigen Samstag gegen die Berliner und mit einem gleichzeitigen Heimsieg der Bayern gegen Frankfurt wäre für den FCA das Rennen um Platz 7 wieder offen. Platz 7 beinhaltet nämlich die Option auf die Teilnahme an der Europa League, falls der hochfavorisierte FC Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gewinnen sollte.

Im Vorfeld der Partie ist festzuhalten, dass  die Augsburger Alfred Finnbogason und Michael Gregoritsch mit insgesamt 24 Toren für 60 Prozent der Augsburger Saisontore verantwortlich sind (24 von 40, beide je 12 Treffer). Auffällig ist auch der Sachverhalt, dass die Spiele der beiden Tabellennachbarn (Hertha Platz 9 mit 42 Punkten/ FCA Platz 11 mit 40 Punkten) die torärmsten Begegnungen abbilden: In den vergangenen neun Bundesliga-Duellen zwischen Berlin und Augsburg fielen insgesamt nur sieben Treffer – im Schnitt 0.8 pro Partie. Vier Mal gab es  ein torloses Unentschieden. Ein Sieg – für welche Mannschaft auch immer – könnte man beinahe als Seltenheit bezeichnen. Bei einem Augsburger Sieg würde sich der FCA mit ein wenig Glück bezüglich der Ergebnisse der Konkurrenten wieder in das Rennen um Platz 7 zurückmelden.

Nach der besten Vorrunde in der FCA-Bundesligageschichte darf man auch auf höhere Weihen hoffen, denn mit drei Siegen in den restlichen drei Spielen hätte der FCA gute Chancen auf die Teilnahme an der Europa League. Immerhin ein Geheimziel einiger Spieler, das sie öffentlich kurz andeuteten, denn der FCA gibt sich offiziell bescheiden und will auch nach dem Erreichen des Nichtabstiegs in der Backstube für kleine Brötchen weiterwerkeln.

Nach der Rückkehr von Alfred Finnbogason ist das Augsburger Torjäger-Duo wieder komplett. Zwar muss der FCA verletzungsbedingt auf Koo verzichten, doch die Form- und Fitnesskurve von Jan Moravek zeigt steil nach oben, weshalb Koos Pause bis zum Saisonende zwar eine kleine Schwächung darstellt, die aber mit einem formstarken Moravek zu verkraften wäre.

Berlin zeigte sich zuletzt sehr stabil, befindet sich aber im sportlichen Einzugsgebiet des auswärtsstarken FCA, der voraussichtlich mit dieser Aufstellung beginnt:

Hitz – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, D. Baier – M. Richter, Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason.  — Foto: Alfred Finnbogason (c) Siegfried Kerpf



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