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Städtisches Pop-up-Konzept findet Fortführung in Annastraße

Stadt eröffnet weiteren Pop-up-Store in der Annastraße 16. Modular-Festivalzentrale wird ab 27. April erster Mieter

Im Rahmen des Flächenmanagements für die Innenstadt hat sich Augsburg Marketing in Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg jetzt der leerstehenden Immobilie in der Annastraße 16 angenommen. Damit geht das Pop-up-Konzept in die nächste Runde.

Städtische Pop-up-Konzepte verfolgen das Ziel, unterschiedlichen Nutzern die Möglichkeit zu bieten, sich mit ihrem Angebot temporär zu präsentieren – jetzt in einer zentralen Lage. „Wie wir aus unserem Innenstadt-Monitoring wissen, wird es in Zukunft noch viel mehr darum gehen, den Innenstadtbesuch zu einem Erlebnis zu machen. Als Eigentümer der Ladenfläche in der Annastraße möchten wir mit einem abwechslungsreichen Konzept auf Zeit verschiedene Möglichkeiten aufzeigen und testen sowie einen Beitrag zu einem attraktiven und interessanten Nutzungsmix leisten,“ so Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin Eva Weber.

Ab 27. April wird als erster Mieter die Festivalzentrale des Augsburger Musikfestivals Modular in die Annastraße einziehen. „So wird schon kurze Zeit nach Beendigung des Mietverhältnisses die Immobilie neu genutzt und wir erhalten damit ein neues Angebot für die Annastraße,“ so Eva Weber weiter. Bis Ende Mai wird es dort dann alle Infos rund um das Jugendmusikfestival, Tickets und Merchandise geben. Nach dem Modular-Festival wird es noch zwei weitere ganz unterschiedliche temporäre Nutzungen geben. Weitere Informationen dazu folgen. Die Immobilie, in der in zurückliegenden Jahren ein Optiker ansässig war, wird derzeit umgebaut. Sie wird voraussichtlich ab Herbst 2019 wieder dauerhaft vermietet. Während in den ersten Stock das städtische Tiefbauamt einzieht, wird künftig nur das Erdgeschoss als Ladenfläche vermietet.



„Der Mann hat einen Plan“: Stellungnahme der Stadt zu Söders Regierungserklärung

Die Stadt Augsburg wurde von der Entscheidung überrascht, dass Augsburg ein Staatstheater bekommen soll. Dementsprechend blumig fallen die städtischen Stellungnahmen zu den positiven Auswirkungen der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten auf die Stadt Augsburg aus. Für Augsburgs Oberbürgermeister hat Bayerns neuer Ministerpräsident sogar etwas, das ihm alle Medienkommentatoren absprechen: „einen Plan“.

Von Siegfried Zagler

"Augsburg auf Augenhöhe mit München" - Thomas Weitzel, Kurt Gribl und Andre Bücker (v.l.) Foto: (c) DAZ

„Augsburg auf Augenhöhe mit München und Nürnberg“ – Thomas Weitzel, Kurt Gribl und Andre Bücker (v.l.) Foto: (c) DAZ

„Neben den bereits beschlossenen Konzertsälen in München und Nürnberg werden wir ein drittes bayerisches Staatstheater in der Metropole Augsburg einrichten“, verkündete der neue Bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch in seiner Regierungserklärung. Mit seinem Bekenntnis zur Fortführung aller Hochschulprojekte steht der Überführung des Augsburger Klinikums zur Universitätsklinik nichts mehr im Weg. Im Sinne der Umweltstadt wird der Freistaat in Augsburg zudem das Bayerische Zentrum für Artenschutz einrichten. Für Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl eine starke Regierungserklärung: „Insgesamt eine große Aussage für Augsburg. Sie wird die Stadt in ihrer Entwicklung, ihrem Selbstverständnis und vor allem ihrem authentischen Profil weiterbringen. Dass er von Augsburg als Metropole spricht, meint er ernst. Der Ministerpräsident sieht Augsburg auf Augenhöhe mit Nürnberg und München“, so Kurt Gribl in seinem Statement, in dem das Projekt Staatstheater als „logischer Schritt“ bezeichnet wird.

„Der Mann hat einen Plan“

„Das hat mir Markus Söder heute auch noch einmal in einem kurzen Kontakt bestätigt. Schon als Finanzminister hat er im Juli 2016 die Stadt in Sachen Theatersanierung unterstützt. Jetzt befinden wir uns in der Umsetzung, da ist das Staatstheater dann der logische nächste Schritt. Der Mann hat einen Plan!“

Große Freude über das in Aussicht gestellte Staatstheater auch bei Kulturreferent Thomas Weitzel: „Unser gutes Konzept für das Theater hat überzeugt. Wir werden nach der Sanierung ein Kulturzentrum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten erhalten: die Schauspielbühne als Multifunktionssaal oder das Orchesterprobengebäude ermöglichen künstlerische Highlights und innovative Formate. Das wird Augsburg in dieser Kategorie unter den deutschen Großstädten sicher ganz nach vorne bringen. Gleichzeitig verstehen wird die Ankündigung aber auch als Auftrag für unser Interim an der künstlerischen Qualität nicht nachzulassen, auf das Ziel Staatstheater hinzuarbeiten und den Anspruch auch künftig einzulösen.“

In einem nächsten Schritt gilt es nun, mit dem Ministerium zu klären, wie die rechtliche Umwandlung in ein Staatstheater vollzogen wird.“ „Das Bekenntnis zum Theater-Standort Augsburg, das gerade in diese Zeit des Interims fällt, wo es alles andere als leicht ist Theater zu machen, ist eine fantastische Nachricht und ein großer Ansporn“, so der Kommentar von Theaterintendant André Bücker.

Auch für ein Artenschutzzentrum bekommt  Augsburg den Zuschlag

Angesiedelt in der Umweltstadt Augsburg wird nach den Worten des Ministerpräsidenten auch ein Bayerisches Zentrum für Artenschutz mit Außenstellen in Laufen und Veitshöchheim. Umweltreferent Reiner Erben: „Wir wollen die wichtigen Themen Artenschutz und Umweltbildung voranbringen und wir sind gut vorbereitet: 28 Prozent des Augsburger Stadtgebietes sind Naturschutzgebiet, eines der größten Naturschutzgebiete in ganz Bayern. Unsere zweite Grundlage ist das Umweltbildungszentrum, das bereits in der Planung weit vorangeschritten ist und wo wir den Artenschutz gut integrieren können. Unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen des Naturschutzes wird mit dem Zentrum für Artenschutz weiterhin gestärkt und unterstützt.“



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