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Zoo: Grundsteinlegung fürs neue Elefantenhaus

Im Herbst 2019 soll das Augsburger Elefantenhaus fertig sein. Sechs Millionen Euro soll es kosten, ein Drittel davon wird über den städtischen Haushalt finanziert.

Betagte Zoobewohnerin: Elefantenkuh Targa

Vergangenen Donnerstag wurde der Grundstein für das Elefantenhaus gelegt. Mit zwei Millionen Euro unterstützt die Stadt Augsburg den Bau für die neue Elefanten-Unterkunft. Dies wurde auch in den Koalitionsverträgen des Augsburger Regierungsbündnisses festgelegt. Das neue Gehege erfüllt die baulichen Anforderungen einer artgerechteren Haltung. Im Herbst nächsten Jahres soll das Gehege bezugsfertig sein. Rund 7000 Quadratmeter Fläche umfasst das neue Elefantenhaus samt Auslauf- und Badebereich. Die Anlage kostet sechs Millionen Euro und ist aus Gründen der heutigen Anforderungen an die Haltungsvorschriften Voraussetzung dafür, dass auch künftig Elefanten im Augsburger Zoo leben und gezeigt werden können.

Dies wäre nach dem Tod der beiden bereits hochbetagten Elefantenkühe Burma und Targa mit dem alten Gehege nicht mehr möglich.

Finanzierung durch Stadt, Zoo und Freundeskreis

Da der Zoo Augsburg mit jährlich 600.000 Besuchern zur meistfrequentierten Einrichtung der Stadt gehört und einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung leistet, unterstützt die Stadt Augsburg neben dem jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von knapp einer Million Euro den Bau des neuen Geheges mit zwei Millionen Euro. Ein Drittel der Baukosten will der Zoo mit Unterstützung des Freundeskreises über Spenden einwerben, ein weiteres Drittel wird über Darlehen finanziert.

Prägend und identitätsstiftend für Augsburg

Die Grundsteinlegung für das Elefantenhaus nahm Bürgermeisterin Eva Weber zum Anlass, den Zoo aufgrund seines Freizeitwerts „als großen Beitrag zur Lebensqualität in Augsburg“ zu würdigen. „Über das Freizeiterlebnis hinaus verbinden viele Besucher aber auch Kindheitserlebnisse mit der Einrichtung, die damit prägend und identitätsstiftend für Augsburg wirkt. Der Zoo gehört einfach zum Stadtleben dazu. Dafür sind 600.000 Besucher pro Jahr ein deutliches Zeichen. Zumal viele von ihnen auch das breitgefächerte Führungsangebot in Anspruch nehmen, um mehr über die Tiere aber auch den Zoo-Alltag sowie den Natur- und Artenschutz zu erfahren“, so Bürgermeisterin Eva Weber.

Wichtiger Beitrag zur Umweltbildung

Gemeinsam mit Architekt Frank Kirsten legten Zoo-Direktorin Barbara Jantschke, Zoo-Freundeskreis-Vorsitzender Herbert Mainka und Bürgermeisterin Eva Weber den Grundstein für das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo (v.l.) Foto: (c) Ruth Plössel, Stadt Augsburg

Aus Sicht von Umweltreferent Reiner Erben leistet der Zoo „einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und Erhaltung gefährdeter Tierarten. Daher ist die städtische Einrichtung weit mehr als eine Freizeit- und Erholungsstätte. Denn Umweltbildung zählt ebenso zu den Aufgaben eines modernen Zoos, wie Natur- und Artenschutz. In seinem Bestreben, Kompetenzzentrum für den Naturschutz zu werden, verdient der Zoo Augsburg volle Unterstützung“, so Umweltreferent Erben.



Landesvorstand der Freien Wähler annulliert Peter Grabs Wahl zum Landtagskandidaten

Die Wahl Peter Grabs zum Landtagskandidaten der Freien Wähler des Stimmkreises 702 (Augsburg West-Neusäß-Gersthofen) ist ungültig.

Dies hat nach Informationen der DAZ der Landesvorstand der Freien Wähler Bayern auf seiner turnusmäßigen Sitzung am heutigen Samstag einstimmig beschlossen. Damit ist der Weg frei für eine Wahlwiederholung, die wohl im Mai stattfinden wird. Die Wahl Peter Grabs am 20. März 2018 zum Landtagskandidaten hat bei den Augsburger Freien Wählern für Verwerfungen und Irritationen gesorgt. Die Freien Wähler/Land befürworteten Grabs Wahl, die Freien Wähler/Stadt waren kategorisch dagegen und nicht bereit, Grabs Gefolgsleute aus seiner Wählergruppierung „WSA“ als Mitglieder aufzunehmen.

Der Landesvorstand begründete seine Entscheidung damit, dass 13 Mitglieder der WSA eben doch nicht als Freie Wähler-Mitglieder zählen, da die Zustimmung zu deren Mitgliedschaft beim Ortsverband Augsburg nicht gegeben sei. Dies müsse aber der Fall sein. Da aber diese 13 Mitglieder bei der Wahl Peter Grabs mitstimmten und die Wahl zu seinen Gunsten entschieden hatten, müsse die Wahl wiederholt werden.

Überraschenderweise habe sich Ulrike Müller bereit erklärt, sich bei der Wahlwiederholung als Landtagskandidatin für den Stimmkreis 702 aufstellen zu lassen. Ulrike Müller ist Europaabgeordnete der Freien Wähler und neben Landeschef Hubert Aiwanger eine unangreifbare Persönlichkeit. Müller wollte sich gegenüber der DAZ nicht festlegen lassen: „Fragen Sie mich in vier Wochen wieder!“ – Mit Müllers Nominierung könnte sich bei den Freien Wählern die Personalie Grab erledigt haben. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass die Augsburger FW-Stadträtin Regina Stuber-Schneider gegen Ulrike Müller antritt. Regina Stuber-Schneider zeigte sich gegenüber der DAZ bezüglich der neuen Informationslage „not amused“, weil sie sich durch die Aufstellung von Ulrike Müller in ihrer Integrität angegriffen fühlt. Stuber-Schneider ist Mitglied bei den Augsburger Freien Wählern/Stadt und war Peter Grab bei der Aufstellungsnominierung unterlegen.



Skandal-Platzverweis in Wolfsburg: Warum der Videobeweis den Fußball zerstört

Warum der Videobeweis dem Spiel den erregenden Moment der Wahrheit zerstört und in seiner Praxis in der Bundesliga den Wettbewerb verzerrt

Kommentar von Siegfried Zagler

„Die Wahrheit liegt auf dem Platz!“ Dieser kategorische Imperativ stammt von Otto Rehhagel, der mit dieser Pseudofußball-Philosophie den Fußballexperten eine Nase drehen wollte, die sich damals mit seinen allzu einfachen Taktikmustern nicht mehr zufriedengaben. Dennoch ist Rehhagels Satz von der Wahrheit auf dem Platz das Interessanteste, das jemals aus dem Mund eines Fußballtrainers floss.

Die Wahrheit auf dem Platz spiegelt sich in einer Summe von Entscheidungen wider, die entweder richtig oder falsch sind. Diese Entscheidungen werden zu 99 Prozent von den Spielern getroffen. Im Sport gibt es keine Gerechtigkeit, sondern nur richtig oder falsch. Besteht eine Regelverletzung oder nicht? Auch wenn es Interpretationsspielräume seitens der Spielleitung gibt, hat Sport zuvorderst mit Fitness, Technik, Inspiration und Fairness zu tun, aber nichts mit Gerechtigkeit.

Wird eine Mannschaft in einer Folge von Spielsituationen deutlich von falschen Schiedsrichterentscheidungen „getroffen“, sprechen unbeteiligte Beobachter von „ungerechter Benachteiligung“, weshalb man sich auf der Ebene der Fernsehberichterstattung von einem Videobeweis mehr Gerechtigkeit im Sport versprach. Dass es sich bei dieser Vorstellung um einen Irrtum handelt, belegt nicht nur der Fall „Peter Sagan“, sondern gehört auch zum Erkenntnisgewinn dieser Bundesligasaison: Der Interpretationsspielraum wird durch den Videobeweis nicht aufgelöst, sondern vom Spielfeld in eine schwarze Box verlagert. Deus ex machina ist in der aktuellen deutschen Fußballgegenwart ein Betrachter vor einem fernen Monitor. „Warum“, fragten sich die Fußballfans beider Lager gestern in der Partie Wolfsburg vs. Augsburg zurecht, wurde der absurde Moravek-Platzverweis nicht einer Videoüberprüfung unterzogen?

Die aktuelle Handhabe des Videobeweises in der Fußballbundesliga ist widersprüchlich, undurchsichtig, wettbewerbsverzerrend und somit skandalös. Die DFL und DFB veräppeln mit dieser Form der Wahrheitsfindung die Zuschauer in den Stadien. Das hat nichts mit Sport zu tun. Doch das ist noch nicht das Ende des Abgrunds: Der Videobeweis zerstört die Ethik des Spiels und bringt weder Fortschritt noch Gerechtigkeit auf die Spielplätze des Fußballsports.

Gegen „ungerechte“ Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sind Generationen von Fernseh-Nerds ins Feld gezogen. „Das Tor war irregulär. Der Treffer hätte nicht zählen dürfen“. Diese Sätze zählten Samstag für Samstag über Jahrzehnte hinweg zu den häufigsten Bewertungsaussagen von Trainern, Klubchefs und Fernsehjournalisten, nachdem sie sich zusammen mit Millionen Fernsehzuschauern aus verschiedenen Kameraperspektiven und mithilfe von computergezogenen Abseitslinien ein Video-Urteil gebildet hatten. Urteile ohne Wirksamkeit, weil sich auf dem Platz der Augenblick der Wahrheit längst vollzogen hatte.

Nachdem dem jahrzehntelangen Gezeter der „Fernseh-Experten“ stattgegeben wurde, wurde dem Bundesligafußball der Augenblick der Wahrheit genommen. Der Videobeweis zerstört das Spiel, weil er das Momentum der Wirklichkeit der Widergabetechnik von Kurzschlusszeichen unterwirft. Der Verlust des wahren Augenblicks tritt selbst dann zutage, wenn nach einem Tor oder einer Elfmeterentscheidung der Videoschiedsrichter nicht eingreift. Die Spannungsentladung der Stadionbesucher ist durch das Wissen um einen Videoschiedsrichter stets begleitet von einem langen Blick auf den Platzschiedsrichter und verliert somit an Intensität. Greift sich der Platzschiedsrichter doch noch ans Ohr, verändert der Videoschiedsrichter nicht nur die klassische Dramaturgie des Spiels, sondern betrügt auch die Besucher im Stadion um den erregenden Moment der Wahrheit.

Es handelt sich dabei um einen doppelten Betrug, da dem Stadionbesucher die Entscheidungskriterien des fernen Monitorschiedsrichters vorenthalten werden.

Ein Tor ist gültig, wenn der Schiedsrichter auf dem Platz zum Anstoßkreis zeigt. Ein Elfmeter ist ein Elfmeter, wenn ihn der Schiedsrichter auf dem Platz gibt. Der Moment, in dem ein Schiedsrichter auf dem Platz seine Entscheidung traf, war dieser erregende Moment der Wahrheit. Selbst wenn diese Entscheidung falsch war, war sie eine unumstößliche Tatsache, die unmittelbar Freude und Leid auslöste. Wonach sich das Publikum sehnt (oder wovor es sich fürchtet) ist die finale Entscheidung. Sie muss innerhalb des Spiels entstehen und von allen Beteiligten vor Ort angenommen werden. Dieser wahre Augenblick des Spiels ist aktuell noch in der englischen Premier League zu erleben. Wird er durch ein undurchschaubares „Entscheidungsfindungsprozedere“ ersetzt, verliert der Fußball die Kraft seiner Faszination.

Apropos England: Niemand möchte ein Spiel verlieren oder gewinnen, wenn der Ball nachweislich nicht die Torlinie überschritten hat. Gegen Fehlentscheidungen dieser Art wurde die „Hawk-Eye-Torlinientechnik“ entwickelt. Gegen diesen Videobeweis ist nichts einzuwenden.



FCA: Krampf und Kampf in Wolfsburg

Der FC Augsburg hat zum Auftakt des 30. Spieltags der Fußball-Bundesliga am Freitagabend beim VfL Wolfsburg vor 23.512 Zuschauern in der Volkswagen Arena ein 0:0-Unentschieden erkämpft. In der zweiten Halbzeit zeigten beide Mannschaften ein starkes Kampfspiel mit einer Handvoll Aktionen, die auch spielerische Qualität hatten. Die erste Halbzeit war dagegen ein grausames Lehrstück der fußballerischen Unzulänglichkeit. Negativer Höhepunkt der Partie war allerdings der irrwitzige Platzverweis für Jan Moravek in der zweiten Halbzeit, der grundlos die Gelbrote Karte sah und in 54. Minute des Feldes verwiesen wurde.

FCA-Trainer Manuel Baum musste im Vergleich zur 1:4-Heimniederlage gegen Bayern München auf Kapitän Daniel Baier verzichten. Baier fehlte wegen Tinitusproblemen. Für ihn stand Jan Moravek in der Startelf. Eine interessante Personalie gab es auf der Augsburger Bank zu vermelden. Der 17-jährige Nachwuchsstürmer Maurice Malone stand gegen Wolfsburg erstmals im Profikader.

Bei strömendem Regen gelang weder den Augsburgern noch den Wolfsburgern in der ersten Halbzeit eine bemerkenswerte Aktion. Beide Offensivreihen brachten keine einzige Angriffsaktion zu einem akzeptablen Torabschluss. Die Partie wurde von beiden Seiten zwar mit Willen und Tempo geführt, war aber spielerisch dergestalt zerfahren, sodass alles Stückwerk blieb.

Moravek fliegt schuldlos vom Platz

Der FCA zeigte sich in der zweiten Hälfte nach vorne verbessert, was auch an Marco Richter lag, der nach 45 Minuten den Untergeher Cordova ersetzte. Und plötzlich hatte Jonathan Schmid in der 49. Minute die 1:0-Führung auf dem Fuß. Schmid setzte sich halbrechts in Szene und visierte aus rund 17 Metern die flache linke Ecke an. Doch Wolfburgs Koen Casteels machte sich lang und verhinderte mit den Fingerspitzen das Tor für Augsburg. Auf der Gegenseite flankte vier Minuten später Verhaegh nach innen, wo Robin Knoche aus sieben Metern nur knapp über das FCA-Gehäuse köpfte (53.). Wenige Sekunden später der Skandal des Spiels: Jan Moravek spielte den Ball und musste unberechtigt mit Gelb-Rot in die Kabine, doch der FCA zeigte Charakter, versteckte sich nicht, sondern blieb weiterhin im Spiel mit Siegoptionen.

Richter hebt Ball an die Latte

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Doch zunächst hatten die Wolfsburger Oberwasser und setzten den FCA unter Druck. Der kurz zuvor eingewechselte Divock Origi prüfte Hitz aus 18 Metern halblinker Position. Anschließend hätte Marco Richter zum man of the match werden können, erdüpierte im Wolfsburger Strafraum zwei Gegenspieler und hob den Ball über Casteels hinweg – der Ball war nur einen Tick zu hoch angesetzt und ging an den Querbalken. Auf der anderen Seite packte Paul Jaeckel ein Pfund aus und traf auch hier Aluminium (66.). Das Spiel war plötzlich ein Spiel mit Qualität und der FCA hatte Glück, als Origi aus sechs Metern knapp am rechten Pfosten vorbei köpfte. Wolfburgs Uduokhai sah in der 82. Minute Gelbrot als er gegen Caiuby zu spät kam.

In der Nachspielzeit hatte ausgerechnet der ehemalige FCA-Kapitän Paul Verhaegh den Wolfsburger Siegtreffer auf dem Schlappen. Doch Hitz war aufmerksam und lenkte das Leder ins Aus. (90.+1.). Das 0:0-Unentschieden zwischen Wolfsburg und Augsburg darf man als leistungsgerecht bezeichnen.



„Wir haben gut verteidigt. Mit Ball ist aber wenig zusammen gegangen. Nach der Pause werden wir mit der gelb-roten Karte bestraft, denn wir waren dann besser im Spiel. Mit der langen Unterzahl und der kämpferischen Leistung haben wir uns den Punkt aber absolut verdient. Mit etwas Glück gewinnen wir das Spiel mit der tollen Aktion von Marco Richter. Wir sind jetzt zu Hause in der Bringschuld, dass wir unseren Fans wieder eine Freude bereiten.“ Damit meinte FCA-Trainer Manuel Baum das kommende FCA-Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Mainz 05.

FCA: Marwin Hitz; – Martin Hinteregger; Rani Khedira; Jeffrey Gouweleeuw; – Philipp Max; Jonathan Schmid; Jan Moravek; Michael Gregoritsch; Ja-Cheol Koo; – Sergio Córdova; Francisco da Silva Caiuby;

Eingewechselt: Gojko Kacar (90.); Marco Richter (46.); –

Ausgewechselt: Sergio Córdova (46.); Marco Richter (90.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Christoph Janker; Simon  Asta; Shawn Parker; Maurice Malone;





Städtetag kommt nach Augsburg

Der Deutsche Städtetag ist zu Gast in Augsburg – Rund 20 Stadtoberhäupter werden in der Brechtstadt erwartet

Stadt Augsburg ist Gastgeberin des Deutschen Städtetags

Stadt Augsburg ist Gastgeberin des Deutschen Städtetags


Fünfmal im Jahr kommt das Präsidium des Deutschen Städtetags in den Städten seiner Präsidiumsmitglieder zusammen. Seit 2014 gehört auch Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl dem Gremium an, das seit Langem wieder in Augsburg zu Gast ist und am kommenden Dienstag, den 17. April im Rathaus tagt.

Der Deutsche Städtetag ist der kommunale Spitzenverband der kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. In ihm haben sich rund 3400 Städte und Gemeinden zusammengeschlossen, die zusammen fast 52 Millionen Einwohner repräsentieren. Sein Sitz ist in Berlin und in Köln.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl ist seit 2014 Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags, wo er im Jahr darauf zu einem von fünf Stellvertretern des Präsidenten und des Vize- Präsidenten gewählt wurde. Diese Funktionen bekleiden derzeit der Münsteraner OB Markus Lewe (CDU) und Nürnbergs Stadtchef Dr. Ulrich Maly (SPD). Das Amt als Erste Stellvertreterin des Präsidenten hat die parteilose Oberbürgermeisterin Barbara Bosch aus Reutlingen inne.

Insgesamt zählt das Präsidium des Deutschen Städtetags 39 Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen. Rund 20 werden zur Sitzung in Augsburg erwartet. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy und seine Stellvertreterin, Finanzdezernentin Verena Göppert, zählen als Präsidiumsmitglieder ebenfalls zu den Gästen.
Weitere Gremien des Deutschen Städtetags sind neben dem Präsidium die Fachausschüsse, der Hauptausschuss und die Hauptversammlung als oberstes Organ. Sie tagt alle zwei Jahre aus bis zu 800 Delegierten, die von den Mitgliedstädten entsandt werden.

Öffentlich geförderte Beschäftigung und Luftreinhaltung

Wie Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl betont, ist der Deutsche Städtetag die wichtigste Interessenvertretung der Kommunen gegenüber Bundesregierung, Bundestag und Europäischer Union. „Zentrales Anliegen der Städte ist der Erhalt ihrer kommunalen Selbstverwaltung. Daher berät das Gremium seine Mitglieder zu allen Entwicklungen und Fragen von bundesweiter Bedeutung für die Kommunen. Vor allem muss für Aufgaben, die Kommunen übertragen werden, die Finanzierung gesichert sein“, so Dr. Gribl. Mit Blick auf die Tagesordnung des Präsidiums in Augsburg nennt OB Dr. Gribl zum Beispiel das Thema der öffentlich geförderten Beschäftigung für Langzeitarbeitslose, bei dem der Aufbau eines sozialen Arbeitsmarktes diskutiert wird, um die soziale Teilhabe der betroffenen Gruppe zu verbessen. Auch die Verbesserung der Luftqualität in den Städten wird ein Thema sein.

Nach langer Pause wieder in Augsburg

Es ist 16 Jahre her, seit im Jahr 2002 eine Präsidiumssitzung des Deutschen Städtetags in Augsburg stattgefunden hat. Der damalige Augsburger OB, Dr. Peter Menacher, war während seiner Amtszeit ebenfalls Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags, den er dann von 1998 bis 2002 im Ausschuss der Regionen Europas vertreten hat.
Jetzt erwartet die Gäste aus ganz Deutschland in Augsburg zunächst am Montag, 16. April ein Abendprogramm im Goldenen Saal und im Fürstenzimmer des Rathauses. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Erato-Quartett des Leopold-Mozart-Zentrums und einer Kostprobe aus dem Fugger-Musical „Herz aus Gold“. – Am Dienstag, 17. April, findet nach den Gruppensitzungen dann die Präsidiumssitzung im Großen Sitzungssaal des Rathauses mit abschließender Pressekonferenz statt.


Vorlesezeit im Römerlager

Sybille Schiller liest für Kinder und Jugendliche

Am heutigen Samstag, 14. April, liest Augsburgs bekannte Kulturjournalistin Sybille Schiller von 12 bis 13 Uhr im Römerlager im Zeughaus (Zeugplatz 4) spannende Abenteuer und lustige Geschichten vor. Das Römerlager verwandelt sich im hinteren Bereich der Toskanischen Säulenhalle für eine Stunde in eine gemütliche Leseecke, in der Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene den Erzählungen vergangener und moderner Zeiten, die Sybille Schiller in einmaliger Weise präsentiert, lauschen können.

Für die ganze Familie, Kinder bis 12 kostenfrei (Kinder unter 8 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten), Erwachsene: regulärer Eintritt. Keine Voranmeldung.


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