Wendejahre
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„Statistik Augsburg interaktiv“ durchleuchtet die Stadt

Wer lebt in Augsburg und wie? Wer sich differenziert informieren will, kann unter Umständen mit wenigen Klicks viel erreichen.



Augsburger Rathaus

Augsburger Rathaus


Das Amt für Statistik und Stadtforschung erstellt für unterschiedlichste Einteilungen des Stadtgebietes innerstädtische Statistiken als Planungs- und Entscheidungsgrundlage. Mit der Internet-Anwendung „Statistik Augsburg interaktiv“ sind die wichtigsten dieser kleinräumigen Daten der Stadt Augsburg einfach und direkt abzurufen. Die Anwendung wird sofort nach dem Aufruf über augsburg.de/Statistik -> „Statistik Augsburg interaktiv“ (oder direkt über die Internet-Adresse https://statistikinteraktiv.augsburg.de/Interaktiv/) in einem eigenen Fenster geladen. Mit jeweils nur einem Klick können dann Thema, Teilgebiet, Jahr oder Ansicht gewechselt und die Daten folgender Themen, z.T. aufgeschlüsselt in Unterthemen, abgerufen werden:

Bevölkerungsbestand mit Altersgruppen, Migrationshintergrund, Familienstand, demografische Indikatoren, Haushalte, die sog. Bevölkerungsbewegungen wie Geburten, Sterbefälle, Zu-, Weg- und Umzüge, unter Beschäftigung die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Arbeitslosen sowie abschließend die SGB II Bedarfsgemeinschaften.

Die Daten können in fachlicher Detailliertheit, als Zeitreihe oder im kleinräumigen Vergleich innerhalb des Stadtgebietes betrachtet werden. Zusätzlich zeigen animierte Bevölkerungspyramiden und Karten die Entwicklung von Zusammensetzung und Verteilung der einzelnen Themen innerhalb des Stadtgebietes. Für die meisten Themen liegen Daten ab 1999 bis 2017 vor, zum Migrationshintergrund und zu Haushalten erst ab 2006, zu Beschäftigung und zu Bedarfsgemeinschaften ab 2009. Daten der Bevölkerungsprognose sind in 5-Jahresschritten von 2020 bis 2030 enthalten. Alle Daten können für die verschiedensten Gebietseinteilungen – von den groben 17 Planungsräumen bis hin zu den 42 Stadtbezirken oder auch für Gebietstypen mit ähnlichen soziodemografischen Strukturen ausgegeben werden.

Mit der inhaltlich und funktional erweiterten, neuen Version von „Statistik Augsburg interaktiv“ wurde vom Amt für Statistik und Stadtforschung auch eine Beschreibung dieser interaktiven Anwendung in der Kurzmitteilung „Statistik Augsburg interaktiv“ (ePaper vom 4. April 2018) zusammengestellt. Sie kann unter

http://www.augsburg.de/fileadmin/user_upload/buergerservice_rathaus/rathaus/statisiken_und_geodaten/statistiken/kurzmitteilungen/KM_2018_02_StatistikInteraktiv.pdf

kostenlos heruntergeladen werden. Dort sind auch weitere Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Stadtforschung zu finden.



Dylan Night im Reese Theater

Eine Hommage an den Nobelpreisträger aus Minnesota: Mit der Bob-Dylan-Night am 13. April im Reese Theater würdigen die Wonderboys das Schaffen des Nobelpreisträgers aus Minnesota. Mit seinen poetischen Songtexten schrieb Dylan Rockgeschichte und trug mehr als jeder andere Songwriter und Musiker dazu bei, die vormals subversive Rockmusik salonfähig zu machen.

Von Udo Legner

Lieder für die Ewigkeit

Über zwanzig Mal schaffte es Bob Dylan auf die Titelseite des Rolling Stone Magazine, das sich nach seinem 1965 geschriebenen Song „Like A Rolling Stone“ benannte. Songs wie Mr. Tambourine Man, Blowing in the Wind, Don‘t Think Twice, The Times They Are A‘ Changin‘, Masters of War und Highway 61 prägten Generationen von Liedermachern und inspirierten sie zum Covern und Nachahmen. Für Millionen seiner Anhänger waren sie nicht weniger als der Soundtrack ihrer Jugendzeit, nicht selten sogar lebenslange Begleitmusik.

Es spricht für Bob Dylan, dass sich sein Oeuvre auf kein Genre und keine politische Richtung reduzieren lässt. „It Ain’t Me Babe“ – dieser Songtitel steht programmatisch dafür, dass sich das einstige Sprachrohr der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung von niemandem vereinnahmen lassen wollte. Wenn es eine Konstante in Bob Dylans Schaffen gab, dann war es der Wandel. Damit verdutzte und verprellte er seine Gefolgschaft ein ums andere Mal. Der Folk-Szene, für die er nichts weniger als der „Spokesman of a generation“ war, bescherte er beim Newport Folk Festival ihr Waterloo, als er erstmals mit einer elektrisch verstärkten Gitarre auftrat. „Bringing It All Back Home“ lautete der provokante Titel seines im März 1965 erschienenen Albums, das diesen Wandel dokumentierte – auf der einen Seite waren Dylans Songs mit akustischer Gitarre, auf der anderen Seite waren Songs zu hören, die von einer E-Band verstärkt waren (darunter „Like A Rolling Stone“, der Song, der von den Kritikern und Experten bekanntlich Jahr für Jahr zum besten Rocksong der Musikgeschichte gekürt wird.

Konzert im ehemaligen Kino der US-Army

Für die beiden Wonderboys aus dem Augsburger Raum war die Verleihung des Nobelpreises an Bob Dylan der Anlass, eine Dylan Night zu planen. Nach viel Netzwerkarbeit und langen Probephasen laden die Ausnahmemusiker Karl Poesl (alias Amazing Jukebox) aus Deuringen und Daniel Vazquez aus Langweid zur Konzertnacht am genuinen Ort, dem ehemaligen Kino der US-Army ins Reese Theater ein. Verstärkt werden die beiden Wonderboys durch die „Rockröhre Monserl“ (alias Claudia Scholz) aus Diedorf, deren Interpretation des Dylan Songs „Make You Feel My Love“ an die Sängerin Adele denken lässt.

Nobody Sings Dylan Like Dylan

Der Ort und die Zeit für die Dylan Night schienen geradezu perfekt gewählt: Tags zuvor macht der Meister auf seiner Neverending Tour in Ulm Station, von wo es ja nun wirklich nur ein Katzensprung in den Kulturpark West ist. Leider erschien inzwischen ein Update des Tourplans, aus dem hervorgeht, dass es kein Gastspiel Bob Dylans in Augsburg geben wird, da er an diesem Abend in der Mozartstadt Salzburg aufzutreten hat. Was noch schwerer wiegt: auch auf den Freitagabend wurde inzwischen das Auswärtsspiel des FC Augsburg in Wolfsburg terminiert. „Why do I have to choose, why must anybody lose“ – diese Dylan Lyrics bringen den Konflikt, dem sich Dylan und Fußballfans angesichts dieser Terminüberschneidung ausgesetzt sehen, auf den Punkt.

Was für den Besuch der Dylan Night spricht und weshalb selbst der ein oder andere Dylan-Jünger eher nach Augsburg als nach Ulm pilgern lassen wird? Neben dem Eintrittspreis ist es zum einen das Repertoire, das das Publikum im Reese Theater geboten bekommt. Während Bob Dylan bei seinen Tour-Auftritten zum Leidwesen vieler Fans mit der Darbietung seiner Klassiker geizt, präsentieren die Wonderboys ausschließlich Wunderwerke aus der Kategorie „Lieder für die Ewigkeit“. Zum anderen werden diese Songs in Augsburg ohne Destruktion und Verfremdung gespielt. Zwar stimmt das Diktum „Nobody Sings Dylan Like Dylan“ – allerdings ist es auch nicht jedermanns Sache, erst Stunden nach dem Konzert beim Klicken auf die Setlist die Songs zu erkennen, die Bob Dylan gesungen haben könnte.

Dass den Konzertbesuchern bei der Dylan Night auch noch Material zu den vorgetragenen Liedern in die Hand gegeben wird, ist eine besondere Note, die wohl dem früheren Lehrerleben der inzwischen pensionierten Amazing Jukebox Karl Pösl geschuldet ist. Sie verrät den noblen Anspruch, das Wirken des Nobelpreisträgers und dessen Lieder für die Ewigkeit auch an nachfolgende Generationen weiterzugeben.



Konzert: Evgeny Konnov im Herrenhaus Bannacker

Ausnahme-Pianist Evgeny Konnov gibt ein Sonderkonzert in Bannacker



Evgeny Konnov, der im März in einem internationalen Pianisten Wettbewerb in Spanien alle vier ersten Preise gewann, gibt am Sonntag, den 15. April 2018 ein Konzert im Herrenhaus Bannacker (18 Uhr). Auf dem Programm stehen Beethoven, Stravinsky und Liszt. Als Meisterschüler der Augsburger Pianistin und Professorin Evgenia Rubinova ist Konnov ein weltweit gefragter Pianist geworden.

Nach dem Konzert laden Bernward und Christa Boecker zu einem Empfang mit dem Künstler ein.

Foto: K. Satzinger-Viel



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