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Benifiz-Ausstellung im Abraxas

Im Rahmen der Benefiz-Ausstellung „Zeichnungen & Skizzen“ stellt die Künstlerin Christine Metz bislang unverkäufliche Werke aus ihren Skizzenbüchern aus



Das Atelier der Künstlerin befindet sich in einem alten Bauernhaus in Ried, in dem sie auch wohnt. Durch einen Brand im Dezember letzten Jahres wurden die Atelierräume unbenutzbar, und viele ihrer dort gelagerten Gemälde, Fotografien und Arbeitsmaterialen wurden beschädigt oder zerstört. Die Skizzenbücher konnten gerettet werden. Der Erlös der Verkaufsausstellung soll dem Wiederaufbau des Ateliers dienen.

Von der schnellen Skizze bis zur detailreichen Zeichnung erfassen die Arbeiten persönliche Eindrücke und Impressionen aus über einem Jahrzehnt. Viele sind auf Reisen entstanden. Zu sehen sind Landschaften in Irland, Straßenszenen in Berlin-Neukölln oder alte Bäume und Schrottplatz-Idyllen im Hinterland von Upstate New York. Eine Reihe von Skizzen zeigt auch die Umgebung von Ried, Szenerien aus dem südlichen Landkreis Aichach-Friedberg oder aus dem Eurasburger Forst. Die Zeichnungen sind überwiegend mit Bleistift angefertigt, einige mit Kohle.

Eröffnung ist am Freitag, den 6. April 2018 um 19 Uhr in der BBK-Galerie im Kulturhaus abraxas, Sommestraße 30, 86156 Augsburg. Vom Samstag (14 – 20 Uhr) bis zum Sonntag (11 – 18 Uhr) findet die Benefiz-Ausstellung statt. Die Künstlerin ist an beiden Tagen anwesend.

Die Gruppe ‚CoolTone‘, die zugunsten der Künstlerin auftritt, umrahmt den Eröffnungsabend musikalisch mit Jazz-Klassikern und Standards.



Fördergeld-Desaster: SPD lässt Kiefer im Regen stehen

Die Vorsitzende der SPD Augsburg, MdB Ulrike Bahr, und Margarete Heinrich, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Augsburger Stadtrat haben es in einer gemeinsamen Stellungnahme vermieden, SPD-Bürgermeistermeister und Sozialreferent Stefan Kiefer den Rücken zu stärken.

Ulrike Bahr -- Foto:(c) Susie Knoll

Ulrike Bahr -- Foto:(c) Susie Knoll


Die beiden SPD-Chefinnen kommentieren den Skandal bezüglich des nicht fristgerecht eingereichten Kita-Antrags in Höhe von 28,5 Millionen Euro folgendermaßen: „Die SPD Augsburg hat mit Bestürzung die nicht fristgerechte Einreichung der Betriebskostenförderung für die KITA-Zuschüsse durch die Stadt Augsburg zur Kenntnis genommen. Die Abläufe und Vorgänge wurden bereits offen und konstruktiv von den Verantwortlichen dargelegt. Wir erhoffen uns, dass die Stadtverwaltung trotz des unterlaufenen Fehlers die genannte Summe von 28,5 Millionen Euro für die KITAS nicht zurückzahlen muss. Positiv werten wir die intensiven Kontakte der Verantwortlichen der Stadt mit der Regierung von Schwaben und den zuständigen Verantwortlichen auf Landesebene. Ziel muss es sein, dass eine Rückzahlung abgewendet werden kann.“

Soweit die Schadensbeschreibung der SPD, die auf das „Prinzip Hoffnung“ der Reparaturfähigkeit baut: „Wir erwarten von allen Beteiligten auf der Ebene der Stadtverwaltung, diesen komplexen Vorgang mit der Regierung von Schwaben und der Bayerischen Staatsregierung zu klären“, so Bahr und Heinrich unisono in ihrem heutigen Statement, das keine schützende Hand über Kiefer hält, sondern eher das Gegenteil davon im Subtext verpackt: „Die Frage nach personellen oder politischen Konsequenzen werden wir erst nach der umfänglichen Schadenseinschätzung und der zugrunde liegenden Klärung der Schuldfrage behandeln.“

Margarete Heinrich

Margarete Heinrich


Außerdem gibt es noch eine Handlungsaufforderung Richtung Kiefer: „Parallel geht es zudem darum, möglichst effektiv organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um eine mehrfache Prozesssicherheit in den Abläufen zu erreichen. Eine Verkettung von unglücklichen Umständen darf es bei diesen hohen Finanzsummen in Zukunft nicht mehr geben.“ Darüber hinaus sei es notwendig, „dass die beteiligten Personen der Verwaltung eine rasche und zeitnahe Aufklärung des Vorgangs herbeiführen und kommunizieren.“

Sozialpolitik gilt als Kernkompetenz der SPD, weshalb die Stellungnahme der Partei und der Fraktion mit Spannung erwartet wurde. Überraschenderweise fällt der Name des Bürgermeisters und Sozialreferenten Stefan Kiefer kein einziges Mal. Deutlich ist aus der SPD-Stellungnahme allerdings herauszulesen, dass die SPD für Stefan Kiefer keinen Finger rührt, so lange nicht geklärt ist, ob das ihm unterstellte Amt 28,5 Millionen Euro Födergelder versenkt hat oder nicht.



Fördergeld-Desaster: Schafitel wirft OB Gribl „Inkonsequenz und Führungsschwäche“ vor

Die Krise der Augsburger Stadtverwaltung, die einen 28,5 Millionen-Antrag nicht rechtzeitig stellte, schlägt politisch bei Oberbürgermeister Kurt Gribl auf. Freie Wähler-Stadtrat Volker Schafitel wirft Gribl „Befangenheit, Inkonsequenz und Führungsschwäche“ vor.

Stadtregierung mit Stefan Kiefer (4.v.l.) Foto (c) Richard Goerlich

Stadtregierung mit Stefan Kiefer (4.v.l.) Foto: (c) Richard Goerlich


In einer Pressemitteilung kritisiert Schafitel, dass sich Sozialreferent Stefan Kiefer darum bemühe, „die Verantwortung auf der Amtsebene zu halten. Doch selbst dort sitzt die verantwortliche Amtsleiterin mit SPD-Parteibuch noch an ihrem Platz. Kiefer spricht von der Einführung von Fristenbüchern und Controlling und der Verschärfung des Berichtswesens, denn offensichtlich hatte er genau das versäumt!“, so Schafitel, der Kiefer vorwirft, nach unten zu treten: „Es wäre nicht verwunderlich, wenn der kleinste Mitarbeiter den Kopf für einen 30 Mio-Euro-Fehler hinhalten muss, ganz im Sinne der Arbeitnehmerpartei SPD!“, so Schafitel sarkastisch.

Dabei habe Kiefer zu Protokoll gegeben, dass er die einzige Ausschlussfrist, an die „30 Mio Euro im Jahr haben oder nicht haben geknüpft sind“, gar nicht kenne. – „Diese Unkenntnis nach vier Jahren Amtszeit rechtfertigt alleine schon eine Rücktrittsforderung“, so Schafitel, der in dieser Angelegenheit eine Attacke gegen OB Gribl reitet: „Wäre Gribl und die CSU in der Opposition, läge schon lange eine Rücktrittsforderung vor. Der Wunsch nach Machterhalt und stabiler Mehrheit führt aber zur Zwecktoleranz. Insofern ist Gribl befangen und tastet sich jetzt mit Teilentzug von Kompetenzen an einen schlechten Kompromiss heran! Hinhalten, Aussitzen und folgenlose Drohungen sind Zeichen von Inkonsequenz und Führungsschwäche. Damit könnten Gribl die 30 Millionen auf die eigenen Füße fallen.“