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Afrika: CSU lädt zu einer Podiumsveranstaltung ein

„Afrika ist eine der großen politischen Herausforderungen der Zukunft. Vorschläge wie ein globaler Marshall-Plan für Afrika werden bereits länger diskutiert“, wie es im Einladungstext von MdB Volker Ullrich (CSU) heißt.

„Afrika – Situation und Herausforderungen – Reisebericht und Diskussion“, so das Motto der Veranstaltung, am Montag, den 26. März 2018 ab 19.00 Uhr im Sparkassenforum in der Neuen Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz 1.

Der Augsburger Bernd Beigl hat Afrika von Kairo nach Kapstadt in 120 Tagen mit dem Fahrrad durchquert. Er wird von seinen Eindrücken berichten. Dr. Wolfgang Stefinger, MdB, Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wird über die deutsche Entwicklungshilfepolitik und die Schwerpunkte der deutschen Afrikapolitik berichten.



Kanuslalom-WM findet 2022 in Augsburg statt

Entscheidung fiel heute in Japan: Augsburg setzt sich gegen Ivrea (Italien) durch – Delegation bei Treffen vor Ort

Die Augsburger Delegation in Tokio (von links) Horst Woppowa (TSV Schwaben Augsburg), Hans-Peter Pleitner (TSV Schwaben Augsburg), Melanie Martin (Augsburger Kajak Verein), Dirk Wurm (Ordnungs- und Sportreferent Stadt Augsburg) und Wolfram Götz (Deutscher Kanu Verband) freut sich über die Entscheidung des Kanu Weltverbands.

Die Augsburger Delegation in Tokio (v.l.): Horst Woppowa (TSV Schwaben Augsburg), Hans-Peter Pleitner (TSV Schwaben Augsburg), Melanie Martin (Augsburger Kajak Verein), Dirk Wurm (Ordnungs- und Sportreferent Stadt Augsburg) und Wolfram Götz (Deutscher Kanu Verband) freut sich über die Entscheidung des Kanu Weltverbands


Die Entscheidung ist gefallen: Augsburg wird im Jahr 2022 die Kanuslalom-Weltmeisterschaft am Eiskanal ausrichten. Dies gab heute die Internationale Kanuföderation (ICF) bei ihrem Treffen in Tokio (Japan) bekannt. Im Lager der deutsche Delegation in Japan – bestehend aus dem DKV-Generalsekretär Wolfram Götz, Dirk Wurm (Sportreferent der Stadt Augsburg), Horst Woppowa (Kanu Schwaben Augsburg), Melanie Martin, (Augsburger Kajak Verein) und Hans-Peter Pleitner (Präsident des TSV Schwaben Augsburg) herrscht nach der heutigen Entscheidung große Begeisterung. Augsburgs Bewerbung setzte sich somit gegen die Bewerbung der kleinen Stadt Ivrea (23.000 Einwohner) im Piemont durch. Am kommenden Dienstag, 27. März, wird die Delegation mit der Entscheidung im Gepäck wieder nach Augsburg zurückkehren.

„Es ist ein herausragender Tag für die Sportstadt Augsburg, es ist eine Chance für Augsburg auf internationaler Ebene noch bekannter zu werden. Wir hoffen auf viele Gäste, die unsere tolle Stadt kennen lernen wollen“, so Bürgermeisterin Eva Weber, die krankheitsbedingt nicht mit nach Japan fahren konnte. Sportreferent Dirk Wurm betonte nach der Bekanntgabe: „Es wird ein großer Moment sein, wenn bei den Weltmeisterschaften 2022 – zum 50. Olympia Jubiläum – erneut Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt bei uns in Augsburg um Edelmetall kämpfen.“
Unterstützt wird die Stadt bei der Ausrichtung vom Augsburger Kajakverein sowie Kanu Schwaben Augsburg. Gemeinsam mit dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) hat die Stadt Augsburg die offizielle Bewerbung beim Weltverband ICF eingereicht.

In einem ersten Schritt wird ein Organisations-Komitee gegründet und ein WM-Büro ins Leben gerufen. Die Stadt will in den nächsten Jahren im Hinblick auf die Kanu-WM und auch auf die Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Titel mit Fördergeldern des Freistaates Bayern den Eiskanal sanieren. Der Augsburger Stadtrat hatte Ende Februar für die Austragung votiert. Augsburg sei Kanustadt und das solle auch so bleiben, war man sich im Stadtrat einig. Bei der Sanierung des Eiskanals geht eine Machbarkeitsstudie von 18,5 Millionen Euro Kosten aus. Die Durchführung der Kanu WM 2022 wird nach einer Kalkulation der Stadt mit 1,3 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Kanu WM 2022 ist nicht der erste internationale Kanuslalom-Wettbewerb für Augsburg. Bereits 1985 und 2003 fanden die Weltmeisterschaften am Augsburger Eiskanal statt. Bis heute sind aber vor allem die Austragungen der Olympischen Kanuslalom-Wettbewerbe im Jahr 1972 ein Highlight für die Sportstadt Augsburg.


Plärrer: Das dritte Zelt kommt doch!

Trotz Bedenken seitens der CSU stimmte der Augsburger Stadtrat am gestrigen Donnerstag mit großer Mehrheit für die Verwaltungsvorlage bezüglich der Ausschreibung für das dritte Bierzelt auf dem Augsburger Plärrer.

Nach Auffassung von Günter Göttling (CSU) habe der einzig übrig gebliebene Bewerber eben doch nicht alle Kriterien erfüllt. Anders sah es das zuständige Referat. Noch vor einer Woche hatte Ordnungsreferent Dirk Wurm gegenüber der Augsburger Allgemeinen geäußert, dass die Verwaltung dem Stadtrat vorschlagen werde, Helmut Wiedemann das Festzelt zu genehmigen. Wiedemann habe die „Ausschreibungskriterien weitestgehend erfüllt“, so wurde Wurm zitiert.

Schwerwiegende Einwände juristischer Art seitens Stadtdirektor Frank Pintsch brachten die Stadträte zum Umdenken. Würde die Stadt nach einer abgeschlossenen Ausschreibung dem einzigen Kandidaten die Genehmigung verweigern, müsste die Stadt mit Regressforderungen rechnen. Deshalb müsse der Stadtrat den Verwaltungsvorschlag akzeptieren, so argumentierte auch OB Kurt Gribl, der sogar die nichtöffentliche Sitzung unterbrechen ließ, um die Fraktionsvorsteher ins Gebet zu nehmen.

Helmut Wiedemann erhielt den Zuschlag und darf nun im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 auf dem Plärrer ein Bierzelt betreiben. Danach soll wieder ausgeschrieben werden. Ob Wiedemann unter diesen neuen Bedingungen noch bereit ist, in die Plärrerzelt-Unternehmung zu investieren, ist aktuell nicht geklärt.