Wendejahre
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Abraxas: Leo Hiemer (Daheim sterben die Leut) liest und musiziert

Einen literarisch-musikalischen Abend kann man am kommenden Sonntag im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Weg ist Weg“ im Ballettsaal des Kulturhauses abraxas erleben; der Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer liest und musiziert.

Wie der berühmte Reformator aus Wittenberg hat sich Leo Hiemer im Luther-Jahr 2017 erlaubt, die Bibel zu übersetzen – und zwar in seine Allgäuer Mundart. Dazu hat er die biblischen Texte in eine humorvolle Rahmenhandlung verpackt, in der ein wissbegieriger Junge seinen Großvater löchert, wie man eigentlich Menschen macht. Zwischen den Kapiteln spielt Leo Hiemer am Klavier selbst komponierte Stücke, die zum »Nachsinnen« einladen. Als Special zur Ausstellung Weg ist Weg liest Leo Hiemer im zweiten Teil aus unveröffentlichten Gedichten, die zwischen konkreter Poesie und hintergründigem Nonsens changieren.

Eintritt gegen Spende im Kulturhaus abraxas, in der Sommestr. 30, 86156 Augsburg am Sonntag, den 11.März um 20 Uhr.



Tourismusstatistik: Zuwachszahlen stagnieren auf hohem Niveau

Leichte Steigerung bei Gästeankünften, minimales Minus bei Übernachtungszahlen, so die Bilanz des Bayerischen Landesamts für Statistik für das Jahr 2017

Tourismusbilanz 2010

Tourismusbilanz 2010


Der Tourismus in der Region Augsburg „brummt“ seit Jahren. Nach den jüngsten Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für das Jahr 2017 kann die Regio Augsburg Tourismus GmbH erneut Rekordergebnisse vermelden: Insgesamt 793.510 Gästeankünfte in der gesamten Region – also in Augsburg und den beiden Nachbarlandkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg – sind ebenso neue Spitzenwerte wie die vom Landesamt gemeldeten insgesamt 1.416.125 Übernachtungen. Dabei bewegt sich auch der Tourismus im Landkreis Aichach-Friedberg weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Nach den starken Zuwächsen im vergangenen Jahr (2016 mit 9,7 Prozent Wachstum bei den Gästeankünften und 8,8 Prozent Steigerung bei den Übernachtungen) hat das Wittelsbacher Land im abgelaufenen Jahr 2017 auf dem Weg zu immer neuen Spitzenergebnissen nur eine fast nicht messbare „Verschnaufpause“ eingelegt. Die Gästeankünfte im Landkreis legten dabei gemäß der aktuellsten Statistik noch einmal ein halbes Prozent – auf exakt 127.478 – zu. Das Rekordniveau von 230.502 Übernachtungen im Jahr 2016 konnte mit einer marginalen Abweichung von 2.374 Bettenbuchungen gehalten werden: 228.128 Übernachtungen im Jahr 2017 ergaben am Ende lediglich ein kleines Minus von exakt einem Prozent.

„Das Wittelsbacher Land konnte seit 1998 um rund 190 Prozent zulegen, bei den Übernachtungen sind es rund 175 Prozent. Hätten wir das vor 20 Jahren versprochen, hätten uns alle für unrealistisch gehalten“, so Regio- Geschäftsführer Götz Beck. Vor 20 Jahren waren im Landkreis Aichach-Friedberg 43.874 Gästeankünfte und 83.398 Übernachtungen registriert worden.


Wie denken die Augsburger über ihre Stadt?

Die ersten Ergebnisse zur Bürgerumfrage 2017 liegen vor

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Wichtig ist Wohnraum für Familien


Das Amt für Statistik und Stadtforschung der Stadt Augsburg führt in Kooperation mit der Universität Augsburg seit 2003 im zweijährigen Turnus eine repräsentative Bürgerumfrage durch. Ziel ist, ein umfassendes Bild der Meinungen und Einstellungen der Augsburger Bevölkerung als Planungsgrundlage für Politik und Stadtverwaltung zu erhalten. Zuletzt waren Augsburger Bürger von Juli bis September 2017 aufgerufen, an der Bürgerumfrage mit dem thematischen Schwerpunkt „Wohnen und Wohnumfeld“ teilzunehmen. Insgesamt beteiligten sich 4.532 Personen, so dass für 2017 mehr Rückmeldungen vorliegen als bei den vorangegangenen Bürgerumfragen.

Die meisten der Befragten fühlen sich in Augsburg sicher und sind der Meinung, dass man den Menschen in Augsburg trauen kann. 95 Prozent fühlen sich tagsüber in ihrem Wohnumfeld und fast ebenso viele in der Innenstadt sicher. Allgemein wohnen die Augsburgerinnen und Augsburger gerne in ihrer Stadt und auch in ihrem Stadtbezirk. Fast 90 Prozent der Befragten sind zufrieden mit den Naherholungsmöglichkeiten, den allgemeinen Einkaufsmöglichkeiten und dem gastronomischen Angebot. Über die Hälfte ist dagegen eher unzufrieden mit den öffentlichen Toiletten und der Anzahl an Parkplätzen, und zwar sowohl für Autos als auch für Fahrräder.
Stärke: Lebensqualität – Schwäche: Grundstückspreise

Wie in allen bisherigen Bürgerumfragen liegt nach Ansicht der Befragten die größte Stärke der Stadt in ihrer Geschichte. Über 90 Prozent empfinden zudem die Lebensqualität als große Stärke von Augsburg. Dagegen werden die Grundstücks- und Immobilienpreise gefolgt von den Mietkosten mehrheitlich und noch mehr als in den vorherigen Bürgerumfragen als Schwächen von Augsburg empfunden und inzwischen vor dem „Verkehr“ am häufigsten als größte Probleme Augsburgs genannt.

Wichtig ist Wohnraum für Familien

Als wichtigste Akteure beim Thema Wohnen und Bauen sehen die Befragten die kommunale Stadtverwaltung/-planung, die Wohnungsbaugesellschaften und die Kommunalpolitik. Vor allem für Familien und für Einkommensschwächere sollte zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Auch Mietwohnraum sollte besonders gefördert werden. Zu Mietpreisbremse und Mietspiegel haben die meisten Befragten keine Meinung oder erwarten dadurch keine Auswirkungen auf den Mietpreis.

Die Kurzmitteilung mit den ersten Ergebnissen zur Bürgerumfrage 2017 und dem Fragebogen mit allen Antworthäufigkeiten kann unter: http://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/rathaus/statistik- stadtforschung/veroeffentlichungen/ kostenlos heruntergeladen werden.


300 Millionen
Buergerbueros
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