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DEL: AEV verliert in Wolfsburg und verpasst die Play-offs

Es ist offiziell: Die Augsburger Panther haben die Playoffs der Saison 2017-18 verpasst. Die ohnehin nur noch theoretische Chance erlosch durch eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung bei den Wolfsburg Grizzlys. Die Treffer für den AEV erzielten Drew LeBlanc (7.) und Thomas Holzmann (49.). Für Wolfsburg waren Tyson Mulock (6.), Sebastian Furchner (15.) und Brent Aubin (61.) erfolgreich.

Trevelyan zurück im Team

Trainer Mike Stewart stellte sein Team dabei auf einer Position um. Der nach Verletzung wieder genesene T.J. Trevelyan rückte für Jordan Samuels-Thomas ins Team. Michael Davies und Arvids Rekis fehlten weiterhin und im Tor stand erneut Olivier Roy, dessen Vertragsverlängerung wenige Stunden vor dem Spiel bekannt wurde.

Zu Beginn stand aber sein Gegenüber deutlich mehr im Blickpunkt, denn die Panther kamen stark aus der Kabine und waren in der Anfangsphase das bessere Team. An Felix Brückmann führte allerdings trotz einiger hochkarätiger Möglichkeiten kein Weg vorbei.

Deutlich effizienter präsentierten sich die Hausherren, die im Grunde mit der ersten Gelegenheit gleich die Führung erzielten. Aus spitzem Winkel war Mulock erfolgreich (6.).

Die Panther waren aber nicht geschockt und schlugen nach einem schnell vorgetragenen Angriff postwendend zurück. Nur 51 Sekunden nach dem 1:0 traf LeBlanc genau in den Winkel zum hochverdienten Ausgleich (7.).

Wolfsburg effizient vor dem Tor

Und der AEV blieb dran, hatte aber Pech, dass Evan Trupp einen Schuss von Derek Dinger nur an den Pfosten abfälschte (11.). So kam es wie es kommen musste. Die Grizzlys kamen ein zweites Mal gefährlich vor das Augsburger Tor und wieder landete die Scheibe aus spitzem Winkel im Netz. Torschütze war dieses Mal Sebastian Furchner (15.).

Dies war gleichzeitig auch der Zwischenstand nach dem ersten Drittel, aber im Mittelabschnitt waren plötzlich die Gastgeber tonangebend. Wolfsburg drückte auf das 3:1, aber Roy hielt sein Team in dieser Phase mit einigen starken Paraden im Spiel. – Tore fielen in diesem Durchgang keine und es dauerte erst bis zur 49. Minute, ehe eine Mannschaft wieder jubeln konnte. Dies waren die Panther, denn Holzmann verwandelte einen berechtigten Penalty eiskalt mit der Rückhand zum 2:2.

Holzmann gleicht aus

In der Schlussphase waren die Gäste dem Sieg – auch aufgrund einiger Überzahlspiele – deutlich näher, aber wie schon im ersten Durchgang verzweifelten die Angreifer des AEV an Brückmann.

Somit ging es in die Overtime, die allerdings nach bereits 22 Sekunden beendet war, als Aubin den Wolfsburgern den Zusatzpunkt sicherte (61.).

Die Panther haben mit dem Punktgewinn nun 64 Punkte auf dem Konto, weisen allerdings bereits sieben Punkte Rückstand auf den Zehnten aus Schwenningen auf. Somit wird die Spielzeit des AEV am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Adler Mannheim enden.



Film: Oskar Niemayer-Doku im Thalia

In der Veranstaltungsreihe „Architekturfilm und Jazz“ im Thalia Kino Am Obstmarkt in Augsburg läuft am Montag den 05. März 2018 (19 Uhr) der Film von Maciel und Sacha Fabiano „Das Leben ist ein Hauch“ – über den brasilianischen Architekten Oskar Niemeyer.

Niemayer wurde 1907 als Oscar de Almeida Soares in Rio de Janeiro geboren und starb kurz vor seinem 105. Geburtstag am 5. Dezember 2012. Niehmeyer gilt als Wegbereiter der modernen brasilianischen Architektur. Seine Gebäude für die brasilianische Hauptstadt Brasília wurden 1987 zum Weltkulturerbe erklärt. Niemeyer war der letzte Überlebende der großen modernen Architekten des 20. Jahrhunderts und ein Künstler, dessen Formensprache unseren Blick auf die Welt verändert hat.

Zehn Jahre haben Autor und Regisseur Fabiano Maciel und Produzent Sacha an diesem Dokumentarfilm gearbeitet, der zu Niemeyers 100. Geburtstag 2007 in Brasilien auf die Leinwand kam. Es ist ein klassischer Porträtfilm mit vielen Gesprächen, Archivmaterialien und Ortsbesichtigungen von Niemeyer-Bauten aus den Jahren 1937 bis 2002, lehrreich animierten Zeichnungen und griffigen Musiksentenzen von João Donato. Im Zentrum steht ein Gespräch mit Niemeyer selbst, in dem der alte Herr Auskunft gibt über seine künstlerischen Positionen und eine Laufbahn, die in den dreißiger Jahren als Schüler von Lúcio Costa begann. Der größte Schritt war wohl die Emanzipation von seinem Vorbild Le Corbusier und die Entdeckung der »freien, sinnlichen Kurve« als »natürliche Form des Betons«: zur Vorlage immer die Natur, sei es in landschaftlicher oder menschlich-weiblicher Form. Eintritt 7 Euro. Ab 20.30 Uhr gibt es Live-Jazz mit „CoolTone“ im Thalia Kaffeehaus – bei freiem Eintritt.



FCA vs. Hoffenheim: Es naht die große Stunde der zweiten Reihe

Vor dem Heimspiel am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim ist beim FCA die Personalsituation angespannt wie nie.

Ein Blick auf die Ersatzbank und schon wird die prekäre Situation deutlich: Mit dem 17-jährigen Simon Asta (17) und Kilian Jakob (20) muss FCA-Trainer Manuel Baum auf zwei unbekannte Talente der U21 zurückgreifen. Für den verletzten Framberger rückt wohl wie in Dortmund Schmid nach hinten. Als Caiuby-Ersatz, der wegen 5 Gelben Karten pausieren muss, kommt entweder Cordova oder Parker ins Startteam. Für Moravek, der sich gegen Dortmund eine Wadenverletzung zuzog, käme ein Einsatz wohl zu früh, aber immerhin kehrt Baier nach seiner Gelb-Sperre zurück.

Schmerzlich vermisst wurden zuletzt auch die Dauerverletzten Finnbogason und Gouweeleuw. Der Niederländer deshalb, weil er in der Augsburger Abwehrkette der einzige Spieler ist, der ein Spiel klug eröffnen kann und der Isländer Alfred Finnbogason deshalb, weil der FCA nach dem grandiosen Heimspiel gegen Frankfurt in den folgenden Partien gegen Stuttgart, Leipzig und Dortmund kaum noch ein Bein in den gegnerischen Strafraum brachte. Michael Gregoritsch rutschte in ein Leistungsloch, zeigte nach vorne keinen Zug und brachte kaum Abschlusssituationen zustande. Aus diesem Grund fehlt Finnbogason, auch wenn er derzeit der einzige Spieler der Bundesliga ist, der nur mit Mühe einen Ball stoppen kann.

Verrückt ist die Personalsituation beim FCA auch deshalb, weil neben dem unverschuldeten Verletzungspech eine bemerkenswerte Leichtfertigkeit in der Kaderbildung zu registrieren ist. Zu Beginn der Saison befanden sich vier ausgebildete Rechtsverteidiger im Kader (Verhaegh, Framberger, Teigl, Opare). Verhaegh und Teigl wurden abgegeben, Opare ohne Not für den Rest der Saison suspendiert und Framberger ist seit Montag bis zum Saisonende verletzt. Heute muss man einen Offensivspieler (Schmid) rechts verteidigen lassen.

TSG-Trainer Julian Nagelsmann sind die Augsburger Nöte egal. Die Sinsheimer sind in der Tabelle zwar mit dem FCA gleichauf, wollen aber nach Europa und stehen deshalb schwer unter Druck, während die Augsburger von ihrem Saisonziel „Nichtabstieg“ nur noch wenige Punkte entfernt sind. Wie immer, wenn es nicht gegen die Bayern geht, steht der FCA heute vor einem fifty-fifty-Spiel – mit leichten Vorteilen und größeren Sieg-Chancen für die Gäste.





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