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Leverkusen vs FCA 0:0

Der FC Augburg erreicht bei Bayer Leverkusen ein 0:0 Unentschieden.

In einem 0:0 Spiel der besseren Sorte erkämpfte sich der FCA nach einer durchschnittlichen ersten Halbzeit und nach einer sehr guten zweiten Halbzeit einen verdienten Punkt beim Champions League-Anwärter Bayer 04 Leverkusen. Der FC Augsburg präsentierte sich nach der schwachen Heimpartie gegen Bremen in Leverkusen stark verbessert. – Ein Spielbericht von Peter Hummel folgt.



FCA: Daniel Baier stützt Mertesacker-Aussagen

Augsburgs Bundesligakapitän Daniel Baier hat sich in einem Interview mit dem Nachrichtenportal t-online dahingehend geäußert, dass Versagensängste zum täglichen Begleiter vieler Profifußballer gehöre.

Daniel Baier Bild: Archiv

Daniel Baier Bild: Archiv sport-in-augsburg.de


Das Problem sei aber, dass sie damit nicht an die Öffentlichkeit gehen könnten, weil sie damit ihrer Karriere schaden würden, so Baier, da ihnen das als Schwäche ausgelegt werden würde. Wahrscheinlich werde das Prinzip Leistung in unserer Gesamtgesellschaft stetig höher bewertet, „aber nach außen hin weitgehend tabuisiert“, so Baier, der davon ausgeht, dass dies für alle Berufgruppen gelte. Per Mertesacker, Fußballweltmeister und einer der angesehensten Innenverteidiger in Europa, hat vor Kurzem dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erzählt, dass sein Körper wegen der großen Erwartungshaltung vor jedem Spiel mit Brechreiz und Durchfall reagiere.



Plärrer: Stadtwerke setzen zusätzliche Busse ein

Die Augsburger Stadtwerke verstärken ihr Fahrangebot und den Ticketservice zum Osterplärrer, der dieses Jahr vom 1. April bis zum 15. April stattfindet.



Stadtwerke Augsburg setzen zum Osterplärrer mehr Fahrzeuge ein (c) TRENDYone.de

Stadtwerke Augsburg setzen zum Osterplärrer mehr Fahrzeuge ein (c) TRENDYone.de


Damit die Gäste des Augsburger Frühjahrs-Plärrers vom 1. bis 15. April Schwabens größtes Volksfest bequem und sicher mit dem öffentlichen Nahverkehr besuchen können, setzen die Stadtwerke Augsburg (swa) zusätzliche Busse ein. Sie fahren immer freitags und samstags von 19 bis 0.30 Uhr auf der Route der Straßenbahnlinie 4 vom Hauptbahnhof zum Plärrer. Sie helfen, die Straßenbahnen der Linie 4 zu entlasten.

Für einen sicheren und schnelleren Aus- und Einstieg am Plärrer setzen die swa außerdem ab 16 Uhr Sicherheits-Mitarbeiter an der Halstestelle ein. Auch am Kö sind zusätzliche Mitarbeiter unterwegs, um einen geregelten Ablauf sicherzustellen. Außerdem können in Stoßzeiten vor dem Einstieg in die Straßenbahn direkt an der Haltestelle Fahrkarten von swa-Mitarbeitern gekauft werden.



FCA in Leverkusen: Gouweleeuew steht vor Comeback

Bayer 04 Leverkusen empfängt am morgigen Samstag den FC Augsburg zum 28. Spieltag.

Während Leverkusen auf die Champions-League-Plätze blickt, könnte sich der FC Augsburg noch vage Hoffnungen auf die Europa League-Plätze machen, würde er drei Punkte aus Leverkusen an den Lech holen. Schließlich folgt nach Leverkusen für den FCA ein kaum gewinnbares Heimspiel gegen den FC Bayern, dann erwartet den FCA ein Freitagabendspiel in Wolfsburg, bis schließlich am 31. Spieltag in Augsburg die Mainzer ihre Visitenkarte abgeben.

Mit 35 Punkten nach 27 Spieltagen im Gepäck muss man sich in Augsburg wegen einer möglichen Abwärtsspirale keine großen Sorgen machen und mit 38 Punkten nach dem 28. Spieltag könnte man den Abstieg sogar ad acta legen, doch da müsste der FCA zum ersten Mal seit Bundesligazugehörigkeit gegen Bayer gewinnen: ein dickes Brett. Leverkusen verlor keins der 13 Bundesliga-Spiele gegen den FCA, der zuletzt schwankende Leistungen ablieferte und mit drei Heimspielniederlagen in Folge vor eigenem Publikum nicht jenen Ehrgeiz, Biss und eben jene mannschaftliche Geschlossenheit an den Tag legte, wofür die Augsburger (bisher zumindest) bekannt waren und geschätzt wurden. Der FCA holte auswärts fast so viele Punkte (16) wie zu Hause (19).

Immerhin steht in Leverkusen der schmerzlich vermisste Jeffrey Gouweleeuw wieder in der Startelf und beendet nach seiner Knieverletzung mit seiner Übersicht im Abwehrbereich sowie mit seiner sicheren Spieleröffnung möglicherweise die Defizite, die den FCA zuletzt so oft in die Bredouille brachten. Vielleicht bringt FCA-Trainer Manuel Baum Moravek für Richter, aber so sollte in etwa die Anfangsformation der Augsburger aussehen: Hitz – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, Baier – Richter, Koo, Caiuby – Gregoritsch.



Halle 116: CSU distanziert sich von Gesprächsnotiz der Denkort-Initiative

Einer veröffentlichten Gesprächsnotiz der Initiative Denkort zu einem Besuch bei der CSU widerspricht die CSU-Stadtratsfraktion vehement. Die SPD spricht in einem anderen Zusammenhang von „Unterstellungen und falschen Behauptungen“.



Halle 116 (c) DAZ

Halle 116 (c) DAZ


Auf Einladung der CSU-Fraktion waren am 13. März Vertreter der Initative Denkort zu Gast, um über die Halle 116 im Zusammenhang mit der Erinnerungskultur zu sprechen: Dietmar Egger (Bürgeraktion Pfersee), Peter Feininger (forumaugsburg) und Ringo Reinhardt (Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben). Die Initiative veröffentlichte ohne Absprache eine nachträglich erweiterte, sechsseitige „Gesprächsnotiz“. „Die Zitate sind verkürzt und sinnenstellend wiedergegeben“, stellt Fraktionschef Bernd Kränzle klar. „Von unserer Seite wurde ebenfalls Protokoll über den Gedankenaustausch zwischen Fraktion und Gästen geführt, aber selbstverständlich nichts veröffentlicht – schon gar nicht ohne Absprache.“

Kein seriöser journalistischer Stil

Die redaktionelle Veröffentlichung der Gesprächsinhalte ist aus Sicht der Gastgeber kein seriöser journalistischer Stil. „Über eine gemeinsame Presseerklärung hätte man sich ja unterhalten können“, so Kränzle. Richtige Protokolle dagegen würden von einem bestellten Schriftführer angefertigt und danach von den Teilnehmern freigegeben. „Das ist leider nicht erfolgt, sondern einfach etwas zusammengeschrieben und veröffentlicht worden“, das einen völlig falschen Eindruck der Stoßrichtungen in dem Gespräch vermittelt. Kränzle nennt zwei Beispiele.

Erstes Beispiel: In der Gesprächsnotiz der Initiative heißt es: „Der Kulturreferent gab dann zu bedenken, dass die Vereine, die in die Halle 116 gehen würden, auch Geld wollten oder bräuchten. Weitzel glaubte, hier schon vorbauen zu müssen: ‚Wir können nicht jeden kulturellen Verein finanzieren.‘ Die Denkort-Initiative hielt ihm entgegen, dass der Regionalverband der Sinti und Roma nicht „irgendein“ Verein sei, sondern eine wichtige Opfergruppe, die jetzt endlich, nach Jahrzehnten der Ablehnung, als solche überhaupt in Erscheinung treten könne und um Anerkennung kämpfe.“

Tatsächlich habe Thomas Weitzel auf eine Bemerkung Ringo Reinhardts reagiert, der von der Notwendigkeit einer eigenen Büro-Infrastruktur für seinen Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben sprach. Weitzel erklärte, dass es von der Stadt keine Kostenzuschüsse für Geschäftsräume und Büros geben werde, wenn Vereine in der Halle 116 eine eigene Dauerausstellung machen wollen. Explizit wies der Kulturreferent sogar darauf hin, dass niemand den Sinti und Roma das Recht abspreche, ihre Geschichte darzustellen. „Die Darstellung in der Gesprächsnotiz ist irreführend“, so Weitzel.

So verkürzt wie falsch

Als zweites Beispiel führt Kränzle folgende Gesprächsnotiz der Initiative an: „Thomas Weitzel glaubte ferner, den Verband der Sinti und Roma belehren zu müssen, sie sollten aufpassen welche Geschichte sie da erzählen und an welchem Ort, und er forderte Aufrichtigkeit beim Verband der Sinti und Roma ein. Man konnte diese eigenartige Aussage eigentlich nur so werten, dass nach Weitzel die Gefahr bestehe, dass die Sinti und Roma historisch falsche Geschichten erzählen und es an Aufrichtigkeit mangeln lassen – also die Halle 116 exklusiv für ihre eigene, einseitig erzählte Opfergeschichte instrumentalisieren wollten.“

„Das erste ist wieder so verkürzt wie falsch und das zweite eine absurde Interpretation“, erklärt der damalige Gesprächsleiter Bernd Kränzle. Reinhardt habe einen eigenen Denkort in der Halle 116 für den Verband der Sinti und Roma angeregt, worauf Weitzel eingegangen sei. Der Kulturreferent habe gesagt, „eine gesonderte Kontextualisierung des Schicksals und der Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in der Halle 116 ist dem Ort historisch nicht angemessen“. Weiter habe es geheißen, wenn man an die vielen anderen Erinnerungsorte denke, etwa Dachau und München, sei die Positionierung als Lernort in einer Nische wichtig. Die Leitplanken stellten das Konzept von Professor Gassert dar, in das man auch in angemessener Form das Schicksal der Sinti und Roma beispielsweise mit einem eigenen Kapitel in die Gesamtkonzeption integrieren könne.

Behauptungen sind verletzend

„Es handelt sich um eine Frage der Erinnerungskultur“, erklärt Stadtrat Andreas Jäckel (CSU). Weitzel habe mit guten Gründen gewarnt, man müsse aufpassen, welche Dokumentation im Erinnerungsort Halle 116 stattfinden solle. „Da sollte nichts überfrachtet werden, darum ging es“, stellt Jäckel klar. Die Darstellungen der Initiative ergäben ein schiefes Bild, das überhaupt nicht den Aussagen des Referenten gerecht würden. „Niemand hat unterstellt, dass Opferverbände ‚falsche Geschichten‘ erzählen“, so Jäckel. Die Behauptungen der Gesprächsnotiz seien verletzend. Denn die CSU-Fraktion sei sich mit dem Kulturreferenten einig gewesen, dass ein kulturpolitischer Impuls für einen Erinnerungsort der dunklen Jahre Augsburgs so wichtig wie richtig wäre.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle widerspricht auch dem in der Gesprächsnotiz von der Initiative konstruierten Gegensatz zwischen Baureferent Gerd Merkle und Kulturreferent Weitzel: „Es gibt keinen Dissens. Die Zusage am Ende des Gesprächs war, dass der Kulturreferent bereit ist, nach der ausstehenden denkmalrechtlichen Beurteilung mit allen Beteiligten das weitere Vorgehen abzustimmen.“ Nach dem Bescheid des Landesamts für Denkmalpflege könne man den Wert des Areals taxieren und dem Stadtrat eine Kaufempfehlung geben. Kränzle zitiert abschließend ausnahmsweise aus dem Protokoll der Fraktion: „Die politischen Vertreter sehen sich in der Verantwortung, und werden sich dieser auch stellen.“

Die Vertreter der Initiative Denkort besuchten auch die Fraktion der Grünen und fertigten zu diesem Besuch ebenfalls Gesprächsnotizen an, die sie ins Netz stellten. Dazu gab es von den Grünen keine Distanzierung. Anders sieht es bei der SPD aus, die ebenfalls auf Distanz zur Initiative geht und einen Vorgang, der von der Bürgerinitiative einhellig als „grundrichtig“ bewertet wurde und wird, nämlich Schafitels Antrag auf Erteilung von Denkmalschutz für das Gebäude, als „wenig hilfreich“ einstuft.

SPD widersetzt sich den „teilweise irreführenden und falschen Behauptungen“

„In diversen Berichterstattungen war nun von einer erfolgten Privatisierung des Gebäudes und einer Abwendung des Stadtrats von den bisherigen Überlegungen die Rede. Das ist jedoch nicht der Fall“, wie es in einer SPD-Stellungnahme heißt. Weiter heißt es im SPD-Text: „Die SPD-Fraktion widersetzt sich den teilweise irreführenden und falschen Behauptungen. So stellt die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Gabi Thoma nochmals klar: „Weder ist das Gebäude 116 verkauft noch existieren beschlossene Überplanungen des Stadtrats dafür.“

Der Stadtrat habe zuletzt beschlossen, Ideen zur teilweisen Nutzung des Gebäudes anzusehen, um auch Einnahmen zur Umsetzung der Denkort-Idee in der großen Halle aus dem Jahr 1936 zu erhalten. Auch die Exponate des Vereins „Amerika in Augsburg“ sollen hier eine Rolle spielen.

„Bislang sind in den letzten 15 Jahren mehrere Konzepte zur Realisierung des Denkorts mangels tragfähiger Finanzierung gescheitert“, so Bürgermeister Stefan Kiefer, der die gesamte Zeit die Frage der Weiterentwicklung des Gebäudes im Stadtrat mitverfolgt habe. – „Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll und geboten, Lösungsansätze erst mal anzusehen und zu prüfen, ehe sie schon im Vorfeld pauschal abqualifiziert werden“, so Angela Steinecker und Anna Rasehorn, die als Pferseer Vertreterinnen für die SPD im Stadtrat sitzen.

„Manche Unterstützer der Idee des Denkortes sollten überlegen, ob sie mit Unterstellungen und falschen Behauptungen die Idee des Denkorts wirklich würdig voranbringen können. – Wenig hilfreich dürfte der Antrag auf Erteilung von Denkmalschutz für das Gebäude sein: u.a. werden Maßnahmen zur Barrierefreiheit deutlich erschwert, die Auflagen haben Auswirkungen auf die Gestaltung des Außenbereiches und ein Denkmalstatus hätte keinerlei Auswirkungen auf die Gestaltung der Ausstellung. Dazu kommt eine erhebliche Verzögerung.“

Die SPD-Fraktion jedenfalls verfolge „das sogenannte Gassert-Konzept für den Denkort, das neben der KZ-Vergangenheit auch die Präsenz der US-Amerikaner in Augsburg zum Gegenstand haben soll“, so die drei Stadträtinnen unisono.



Benifiz-Ausstellung im Abraxas

Im Rahmen der Benefiz-Ausstellung „Zeichnungen & Skizzen“ stellt die Künstlerin Christine Metz bislang unverkäufliche Werke aus ihren Skizzenbüchern aus



Das Atelier der Künstlerin befindet sich in einem alten Bauernhaus in Ried, in dem sie auch wohnt. Durch einen Brand im Dezember letzten Jahres wurden die Atelierräume unbenutzbar, und viele ihrer dort gelagerten Gemälde, Fotografien und Arbeitsmaterialen wurden beschädigt oder zerstört. Die Skizzenbücher konnten gerettet werden. Der Erlös der Verkaufsausstellung soll dem Wiederaufbau des Ateliers dienen.

Von der schnellen Skizze bis zur detailreichen Zeichnung erfassen die Arbeiten persönliche Eindrücke und Impressionen aus über einem Jahrzehnt. Viele sind auf Reisen entstanden. Zu sehen sind Landschaften in Irland, Straßenszenen in Berlin-Neukölln oder alte Bäume und Schrottplatz-Idyllen im Hinterland von Upstate New York. Eine Reihe von Skizzen zeigt auch die Umgebung von Ried, Szenerien aus dem südlichen Landkreis Aichach-Friedberg oder aus dem Eurasburger Forst. Die Zeichnungen sind überwiegend mit Bleistift angefertigt, einige mit Kohle.

Eröffnung ist am Freitag, den 6. April 2018 um 19 Uhr in der BBK-Galerie im Kulturhaus abraxas, Sommestraße 30, 86156 Augsburg. Vom Samstag (14 – 20 Uhr) bis zum Sonntag (11 – 18 Uhr) findet die Benefiz-Ausstellung statt. Die Künstlerin ist an beiden Tagen anwesend.

Die Gruppe ‚CoolTone‘, die zugunsten der Künstlerin auftritt, umrahmt den Eröffnungsabend musikalisch mit Jazz-Klassikern und Standards.



Fördergeld-Desaster: SPD lässt Kiefer im Regen stehen

Die Vorsitzende der SPD Augsburg, MdB Ulrike Bahr, und Margarete Heinrich, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Augsburger Stadtrat haben es in einer gemeinsamen Stellungnahme vermieden, SPD-Bürgermeistermeister und Sozialreferent Stefan Kiefer den Rücken zu stärken.

Ulrike Bahr -- Foto:(c) Susie Knoll

Ulrike Bahr -- Foto:(c) Susie Knoll


Die beiden SPD-Chefinnen kommentieren den Skandal bezüglich des nicht fristgerecht eingereichten Kita-Antrags in Höhe von 28,5 Millionen Euro folgendermaßen: „Die SPD Augsburg hat mit Bestürzung die nicht fristgerechte Einreichung der Betriebskostenförderung für die KITA-Zuschüsse durch die Stadt Augsburg zur Kenntnis genommen. Die Abläufe und Vorgänge wurden bereits offen und konstruktiv von den Verantwortlichen dargelegt. Wir erhoffen uns, dass die Stadtverwaltung trotz des unterlaufenen Fehlers die genannte Summe von 28,5 Millionen Euro für die KITAS nicht zurückzahlen muss. Positiv werten wir die intensiven Kontakte der Verantwortlichen der Stadt mit der Regierung von Schwaben und den zuständigen Verantwortlichen auf Landesebene. Ziel muss es sein, dass eine Rückzahlung abgewendet werden kann.“

Soweit die Schadensbeschreibung der SPD, die auf das „Prinzip Hoffnung“ der Reparaturfähigkeit baut: „Wir erwarten von allen Beteiligten auf der Ebene der Stadtverwaltung, diesen komplexen Vorgang mit der Regierung von Schwaben und der Bayerischen Staatsregierung zu klären“, so Bahr und Heinrich unisono in ihrem heutigen Statement, das keine schützende Hand über Kiefer hält, sondern eher das Gegenteil davon im Subtext verpackt: „Die Frage nach personellen oder politischen Konsequenzen werden wir erst nach der umfänglichen Schadenseinschätzung und der zugrunde liegenden Klärung der Schuldfrage behandeln.“

Margarete Heinrich

Margarete Heinrich


Außerdem gibt es noch eine Handlungsaufforderung Richtung Kiefer: „Parallel geht es zudem darum, möglichst effektiv organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um eine mehrfache Prozesssicherheit in den Abläufen zu erreichen. Eine Verkettung von unglücklichen Umständen darf es bei diesen hohen Finanzsummen in Zukunft nicht mehr geben.“ Darüber hinaus sei es notwendig, „dass die beteiligten Personen der Verwaltung eine rasche und zeitnahe Aufklärung des Vorgangs herbeiführen und kommunizieren.“

Sozialpolitik gilt als Kernkompetenz der SPD, weshalb die Stellungnahme der Partei und der Fraktion mit Spannung erwartet wurde. Überraschenderweise fällt der Name des Bürgermeisters und Sozialreferenten Stefan Kiefer kein einziges Mal. Deutlich ist aus der SPD-Stellungnahme allerdings herauszulesen, dass die SPD für Stefan Kiefer keinen Finger rührt, so lange nicht geklärt ist, ob das ihm unterstellte Amt 28,5 Millionen Euro Födergelder versenkt hat oder nicht.



Fördergeld-Desaster: Schafitel wirft OB Gribl „Inkonsequenz und Führungsschwäche“ vor

Die Krise der Augsburger Stadtverwaltung, die einen 28,5 Millionen-Antrag nicht rechtzeitig stellte, schlägt politisch bei Oberbürgermeister Kurt Gribl auf. Freie Wähler-Stadtrat Volker Schafitel wirft Gribl „Befangenheit, Inkonsequenz und Führungsschwäche“ vor.

Stadtregierung mit Stefan Kiefer (4.v.l.) Foto (c) Richard Goerlich

Stadtregierung mit Stefan Kiefer (4.v.l.) Foto: (c) Richard Goerlich


In einer Pressemitteilung kritisiert Schafitel, dass sich Sozialreferent Stefan Kiefer darum bemühe, „die Verantwortung auf der Amtsebene zu halten. Doch selbst dort sitzt die verantwortliche Amtsleiterin mit SPD-Parteibuch noch an ihrem Platz. Kiefer spricht von der Einführung von Fristenbüchern und Controlling und der Verschärfung des Berichtswesens, denn offensichtlich hatte er genau das versäumt!“, so Schafitel, der Kiefer vorwirft, nach unten zu treten: „Es wäre nicht verwunderlich, wenn der kleinste Mitarbeiter den Kopf für einen 30 Mio-Euro-Fehler hinhalten muss, ganz im Sinne der Arbeitnehmerpartei SPD!“, so Schafitel sarkastisch.

Dabei habe Kiefer zu Protokoll gegeben, dass er die einzige Ausschlussfrist, an die „30 Mio Euro im Jahr haben oder nicht haben geknüpft sind“, gar nicht kenne. – „Diese Unkenntnis nach vier Jahren Amtszeit rechtfertigt alleine schon eine Rücktrittsforderung“, so Schafitel, der in dieser Angelegenheit eine Attacke gegen OB Gribl reitet: „Wäre Gribl und die CSU in der Opposition, läge schon lange eine Rücktrittsforderung vor. Der Wunsch nach Machterhalt und stabiler Mehrheit führt aber zur Zwecktoleranz. Insofern ist Gribl befangen und tastet sich jetzt mit Teilentzug von Kompetenzen an einen schlechten Kompromiss heran! Hinhalten, Aussitzen und folgenlose Drohungen sind Zeichen von Inkonsequenz und Führungsschwäche. Damit könnten Gribl die 30 Millionen auf die eigenen Füße fallen.“



Stadtverband Augsburg: Hans Wengenmeir wird Landtagskandidat der Freien Wähler

Im Gegensatz zur Wahl im Stimmkreis 702 (Augsburg West-Neusäß-Gersthofen) ging die Wahl der Freien Wähler im Stimmkreis 701 Augsburg Ost ohne Verwerfungen und Anfechtung über die Bühne.

Hans Wengenmeir wurde mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen zum Direkt-Landtagskandidaten der Freien Wähler im Wahlkreis Augsburg Ost gewählt. Angelika Lippert erhielt ebenfalls 100 Prozent der Stimmen für ihre Kandidatur zum Bezirkstag. Der Wahlleiter war der langjährige Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Hützler. Zehn stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Wahl anwesend. Foto: Angelika Lippert, Hans Wengenmeir (v.l.)



Rufus Wainwright zu Gast am Theater Augsburg

Nach der gestrigen Vorstellung der Oper »Prima Donna« war Singer-Songwriter und Komponist Rufus Wainwright zu Gast beim Augsburger Stadttheater, das die deutsche Erstaufführung der Wainwright-Oper im Repertoire hat.

Richard Goerlich, Rufus Wainwright, Iris Steiner Foto: (c) Jan-Pieter Fuhr

Richard Goerlich, Rufus Wainwright, Iris Steiner (v.l.) Foto: (c) Jan-Pieter Fuhr


Beim „After-Show-Talk“ mit rund 180 Besuchern, moderiert von Iris Steiner und Richard Goerlich, schilderte der kanadisch-amerikanische Popstar seine Eindrücke zur deutschen Fassung seiner Hommage an die spätromantische Oper. Auch Sopranistin Sally du Randt und Regisseur Hans Peter Cloos nutzten die Gelegenheit, über Rolle und Herangehensweise an das Stück zu sprechen. Eröffnet wurde der Talk von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und dem kanadischen Botschafter Stéphane Dion. „Rufus Wainwright ist eine der wichtigsten Stimmen der Popmusik. Ihn zu treffen, war eine Ehre und der Talk ein großer Spaß – ich hoffe, auch für die Zuschauer“, so Richard Goerlich.

Seit über 20 Jahren tourt Rufus Wainwright mit Soloprogrammen um die Welt. Seine Studioalben sind hochdotiert, 2007 wurde er für den Grammy nominiert. Er arbeitete mit Sting, Robbie Williams und Elton John, der ihn als den »besten Songwriter unserer Zeit« bezeichnete. Die Oper »Prima Donna« in einer Inszenierung von Hans-Peter Cloos, für die eigens eine deutsche Übersetzung angefertigt wurde, ist noch zwei Mal im martini-Park zu erleben, am 8. und am 22.April.



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