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Leben mit Krebs

Leben mit einer Krebserkrankung im Alltag – wie geht das?

Anlässlich des Weltkrebstages lädt das ICCA am Klinikum Augsburg zu einer Informationsveranstaltung am 2. Februar ein (14 bis 18.30 Uhr).

Gelassenheit gehört zu den ersten Dingen, die einem Patienten abhandenkommen, der die Diagnose Krebs erhält. Aber wie heißt es immer? Es muss ja weitergehen. Es soll sogar. Da die immer erfolgreicheren Therapien bei Krebserkrankungen oft eine längere Zeit im Leben eines Betroffenen in Anspruch nimmt, sollte diese Zeit gut in den Alltag von Patienten, aber auch deren Angehörigen integriert werden. Dabei ist es vor allem wichtig, möglichst wenig vom gewohnten Leben auszublenden, raten Fachgesellschaften.

Das Expertenteam des Interdisziplinären Cancer Centers (ICCA) am Klinikum Augsburg hat aus Anlass des Weltkrebstages am 2. Februar eine Informationsveranstaltung zusammengestellt, die sich an Patienten und Angehörige sowie Interessierte richtet. Das Ziel ist es, dass nach dem Schreck der Diagnose und während sowie nach langen Behandlungsphasen auch wieder Freude, Glück und am Ende sogar Gelassenheit Einzug halten können in das Leben von Krebspatienten und deren Familien.

Ort: Klinikum Augsburg, Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg, Großer Hörsaal, 2. OG www.icca.de



GroKo: Auch Volker Ullrich bei Verhandlungen dabei

Neben Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl ist auch der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin aufgerufen

Bei den am Wochenende in Berlin gestarteten Koalitionsverhandlungen ist auch der Augsburger Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich dabei. Er verhandelt in der Arbeitsgruppe Innen, Recht, Verbraucherschutz und Bürgerbeteiligung. „Es stellt eine große Verantwortung dar, mitwirken zu dürfen. Gerade der Bereich der Rechts- und Innenpolitik ist derjenige, bei denen die Bürger zu Recht sehr hohe Erwartungen haben. Die Gewährleistung eines funktionierenden Rechtsstaats und die Innere Sicherheit gehören zu den Kernaufgaben des Staates. Hier werden die wichtigen Entscheidungen der nächsten vier Jahre getroffen“, so Ullrich heute in einer Stellungnahme.

In der Arbeitsgruppe Recht, Innen, Verbraucherschutz und Bürgerbeteiligung verhandeln neben Volker Ullrich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), der Bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU), der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), die  Innenminister von Hessen und Niedersachsen Peter Beuth (CDU) und Boris Pistorius (SPD) sowie weitere Kollegen von CDU, CSU und SPD. Mit der Berufung von Volker Ullrich in das Verhandlungsteam der CSU ist Augsburg damit neben Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl mit zwei Verhandlern bei den Koalitionsverhandlungen vertreten. „Damit ist unsere Stadt sicherlich überproportional bei den Verhandlungen vertreten“, so Ullrich. —- Foto: MdB Volker Ullrich



Mozart lebt – in der Mozartstadt Augsburg

Applaus aus dem Schwimmbecken und andere Erlebnisse mit Mozart im „Dunstkreis“ des Mozarthauses: Mit dem „Mozartfeschtle“ zeigt das Mozartbüro nun schon zum zweiten Mal, dass Musik in der Mozartstadt Augsburg allgegenwärtig sein kann – und soll. Es geht einem ähnlich wie bei der Langen Kunstnacht: Wohin bei so viel Angebot?

Von Halrun Reinholz

Mozarts Musik ...

Mozarts Musik an ungewöhnlichen Orten ...


Für das „Mozartfeschtle“, datumsmäßig passend zum Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, hat sich das Augsburger Mozartbüro wieder einiges einfallen lassen und die Ansätze des vergangenen Jahres noch ausgebaut. Mozart in jeder Lebenslage – das sollte wohl als Motto vermittelt werden. Wobei „Mozart“ streng genommen als pars pro toto für (hauptsächlich – aber keinesfalls nur) „klassische Musik“ steht. Musik erklang an diesem Wochenende demnach an allen denkbaren und auch außergewöhnlichen Orten. Zum Zuhören, zum Genießen und auch zum Mitmachen.

Den Anfang machte am Samstag Abend der spaßige „Wirtshaus-Jam“ in der Maximiliansklause, wo mitwirkende Musiker nach alter Tradition mit Naturalien (Brotzeit und Bier) entlohnt wurden. Der Sonntagmorgen konnte entweder mit einem musikalischen Gottedienst in Hl. Kreuz (der Augustana-Chor sang die Missa brevis von Leopold Mozart) oder mit Yoga im Kleinen Goldenen Saal begonnen werden. Frühstück mit Musik gab es im Café im Alten Stadtbad.

Ich entschied mich für das leckere Brunch im Aktif-Café zu Marimbaphon-Klängen von Dennis Egger in Begleitung des Schlagwerkers Moritz Schilling. Danach sicherte ich mir einen Platz in der Maximiliansklause in geduldiger Erwartung der Komponisten-Kochshow. Junge Künstler der Staatsoperette Dresden (Elke Kottmair, Andreas Sauerzapf und Bryan Rothfuss, am Klavier begleitet von Natalia Petrowski) zelebrierten humorvoll und musikalisch gekonnt, was Komponisten zu kulinarischen Themen („Möhlspeis“) eingefallen war.

und mit ungewöhnlichen Formaten (c) Christian Menkel

.. und mit ungewöhnlichen Formaten (c) Christian Menkel


Na ja, zur Not machten sie die Texte selbst dazu passend – gerade was Mozart anbelangt, ist nur wenig zu seinen kulinarischen Präferenzen dokumentiert. Doch das tut dem Spaß keinen Abbruch, den die vier (ein Amerikaner, ein Wiener, eine russische Pianistin und eine Augsburgerin – letztere  ist der Bezug zur Mozartstadt!) mit ihrer Show vermitteln. Die Maximiliansklause erwies sich als guter Mitspieler und servierte das Menü genau so, wie es die Sänger versprochen hatten. Ich eilte weiter zum Liliom, wo ich mir zwei Teile der Amazon Prime Serie „Mozart in the Jungle“ ansah. Eine sehr amerikanische Story um eine junge Oboistin, die sich ins Haifischbecken der Intrigen um die New Yorker Symphoniker begibt. Leider konnte ich die Handlung nicht weiter verfolgen,  denn es war Zeit für einen Kaffee, den ich mir im Alten Stadtbad zu Klängen des Trios 3bHolz aus zwei Klarinetten und einem Fagott (Lisa Riepl, Sebastian Thiel, Fangcheng Xie) genehmigte.

Dieselben Künstler erlebte ich dann später noch einmal in der Schwimmhalle des Alten Stadtbades. Sie standen auf der Galerie und versuchten, die Geräusche des Badebetriebs zu übertönen, was ihnen nicht wirklich gelang. Vielleicht hätte man da lieber Blechbläser einsetzen sollen?! Doch die Besucher applaudierten trotzdem dankbar aus dem Schwimmbecken und die besonders Schlauen hatten sich auf den Liegen postiert und genossen da eine weit bessere Akustik. Danach blieb zeitlich nur noch der Weg zu Tim Allhoffs Jazz-Improvisationen im Kleinen Goldenen Saal.

Mehr war für mich an diesem Tag nicht möglich und so habe ich vieles verpasst, was noch auf dem Programm stand: Die Zauberflöte als Papiertheater im Mozarthaus, das Chorsingen mit Peter Bader, das Menuett-Tanzen mit dem Ballettmeister des Theaters Armin Frauenschuh, die Straßenbahnfahrt mit „Klassik in vollen Zügen“, die Koch- oder Backanleitung für Mozarts Lieblings-Mehlspeisen im Grand Hotel Cosmopolis und auch das Eislaufen zu den Klängen der „Leopold Brass“. Ganz zu schweigen vom Kinderprogramm: der Schnitzeljagd „Wo ist Mozart?“, dem Musik-Workshop oder auch der Stadtführung auf den Spuren von Leopold Mozart. Jeder Punkt für sich vielversprechend und reizvoll.

Mit dem Programm wollten die Organisatoren nach eigener Aussage den Titel „Mozartstadt“ mit Leben füllen und für alle Augsburger erlebbar machen. Das ist ihnen zur sichtbaren Freude des Publikums gelungen. Vor allem auch, weil sie so viele Partner mit ins Boot holen konnten, die zum Beispiel als Veranstaltungsort zur Verfügung standen.

Bemerkenswert auch, dass sich die meisten Veranstaltungen im „Dunstkreis“ des Mozarthauses abspielten und der Fokus nicht wie sonst üblich am Rathausplatz lag. Ein kleiner Vorgeschmack auf das „echte“ Mozartfest im Mai, dessen Schwerpunkt dann doch wieder woanders liegt, nämlich in klassischen Festival-Aufführungen. An diesem Geburtstagswochenende gab es aber erst einmal Mozart für alle in der Mozartstadt. Sicher nicht zum letzten Mal, wie man hoffen darf.



Der AEV ist ein Depp

Der 1. FC Nürnberg und der Augsburger Eislaufverein haben zwei Dinge gemeinsam: die große Tradition und die Leidensfähigkeit der Fans. Wenn es der Club mal wieder zu bunt treibt, üben sich die „Clubberer“ in Ironie, indem sie auf dem Heimweg gen Himmel stöhnen: „Allmächt, der Clubb is a Debb!“

Von Siegfried Zagler

Die Augsburger Eishockey-Fans sind in dieser Hinsicht ähnlich gelassen: „O mei, o mei!“, könnten sie sagen, wenn man die Partie gegen Straubing Revue passieren lässt: Eishockey zum Abgewöhnen. Ohne seinen starken Goalie Olivier Roy hätte der AEV gegen das bessere Team aus Straubing deutlicher verloren. Straubing zeigte als abgeschlagener Tabellenletzter mehr Siegeswillen als die Augsburger Panther, die sich in der spannendsten DEL-Ligasaison aller Zeiten nicht stabil zeigen und nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Michael Davies, Trevor Parkes und Evan Trupp in keiner Phase der Partie einen Gang zulegen konnten, nicht konsequent finalisierten und sich immer wieder fahrige Aktionen in der Abwehr leisteten.

Gegen München gewinnen, aber gegen Straubing verlieren: Das lässt tief blicken. Nach der unterirdischen Straubing-Performance in der entscheidenden Phase des Ligabetriebs muss man festhalten, dass man langsam daran zweifeln muss, ob Mike Stewart beim AEV noch der richtige Mann an der Bande ist: Die Mannschaft wirkt ausgebrannt und gedanklich schwerfällig, mal wird die Scheibe zu lange gehalten, dann wieder überhastet und ungenau gespielt. Man kann als Panther-Fan viel verkraften, nicht aber einen abgeschlagenen Tabellenletzen, der im CFS spritziger, ideenreicher und kampfstärker auftritt als der AEV. Mit dieser merkwürdigen Vorstellung hat sich der AEV wohl von den Play offs verabschiedet. Man braucht schon viel Fanatasie, um sich vorstellen zu können, dass diese Panther in den letzten fünf Partien noch etwas reißen – zumal die Nachverpflichtung von Jordan Samuels-Thomas keine Qualitätsverbesserung bedeutet.

Das ist vor allem deshalb schmerzhaft, weil der AEV mit einem starken Team und berechtigterweise mit großen Ambitionen in die Saison gestartet ist.



Malzeit
300 Millionen
Buergerbueros