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AEV verliert gegen Straubing

Die Augsburger Panther mussten einen weiteren schweren Rückschlag im Kampf um die Playoffs hinnehmen. Gegen Schlusslicht Straubing Tigers unterlag der AEV trotz zweimaliger Führung am Ende im heimischen CFS mit 2:3. Die Treffer für die Panther erzielten vor 5.054 Zuschauern David Stieler (1.) und Daniel Schmölz (42.). Für Straubing waren Michael Connolly (29.), Mike Hedden (44.) und Jamie Bettauer (52.) erfolgreich.

Foto: Sport-in-Augsburg.de

Foto: Sport-in-Augsburg.de


Mike Stewart musste neben den langzeitverletzten Michael Davies und Trevor Parkes auch auf Evan Trupp verzichten. Jordan Samuels-Thomas feierte dagegen sein Debüt vor heimischer Kulisse. Und dabei konnte er gleich jubeln, denn noch in der ersten Spielminute gingen die Panther in Führung. Nach einem langen Pass von Gabe Guentzel bediente Matt White Stieler in der Mitte. Dessen Tip-In-Versuch parierte Sebastian Vogl zwar noch, aber im zweiten Versuch bugsierte Stieler den Puck über die Linie (1.).

Anschließend kam von den Hausherren aber wenig und die Tigers waren das bessere Team. Roy musste gleich mehrfach sein ganzes Können aufbieten, um den schnellen Ausgleich zu verhindern. Gegen Maurice Edwards beispielsweise riskierte er Kopf und Kragen, vereitelte die Großchance aber (3.). Die Panther wurden erst nach mehr als zehn Minuten wieder gefährlich. Samuels-Thomas (11.), Daniel Schmölz und Drew LeBlanc (je 13.) gelang der zweite Treffer aber nicht. Auch in Überzahl verpassten es die Panther, trotz Möglichkeiten von T.J. Trevelyan und Simon Sezemsky (je 17.) nachzulegen, so dass es mit der knappen Führung ins zweite Drittel ging.

Insgesamt sahen die Zuschauer eine Partie auf einem niedrigen DEL-Niveau und dies änderte sich auch im Mitteldrittel nicht. Und auch die Führung des AEV war bald weg, denn bei angezeigter Strafe glich Connolly aus dem Hinterhalt zum 1:1 aus (29.).

Hedden kontert erneute AEV-Führung

  Team GP
Spiele
PTS
Punkte
DIFF
Tordifferenz
W
Siege
OTW
Siege Verlängerung
SOW
Siege Penaltyschießen
L
Niederlagen
OTL
Niederlagen Verlängerung
SOL
Niederlagen Penaltyschießen
01 EHC Red Bull München RBM 52 107 183-128 30 4 2 11 4 1
02 Eisbären Berlin EBB 52 101 169-131 29 2 2 13 1 5
03 Thomas Sabo Ice Tigers NIT 52 100 152-126 25 5 5 12 3 2
04 ERC Ingolstadt ING 52 79 147-137 20 4 2 19 4 3
05 Adler Mannheim MAN 52 78 151-149 21 1 5 22 2 1
06 Kölner Haie KEC 52 77 148-142 21 5 0 22 1 3
07 Grizzlys Wolfsburg WOB 52 76 153-146 19 3 3 20 5 2
08 Iserlohn Roosters IEC 52 76 138-154 21 3 3 24 1 0
09 Pinguins Bremerhaven BHV 52 75 146-163 21 4 0 23 2 2
10 Schwenninger Wild Wings SWW 52 74 123-130 19 5 2 23 2 1
11 Düsseldorfer EG DEG 52 68 133-154 17 2 2 22 7 2
12 Augsburger Panther AEV 52 65 151-158 17 2 2 25 1 5
13 Straubing Tigers STR 52 61 137-177 17 0 2 27 2 4
14 Krefeld Pinguine KEV 52 55 141-177 11 2 4 25 7 3
D
ie Panther reagierten und spielten entschlossener nach vorne, aber Straubing hielt mit Einsatz dagegen und verteidigte das eigene Tor clever. Tore fielen im richtig schwachen zweiten Durchgang keine.

Im Schlussdrittel sollte sich das ändern. Der AEV ging zum zweiten Mal in Führung, als Schmölz einen Handgelenksschuss von Valentine unhaltbar abfälschte (42.). Lange währte der Jubel allerdings nicht, denn Straubing hatte durch Hedden kurz danach eine Antwort parat (44.). Die Panther hatten in Überzahl wenig später mehrfach die Chance auf das 3:2, aber während eines starken Powerplays scheiterte Simon Sezemsky zunächst an Vogl und beim Nachschuss verfehlte LeBlanc das leere Tor und traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (je 49.).

Straubing trifft durch Bettauer

Die Panther bestimmten nun eindeutig das Spiel, aber mitten in diese Drangphase traf das Schlusslicht nach einem Abwehrfehler durch Bettauer zum 2:3 (52.). Die Hausherren antworteten mit wütenden Attacken, aber Mark Cundari scheiterte zweimal an Vogl (53., 54.) und auch Samuels-Thomas konnte den Straubinger Goalie nicht bezwingen (57.). Die Panther versuchten bis zum Schluss alles und nahmen auch Roy vom Eis, aber die Tigers brachten den Dreier über die Zeit.

Für die Panther stehen nun vor der Olympia-Pause noch zwei Duelle auf dem Programm: Am Mittwoch muss das Stewart-Team bei den Eisbären Berlin ran, am kommenden Freitag gibt der ERC Ingolstadt seine Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion ab.



Linke: Frederik Hintermayr neuer Kreisvorsitzender

Am gestrigen Samstag wählten die Mitglieder der Augsburger Linken auf ihrer Jahreshauptversammlung einen neuen Kreisvorstand.
Der langjährige Kreisvorsitzende Cengiz Tuncer war nicht mehr angetreten. Mit knapp 90 Prozent der Stimmen wurde sein bisheriger Stellvertreter, Bezirksrat Frederik Hintermayr zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 25-jährige Hintermayr gab zu seiner Wahl folgendes Statement ab: „Ich freue mich über das eindeutige Ergebnis der Versammlung und bin überzeugt davon, dass wir die Erfolgsgeschichte der Augsburger Linken fortsetzen können.” Auf dem zwei Wochen zurückliegenden Neujahrsempfang der Augsburger Linken mit Festredner Bodo Ramelow kritisierte Hintermayr die Politik der Stadtregierung scharf und bezeichnete die Wohnungspolitik der Stadt als “kackblöd”. Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte der Kreisverband der Augsburger Linken sein bisher bestes Ergebnis. In aktuellen Umfragen zur Bayern-Wahl im Oktober 2018 befinden sich die Linken dagegen lediglich bei drei Prozent. — Foto: Frederik Hintermayr (Archiv).


Stadtrat: Thorsten Kunze wird Mitglied bei der CSU-Fraktion

Die Wechselspielchen im Augsburger Stadtrat gehen weiter: Thorsten Kunze (parteilos) wechselt zur CSU-Fraktion.

Stadtrat Thorsten Kunze (c) DAZ

Stadtrat Thorsten Kunze (c) DAZ


In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der parteilose Stadtrat Thorsten Kunze in die CSU-Fraktion eingetreten ist. Ein späterer Parteieintritt sei ausgemachte Sache, wie es heißt. Damit ist die CSU-Fraktion auf 28 Stadträte angewachsen: Markus Arnold kam von der FDP, Rolf Rieblinger und Dimitrios Tsantilas kehrten von der CSM zur CSU zurück, AfD-Stadtrat Marc Zander trat bei der CSU ein und nun auch Thorsten Kunze, der bereits im April 2017 aus der AfD austrat und lange parteilos blieb. Die CSU erhielt bei der Kommunalwahl 2014 23 Stadtratssitze.

Von 60 Stadträten, die sich im Mai 2014 zur Konstituierung des Stadtrats im Augsburger Rathaus einfanden, sind zwei sehr früh ausgeschieden und durch Nachrücker ersetzt worden (Thorsten Kunze kam für Alexander Bolkart bei der AfD und Dimitrios Tsantilas für Hermann Weber bei der CSM). Neun Stadträte haben innerhalb der laufenden Stadtratsperiode ihr ursprüngliches Lager verlassen, einer blieb parteilos (Alexander Süßmair, der kürzlich bei den Linken austrat), einer gründete mit der WSA eine neue Wählerliste (Peter Grab). Sieben Stadträte wechselten das politische Lager: Tsantilas und Rolf Rieblinger gingen von der CSM wieder zur CSU zurück, Claudia Eberle wechselte von der CSM zu Pro Augsburg, Thomas Lis von der AfD zu Pro Augsburg, Markus Arnold von der FDP zur CSU und Marc Zander von der AfD zur CSU und nun wechselte auch Thorsten Kunze mit Verzögerung zur CSU, deren Fraktionsstärke von 23 Sitzen auf 28 anstieg, während sich eine Partei verabschiedete (FDP), eine Wählerliste (CSM) sich komplett auflöste und die AfD sich von vier Stadträten auf einen Stadtrat verkleinerte.

Noch vor Ostern ist nach Informationen der DAZ mit einem Wechsel der beiden CSU-Stadträte Thorsten Große und Rainer Schaal zur FDP zu rechnen.