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Augsburger Jusos bleiben bei ihrem Nein zur Großen Koalition

“GroKo? Nein danke!“ – Dafür wollen sich die Augsburger Jusos weiterhin einsetzen

Am Sonntag, den 21. Januar, hat der Parteitag der SPD in Bonn eine Entscheidung für den Weg der Regierungsbildung in Deutschland getroffen: Mit einem knappen Ergebnis hat sich die Mehrheit der Delegierten und Vorstandsmitglieder (56,4 Prozent) für Koalitionsverhandlungen mit der CDU und CSU ausgesprochen.

Die Augsburger Jusos lehnen eine Neuauflage der „GroKo“ dennoch weiterhin ab. „Wir haben auf einen anderen Ausgang gehofft, aber wir respektieren die Entscheidung der Delegierten“, so Silke Högg, die Augsburger Juso-Chefin. „Wie unser Bundesvorsitzender Kevin Kühnert sehen wir keine Basis mehr für eine Fortsetzung der Großen Koalition. Deshalb wollen die Jusos in den kommenden Wochen dafür Überzeugungsarbeit leisten, dass es für die Menschen in Deutschland besser sei, wenn die SPD für eine „GroKo“-Neuauflage nicht zur Verfügung stünde. “Insbesondere junge Menschen sind nach der Ankündigung von Martin Schulz, dass die SPD in keine weitere Große Koalition geht, mit großer Begeisterung in die Partei eingetreten. Nach dem Einverständnis des Parteitags, die Koalitionsgespräche mit der Union zu führen, haben wir weitere Prozentpunkte verloren. Dieses ‘weiter so’ haben wir nicht nur satt, sondern dieses ‚weiter so‘ wird die SPD auch nicht voranbringen”, so Högg.



AEV gewinnt gegen München!

Der AEV hat in einem schnellen und kampfbetonten Derby vor 4.792 Zuschauern den EHC Red Bull München im Curt-Frenzel-Stadion mit 4:1 geschlagen. Bis knapp sechs Minuten vor dem Ende lag der AEV noch zurück, dann trafen T.J. Trevelyan (55.), Daniel Schmölz (56., 58.) und Matt White (56.). Das Tor für den Tabellenführer erzielte Frank Mauer (28.).

Foto (c) Sport-in-Augsburg.de

Foto (c) Sport-in-Augsburg.de


Mike Stewart konnte auf das gleiche Team zurückgreifen wie zuletzt. Die gegen Krefeld verletzt ausgeschiedenen Drew LeBlanc, Jaroslav Hafenrichter und Arvids Rekis wurden rechtzeitig fit. Die Langzeitverletzten Trevor Parkes und Michael Davies fehlten erwartungsgemäß im Kader und im Tor stand erneut Olivier Roy.

Den Panthern war das Selbstvertrauen nach dem Kantersieg gegen Krefeld deutlich anzumerken. Die Hausherren spielten mutig nach vorne und hatten durch LeBlanc (5.) und David Stieler (6.) gute erste Möglichkeiten. Auf der Gegenseite tauchte Jason Jaffray vor Roy auf, scheiterte aber am Schlussmann des AEV (7.). Generell boten beide Teams in den ersten zehn Minuten Eishockey auf allerhöchstem Niveau. Das Spiel hatte alles, was das Herz begehrt: Torraumszenen, harte Checks, schnelle Kombinationen und es ging hin und her. Auch danach blieb es hochklassig, aber die Chancen wurden etwas seltener. In Überzahl hatte T.J. Trevelyan aber dann die XXL-Chance zur Augsburger Führung. David Leggio wehrte einen Schuss von Brady Lamb ab, Trevelyan stand goldrichtig, aber irgendwie konnte Leggio den Nachschuss auch noch abwehren (17.).

Mauer trifft für München

  Team GP
Spiele
PTS
Punkte
DIFF
Tordifferenz
W
Siege
OTW
Siege Verlängerung
SOW
Siege Penaltyschießen
L
Niederlagen
OTL
Niederlagen Verlängerung
SOL
Niederlagen Penaltyschießen
01 EHC Red Bull München RBM 52 107 183-128 30 4 2 11 4 1
02 Eisbären Berlin EBB 52 101 169-131 29 2 2 13 1 5
03 Thomas Sabo Ice Tigers NIT 52 100 152-126 25 5 5 12 3 2
04 ERC Ingolstadt ING 52 79 147-137 20 4 2 19 4 3
05 Adler Mannheim MAN 52 78 151-149 21 1 5 22 2 1
06 Kölner Haie KEC 52 77 148-142 21 5 0 22 1 3
07 Grizzlys Wolfsburg WOB 52 76 153-146 19 3 3 20 5 2
08 Iserlohn Roosters IEC 52 76 138-154 21 3 3 24 1 0
09 Pinguins Bremerhaven BHV 52 75 146-163 21 4 0 23 2 2
10 Schwenninger Wild Wings SWW 52 74 123-130 19 5 2 23 2 1
11 Düsseldorfer EG DEG 52 68 133-154 17 2 2 22 7 2
12 Augsburger Panther AEV 52 65 151-158 17 2 2 25 1 5
13 Straubing Tigers STR 52 61 137-177 17 0 2 27 2 4
14 Krefeld Pinguine KEV 52 55 141-177 11 2 4 25 7 3
A
uch im Mitteldrittel schenkten sich beide Teams nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Doch trotz Chancen auf beiden Seiten wollte lange kein Treffer fallen. Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe die Gäste einen groben Fehler in der AEV-Defensive zur Führung durch Mauer ausnutzten. Dabei blieb es trotz weiterer Möglichkeiten auch nach 40 Minuten.

Das Schlussdrittel begannen die Panther mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Doch die sonstige Spezialität der Panther sollte zunächst an diesem Abend nicht greifen und man musste das Schlimmste befürchten, denn die Augsburger ließen vier Minuten Überzahl ohne nennenswerte Torchance verstreichen. Glücklicherweise ließ der AEV bei numerischer Gleichzahl nicht nach und blieb weiterhin am Drücker. Leggio im Tor der Münchner erwischte einen überragenden Tag und machte auch einen von LeBlanc abgefälschten Schuss (45.) zunichte. Auch gegen Hans Detsch aus kürzester Distanz blieb der Münchner Goalie Sieger (50.). Doch dann folgte etwas, wovon man am Schleifgraben lange geträumt hatte: München wurde mit vier Toren in vier Minuten abgeschossen.

AEV trifft viermal in vier Minuten

Sechs Minuten vor dem Schluss doch ein Panther-Tor in Überzahl: München brachte den Puck nicht aus dem Drittel und Trevelyan blieb vor Leggio eiskalt und netzte zum 1:1 ein (55.). Das Publikum tobte und es sollte noch besser kommen, als Schmölz ein Solo direkt zur Führung abschloss (56.). Und wiederum nur 32 Sekunden danach stand es sogar 3:1, als White einen Konter eiskalt abschloss (56.). Das Staduion stand Kopf. München nahm den Torhüter früh vom Eis und Schmölz machte mit seinem Schuss ins leere Tor zum 4:1 Endstand alles klar (58.).

Für die Panther geht es nun am Donnerstag mit dem unheimlich wichtigen Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings weiter. Am Sonntag geben die Straubing Tigers ihre Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion ab.