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Gundremmingen: Block B geht vom Netz

Nach knapp 34 Jahren Laufzeit ist heute Nachmittag Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet worden.



Heute morgen wurde die Abschaltung vorbereitet und die Leistung langsam heruntergefahren. Gegen Mittag wurde die Turbine abgeschaltet. Ab ersten Januar 2018 ist nach 33 Jahren Schluss mit diesem Block, der seit 1984 330 Milliarden KW-Stunden Strom produziert hat. Zwei Monate bleiben die radioaktiven Brennelemente im Reaktor, danach werden sie im Zwischenlager auf dem Gelände des Kernkraftwerks in Gundremmingen deponiert. Der baugleiche Block C bleibt bis 31. Dezember 2021 in Betrieb. Der 1966 in Betrieb genommene Block A wurde bereits 1977 abgeschaltet und ist seit 1983 abgebaut.

Die Abschaltung des Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Sie war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 beschlossen worden, so wie bei allen anderen bundesrepublikanischen damals noch aktiven Atomkraftwerken. Gundremmingen, zirka 40 Kilometer von Augsburg entfernt, war bis heute der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren.



Linke: Süßmaier soll Stadtratsmandat abgeben

Stadtrat Alexander Süßmair hat gestern für die Parteiführung völlig überraschend seinen Austritt aus der Partei Die Linke erklärt. Dazu hat sich nun der Kreisvorsitzende Cengiz Tuncer erklärt.
„Ich schätze Alexander Süßmair persönlich und möchte ihm Dank und Anerkennung für sein langjähriges Wirken für Die Linke aussprechen“, so Tuncer, der sein Unverständnis über Süßmairs Austritt zum Ausdruck bringt: „Ich kann Alexander Süßmairs Beweggründe nicht nachvollziehen. Unser Kreisverband  hat heute so viele Mitglieder wie nie zuvor, einen hohen Aktivitätsgrad der Basis und konnte bei der Bundestagswahl 2017 das beste Ergebnis seit Bestehen erreichen. Diese Erfolge nun schlechtreden zu wollen ist vorgeschoben. Als Vorsitzender der Augsburger Linken erwarte ich von unserem ehemaligen Genossen, dass er das über unsere Liste bei der letzten Kommunalwahl errungene Stadtratsmandat abgibt.“ — Foto: Alexander Süßmair


Jahresrückblick von Attac

Attac-Augsburg bewertet in einem Jahresrückblick das Jahr 2017 als ein „ganz besonderes“.

„Wir konnten 2017 Bürgerrechte für ganz Bayern erweitern, ein Bürgerbegehren nachträglich gewinnen und Grundlagen für eine dezentrale Energiewende entwickeln. Attac-Augsburg hat deutlich gemacht, dass gerade durch eine außerparlamentarische Bewegung Erfolge zu erreichen sind. „Man kann eh nichts tun“ stimmt nicht. Gemeinsam mit anderen Menschen für Menschen- und Bürgerrechte einzutreten hilft nicht nur der Gesellschaft sondern auch der eigenen Person, um höhere Zufriedenheit zu empfinden.“ So das Statement der Gruppierung, die auf über 100 Treffen und 30 Veranstaltungen zurückblickt.

Viele Aktive hätten dazu beigetragen, dass sich die Solidarische Landwirtschaft entwickle, hätten sich in der globalisierungskritischen Friedensarbeit eingebracht. „In Festen und anderen Begegnungen wird viel auf das zwischenmenschliche Miteinander Wert gelegt, um einen Schritt weiter zu kommen auf einem Weg, der den Menschen und nicht das Geld und den Profit in den Mittelpunkt stellt“, wie es im Attac-Statement zum Jahresausklang heißt. Weitere Informationen zur Augsburger Attac-Gruppe befinden sich hier.