DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Ehemaliges Stadtarchiv steht vor Verkauf

Die Stadt Augsburg verkauft wohl das Anwesen „Fuggerstraße 12“, in dem über 100 Jahre das Augsburger Stadtarchiv untergebracht war. Dieser Beschluss wurde am heutigen Mittwoch im Wirtschaftsausschuss gegen drei Stimmen bewilligt. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat auf seiner morgigen Sitzung.

Fuggerstraße 12

Fuggerstraße 12 (c) DAZ


Käufer ist nach Informationen der DAZ Medienunternehmer Ulrich Kubak (Klassik Radio). Kubak hat vor, den Augsburger Verwaltungssitz des Unternehmens (Hotelturm) und das Hamburger Sendezentrum in diesem Gebäude zusammenzuführen. Für den Fall, dass dies nicht binnen fünf Jahren geschehen sollte, hat sich die Stadt ein Wiederkaufsrecht zugesichert. Die Stadt verspricht durch den Verkauf des Anwesens an den Augsburger Medienunternehmer hochqualifizierte Arbeitsplätze und eine Bereicherung der Kultur- und Medienlandschaft in der Augsburger Innenstadt. Mittels Kaufvertrag soll Kubak quasi dazu verpflichtet werden, seine Pläne auch umzusetzen. Die Verkaufssumme liegt bei zirka 2,7 Millionen Euro. Die anstehenden Sanierungskosten liegen geschätzt zwischen vier und fünf Millionen Euro.

Nach dem Auszug des Stadtarchivs (2014) beherbergt das Gebäude die städtische Bauaktenverwaltung sowie die Schneiderei und den Fundus des Stadttheaters. Die Stadttheater-Ableger sollen im Sommer 2018 ins Gaswerk umziehen. Ursprünglich hatte die Stadt vor, das Anwesen so zu nutzen, dass es für die Bürger zugänglich bleibt. Das Kulturamt dort anzusiedeln, stand als Idee im politischen Raum.

Das Gebäude wurde als Wohnhaus gebaut und der Stadt 1903 von Ernst Forster ohne Nutzungsauflagen geschenkt. Es gehört zu der von Ludwig Leybold geplanten „Ringstraße“ um die Altstadt. Es handelt sich um einen sogenannten „Neorenaissance-Bau“, der 1885 von Max Treu errichtet wurde.



AEV glänzt in Mannheim

Die Augsburger Panther haben nach der vielleicht besten Saisonleistung einen wichtigen Auswärtssieg im Kampf um die Playoffs gefeiert. Bei den Adler Mannheim setzten sich die Panther völlig verdient mit 5:1 durch. Die Treffer für den AEV erzielten Arvids Rekis (10.), Gabe Guentzel (12.), Evan Trupp (17.), Trevor Parkes (27.) und Matt White (30.). Für Mannheim war Chad Kolarik (32.) erfolgreich.

Mike Stewart stellte sein Team trotz der soliden Leistung in Köln etwas um. Aleksander Polaczek fehlte weiterhin, aber Christian Kretschmann kehrte genauso ins Team zurück wie Michael Davies. Olivier Roy musste dafür als überzähliger Ausländer auf die Tribüne und im Tor setzte der Coach auf Jonathan Boutin. Wirklich viel zu tun hatte Boutin im ersten Durchgang aber nicht. Zwar kam Mannheim ordentlich ins Spiel, aber die Defensive der Gäste stand hervorragend und ließ im Grunde nur Distanzschüsse wie beispielsweise von Aaron Johnson zu (5.). Diese waren für Boutin aber leichte Beute. Deutlich stärker im Mittelpunkt stand Dennis Endras auf der anderen Seite, der herausragend gegen Parkes abwehren konnte (6.). Zuvor hatten schon Davies (4.) und Thomas Holzmann (5.) gute Chancen, so dass die Führung wenig später nicht unverdient war.

Panther treffen dreifach

Torschütze war Rekis, der aus der Distanz abzog und den Puck direkt neben den rechten Pfosten setzte (10.). Im Powerplay legte der AEV kurz danach sogar nach, als Guentzel im Slot bedient wurde und eiskalt einnetzte (12.). Doch die Panther ruhten sich nicht auf der Führung aus und konnten weiter erhöhen. Mark Cundari und Steffen Tölzer hielten die Scheibe stark im Mannheimer Drittel und am Ende gelang Trupp – erneut aus dem Slot – das 0:3 (17.). Damit war der Abend von Endras beendet – für den Ex-Augsburger kam Chet Pickard ins Tor der Mannheimer.

Kurz nach Wiederbeginn konnte sich Pickard gegen Parkes erstmals auszeichnen (21.) und wehrte auch einen Alleingang von White herausragend ab (25.). Zwar waren die Adler im zweiten Drittel zu Beginn das aktivere Team, aber die Gäste blieben bei Kontern immer gefählich und legten sogar weiter nach.

Parkes und Whiter erhöhen weiter

Drew LeBlanc brachte die Scheibe zum Tor, Parkes behauptete sich gegen Dennis Reul und blieb vor Pickard eiskalt und schoss zum 0:4 ein (27.). In Überzahl gelang dem AEV nach einem satten Schlagschuss von White sogar der fünfte Treffer (30.). Genau zwei Minuten später konnten aber auch die Hausherren einnetzen, als Kolarik einen Schuss von Nikolai Goc unhaltbar abfälschte und Boutin war erstmals geschlagen (32.). In Unterzahl jubelten die Mannheimer erneut, aber die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer von Andrew Desjardins die Anerkennung, da er mit dem Schlittschuh erzielt wurde (37.). So blieb es beim 1:5 und zu Beginn des Schlussdrittels sorgte Boutin auch weiterhin dafür, dass keine Spannung aufkam. Der Panthergoalie wehrte stark gegen Marcel Goc (47.) und Kolarik (48.) ab, die frei vor ihm auftauchten.

AEV bringt Sieg über die Zeit

Die Panther verwalteten das Ergebnis nun, blieben bei Kontern aber stets brandgefährlich. So scheiterte T.J. Trevelyan alleine vor Pickard (49.) und Kretschmann traf nur den Pfosten (50.). Auch die Adler trafen in Person von David Wolf noch Eisen (56.), belohnten sich für ihre Bemühungen im dritten Abschnitt aber nicht mehr.

Für die Panther geht es am Samstag bei den Straubin Tigers letztmals vor Weihnachten um Punkte. Anschließend steht am kommenden Dienstag ein Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings auf dem Programm.