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CSU: Söder soll Ministerpräsident werden; Seehofer bleibt Parteichef

Der monatelange Führungsstreit der CSU fand am gestrigen Montag ein vorläufiges Ende: Horst Seehofer tritt im ersten Quartal des kommenden Jahres als Ministerpräsident zurück, um dieses Amt für Markus Söder zu räumen. Seehofer bleibt weiter Parteivorsitzender.

Darauf verständigten sich die beiden CSU-Lager und beschworen nach langen Querelen um die Parteiführung eine neue Geschlossenheit. Einstimmig sprachen sich die CSU-Landtagsfraktion und der Parteivorstand am gestrigen Montag für Söder aus. Söder soll den Wahlkampf 2018 als amtierender Ministerpräsident bestreiten und Seehofer soll weiter Parteivorsitzender bleiben. In der CSU wurde diese Entscheidung mit Erleichterung aufgenommen. Die CSU Augsburg begrüßt die Beschlüsse der Landtagsfraktion und des Parteivorstandes: „Ab jetzt kann wieder auf den Zusammenhalt als Markenzeichen der CSU gebaut werden“, wie es in einer Stellungnahme heißt. – CSU-Bezirksvorsitzender und Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, zeigte sich am Montagvormittag erfreut: „Hohen Respekt verdient dabei insbesondere die menschliche Größe Seehofers für dessen richtungsweisende Entscheidung.“

Der Augsburger CSU-Bezirk begrüßt darüber hinaus, dass Horst Seehofer am Parteitag Mitte Dezember erneut als Vorsitzender vorgeschlagen wird. „Es ist wichtig, dass Seehofer gestärkt zu den Koalitionsverhandlungen nach Berlin fahren könne, um die bayerischen Interessen bestmöglich vertreten und durchsetzen zu können“, ist sich der geschäftsführende Bezirksvorstand einig.

Die gerade Linie des CSU-Bezirksverbands Augsburg, die diesbezüglich in den letzten Wochen gefahren wurde, ist demnach die absolut richtige Entscheidung gewesen“, betont Bezirksvorsitzender Hintersberger.

—- Foto: Johannes Hinterberger, Markus Söder, Kurt Grib (v.l.) DAZ-Archiv


Forum für Klimaschutz: Die Augsburger Klimakonferenz

Die Stadt Augsburg lädt am Mittwoch, 6. Dezember, zur Augsburger Klimakonferenz ein

Geladen sind Fachleute aus der Region Augsburg im Bereich „Klimaschutz“. Die Konferenz ist ein wichtiges Instrument des Augsburger Klimadialog 2020 – des städtischen Klimaschutzprogramms. Dieses entstand in einem Beteiligungsverfahren und wird auch in diesem Sinne fortgeführt. Nicht nur Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt, sondern auch die Verknüpfung mit dem regionalen Klimaschutz steht in diesem Jahr im Mittelpunkt.

„Die Kommunen spielen eine wichtige Rolle“, so Hans Peter Koch, Leiter des städtischen Umweltamtes, „denn Städte und Gemeinden gestalten den Umweltschutz vor Ort“. Die Augsburger Klimakonferenz ist ein Forum für Antworten unter anderem auf Fragen, wie es um den Klimaschutz in Augsburg steht, was sich seit der letzten Konferenz 2015 getan hat oder wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln.

„Denn es gibt nicht beeinflussbare Änderungen, beispielsweise in der Gesetzgebung auf Bundesebene, die die Umsetzung vor Ort maßgeblich beeinflussen können“, so Umweltreferent Reiner Erben. Der Umweltausschuss der Stadt Augsburg setzte im Juni 2016 mit seinem Beschluss des „Klimadialog 2020“ den entsprechenden Rahmen, auf äußere Einflüsse flexibel einzugehen. Die Maßnahmen des Klimadialogs umfassen Energieberatung und quartiersbezogene Sanierungsinitiativen, wie die Energiekarawane oder die energetische Optimierung von Gewerbegebieten. Gemeinsame Zusammenarbeit besteht mit Partnern, wie beispielsweise der Handwerkskammer für Schwaben oder den Stadtwerken Augsburg.

Weitere Informationen gibt es hier.



DEL: Panther stark aber glücklos gegen Nürnberg

Die Niederlagenserie der Augsburger Panther fand auch im Derby gegen die Thomas Sabo Ice Tigers ihre Fortsetzung. Der AEV verlor trotz 2:0-Führung am Ende mit 2:3. Dabei nagelten die Pantherakteure den Puck insgesamt viermal an Pfosten oder Latte. Die Treffer für die Mannschaft von Trainer Mike Stewart erzielten Matt White und Trevor Parkes (je 14.). Für Nürnberg waren Milan Jurcina (27.), Dane Fox (28.) und Leonhard Pföderl (42.) erfolgreich.

Valentine kehrt zurück – Meisner im Tor – AEV mit Doppelschlag

Stewart musste weiter auf Aleksander Polaczek und Steffen Tölzer verzichten. Scott Valentine kehrte dagegen nach überstandener Verletzung ins Team zurück. Dafür musste Olivier Roy als überzähliger Ausländer auf die Tribüne. Im Tor erhielt Ben Meisner das Vertrauen, Jonathan Boutin saß auf der Bank. Im ersten Drittel stand aber vor allem Nürnbergs Torhüter Niklas Treutle im Mittelpunkt, denn der AEV dominierte den Durchgang. Bereits nach fünf Minuten fälschte Parkes einen Schuss von Gabe Guentzel an den Pfosten ab. Zudem parierte Treutle stark gegen Mark Cundari (12.) und White (13.). Kurz danach folgte aber die hochverdiente Führung. In Überzahl setzte White die Scheibe unter die Querlatte (14.). Und der AEV blieb dran: Nur Sekunden nach dem 1:0 traf David Stieler die Latte (14.). Doch Parkes gelang – immer noch in der 14. Minute – doch das 2:0, als er Treutle mit einem trockenen Handgelenksschuss keine Abwehrchance ließ (14.).

Zwei Minuten später setzte Jaroslav Hafenrichter den Puck ein weiteres Mal an den Pfosten – es war der dritte Schuss ans Eisen der Hausherren (16.). Die Gäste kamen im ersten Spielabschnitt nur einmal wirklich gefährlich vor das Tor von Meisner, als der Panthergoalie stark gegen Pascal Dupuis abwehren konnte (19.).

Panther dreimal ans Eisen

Insgesamt waren die Ice Tigers mit dem Zwischenstand von 2:0 äußerst gut bedient, denn die Gastgeber hätten höher führen müssen. Im Mitteldrittel schalteten die Gäste aber einen Gang nach oben und kamen auch prompt zu Möglichkeiten. John Mitchell setzte die Scheibe kurz nach Wiederbeginn noch knapp neben das Tor (21.), aber Nürnberg war nun im Spiel. Und nach einer schönen Kombination gelang Jurcina auch der mittlerweile nicht unverdiente Anschlusstreffer (27.). 102 Sekunden später gelang den Ice Tigers sogar der Ausgleich, als Fox den Puck durch die Beine von Meisner ins Tor beförderte (28.).

Nürnberg gleicht aus – White an den Pfosten – Pföderl entscheidet das Spiel

Das Spiel war nun völlig offen und beide Teams hatten Chancen auf weitere Treffer. Die beste hatten die Panther als White – wie sollte es anders sein – ein weiteres Mal den Pfosten traf (34.). Die Entscheidung musste also im dritten Drittel fallen und dort gelang den Gästen die erstmalige Führung. Pföderl traf kurz nach Ablauf einer Pantherstrafe zum 2:3 (42.). Und dieses Tor sollte den Franken zum Sieg reichen, denn das Tor der Ice Tigers schien an diesem Abend wie vernagelt.

Cundari (48., 54.), Parkes (51.), Drew LeBlanc (53.) und Daniel Schmölz (57.) hatten zwar mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger, aber Treutle ließ keinen weiteren Treffer zu.

Für den AEV geht es am kommenden Freitag mit einem weiteren Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters weiter. Am kommenden Sonntag müssen die Panther bei den Krefeld Pinguinen ran.