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Gundremmingen: Block B geht vom Netz

Nach knapp 34 Jahren Laufzeit ist heute Nachmittag Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet worden.



Heute morgen wurde die Abschaltung vorbereitet und die Leistung langsam heruntergefahren. Gegen Mittag wurde die Turbine abgeschaltet. Ab ersten Januar 2018 ist nach 33 Jahren Schluss mit diesem Block, der seit 1984 330 Milliarden KW-Stunden Strom produziert hat. Zwei Monate bleiben die radioaktiven Brennelemente im Reaktor, danach werden sie im Zwischenlager auf dem Gelände des Kernkraftwerks in Gundremmingen deponiert. Der baugleiche Block C bleibt bis 31. Dezember 2021 in Betrieb. Der 1966 in Betrieb genommene Block A wurde bereits 1977 abgeschaltet und ist seit 1983 abgebaut.

Die Abschaltung des Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Sie war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 beschlossen worden, so wie bei allen anderen bundesrepublikanischen damals noch aktiven Atomkraftwerken. Gundremmingen, zirka 40 Kilometer von Augsburg entfernt, war bis heute der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren.



Linke: Süßmaier soll Stadtratsmandat abgeben

Stadtrat Alexander Süßmair hat gestern für die Parteiführung völlig überraschend seinen Austritt aus der Partei Die Linke erklärt. Dazu hat sich nun der Kreisvorsitzende Cengiz Tuncer erklärt.
„Ich schätze Alexander Süßmair persönlich und möchte ihm Dank und Anerkennung für sein langjähriges Wirken für Die Linke aussprechen“, so Tuncer, der sein Unverständnis über Süßmairs Austritt zum Ausdruck bringt: „Ich kann Alexander Süßmairs Beweggründe nicht nachvollziehen. Unser Kreisverband  hat heute so viele Mitglieder wie nie zuvor, einen hohen Aktivitätsgrad der Basis und konnte bei der Bundestagswahl 2017 das beste Ergebnis seit Bestehen erreichen. Diese Erfolge nun schlechtreden zu wollen ist vorgeschoben. Als Vorsitzender der Augsburger Linken erwarte ich von unserem ehemaligen Genossen, dass er das über unsere Liste bei der letzten Kommunalwahl errungene Stadtratsmandat abgibt.“ — Foto: Alexander Süßmair


Jahresrückblick von Attac

Attac-Augsburg bewertet in einem Jahresrückblick das Jahr 2017 als ein “ganz besonderes”.

“Wir konnten 2017 Bürgerrechte für ganz Bayern erweitern, ein Bürgerbegehren nachträglich gewinnen und Grundlagen für eine dezentrale Energiewende entwickeln. Attac-Augsburg hat deutlich gemacht, dass gerade durch eine außerparlamentarische Bewegung Erfolge zu erreichen sind. “Man kann eh nichts tun” stimmt nicht. Gemeinsam mit anderen Menschen für Menschen- und Bürgerrechte einzutreten hilft nicht nur der Gesellschaft sondern auch der eigenen Person, um höhere Zufriedenheit zu empfinden.” So das Statement der Gruppierung, die auf über 100 Treffen und 30 Veranstaltungen zurückblickt.

Viele Aktive hätten dazu beigetragen, dass sich die Solidarische Landwirtschaft entwickle, hätten sich in der globalisierungskritischen Friedensarbeit eingebracht. “In Festen und anderen Begegnungen wird viel auf das zwischenmenschliche Miteinander Wert gelegt, um einen Schritt weiter zu kommen auf einem Weg, der den Menschen und nicht das Geld und den Profit in den Mittelpunkt stellt”, wie es im Attac-Statement zum Jahresausklang heißt. Weitere Informationen zur Augsburger Attac-Gruppe befinden sich hier.



Herz aus Gold: Was uns 2018 erwartet und worauf wir hoffen dürfen

Die Bundesregierung, die Renaissance, das Weltkulturerbe oder der AEV: Wer kann wissen, womit wir uns in der Zukunft plagen werden? Will man sich Gedanken um die Zukunft machen, muss man die Gegenwart verstehen. Denn ohne gesichertes Wissen um die gegenwärtige Wirklichkeit lässt sich schlecht in die Zukunft sehen. Schauen wir also genauer auf das, was uns aktuell zu schaffen macht, um zu ahnen, was uns das kommende Jahr bringen könnte.

Von Siegfried Zagler

2018 kommt sicher eine neue Bundesregierung – eine ohne Angela Merkel? Das ist so wahrscheinlich wie eine Bayerische Staatsregierung ohne CSU oder ein deutscher Fußballmeister, der nicht FC Bayern heißt. Ob es wünschenswert ist oder nicht, spielt keine Rolle: Das sind die Konstanten der Gegenwart und der Zukunft. Damit muss man rechnen. Sollte sich das Hoffen nicht ohnehin auf die Liebe, die Gesundheit und andere private Herzensangelegenheiten beschränken?

Ist es möglicherweise zu weltabgewandt und obendrauf zu verwegen, öffentlich darauf zu hoffen, dass sich die Welt hinter und vor der eigenen Tür zum Besseren wendet, der AEV die Play-offs erreicht und der FCA die Qualifikation für die Europa League? Oder ist es zu anspruchslos, darauf zu hoffen, dass die Stadtwerke ein Einsehen haben und ihre Tarifreform in die Tonne treten? Oder wie wäre es mit einer Hoffnung, die in Augsburg weit verbreitet ist, aber wegen ihrer Trivialität niemand (die DAZ ausgenommen) formulieren will. Damit ist gemeint, dass sich das Augsburger Regierungsbündnis noch vor der Bayernwahl auflöst und wieder im Nebel des politischen Nichts verschwindet, wo es seinerzeit herkam, wie ein zur Wirklichkeit geronnener Albtraum.

Hoffen will gelernt sein, weil sich die Hoffnung aus dem a priori oder alten Überlieferungen nährt. Und somit auf ein Ereignis abzielt, das unwahrscheinlich ist, aber immerhin möglich sein muss. In Parlamenten, das ist in Augsburg nicht anders als in Berlin, changiert Regierungspolitik ohne das Regulativ einer starken Opposition zwischen raffinierter Selbstdarstellung und falscher Bescheidenheit.

CDU und CSU müssen sagen, wofür sie eigentlich regieren wollen

Falsche Bescheidenheit ist mindestens so uninspirierend wie die unbescheidene Selbstdarstellung. Mit Bescheidenheit kommt man ohnehin nicht weit, sagt der Volksmund, der natürlich keine Ahnung davon hat, dass sie ein strategisches Element der asymmetrischen Demobilisierung darstellt und somit zum zentralen Repertoire des Machterhalts einer ehemals mächtigen Regierungschefin gehörte, die nach den Jahren der Demobilisierungsstrategie nicht mehr so richtig weiß, warum sie noch regieren soll.

Die Jamaika-Verhandlungen seien auch daran gescheitert, dass die Union nie sage, wofür sie eigentlich regieren wolle. Es müsse um Deutschland gehen und nicht mehr um Parteitaktik. “Nun müssen CDU und CSU mal sagen, was sie eigentlich für Deutschland tun wollen.” Das sagt nicht Christian Lindner, sondern Sigmar Gabriel (SPD), Vizekanzler und Außenminister und seit Jahren im engsten Regierungszirkel von Angela Merkel mit dabei und zusammen mit der SPD ein Opfer der asymmentrischen Kommunikationsstrategie der Kanzlerin, die sich mit ihrer visions- und inhaltslosen Politik bei der zurückliegenden Bundestagswahl gleich mit demobilisiert hat.

Familien- und Sozialpolitik der Ära Merkel: eine Katastrophe!

Trotz anhaltend guter Konjunktur blieb in der Ära Merkel fast jeder sechste Bundesbürger von der Armut gefährdet, sagt das Statistische Bundesamt. 40 Prozent der Beschäftigten verdienen real deutlich weniger als vor 20 Jahren, sagt das Wirtschaftsministerium. 70.000 Fachkräfte fehlen bereits jetzt bundesweit in der Krankenpflege. 40.000 zusätzliche Fachkräfte bräuchte es in der Altenpflege, sagen die Gewerkschaften. Millionen Bürger steuern hilflos in eine scheinbar unvermeidliche Altersarmut, sagt ebenfalls das Statistische Bundesamt. Die Förderung des staatlichen Wohnungsbaus hinkt dieser Entwicklung weit hinterher. Das Wohnen in den Städten ist für Normalverdiener und Familien kaum noch bezahlbar. Das sagt kein Amt und auch keine Gewerkschaft, sondern pfeifen die Spatzen von den Dächern: Eine Katastrophe, die sich im Alltag von Millionen Bundesbürgern abbildet.

Dass sich daran 2018 etwas ändert, darf man ausschließen, ist also unmöglich und somit nichts, was man mit einer Hoffnung oder gar mit einer Erwartung versehen könnte.

“Wir schaffen das” war ein mutiger und richtiger Reflex auf eine inhumane Situation. Merkels überraschend progressive Flüchtlingspolitik war ein längst überfälliges staatliches Handeln, das von der großen Mehrheit der bundesrepublikanischen Gesellschaft als große Aufgabe angenommen wurde – und zugleich die rechten Ränder mobilisierte, und somit zu einem Top-Medienthema wurde, das die katastrophale Sozial- und Familienpolitik der Ära Merkel in den Hintergrund rückte.

Angela Merkel ist trotz und nicht wegen ihrer Flüchtlingspolitik gescheitert

Dass die beiden GroKo-Parteien am 24. September ihr schlechtestes Nachkriegswahlergebnis einfuhren, hat sehr viel mit diesem Versagen der beiden “Volksparteien” zu tun. Jedenfalls viel mehr als mit Merkels Flüchtlingspolitik, die grundsätzlich von allen deutschen Parteien (ausgenommen CSU und AfD) als “richtig” bewertet wurde und wird. In Bayern, also auch in Augsburg, wird das gerne übersehen. Kurt Gribl, der in Augsburg/Bayern beinahe zu der gleichen politischen Persönlichkeit gereift ist, die der des Oberbürgermeisters Adenauer in Köln/Rheinland zu Zeiten der Weimarer Republik ähnelt, sprach im Spätsommer 2017 beim städtischen Presseempfang davon, dass Merkels Flüchtlingspolitik “nicht planvoll” sei. Das mag zutreffen, doch was geschieht in der Politik schon planvoll?

Würde sich die Annahme zu einer stabilen und weit verbreiteten politischen Wahrheit verfestigen, dass viele Wähler der bürgerlichen Mitte nur noch deshalb zur GroKo hielten, weil ein ernstzunehmender Rechtsruck unerträglicher gewesen wäre als die ewige Wiederkehr einer planlosen und inhaltsleeren Politik, hätten wir eine Formel, die einen Neustart ermöglichen würde: Angela Merkels Regierung ist entgegen aller Kommentierungen aus rechtslastigen Redaktionsstuben trotz und nicht wegen ihrer Flüchtlingspolitik gescheitert. Ein Neustart ist deshalb nur ohne sie möglich. Darauf darf man hoffen – zu erwarten ist das nicht.

Augsburg wird 2018 wohl den UNESCO Weltkulturerbe-Titel erhalten

Wenn man also 2018 lieber auf wahrscheinliche Ereignisse “hofft”, dann handelt es sich weniger um ein Hoffen, sondern eher um ein Erwarten auf das Eintreten von etwas, auf das man möglicherweise selbst hingewirkt hat. So ist die Hoffung der Stadt Augsburg, dass sie mit ihrer Wasser-Weltkulturerbe-Bewerbung bei der UNESCO erfolgreich sein wird, eher ein gelassenes Kalkül eines 1a-Strebers, der sehr sicher in eine Prüfung geht, aber so tut, als wäre er aufgeregt. Mit der Wasserkunst und Brunnenkunst aus der Zeit der Renaissance wird Augsburg 2018 UNESCO-Welterbe werden. “Darauf darf man hoffen”, müsste man sagen, um sich bescheiden zu geben.

Worauf darf man 2018 als Bürger der Stadt Augsburg noch hoffen? Schließlich geht es nicht nur um einen objektiv gültigen Kulturtitel der Stadt, sondern um das große Ganze, also um die Zukunft einer großen Stadt, die 2018 wohl ihren dreihunderttausendsten Bürger begrüßen darf. Darf man erwarten, dass ausgerechnet Ulrich Kubak mit der Verwaltung eines schläfrigen Radiosenders (“Klassik Radio”) die Augsburger Innenstadt kulturell belebt? Immerhin ein Versprechen von Bürgermeisterin Weber, mit dem der Verkauf des städischen Gebäudes “Fuggerstraße 12” begründet wurde. Darf man erwarten, dass Markus Hehl mit seiner gGmbh den Bahnpark seiner historischen Bedeutung gemäß zu einem Industriedenkmal erster Kategorie entwickeln wird? Oder ist es gar möglich, dass ein anderer Hehl (Wolfgang) das Technologiezentrum doch noch zu jenem Erfolgsmodell entwickelt, als das es bereits verkauft wurde?

Zu erwarten ist all das nicht, aber da es immerhin möglich erscheint, darf man darauf hoffen.

2018 wird außerdem die Uraufführung des ersten Fugger-Musicals „Herz aus Gold“ auf der Freilichtbühne des Theaters Augsburg aufgeführt – es geht um Liebe in Zeiten der Renaissance. Was man davon halten soll? Es könnte grausam werden. „Die Fugger und die Renaissance sind für den Städtetourismus in Augsburg zwei zentrale Themen“, weiß Tourismusdirektor Götz Beck. Die Fuggerei, die von Jakob Fugger 1521 gestiftete älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, ist die wohl meistbesuchte Tourismusattraktion der Stadt. Auch das ist eine Konstante der Gegenwart und der Zukunft. Das darf so bleiben.

Verteidigt Jogi Löw zusammen mit Philipp Max den WM-Titel?

Um zum Schluss noch einmal zum großen Ganzen zurückzukehren: Dass die deutsche Fußballnationalmannschaft 2018 im Sommer in Russland ihren WM Titel verteidigt – zusammen mit einem Augsburger Linksverteidiger namens Philipp Max – ist eine Erwartung, die sich von hier aus trefflich formulieren lässt. In diesem Fall ginge ausgerechnet mit Jogi Löw ein Trainer in die Geschichte des Weltfußballs ein, an dem die DAZ kaum ein gutes Haar finden konnte. – Das Jahr 2018: Löw und Merkel gestalten Hand in Hand mit ihren Herzen aus Gold ein glorreiches Ende ihrer unglaublichen Karrieren. Man wagt es nicht zu hoffen. Aber möglich wär es immerhin.



AEV holt Punkt in Ingolstadt

Die Augsburger Panther unterliegen dem ERC Ingolstadt im bayerischen Derby nach einem guten Auswärtsspiel in einer umkämpften und torreichen Partie mit 5:4 nach Penalty. Die Treffer für den AEV erzielten Daniel Schmölz, Brady Lamb, Matt White und Mark Cundari.

Nachdem Olivier Roy kurzfristig für das Team Kanada zum Spengler Cup in Davos nachnominiert wurde, stand Jonathan Boutin zwischen den Pfosten, Ben Meisner nahm auf der Bank Platz. Zurück im Team war auch T.J. Trevelyan. Nicht im Aufgebot standen Simon Sezemsky und Hans Detsch.

Panther zeigen starkes Auswärtsspiel

Nachdem die Panther die erste Druckphase der Gastgeber gut überstanden hatten, war es Daniel Schmölz, der Augsburg in der 16. Minute im Powerplay in Führung brachte. Doch kurz vor Drittelende glich Olver, ebenfalls in Überzahl, das Derby aus (20.). Insgesamt ein gerechtes Ergebnis.

Unverändertes Bild im Mitteldrittel

In der 30. Minute war es Brady Lamb, der die Panther in Überzahl erneut in Führung brachte. Doch wie schon im ersten Abschnitt hatte Ingolstadt eine Antwort parat und egalisierte das Ergebnis in Person von Collins in der 32. Minute wieder.

Cundari gleicht mit Sonntagsschuss aus

Die Panther erwischten wieder einen perfekten Start ins Drittel und gingen durch Matt White zum drittel Mal an diesem Nachmittag in Führung (44.). Doch wieder dauerte es nicht lange, ehe Ingolstadt durch Elsner den Ausgleich erzielte (45.). Doch es kam noch schlechter, als Pelech die Hausherren in der 48. Minute in Front brachte. Die Panther waren um eine schnelle Antwort bemüht und hatten viele Chancen zum Ausgleich. In der 57. Minute fiel durch einen Sonntagsschuss von Cundari der späte, aber hochverdiente Ausgleich.

Keine Entscheidung in der Verlängerung

Mit einem 4:4 ging es also in die Verlängerung, die keine Entscheidung brachte. So war es Thomas Greilinger, der das Derby im Shootout zu Gunsten der Schanzer entschied.



Linke: Süßmair erklärt Parteiaustritt

Der ehemalige Bundestagabgeordnete und aktuelle Augsburger Stadtrat, Alexander Süßmair, ist aus der Partei Die Linke ausgetreten. Dies gab Süßmair heute Nachmittag bekannt.

Alexander Süßmair

Alexander Süßmair


Als “Hauptbewegggrund” gibt Süßmair die “innere Verfasstheit in der Partei” an, “insbesondere der Umgang miteinander, auch persönlich mit mir, und zum Teil auch politische Inhalte und die strategische Ausrichtung der Partei in den letzten Jahren” hätten Süßmair zu diesem Schritt veranlasst. – “Der Wille und die gelebte Realität, insbesondere aus den ersten Jahren während und nach der Gründung der Partei DIE LINKE, gemeinsam eine andere Politik zu vertreten und die gesellschaftlichen Verhältnisse für die Menschen zu verbessern, dabei miteinander solidarisch und menschlich umzugehen, ist inzwischen einem rücksichtlosen und unsolidarischen Umgangen gewichen, bei dem es nur noch um politische Macht, Posten und Mandate geht”, so Süßmair in seiner heutigen Presseerklärung.

Hintergrund der Kränkung könnte die verlorene Wahl zur Nomininierungsaufstellung zur Direktkandidatur für den Bundestag darstellen. Süßmair verlor gegen Frederik Hintermayr. Schon seit einger Zeit beteilige er sich nicht mehr bei der Parteiarbeit und sähe sich zurecht in der internen Hierarchie des kapp 200-köpfigen Augsburger Kreisverbands weit abgeschlagen, wie es aus Parteikreisen heißt.

Süßmair sitzt seit 2008 im Augsburger Stadtrat. Den Höhepunkt in seiner politischen Laufbahn erlebte er 2009, als er in den Bundestag gewählt wurde. Süßmair gilt als hervorragender Redner. Für Parteifreunde kam sein Austritt überraschend. Bis 2020 wird Süßmair als parteiloser Stadtrat weiterhin der Ausschussgemeinschaft angehören. Mit Otto Hutter wird somit nur noch ein Linker Stadtrat im Augsburger Rathaus vertreten sein.

Zusammen mit Süßmair haben nun neun Stadträte ihre Parteien verlassen, für die sie ursprünglich in den Augsburger Stadtrat einzogen. Das sind 15 Prozent der Sitze im Augsburger Stadtrat. Die AfD verlor drei Stadträte, ebenso die CSM, die gar nicht mehr im Stadtrat vertreten ist, aus Pro Augsburg trat Peter Grab aus, aus der FDP Markus Arnold.



AEV zeigt großes Eishockey – und verliert

Die Augsburger Panther mussten sich am gestrigen Abend starken Eisbären Berlin nach großem Kampf im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 4:2 gesschlagen geben. Die Tore für den AEV erzielten in der zweiten Retro Night Scott Valentine und Trevor Parkes.

Da sich alle Spieler einsatzbereit meldeten, konnte Trainer Mike Stewart personell aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Olivier Roy im Tor den Vorzug erhielt, musste T.J. Trevelyan als zehnter Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen. Auch Simon Sezemsky und Ben Meisner waren nicht im Line-Up. Der frischgebackene Vater Drew LeBlanc kehrte keine 48 Stunden nach der Geburt seiner Tochter zurück ins Team.

Panther beginnen mit Schwung

Die Augsburger Panther erwischten den etwas besseren Start in die Partie und kamen früh zu ersten Chancen, die Vehanen im Eisbären-Tor zunichte machte. Besser machte es dann auf den Gegenseite Sean Backmann, der die Hauptstädter nach einem schönen Konter in der achten Minute in Führung brachte. Die Panther zeigten sich dabei keinesfalls geschockt, sodass sich ein schnelles und phasenweise hochklassiges Eishockeyspiel entwickelte.

Eisbären gehen mit 2:0 in Führung

Unverändert lief das Spiel im Mitteldrittel weiter. Beide Teams kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, doch beide Tormänner präsentierten sich in Hochform. Gerade als die Panther eine Unterzahlsituation starkt überstanden hatten, erhöhte Backman per Rebound 12 Sekunden vor Drittelende auf 2:0.

Panther geben nie auf

Die 6.139 Zuschauer im CFS erlebten weiter ein tolles Eishockeyspiel. Verdient kamen die Panther dann in der 45. Minute durch Scott Valentine nach schönen Zuspiel von Evan Trupp auf 2:1 heran. Angetrieben vom Publikum drängten die Panther auf den Ausgleich. Doch erneut MacQueen (49. Minute) und erneut der starke Backman (53. Minuten) sorgten mitten in der Drangphase der Gastgeber für die Vorentscheidung. Die Panther gaben sich aber keinesfalls geschlagen und warfen alles nach vorne. Als Trevor Parkes in der 56. Minute auf 2:4 per Penalty verkürzte, drückten die Panther weiter. Doch clevere Berliner brachten den Sieg am Ende über die Zeit.

Nun gilt es, die Niederlage schnell zu vergessen und den Blick auf die anstehenden Aufgaben zu richten. Bereits übermorgen gastiert das Stewart-Team beim bayerischen Rivalen Ingolstadt, ehe dann das Jahr 2018 mit zwei Heimspielen gegen Bremerhaven (03.01. um 19:30 Uhr) und Wolfsburg (05.01. um 19:30 Uhr) startet.

Foto: (c) www.sport-in-augsburg.de



Berliner Allee: Unfall mit Komplettsperrung

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich heute Abend auf der Berliner Allee

Bei der Arbeit vor der Haustür: Berufsfeuerwehr Augsburg

Bei der Arbeit vor der Haustür: Berufsfeuerwehr Augsburg (c) Feuerwehr Augsburg


Um 16.45 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Augsburg zu einem Verkehrsunfall zur Berliner Allee (direkt vor der Hauptfeuerwache) gerufen. Ein PKW, besetzt mit zwei Personen, fuhr vermutlich auf eine Verkehrsinsel, kippte und blieb auf der Fahrerseite liegen. Beide Insassen wurden im PKW eingeschlossen und mussten von der Berufsfeuerwehr befreit werden. Fahrer und Beifahrer kamen mit dem Schrecken und leichten Blessuren davon. Sie wurden vom Rettungsdienst ambulant untersucht. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Der Unfall sorgte für eine 25-minütige Komplettsperrung der Berliner Allee.


Sylvester: Feuerwerke in Innenstadt verboten

Das Abbrennen von Feuerwerk ist auch an Silvester in der Innenstadt nicht erlaubt. Eine Verordnung der Stadt über Menschenansammlungen regelt das seit April dieses Jahres.

Neben einem explosionsartigen Anstieg der Feinstaubwerte kamen auch Personen direkt zu Schaden: Silvesterfeuerwerk

Neben einem explosionsartigen Anstieg der Feinstaubwerte sorgte in den vergangenen Jahren eine weitverbreitete Sitte für Gewaltexzesse: Silvesterfeuerwerk (c) DAZ


Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und sonstigen pyrotechnischen Gegenständen in der Innenstadt ist in Augsburg nicht erlaubt. Das regelt die seit April dieses Jahres geltende Verordnung der Stadt Augsburg über Menschenansammlungen in der Maximilianstraße und angrenzende Straßen und Plätze. Sie enthält darüber hinaus weitere Verbote, die auch für Silvester gelten.

Die Verordnung gilt räumlich auf den Straßen und Plätzen, die von folgenden Straßen umschlossen sind, einschließlich der Straßen selbst: Königsplatz, Fuggerstraße, Grottenau, Karlstraße, Leonhardsberg, Pilgerhaus, Mittlerer Graben, Oberer Graben, Forsterstraße, Remboldstraße, Rote-Torwall- Straße, Eserwallstraße, Theodor-Heuss-Platz, Konrad- Adenauer-Allee.

Ordnungsdienst und Polizei arbeiten zusammen

In der Innenstadt sind in diesem Jahr an Silvester die Kräfte des städtischen Ordnungsdienstes in enger Zusammenarbeit mit den Polizeikräften im Einsatz. „Diesbezüglich haben bereits erfolgreiche Abstimmungsgespräche mit der Polizeiinspektion Mitte stattgefunden, die ebenfalls den  Anforderungen entsprechend aufgestellt, am Silvesterabend im Einsatz sein wird. Selbstverständlich wird verstärkt kontrolliert, inwieweit durch Partybesucher Feuerwerkskörper mitgeführt werden. Gegebenenfalls werden diese konfisziert, um bereits im Vorfeld den verantwortungslosen Umgang mit selbigen zu verhindern“, so Ordnungsreferent Dirk Wurm, der in seiner Stellungnahme kein Wort über die chaotischen Verhältnisse des Vorjahres verliert, als Polizei und Ordungsdienst überlastet waren.

Polizei erhält Verstärkung von der Bereitschaftspolizei

Der Jahreswechsel 2016/2017 wurde in Augsburgs Innenstadt überschattet von Aggressionen und Gewalt. Es gab zwei Messerattacken und viele Personen wurden mit Raketen beschossen und verletzt, darunter auch ein Feuerwehrmann. Die Augsburger Berufsfeuerwehr war erstmalig Aggressionen und Ausschreitungen ausgesetzt und zeigte sich hinterher entsetzt. In der kommenden Syvesternacht erhält die Polizei Verstärkung von der Bereitschaftspolizei, die ein waches Auge auf den Königsplatz werfen wird, da es dort im vergangenen Jahr besonders gefährliche Übergriffe gab.

Zugangskontrollen wird es im Bereich der Innenstadt keine geben.



DEL: AEV meldet sich im Kampf um die Play-offs zurück

Die Augsburger Panther siegen in der ersten von zwei Retro Nights gegen die Schwenninger Wild Wings nach einer starken Teamleistung hochverdient mit 5:1. Angeführt vom zweifachen Torschützen David Stieler markierten vor 5.410 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion die weiteren Treffer Aleks Polaczek, Thomas Holzmann und Matt White.

Das Panther-Tor hütete erneut Olivier Roy. Verzichten musste Mike Stewart auf Center Drew LeBlanc, der gemeinsam mit Frau Chelsea stündlich auf die Geburt seines ersten Kindes wartet. Nicht im Line-Up war auch Simon Sezemsky. Das Fehlen von LeBlanc wurde überwiegend von den verbleibenden Centern Stieler, Trupp und Kretschmann kompensiert, die allesamt Doppelschichten fuhren.

Panther mit starkem ersten Drittel

Unbeeindruckt von der jüngsten Niederlage in Straubing dominierten die Panther das Geschehen in den ersten zwanzig Minuten nach Belieben. Schon im ersten Powerplay des Abends brachte Stieler, der ein starkes Spiel machte, die Panther nach einem schönen Querpass von Davies in der zweiten Minuten in Führung. Die Gastgeber hielten das Tempo weiter hoch und erspielten sich reihenweise Chancen. Das 2:0 durch Polaczek (11. Minute) und das 3:0 durch Holzmann (20. Minute) waren der Lohn für ein überzeugendes erstes Drittel, aus dem die Panther mit großem Applaus verabschiedet wurden.

Schwenningen wehrt sich gegen Niederlage

Im zweiten Drittel wehrten sich die Wild Wings gegen die sich anbahnende Niederlage und gestalteten die Partie offener. So hatte auch Olivier Roy immer wieder die Chance sich auszuzeichnen. Doch auch das Stewart-Team blieb stets gefärhlich und setzte immer wieder Nadelstiche. Aber auch Dustin Strahlmeier hielt seinen Kasten im Mitteldrittel sauber. Es blieb beim 3:0 aus Sicht der Panther.

Stieler sorgt für Vorentscheidung

Im Schlussabschnitt nahmen die Panther das Heft des Handelns wieder in die Hände. Es war Stieler, dem Mann des Abends, vorbehalten, das Spiel nach tollem Zuspiel von Arvids Rekis auf 4:0 (47. Minute) zu stellen und für die Vorentscheidung zu sorgen. Denn die Gäste gaben sich keinesfalls geschlagen und lieferten den Panther einen großen Kampf. Das 4:1 durch Wörle knapp zehn Minuten vor dem Ende war doch aber nur Ergebniskosmetik. Matt White sorgte mit einem satten Schuss in den Winkel kurz vor Schluss für den Entstand von 5:1 (57. Minute) und ließ so ein letztes Mal an diesem Abend den Retro-Tor-Jingle unter dem Jubel der AEV-Fans ertönen.

Die Panther haben mit dem heutigen Sieg gegen das Überraschungsteam aus Schwenningen erneut ein Ausrufenzeichen im Kampf um die Playoffs gesetzt. Bereits morgen steigt die zweite Retro Night im CFS, Gegner sind die Eisbären Berlin.