Wendejahre
Maximilian I.
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FCA: Eine Woche Trainingslager auf Teneriffa

Der FC Augsburg hat im Jahr 2017 noch fünf Bundesligaspiele vor der Brust, ehe die Profis nach der Heimpartie gegen den SC Freiburg (Samstag, 16. Dezember, 15.30 Uhr) einen kurzen Winterurlaub genießen können.

Trainer Manuel Baum empfängt seine Spieler nämlich noch vor dem Jahreswechsel zum Trainingsauftakt für die Vorbereitung auf die Rückrunde. Am Donnerstag, 28. Dezember, findet ein interner und nicht öffentlicher Diagnostiktag statt. Am Freitag, 29. Dezember, und Samstag, 30. Dezember, sind Trainingseinheiten auf den Trainingsplätzen an der WWK Arena geplant. Nach dem Jahreswechsel reist der FCA in ein Trainingslager auf die kanarische Insel Teneriffa. Dort bezieht der FCA-Tross von Dienstag, 2. Januar 2018, bis Sonntag, 7. Januar 2018, Quartier, um sich optimal auf den Rückrundenauftakt vorzubereiten, der mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag, 13. Januar, (15.30 Uhr) ansteht.



ÖDP fordert Analyse der Stausituation in Augsburg

Gespenstische Situationen spielten sich in den vergangenen Wochen in der Augsburger Innenstadt ab: Es ereigneten sich Verkehrsstaus aus dem Nichts, die die Stadt stundenlang lahmlegten.

Christian Pettinger

Christian Pettinger


Eine Reihe von Artikeln in der Augsburger Allgemeinen befassten sich mit der Situation und zuletzt titelte sie „Wie Augsburg den Dauerstau verhindern will“. Was zu den stadtumfassenden Staus aus dem Nichts führt, ist allerdings noch nicht geklärt. Nun fordert Stadtrat Christian Pettinger professionelle Ursachenforschung.

„Letztendlich ist das Augsburger Verkehrssystem an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt. Wenn dann in den morgendlichen oder abendlichen Hauptverkehrszeiten noch irgendwelche Störungen dazukommen, kollabiert das Ganze und es kommt zum stadtweiten Dauerstau“, vermutet ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger.

Die zwischenzeitlich vorgeschlagenen Lösungen wie zum Beispiel die Modernisierung der Verkehrsampelanlagen entlang der Hauptverkehrswege sei laut Pettinger als Mittel zur Verflüssigung des Verkehrs zu befürworten. Derlei Maßnahmen wirkten sich aber immer nur vorübergehend für einige Zeit erleichternd aus. Die momentanen Verbesserungen würden durch die steigende Masse der Verkehrsteilnehmer wieder neutralisiert. Deshalb müsse man laut Pettinger bei den Ursachen für die steigende Zahl an Verkehrsteilnehmern beim motorisierten Individualverkehr ansetzen. Eine Lösung könne nur die Reduzierung der einzelnen Fahrten bringen. Um diese zu erreichen, wären „verkehrsvergrämende“ Maßnahmen der falsche Weg. Wenn man aber die genauen Wegstrecken und die Motivation der einzelnen PKW-Lenker kennen würde, könnte man diesen auch wirklich attraktive öffentliche alternative Verkehrsangebote unterbreiten.

Mit diesen Maßnahmen wären die Leute auch bereit umzusteigen, so Pettinger, der einen Antrag an OB Gribl eingereicht hat, der vorsieht, dass die Verwaltung beauftragt wird, dieser Fragestellung mit Hilfe von Fachleuten nachzugehen. „Wir haben mit der Hochschule und der Universität hier in der Stadt hochkompetente Fachleute sitzen, die uns bei der Frage nach möglichen Lösungen für unser Verkehrsproblem helfen können.“



FCA verliert in München sang- und klanglos 0:3

Der FC Augsburg verliert in München beim FC Bayern München mit 0:3 und machte es vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena den ohnehin in allen Bereichen überlegenen Münchnern ziemlich leicht. Die Tore der Bayern erzielten Vidal (31.) und Lewandowski (38./49.). Die ersten beiden Treffer erzielten die Bayern nach fahrigen Ballverlusten des FCA.

Zu Beginn taten sich die Münchner gegen tief stehende Augsburger etwas schwer und kamen aus dem Spiel heraus kaum zu nennenswerten Torgelegenheiten. Nach den beiden Treffern der Bayern, die leichtfertigen Ballverlusten der Augsburger geschuldet waren, zeigten sich die Münchner in der zweiten Halbzeit als dominante Passmaschine und ließen den FCA, der sich in der ersten Halbzeit immerhin zwei Halbchancen nach Standard-Situationen erarbeiten konnte, nicht mehr am Spiel teilhaben.

Nachdem Lewandwoski kurz nach dem Wiederanpfiff eine weite Kimmich-Flanke souverän ins Augsburger Netz drückte, fügte sich der FCA in die Niederlage und hatte Glück, dass den Münchnern trotz drückender Überlegenheit kein Tor mehr gelingen sollte. Der FCA war im Spiel nach vorne nicht nur im Mittelfeld fahrig und ohne Tempo, sondern machte gegen die Münchner Abwehr keinen Stich. Weder auf den Außen noch in der Mitte konnte der FCA in der zweiten Halbzeit auch nur annäherungsweise gefährliche Situationen vor dem Bayern-Tor generieren.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
„Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen, haben wenig zugelassen, umso ärgerlicher ist es, dass wir die beiden ersten Tore nach eigenen Ballverlusten bekommen. Natürlich hätten wir uns selbst nach vorne noch mehr erwartet. Für die zweite Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen, aber mit dem 3:0 war es dann natürlich schwierig, noch etwas zu holen. Am Ende des Tages sind die Bayern der verdiente Sieger.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das trostlose Gekicke des FCA, der immerhin von 7.000 mitgereisten Fans unterstützt wurde.

Vom Augsburger Zentrumsstürmer Alfred Finnbogason war bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute nicht eine positive Aktion zu sehen, kein Torschuss, kein Dribbling, keine Flanke, keine Direktabnahme, keine Balleroberung. Warum der technisch limitierte Isländer beim FCA als Stammspieler gesetzt ist, bleibt weiterhin das Bundesliga-Rätsel des FCA.

In den kommenden Wochen spielt der FCA gegen Mannschaften, die alle in der Tabelle unterhalb der Augsburger platziert sind: zu Hause gegen Wolfsburg am kommenden Samstag, den 25.11. (15.30 Uhr), auswärts gegen Mainz am Samstag, den 2.12. (15.30 Uhr) und schließlich am Sonntag, den 10.12. (18 Uhr) in der WWK Arena gegen Berlin. Danach geht es auf Schalke (13.12./20.30 Uhr) und schließlich treffen die Augsburger im letzten Heimspiel der Hinrunde auf den SC Freiburg am Samstag, den 16.12. (15.30 Uhr).



Ikonographie der Belanglosigkeit

Die Geschichte der Augsburger FDP ist eine Geschichte der Verwahrlosung

Kommentar von Siegfried Zagler

Da die Jamaika-Sondierungsgespräche, wenn man Christian Lindner Glauben schenken will, am heutigen Sonntag um 18 Uhr zu Ende gehen, sollte es sich langsam bis zur Augsburger FDP herumgesprochen haben, dass die Bundestagswahl vorbei ist – seit acht Wochen, um genau zu sein. Weshalb nicht wenige Bewohner des Bismarckviertels davon ausgehen, dass bald die letzte Stunde für ein Plakat schlägt, das an dieser Stelle seit drei Monaten hängt und mit dem lustigen Nerdgesicht und dem nicht weniger lustigen Toiletten-Spruch einen gewissen Kultstatus erreicht hat.

Gemessen an den üblichen Einheiten für Haltbarkeit steht diese Plakatkunst einsam an der Spitze, steht dieses Plakat als erstklassiger Beleg für eine verwahrloste Augsburger FDP, deren Kandidaten als Botschafter für politische Unverbindlichkeit eine bisher unbekannte Qualität an den Tag legten. Ex-FDP-Stadtrat Markus Arnold zum Beispiel hatte die FDP bereits (im Geiste) verlassen, als die Wahlplakate der Kommunalwahl 2014 noch nicht abgehängt waren. – Arnold schloss sich als ewiger Hospitant der CSU-Fraktion an. Vor wenigen Tagen hat er seinen großen Abstand zu den Grundsätzen der FDP auch formal vollzogen und ist aus der Partei ausgetreten. Markus Arnold ist aktuell parteilos und wird sich wohl bald der CSU anschließen.

Die Augsburger Stadtregierung hat in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen Schulden aufgenommen, Gebühren erhöht und die Gewerbesteuer sowie die Grundsteuer erhöht, ohne dass Markus Arnold dazu einen kritischen FDP-Satz gesagt hätte. Hätte es auch nur einen FDP-Stadtrat im Rathaus gegeben, er hätte der Augsburger Stadtregierung für diese Steuer- und Finanzpolitik die Haut abgezogen.

Auch von dem jungen Mann auf dem Wahlplakat war in dieser Angelegenheit wenig bis nichts zu vernehmen. Maximilian FunkeKaiser hat sich mit seiner Ikonographie der Belanglosigkeit, von der dieses Plakat erzählt, ein nachhaltiges Denkmal gesetzt. Ein Denkmal, das für Unwählbarkeit steht: Als einziger Direktkandidat im Wahlkreis Augsburg lag Funke-Kaiser deutlich unter dem Ergebnis der Partei.

Die Zukunft der Augsburger FDP sieht dennoch besser aus, als ihr Ruf ist, was zum einen mit dem Austritt von Markus Arnold zu tun hat, zum anderen damit, dass sich mit Thorsten Große und Rainer Schaal zwei fähige Stadträte auf dem Sprung zur FDP befinden. Jede Bewegung, die die Opposition stärkt, wäre ein Gewinn für die Stadt.



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