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Kunstförderpreis 2017: Stadt ehrt junge Künstler

Der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg bedeutet einen Motivationsschub für junge Künstler

Von Halrun Reinholz

BU: vlnr.: Jonas Herpichböhm (Jazz-Perkussion), die beiden Aktivistinnen des Grand Hotel Cosmopolis (Particula-Kunstpreis), Hanna Sikasa (Jazz-Gesang), Alke Stachler (Literatur), Verena Kandler (Bildende Kunst), Amélie Rettenbacher (Maureen-Debman-Preis Ballett) und Theodor Kollross (Jazz-Sonderpreis des Lions Club Augsburg-Elias Holl) Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Kunstförderpreisträger (v.l): Jonas Herpichböhm (Jazz-Perkussion), die beiden Aktivistinnen des Grand Hotel Cosmopolis (Particula-Kunstpreis), Hanna Sikasa (Jazz-Gesang), Alke Stachler (Literatur), Verena Kandler (Bildende Kunst), Amélie Rettenbacher (Maureen-Debman-Preis Ballett) und Theodor Kollross (Jazz-Sonderpreis des Lions Club Augsburg-Elias Holl) Foto: (c) Ruth Plössel/Stadt Augsburg


Zum 58. Mal verlieh die Stadt Augsburg in diesem Jahr den Kunstförderpreis an junge Leute, die schon sehr früh wissen, dass sie ihr Leben der Kunst widmen wollen. Um solche Talente zu unterstützen, wurde der Preis 1958 ins Leben gerufen, damals jedoch nur für Bildende Künstler. Mittlerweile gibt es auch die Sparten Architektur, Musik, Literatur und Ballett. Über die eingereichten Bewerbungen entscheidet jeweils eine Fachjury.

Ausgehend von dem Valentin-Zitat: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ erinnerte Kulturreferent Thomas Weitzel in seinem Grußwort daran, dass Kunst der Inbegriff der Kommunikation unter Menschen ist, ja sogar ein „Kommunikationstrainer“, der für den sozialen Zusammenhalt sorgt. Sieben Preisträger konnten sich in diesem Jahr über eine „Anschubfinanzierung“ freuen – denn traditionell sind im Pool des Förderpreises auch private Stifter vertreten – Lions Club, Maureen Denman und Particula – die sich an dem Rahmen und den Konditionen des Kunstförderpreises orientieren. Zwar gingen die Einreichungen in diesem Jahr weiter zurück, der Architekturpreis wurde wie in den Jahren zuvor mangels Beteiligung nicht vergeben, dennoch hatten die Fachjurys die Qual der Wahl. Die Ausgezeichneten wurden in einer Feierstunde im Goldenen Saal geehrt. Horst Thieme stellte als Moderator alle einzeln vor und bot ihnen die Gelegenheit, aus ihren künstlerischen Nähkästchen zu plaudern und Kostproben ihrer Kunst vorzuführen.

Ein besonders junges Talent, der gerade mal 18-jährige Theodor Kollross, machte den Anfang. Er erhielt den Jazz-Sonderpreis des Lions Clubs Augsburg Elias Holl für die „strukturierte Klarheit und das hohe künstlerische Potenzial“ seines Klavierspiels. Überhaupt war die musikalische Sparte sehr dem Jazz verpflichtet, den Kunstförderpreis Musik teilten sich gleich zwei Jazz-Künstler: Mit einer angenehm souligen Stimme überzeugte Hanna Sikasa Jury und Publikum im Bereich Jazz-Gesang. Die andere Hälfte des Preises erhielt der Jazz-Percussionist Jonas Herpichböhm für seine „große stilistische Bandbreite“ mit der er auf verschiedenen Perkussionsinstrumenten eine tonale Vielfalt zaubert.

Der Kunstförderpreis Literatur ging an Alke Stachler, die bereits den Debütband „dünner ort“  herausgebracht hat und die Jury durch ihre „ausdrucksstarke bildhafte Sprache“ und die dabei konsequent verfolgte „formale Stringenz“ überzeugt hatte. Sie las einige teils noch nicht publizierte Texte, die Musik-Preisträger Theodor Kollross mit Improvisationen begleitete.

Der Kunstförderpreis Ballett wurde der 1998 geborenen Anna Viktoria Zesakes zugesprochen, die ihn leider wegen einer plötzlichen Erkrankung nicht selbst entgegen nehmen konnte. Armin Frauenschuh vom Augsburger Ballett verlas die Begründung der Jury, wonach die junge Tänzerin vor allem mit ihren selbst choreographierten Beiträgen „ein beachtliches Maß an tänzerischer und interpretatorischer Reife“ aufwies. Das Publikum musste dennoch nicht auf Live-Ballett verzichten, denn mit dem Kunstförderpreis wird auch immer der „Maureen-Denman-Ballettpreis“ verliehen. Den erhielt die 15jährige Tänzerin Amélie Rettenbacher, die mit erfrischender Natürlichkeit eine professionelle Performance auf die Bühne brachte und danach mit kindlicher Freude Rede und Antwort stand. Die Jury würdigte – im Hinblick auf ihr jugendliches Alter –  ihre „Leidenschaft und Energie“, die es zu förden galt.

Im Bereich Bildende Kunst wurde als Sonderpreis ein Meisterklasse-Stipendium an die Kunststudentin Verena Kandler verliehen. Die Jury bescheinigte ihr „eine erstaunlich klar artikulierte künstlerische Bildsprache“, die durch einen künstlerischen Arbeitsaufenthalt neue Impulse bekommen sollte. Auch der private „Particula-Kunstpreis“, den ehemalige Kunstförderpreis-Träger gemeinsam ins Leben gerufen hatten, kürt jeweils ein Kunstobjekt. In diesem Jahr entschied man sich für das Projekt Grand Hotel Cosmopolis, das seit 2011 im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffes kulturelles mit sozialem Engagement verbindet. „Eine Vision haben heißt: Mehr sehen als was vor Augen ist.“ Dieser Leitspruch zeichne das Konzept aus, das „solidarisch und phantasievoll Akzente für ein friedliches Zusammenleben und kreative gesellschaftliche Entwicklungen“ setzt. Zwei Vertreterinnen des Grand Hotel Cosmopolis, darunter eine Syrerin, die in einem eindrucksvollen englischen Text ihre Erfahrungen in diesem Projekt zusammenfasste, stellten das Konzept vor.

Dass die sehr unterschiedlichen Preisträger zumindest musikalisch unter einen Hut zu bringen sind, bewiesen die drei Musik-Preisträger, als sie zum Ausklang noch zwei Jazz-Nummern gemeinsam zum besten gaben und damit das Publikum im Goldenen Saal begeisterten.



DEL: AEV machte es gegen Köln unnötig spannend

Die Augsburger Panther haben das erste Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gegen die Kölner Haie gewonnen. In einer fahrigen Partie führte der AEV zur Halbzeit des Spiel bereits mit 5:0, ehe die Rheinländer bis auf 5:4 herankamen. Am Ende setzten sich die Panther vor 5.889 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 7:4 durch. Die Treffer für das Team von Mike Stewart erzielten T.J. Trevelyan (4.), Mark Cundari (17., 26.), Trevor Parkes (28.), Drew LeBlanc (31.), Michael Davies (50.) und Daniel Schmölz (55.). Für Köln waren Justin Shugg (36.), Felix Schütz (37.), Ryan Jones (46.) und Philip Gogulla (49.) erfolgreich.

Holzmann fehlt – Trevelyan trifft

Der Panther-Coach musste kurzfristig auf den kranken Thomas Holzmann verzichten. Sonst waren alle Mann an Bord und die Panther erwischten einen sehr guten Start, denn bereits nach vier Minuten lagen die Hausherren in Führung: David Stieler attackierte im Kölner Drittel, erkämpfte sich die Scheibe und zog sofort ab. Kölns Goalie Justin Peters konnte den Schuss nicht festhalten und Trevelyan staubte zum 1:0 ab (4.). In der Folgezeit hatten beide Teams weitere Chancen. Shawn Lalonde scheiterte auf Kölner Seite (6.) aber ebenso wie Scott Valentine bei den Augsburgern (8.). Hoch her ging es dann in der zehnten Spielminute, als beide Mannschaften innerhalb weniger Sekunden den Torschrei auf den Lippen hatten.

Cundari trifft doppelt

Peters parierte gegen Trevelyan aber genauso stark wie Boutin gegen Ben Hanowski. In der 17. Spielminute machte es Cundari besser. Der Verteidiger schnappte sich den Puck, ließ einen Gegenspieler aussteigen und traf unhaltbar ins linke Eck zum 2:0 (17.). Die Panther waren mittlerweile tonangebend und hätten im Powerplay ein weiteres Tor erzielen können. Vor allem Trevelyan wenige Sekunden vor der ersten Sirene ließ einen Hochkaräter aus, als er am starken Peters nicht vorbeikam (20.).

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs spielten nur die Hausherren. Jaroslav Hafenrichter traf aber nur den Pfosten (24.) und Parkes vergab freistehend aus dem Slot (25.). Wenig später war es aber soweit: Nach einem perfekten Konter legte Stieler stark auf Cundari quer, der nur noch einschieben musste (26.).

Panther ziehen davon

Und der AEV blieb dran: In Überzahl markierte Parkes in Baseball-Manier aus der Luft den vierten Treffer (28.). Damit war auch der Abend des starken Peters beendet, der durch Daniar Dschunussow ersetzt wurde. Doch auch der neue Kölner Schlussmann musste schnell hinter sich greifen, als LeBlanc per Abstauber sogar auf 5:0 stellte (31.). Doch bei den Panthern schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges Fahrlässigkeiten ein. Vor dem fünften Treffer hatten die Gäste in Unterzahl mehrfach die Chance auf einen Treffer, aber Boutin reagierte herausragend.

Köln kommt ran

Aber auch nach dem Tor von LeBlanc blieben die Haie dran und trafen innerhalb von 52 Sekunden doppelt. Zunächst bediente Ryan Jones nach einem Augsburger Abwehrfehler Shugg, der aus kurzer Distanz das 5:1 erzielte (36.). Und in Überzahl legte Felix Schütz kurz danach prompt nach (37.). Die Kölner Fans skandierten mit ironischem Unterton „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, doch die Haie witterten tatsächlich Morgenluft und hatten kurz vor der zweiten Sirene sogar den dritten Treffer durch Nickolas Latta auf dem Schläger, aber Boutin war einmal mehr zur Stelle (40.).

Plötzlich steht es 5:4

Doch im Schlussdrittel blieben die Haie dran. Plötzlich spielten nur noch die Gäste und hatten Chancen beinahe im Minutentakt. Lalonde (43.), Kai Hospelt (44.) und Schütz (46.) scheiterten zwar noch, aber Jones traf und das Spiel war wieder komplett offen (46.). Erst recht, als Gogulla nach einem Konter sogar das vierte Kölner Tor erzielte (49.). Kurz zuvor hatte Valentine in Unterzahl bei einem Alleingang die vermeintliche Entscheidung auf dem Schläger, wurde aber regelwidrig gestoppt (48.).

Davies und Schmölz mit der Antwort

Dieses Foul von Christian Ehrhoff hatte aber zur Folge, dass der AEV nach dem 5:4 in Überzahl randurfte. Und kurz nach Ablauf der Strafe fälschte Davies einen Lamb-Schuss unhaltbar zum 6:4 ab (50.). Danach fanden die Panther wieder zurück in die Spur und und standen wieder sicherer in der Defensive. Als Schmölz per Tip-In den siebten Treffer der Heimmannschaft erzielte, war das Spiel entschieden (55.). Augsburg hatte in der Schlussphase noch Chancen für weitere Treffer, aber letztlich blieb es beim 7:4 und drei wichtigen Zählern für den AEV.

Am Sonntag geht es für den AEV in Wolfsburg weiter. Spielbeginn ist um 16:30 Uhr.



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