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Konzert im tim: Coming Together II

Konzert zu Ehren von vier der bekanntesten Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts: Philipp Glass, Steve Reich, Frederic Rzewski und Arvo Pärt

Nach Steve Reich im vergangenen Jahr tritt heuer Philip Glass in den „Club der Achtziger“ ein. MEHR MUSIK! feiert dies in einem Konzert mit ambitionierten Nachwuchsmusikern und Profis aus der Jazz- und Klassikszene. Das MEHR MUSIK! Ensemble und Die Schlagwerker laden am 30.11.2017 um 20 Uhr ein ins tim zum „Coming Together II“ und präsentieren Musik von Philip Glass und Steve Reich – beide gehören zu den wichtigsten Vertretern der minimal music. Der Dritte im Bunde ist der Este Arvo Pärt, der auf der anderen Seite der Welt hinter dem Eisernen Vorhang einen ganz eigenen, radikal vereinfachten „minimalen“ Stil entwickelte. Der Titel des Konzerts ist einem Stück des vierten Komponisten des Abends entlehnt: Frederic Rzewski. Seine Komposition „Coming together“ vereint minimalistische Musik mit Improvisation, Politik mit Poesie.

Leitung Iris Lichtinger: Jan Kiesewetter – Saxophon | Shenglong Li – Klavier | René Haderer – E-Bass | Tom Jahn – Synthesizer | Lennart Pieper – Cello | Federico Mechelli-Uhl – Violine | Moritz Schilling – Vibraphon | Iris Lichtinger – Stimme

Die Schlagwerker (Leitung Stefan Blum): Dennis Egger | Alexander Herrmann | Philipp Senft | Simon Melzer | Fabian Strauß

Idee & Konzeption: Iris Lichtinger | Ute Legner

Eintritt: EUR 15,00 / EUR 12,00 (erm.); tim, Provinostr. 46, 86153 Augsburg

Eine Veranstaltung von MEHR MUSIK! in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum tim und dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität.



DEL: AEV holt Punkt in Mannheim

Die Augsburger Panther konnten aus Mannheim einen Punkt mitnehmen. Nach starker Leistung verlor der AEV bei 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen. Der Ausgleich des AEV fiel dabei erst 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch Mark Cundari (60.). Zuvor hatte T.J. Trevelyan (29.) für die Panther getroffen. Für Mannheim waren Matthias Plachta (10.) und Devin Setoguchi (46.) erfolgreich. Den Zusatzpunkt für die Adler sicherte Chad Kolarik, der als einziger Spieler seinen Penalty verwandeln konnte (65.).

Trainer Mike Stewart musste in Mannheim weiter auf Steffen Tölzer und Scott Valentine verzichten. Hans Detsch und kurzfristig auch Aleksander Polaczek standen ebenfalls nicht zur Verfügung, so dass Marco Sternheimer sein DEL-Debüt für den AEV feierte: Und die Panther fanden trotz der schlechten Ergebnisse zuletzt sofort ins Spiel. Die Augsburger spielten mutig nach vorne und hatten durch Gabe Guentzel die erste Riesen-Chance des Spiels. Der Verteidiger fing den Puck an der gegnerischen blauen Linie ab und fuhr alleine auf Dennis Endras zu, verzog aber knapp (5.). Zudem scheiterte Daniel Schmölz nach einem Konter (7.) und auch Trevelyan brachte den Puck freistehend vor dem Mannheimer Tor nicht in diesem unter (8.).

Plachta trifft für die Adler

Deutlich effektiver präsentierten sich die Adler, die ihre zweite Chance gleich nutzten. Gegen Garrett Festerling parierte Ben Meisner, der erneut den Vorzug vor Jonathan Boutin erhielt, noch stark (9.), kurz danach war die Scheibe aber im Netz. Nach toller Vorarbeit von Ryan MacMurchy stand Plachta in der Mitte frei und schoss unhaltbar zum 1:0 ein (10.). Dieser Treffer gab den Mannheimern sichtlich Auftrieb und die Quadratestädter verdienten sich die Führung. Marcus Kink scheiterte bei Großchancen gleich zweimal am starken Meisner (14., 19.) und auch Kolarik hatte im Duell mit dem Panthergoalie das Nachsehen (17.).

Panther gleichen aus

Im zweiten Drittel verflachte die Partie dann zunächst etwas, aber es waren die Panther, die sich als erstes wieder Chancen erarbeiten konnten. In Unterzahl tauchte plötzlich Cundari frei vor Endras auf, scheiterte aber (26.). Auch Drew LeBlanc konnte einen Alleingang nicht nutzen – Endras parierte herausragend mit dem Schoner (29.). Wenig später belohnten sich die Gäste aber doch mit dem Ausgleich: Cundari brachte die Scheibe hart zum Tor, Trevelyan hielt den Schläger dazwischen und der Puck trudelte per Bogenlampe ins Mannheimer Tor, nachdem Endras noch dran war (29.). Die Adler antworteten mit wütenden Attacken und hatten durch Setoguchi auch die große Chance auf die prompte Antwort. Doch bei seiner Direktabnahme aus der Luft war Meisner einmal mehr stark zur Stelle (31.).

Setoguchi netzt nach tollem Solo ein

Auch Christoph Ullmann scheiterte am Augsburger Schlussmann (35.). Die Panther versteckten sich aber ebenfalls nicht und hatten durch Evan Trupp eine weitere Großchance. Sein Schuss ging aber knapp neben das Tor (36.), so dass es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die zweite Pause ging. Dort drehte Mannheims Setoguchi auf. Zunächst scheiterte der Ex-NHL-Star zweimal aus kurzer Distanz an Meisner (45.), brachte die Adler aber kurz danach erneut in Führung, als er nach tollem Solo zum 2:1 einschoss (46.).

Mannheim verlagerte sich nun auf Konter und hielt die Panther geschickt vom eigenen Tor weg. Lange funktionierte dies auch hervorragend, aber in der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne und kamen tatsächlich noch zum nicht mehr erwarteten Ausgleich: Cundari brachte die Scheibe mit der Rückhand zum Tor, dort fälschte Dennis Reul noch ab und der Puck war 15 Sekunden vor der Schlusssirene im Mannheimer Tor (60.).

In der Overtime hatten die Panther in Überzahl sogar die Chance auf den Sieg, aber Mannheim stand gut und es ging ins Penaltyschießen. Dort traf mit Kolarik nur der erste Spieler und somit ging der Extrapunkt an die Adler (65.).

Die Panther können dennoch viel Positives aus dem Spiel in die nächsten schweren Aufgaben am Freitag beim EHC Red Bull München und zwei Tage später gegen die Thomas Sabo Ice Tigers nehmen.



Halle 116 soll Gedenkort und Bildungsstätte werden

Die Ausschussgemeinschaft des Augsburger Stadtrats hat einen Antrag eingereicht, der die Halle 116 im Sheridan-Park als Gedenkort und Bildungsstätte vorsieht.
Halle 116 (c) DAZ

Halle 116 (c) DAZ


In der Halle 116 soll ein Gedenkort und eine Bildungsstätte eingerichtet werden, an dem der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden kann, und in der die Entstehung des Nationalsozialismus‘ in der Weimarer Republik, die zwölf Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft und die Nachkriegszeit in Augsburg anschaulich verständlich gemacht werden.

Eine solche Gedenk- und Bildungsstätte in einem Erinnerungsort, der Teil der nationalsozialistischen Strategie „Vernichtung durch Arbeit“ war, gibt der Halle 116 als Erinnerungsort und den Opfern des Nationalsozialismus’ die dort inhaftiert waren, ihre Würde zurück. Die Bildungsstätte sollte es zur Aufgabe haben, die Geschichte des Nationalsozialismus in Augsburg und im Landkreis Augsburg inklusive seiner Vor- und Nachgeschichte aufzuarbeiten und in modernen, heute gängigen musealen Präsentationsformen zu veranschaulichen.

Nach Vorstellungen der Ausschussgemeinschaft, die sich aus sechs Stadträten (FW, Linke, ÖDP, Polit-WG) zusammensetzt, sollte an diesem Ort „der Opfer des Nationalsozialismus‘ gedacht werden, den Befreiern gedankt und es kann vor allem den heute lebenden Menschen gezeigt werden, warum eine lebendige Erinnerung an den Nationalsozialismus, seine Entstehung und sein Ende auch heute noch zentrale Elemente der politischen Bildung aller in Deutschland lebenden Menschen sein muss.“


DEL: Augsburger Panther im Sinkflug

Die Augsburger Panther können einfach nicht mehr gewinnen. Gegen die Krefeld Pinguine hatte der AEV lange Zeit ein deutliches Chancenplus, verlor in der Schlussphase aber deutlich mit 1:4. Den einzigen Treffer für die Panther erzielte vor 4.775 Zuschauern Trevor Parkes (4.). Für Krefeld waren Marcel Müller (39.), Daniel Pietta (54.), Nicolas St-Pierre (56.) und Justin Feser (59.) erfolgreich.

Mike Stewart konnte im Vergleich zur Niederlage in Bremerhaven wieder auf Simon Sezemsky zurückgreifen, der für Hans Detsch ins Team rückte. Steffen Tölzer und Scott Valentine fehlten aber weiterthin. Doch auch ohne die beiden Verteidiger bestimmten die Gastgeber die Anfangsphase und hatten durch T.J. Trevelyan bereits nach 24 Sekunden den ersten gefährlichen Torschuss, der aber knapp neben das Gehäuse von Patrick Klein ging (1.). Der AEV blieb aber dran und belohnte sich wenig später mit der verdienten Führung. Mark Cundari zog aus spitzem Winkel ab, Parkes fälschte noch leicht ab und die Scheibe war im Tor der Pinguine (4.).

Von Krefeld kam zunächst wenig, aber die Panther wollten nachlegen. Im Powerplay hatten die Hausherren dazu mehrfach die Gelegenheit, aber die beste Möglichkeit von Parkes kratzte Nicolas St-Pierre für seinen geschlagenen Schlussmann noch von der Linie (14.).

Panther überstehen doppelte Unterzahl

Zu Beginn des Mitteldrittels hatten dann die Rheinländer die große Chance auf den Ausgleich, als man 40 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren durfte. Doch die Pantherdefensive stand gut und Ben Meisner hielt einmal herausragend gegen Daniel Pietta (24.). Zudem blockte Aleksander Polaczek einen gefährlichen Schuss von Adrian Grygiel mit dem Körper ab (25.). Mit zunehmender Spielzeit rissen die Panther das Spiel aber wieder an sich und erspielten sich gute Möglichkeiten. David Stieler (28.) und Jaroslav Hafenrichter (33.) vergaben schon aus ausichtsreicher Position, aber das war nichts im Vergleich zur unfassbaren Doppelchance von Drew LeBlanc und Cundari. Zuerst wehrte Klein akrobatisch den Bauerntrick-Versuch von von LeBlanc ab und hielt auch den Nachschuss mit einem unglaublichen Fanghand-Reflex gegen Cundari fest (je 34.).

Parkes an den Pfosten – Krefeld gleicht aus

Zudem traf Parkes noch den Pfosten (37.). Dieser Chancenwucher sollte sich rächen, denn Krefeld kam im Powerplay durch Marcel Müller zum äußerst schmeichelhaften Ausgleich (39.). Kurz vor der zweiten Sirene fälschte Daniel Schmölz noch einen Schuss gefährlich ab, aber Klein reagierte einmal mehr überragend (40.), so dass es mit dem 1:1 in den dritten Abschnitt ging.

Pinguine drehen das Spiel

Dort hatten die Panther in Überzahl erneut weitere Hochkaräter auf den zweiten Treffer. Erst traf Michael Davies nur das Außennetz (42.) und kurz danach konnte Klein einen von Parkes abgefälschten Schuss hevorragend parieren (43.). Auf der Gegenseite war Meisner bei den wenigen Krefelder Chancen durch Dragan Umicevic (49.) und Martin Schymainski (50.) stark zur Stelle. Doch Krefeld merkte plötzlich, dass mehr drin war, blieb dran und ging erstmals in Führung. Aus der Distanz zog Pietta ab und Hafenrichter fälschte noch unhaltbar ab (54.). Doch damit nicht genug, denn nur 118 Sekunden später trafen die Gäste durch St-Pierre erneut und entschieden damit das Spiel (56.). Feser besorgte mit seinem Schuss ins leere Tor den Endstand (59.)

Panther ernten ein Pfeifkonzert

Somit stand die vierte Niederlage in Folge oder auch die siebte Pleite in den vergangenen acht Spielen fest. Während zirka 750 Krefelder Fans ihre Mannschaft feierten, wurden die AEV-Spieler von ihrem Anhang ausgepfiffen. Es sieht für die Augsburger bezüglich einer Wende nicht gut aus, denn für den AEV werden in den nächsten Partien die Aufgaben nicht einfacher. Am Dienstag geht es zu den Adler Mannheim, ehe es am Freitag beim EHC München und am Sonntag gegen die Thomas Sabo Ice Tigers zum Kräftemessen mit zwei weiteren Spitzenteams kommt.



Luther, Münzer und Fugger – Satire und Reflexion

Luther, Münzer und Fugger als Satire und Reflexion am Stadttheater Augsburg: Eine andere Sicht auf die Reformation

Von Halrun Reinholz

Fugger (Andrej Kaminsky) auf dem Thespis-Karren, mit Kardinal Kajetan (Sebastian Müller-Stahl) und Friedrich von Sachsen (Kai Windhövel) Foto: Jan-Pieter Fuhr

Fugger (Andrej Kaminsky) auf dem Thespis-Karren, mit Kardinal Kajetan (Sebastian Müller-Stahl) und Friedrich von Sachsen (Kai Windhövel) Foto: Jan-Pieter Fuhr


Noch was zum Lutherjahr!? Eigentlich war das doch schon abgeschlossen, meinte man. Aber dann noch dieses seltsame Stück in der Brechtbühne: „Martin Luther & Thomas Münzer oder die Einführung der Buchhaltung“. Kein Auftragswerk zum Lutherjahr, wie man meinen könnte. Das Stück von Dieter Forte wurde bereits 1970 geschrieben, dokumentarisches Theater zur Geschichte der Reformation, auf gut zehn Stunden Spielzeit angelegt. Regisseur Maik Priebe hatte Mitleid mit dem Publikum und kürzte auf knapp drei Stunden. Wer ob dieser Prämisse Schlimmes erwartete, war zunächst positiv überrascht. Als pralle Satire präsentierte sich die Geschichtsdarstellung.

Die Darsteller – sieben Schauspieler und zwei Schauspielerinnen – kamen zunächst in Einheitsbodies mit weißen Gesichtern daher, zogen einen Thespiskarren auf die Bühne und einen reichen Kostümfundus. Ein Musikant im Narrenkostüm (Stefan Leibold) flötete, klingelte und gongte in einer Art Käfig begleitend zu der Handlung. Wie in einem Comic wurden die vielschichtigen historischen Ereignisse des 16. Jahrhunderts bis zum Tod Kaiser Maximilians auf einige markante, satirisch bis grotesk überhöhte Szenen heruntergebrochen: Fugger und sein Buchhalter Matthäus Schwarz haben als Repräsentanten des Kapitalismus alles im Griff. Der Papst und Kardinal Kajetan stehen den ehrgeizigen Fürsten von Brandenburg und  von Sachsen gegenüber, dazwischen wird Luther, hier als Naivling ohne tiefergehende Ziele dargestellt, zum Spielball der Interessen, die Fugger gönnerhaft (teils vom Dach des Thespiskarrens aus) beobachtet und steuert.

Großartiges Kabarett! Hervorragend dargestellt von den Ensemblemitgliedern Marlene Hoffmann, Natalie Hünig, Sebastian Baumgart, Andrej Kaminsky, Klaus Müller, Sebastian Müller-Stahl, Patrick Rupar, Daniel Schmidt und Kai Windhövel in teils wechselnden Rollen. Die Zuordnung wird dem Zuschauer, der die neuen Gesichter noch nicht so kennt, nicht leicht (oder gar unmöglich) gemacht, denn weder die Fotos im Programmheft sind mit Namen beschriftet, noch werden in den Schauspielportraits auf der Theaterhomepage die aktuell gespielten Rollen erwähnt. Herausragend  (der zum Glück bekannte)  Klaus Müller als stets klammer Kaiser Maximilian mit Wiener Schmäh („herst Burschi, hast an Tausender fir mi?“), die hervorragende Natalie Hünig als Transen-Papst mit modischen Stiefeln, Sebastian Baumgart als tuntiger  Ablassprediger Tetzel, Sebastian Müller-Stahl als Kardinal Kajetan oder Daniel Schmidt als feister Fürst von Brandenburg. Marlene Hoffmann spielt zunächst das schüchterne Mönchlein Luther, danach dessen radikalen Gegenspieler Thomas Münzer.

Diese vergnügliche Geschichtslektion entlässt das Publikum gut gelaunt in die Pause. Danach findet man sich jedoch in dem Szenario wieder, das man am Anfang wegen des Etiketts „dokumentarisches Theater“  erwartet (und befürchtet) hatte: Die Komödie ist vorbei, man „schreitet ernst einher“, um aus Reinhard Meys Satire auf die 68er zu zitieren. Die Folgen der Reformation – Kriege, Spaltung, noch mehr Kapitalismus – werden der Satire offenbar nicht für würdig empfunden. Nun ist die Zeit reif, mit erhobenem Zeigefinger Kluges von sich zu geben. Kein Spaß mehr, hohe Konzentration wird dem Zuschauer abverlangt, die aber nicht den Lernerfolg der kabarettistisch erworbenen Erkenntnisse erbringen kann.

Warum diese Regisseur Priebe diese Zweiteilung, diesen Bruch des Tonfalls dramatisiert, erschließt sich nicht. Möglicherweise handelt es sich um einen Verweis auf den Zeitgeist der 70er Jahre, der den politischen Diskurs nicht kabarettistisch verwässert haben wollte. Im heutigen kulturellen Klima sieht man das mit Verwunderung. Und so fühlt sich das Publikum am Schluss auch etwas befremdet, fällt der Applaus verhaltener aus, als es die Darsteller verdient hätten.

Und doch – insgesamt eine erfrischend schräge Sicht auf die Reformation. NSA, Fake News und Manipulationen aller Art längst vorweggenommen.



DEL: Panther verlieren auch in Bremerhaven

Die Augsburger Panther kommen in der DEL langsam vom Play-off-Kurs ab

Bei den Fischtown Pinguins unterlagen der AEV mit 1:2 und kassierten damit die dritte Niederlage in Folge. Den einzigen Treffer der Augsburger erzielte Trevor Parkes (56.). Für Bremerhaven waren Jason Bast (6.) und Jan Urbas (25.) erfolgreich.

Insgesamt zeigten sich die Pinguine die ersten beiden Drittel als das bessere Team, da die Augsburger sich viele Ungenauigkeiten leisteten. Erst im zweiten Abschnitt des letzen Drittels zeigten die Panther ihre Klasse. Vier Minuten vor Schluss fiel das 2:1, als Parkes trocken abzog (56.), aber zu mehr reichte es nicht, weil David Stieler Sekunden nach dem Anschlusstreffer nur den Pfosten traf (57.). Die Panther blieben zwar auch anschließend spielbestimmend und nahmen auch Meisner vom Eis, aber der Ausgleich fiel nicht mehr.

Für den AEV geht es am Sonntag bereits um 14:00 Uhr weiter, gegen die Krefeld Pinguine im CFS.



FCA: Arbeitssieg gegen Wolfsburg

Der FC Augsburg gewinnt am 13. Spieltag der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1. Daniel Didavi erzielte die Gästeführung (40.). Michael Gregoritsch (51.) und Alfred Finnbogason (78.) sorgten mit ihren Treffern für einen FCA-Dreier gegen einen VfL Wolfsburg, der nach einem umstrittenen Platzverweis ab der 11. Minute in Unterzahl spielen musste.



FCA-Trainer Manuel Baum veränderte im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern seine Mannschaft auf einer Position: Erik Thommy stand für Marcel Heller in der Startelf.

Der FCA begann dominant und presste hoch. In der 11. Minute erhielt Maximilian Arnold nach Videobeweis die Rote Karte, nachdem er im Laufduell mit Finnbogason diesen leicht am Fuß berührte – eine Fehlentscheidung! Nach einer Viertelstunde Spielzeit wurde Alfred Finnbogason steil geschickt und zog im Sechzehner aus spitzem Winkel ab, doch das Spielgeräte strich – noch leicht abgefälscht – am linken Pfosten vorbei.

Der FCA machte das Spiel, Wolfsburg zog sich an den eigenen Sechszehner zurück und verlegte sich aufs Kontern und war dabei gefährlicher als der FCA: In der 21. Minute, als Mario Gomez von der rechten Seite auf den Elfmeterpunkt flankte, verpasste Divock Origi das Leder mit dem Kopf nur knapp.

Der FCA kam über links, immer wieder über links – ohne Erfolg, wie in der 34. Minute als Jeffrey Gouweleeuw Ball auf Michael Gregoritsch spielte, der aus halbrechter Position das Leder per Dropkick aus elf Metern über das gegnerische Gehäuse schoss. Dann wurde Finnbogason wunderbar über rechts (Ausnahmen bestätigen die Regel) freigespielt, doch der Isländer vergab die Topchance in gewohnter Manier auf klägliche Weise. Im Gegenzug ballerte Daniel Didavi aus der Distanz Richtung FCA-Tor und Marwin Hitz ließ den bereits parierten Ball zur die 1:0-Führung für die Wölfe ins Netz kullern. Ein astreiner Torwartfehler brachte die dezimierten Gäste mit der Führung in die Halbzeitpause.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Der FCA verbesserte in der zweiten Halbzeit seine kontrollierte Offensive und erspielte sich Torchancen, die auch verwertet wurden. In der 49. Minute schoss Gregoritsch noch freistehend übers Gästetor, ehe er in der 51. Minute den Ausgleich erzielte: Finnbogason sprintete im richtigen Moment los, erhielt das Leder und passte auf Gregoritsch, der den Ball seelenruhig annehmen und einnetzen konnte.

Wolfsburg konnte kaum noch dagegenhalten. Aus 17 Meter zog Orgi ab, doch Hitz war auf dem Posten (59.). Im Anschluss an einen Wolfsburg-Eckball stürmte Augsburg mit Fünf-gegen-Eins Richtung Casteels, doch Gregoritsch passte zu ungenau auf Caiuby, der bei Casteels einfädelte und fiel (60.). Schiedsrichter Stieler entschied auf Elfer, nahm aber seine korrekte Entscheidung nach Intervention aus Köln (Video-Assistent) zurück – eine Fehlentscheidung (61.).

In der 78. Minute erspielten sich die Augsburger mit einem schönen Treffer den Sieg: Gregoritsch bediente links Max, dessen Hereingabe Finnbogason ins Netz drückte. Wolfsburg bemühte sich noch redlich, konnte aber den FCA nicht mehr in Verlegenheit bringen. „Durch die rote Karte nach zehn Minuten waren wir zum Spielaufbau gezwungen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie sich schnell auf die neue Situation einstellen konnte, obwohl wir es vor der Pause noch nicht so gut gemacht haben. Nach dem Wechsel haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, Angriff um Angriff nach vorne gespielt und hoch verdient gewonnen. Wir hatten Wolfsburg eigentlich 90 Minuten im Griff und sind trotz des Rückstandes immer positiv geblieben.“ So kommentierte FCA-Trainer Baum den Spielverlauf.

Am kommenden Samstag sind die Augsburger in Mainz zu Gast (15.30 Uhr).

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Jeffrey Gouweleeuw; Kevin Danso; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; Michael Gregoritsch; Erik Thommy; Francisco da Silva Caiuby; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Martin Hinteregger (46.); Marcel Heller (88.); Ja-Cheol Koo (22.); –

Ausgewechselt: Kevin Danso (46.); Rani Khedira (22.); Erik Thommy (88.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Raphael Framberger; Jan Moravek; Dong-Won Ji;

Tore:

0:1 Daniel Didavi (40.)

1:1 Michael Gregoritsch (51.)

2:1 Alfred Finnbogason (78.)



Liederabend: Es gibt keine Märchen mehr

Es gibt keine Märchen mehr

…und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Manchmal gelingt die Liebe ein Leben lang, und Paare werden gemeinsam alt  …. manchmal eben auch nicht. So das Motto eines Liederabends mit Rebekka Reinholz und Silvia Amberger, die sich bereits in ihrer Schulzeit als Duo fanden. Rebekka Reinholz absolvierte inzwischen ein Schauspielstudium in Wien und hat bereits einiges an Sprech- und Singerfahrung auf der Bühne gesammelt. Silvia Amberger studierte am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum Klavier und ist derzeit im Masterstudium im italienischen Trient. Mit diesem Liederabend finden die beiden zu ihren Augsburger Wurzeln zurück.

„Es gibt keine Märchen mehr ….“   Liederabend mit Rebekka Reinholz  und Silvia Amberger am Klavier. 27.11.2017, 18.30 Uhr, Pianohaus Hermes & Weger Bechstein-Center, Halderstr. 16, Augsburg



Dinglerstraße: Süchtigen-Treff vor dem Aus

Am vergangenen Mittwoch fand in Oberhausen in der Dinglerstraße 10 der erste Informationsabend der Stadt Augsburg bezüglich ihrer Pläne, in den Räumen des Anwesens in der Dinglerstraße 10 einen Treff für Alkohol- und Drogenabhängige einzurichten, statt.

Dinglerstraße: Dirk Wurm auf verlorenem Posten

Dinglerstraße: Dirk Wurm auf verlorenem Posten (c) DAZ


Zahlreiche Stadträte fast aller Fraktionen, Sozialreferent Stefan Kiefer und Oberbürgermeister Kurt Gribl waren anwesend, als das Ordnungsreferat das Projekt vorstellte. Bevor sich die Diskussion für die zirka 120 Bürger im überfüllten Saal öffnete, schnappte sich OB Kurt Gribl das Mikrofon („Es kann immer passieren, dass der Oberbürgermeister vorbeischaut“) und erklärte das gesamte Projekt wieder für ergebnisoffen und widmete auf diese Weise die drei Informationsveranstaltungen zu einem Projektdiskurs um. Die Oberhauser Bürger dankten ihm mit sachlichen Vorträgen, die aus verschiedenen Blickwinkeln im Sinne der Quartiersentwicklung kaum noch etwas übrig ließen von der Idee des Ordnungsreferenten, den Oberhauser Bahnhof als Süchtigen-Treff zu entlasten, indem man einen zweiten Treff in der Dinglerstraße mit Betreuung und niederschwelligen Kulturangeboten einrichtet.

Am zweiten Abend änderte sich an diesem Prozedere nichts. Trotz zahlreicher Unterstützer aus der SPD-Fraktion und der Partei stand Ordnungsreferent Dirk Wurm im Wind und war nicht in der Lage, die Sorgen und die Skepsis der Oberhauser Bürger zu zerstreuen. Noch vor dem dritten Bürgerdiskurs am heutigen Freitag steht das Projekt vor dem Aus. Nach Informationen der DAZ gibt es im Stadtrat keine Mehrheit mehr für den Standort Dinglerstraße: Die CSU ist fast geschlossen dagegen. Pro Augsburg ist geschlossen dagegen und zusammen mit den Einzelstadträten Schafitel, Grab, Bayerbach gibt es eine komfortable Mehrheit gegen das Projekt in der Dinglerstraße.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass selbst die Grüne Stadtratfraktion, die das Projekt inhaltlich vorbehaltlos unterstützt, Skepsis in Sachen Standortwahl anzeigt. „Dirk Wurm muss nun aufpassen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Cemal Bozoglu, „dass er mit seinem weiteren Vorgehen das Projekt inhaltlich nicht gefährdet.“



FCA: Am Mittwoch beginnt der Verkauf für Rückrunden-Dauerkarten

Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet der FC Augsburg seinen Fans auch in dieser Saison wieder ein Dauerkarten-Abonnement zur Rückrunde an. Wer unter anderem die Heimspiele gegen Bayern, Stuttgart oder Schalke live verfolgen will, kann sich ab kommendem Mittwoch das Abo sichern.

Am Mittwoch, 29. November, startet der FC Augsburg sein Angebot für das Abonnement einer Rückrunden-Dauerkarte. Wie in den vergangenen Jahren sind in der Rückrunden-Dauerkarte alle acht Rückrunden-Partien inbegriffen. Für die Topspiele gegen den VfB Stuttgart (16.-18. Februar), den FC Bayern (6.-8. April) und den FC Schalke 04 (5. Mai, 15.30 Uhr) müssen die Anhänger hierbei keinen Topspiel-Zuschlag zahlen. Die Rückrunden-Dauerkarte gibt es ausschließlich als Abonnement und muss bis 15. Mai eines Jahres jeweils gekündigt werden, ansonsten verlängert es sich automatisch zur neuen Saison.

Das Dauerkarten-Abo für die Rückrunde gibt es für alle Sitzplatzkategorien. In der Kategorie 1a kosten die Rückrundenspiele 299,- Euro (ermäßigt 269,- Euro), in Kategorie 1b 239,- Euro (ermäßigt 209,- Euro). In Kategorie 2 sind 219,- Euro (ermäßigt 189,- Euro) zu zahlen und in Kategorie 3 fallen 169,- Euro (ermäßigt 149,- Euro) an. Mit dem Kauf eines Dauerkarten-Abos können Fans gegenüber dem Kauf von Tageskarten in der Rückrunde rund 20 Prozent sparen.