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Sanierung am Stempflesee: Lösch wird entfernt

Bei den Sanierungsarbeiten am Stempflesee steht nun die Entfernung von Altlasten auf der Agenda. Bäume sollen dabei nicht beschädigt werden. Die unvorhergesehene Maßnahme bringt keine zusätzlichen Kosten.

Diese Fakten gehen aus einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt hervor. Wie berichtet, wurden während der der derzeitigen Sanierungsarbeiten am Stempflesee bei Bauarbeiten am Weg Altlasten im Boden gefunden. „Auch wenn die Untersuchungsergebnisse des Umweltamtes noch ausstehen, hat die Forstverwaltung in Abstimmung mit dem beauftragten Büro Eger und Partner entschieden, die belastete Bodenschicht vollständig zu entfernen und sachgerecht zu entsorgen. Die am Wegrand stehenden Bäume werden weder durch diese Maßnahme noch durch die Wegebaumaßnahme an sich beschädigt“, wie die Stadt vermeldet.

Damit erhalte der Stempflesee durch die Sanierung nicht nur eine Verbesserung der Verkehrssicherheit hinsichtlich der Uferverbauung, sondern der Uferweg werde auch von Altenlasten bereinigt, die vor Jahrzehnten dort eingebracht worden seien. „Die notwendigen Mittel stehen im Rahmen der für die Sanierung vorgesehenen Gesamtkosten zur Verfügung“, so die Forstverwaltung der Stadt Augsburg. —Foto: Stempflesee (c) Walter Käsmair



Stempflesee: Müssen Bäume gefällt werden? – Was passiert mit dem Lösch?

Die Fraktion Pro Augsburg will wissen, ob aufgrund der Sanierung beim Stempflesee Bäume gefällt werden müssen.

Bei der letzten Waldbegehung wurden von Stadträten auch die Sanierungsarbeiten am Stempflesee besichtigt. Dabei wurde man darüber informiert, dass eventuell der Gehweg um den See im Rahmen der notwendigen Arbeiten abgetragen und tiefergelegt werden müsse. „In dem Gehweg am See, konnten wir bei der Besichtigung jedoch sehr viele Wurzeln an der Oberfläche sehen. Es wirft nun die Frage bei uns auf, ob nicht die Bäume und deren Wurzeln am Gehweg bei einer Tieferlegung des Weges so beschädigt werden, dass sie sogar teilweise gefällt werden müssen“, so Pro Augsburg in einem Schreiben an OB Gribl. Die Pro Augsburg Fraktion stellt deshalb den Antrag, dass in der nächsten Sitzung des Umwelt- oder Wirtschaftsausschusses der zuständige Referent einen Bericht darüber abgibt, in wieweit durch die Sanierungsarbeiten am Stempflesee Bäume am Gehweg des Sees beschädigt oder sogar gefällt werden müssen. Das Umweltamt prüft derzeit, die chemischen Substanzen der am Stempflesee gefundenen Schlacken. Eine Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse ist für den heutigen Dienstag angekündigt worden.