Wendejahre
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Turnier der Champions: Augsburger Schulen spielen um den Sparda-Cup

Seit über zehn Jahren gibt es sie – die Turniere der Augsburger Schulen um den Sparda-Cup. Veranstaltet von der Fachstelle Schulentwicklung und Bildung in Kooperation mit dem Kultur-und Schulservice Augsburg und gesponsert von der Sparda-Bank erfreut sich dieses Turnier großer Beliebtheit, da der Sieger nicht nur einen den Pokal erhält, sondern auch mit einer Fahrt nach Berlin belohnt wird.

Von Udo Legner

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!"

Das Siegerteam der Heinrich-von-Buz RS mit Bildungsreferent Hermann Köhler, Robert Kratzsch vom SPD-Büro, Ralph Puschner, Vorsitzender der Sparda-Bank und Erfolgstrainer Tobias Lutz (v.l.) -- Foto: Cornelia Pilz


„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

Was jedes Jahr nur zwei deutschen Profiteams gelingt – die Qualifikation für das DFB-Pokalfinale in Berlin, das schafft eine Augsburger Schulmannschaft Jahr für Jahr spielend!

Von Beginn an war der Gewinn dieses Turniers an eine Einladung der Augsburger Bundestagsabgeordneten gekoppelt. Nach dem Rotationsprinzip luden die hiesigen Bundestagsabgeordneten Siegerteam samt Betreuer zu einer Pressefahrt in die Bundeshauptstadt Berlin ein. In diesem Jahr erfolgte die Einladung durch Ulrike Bahr von der SPD – und wie im letzten Jahr ging sie an die Heinrich-von-Buz Realschule, die ihren Titel verteidigen konnte. Auch in diesem Jahr war der Finalgegner das Maria-Theresia-Gymnasium, das sich zuvor im Elfmeterschießen gegen den zweimaligen Turniersieger aus dem Jakob-Fugger-Gymnasium durchgesetzt hatte.

Im Unterschied zu den Jahren, in denen EM oder WM ausgetragen werden, konnten in diesem Jahr nur die Schulen an dem „Turnier der Champions“ teilnehmen, die das Turnier bereits gewonnen hatten. Neben dem Fugger, dem MTG und der Heinrich-von-Buz RS waren dies das Peutinger-Gymnasium, das im kleinen Finale um den dritten Platz dem Jakob-Fugger-Gymansium unterlag, und die Internationale Schule Augsburg.

Eine weitere Besonderheit dieses Kleinfeld-Turniers: In jedem Team muss stets ein Mädchen auf dem Platz stehen. Mit der Heinrich-von-Buz RS und dem MTG setzten sich die Teams durch, die die Mädchenposition am stärksten besetzt hatten. Als Partnerschule des FCA hat die Siegermannschaft bessere Trainingsmöglichkeiten, was eine Erklärung dafür sein mag, dass den teilnehmenden Gymnasien nur die Freude über die Plätze 2-5 blieb.

Im nächsten Jahr wird das Sparda-Bank Fußballturnier im Juni im Rahmen des Just Kids Festivals 2018 als „WM der Augsburger Schulen“ ausgetragen und erhält durch die Teilnahme der Comenius Partnerschulen des Maria-Theresia-Gymnasiums aus Spanien, Holland und England internationalen Flair.



Förster legt Revision ein

Linus Förster ist am Freitag vergangener Woche wegen sexuellen Missbrauchs, heimlicher Sex-Filme und Kinderpornos von der Jugendkammer des Augsburger Landgerichts zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dagegen wurden Rechtsmittel eingelegt.

Heute hat Förster fristgerecht von seinem Recht der Revision Gebrauch gemacht. Es ist davon auszugehen, dass die Augsburger Staatsanwaltschaft ebenfalls Revision einlegen wird, sagt Försters Anwalt Walter Rubach. Bei der Revision soll überprüft werden, ob das richterliche Urteil bezüglich der im Verfahren sichergestellten Tateinheiten richtig begründet wurde. Das Gericht blieb mit seinem Urteil knapp ein Jahr unter der Forderung von Staatsanwältin Martina Neuhierl. Unmittelbar nach der Urteilsbegründung sagte Verteidiger Rubach, dass Förster zwar mit der Höhe der Strafe einverstanden sei, nicht aber mit der Urteilsbegründung: „Es gab Aussagen im Urteil, die aus Sicht unseres Mandanten nicht zutreffen“, so Rubach. —- Foto: Linus Förster am ersten Verhandlungstag (c) DAZ



Heynckes neuer Bayern-Trainer

Seit wenigen Minuten ist es offiziell: Jupp Heynckes übernimmt bis zum Saisonende das in Untiefen geratene Bayernschiff.

„Es ist kein Comeback. Es ist ein Freundschaftsdienst – und ich habe es nur gemacht, weil ich dem FC Bayern unglaublich viel zu verdanken habe“, so wird Heynckes vom kicker zitiert. Heynckes bringt seinen bewährten Trainerstab mit: Peter Hermann und Hermann Gerland werden seine Assistenten. Dr. Holger Broich leitet den Fitnessbereich, Toni Tapalovic bleibt Torwarttrainer. Die Vorstellung des neuen Trainerstabs soll am kommenden Montag über die Bühne gehen.



300 Besucher beim Bürgertalk zur Standortfrage des Modular-Festivals

Aus Sicht des Stadtjugendrings war die Bürgertalk-Veranstaltung zur Standortfrage des Modulars ein großer Erfolg: 300 Besucher kamen am Mittwoch ins Foyer der Kongresshalle zur Debatte bezüglich der Frage, ob das Jugendfestival künftig weiter im Wittelsbacher Park stattfinden solle oder an einem anderen Ort. Zirka 90 Prozent der Besucher zeigten sich davon überzeugt, dass es zum Standort Wittelsbacher Park keine Alternative gibt.

Auf dem Podium saßen Kulturreferent Thomas Weitzel, Ordnungsreferent Dirk Wurm, Oberbürgermeister Kurt Gribl und Umweltreferent Reiner Erben. Moderiert wurde der Abend von Horst Thieme. Wenn man Lärm und Naturschutz in den Griff bekommt, dann würde nichts gegen ein weiteres Festival sprechen, so das Statement von Ordnungsreferent Dirk Wurm. Ein Statement, dem Umweltreferent Reiner Erben nichts entgegensetzen sollte, obwohl er in einem Schreiben versprach, dass nach 2017 kein weiteres Festival mehr im Park stattfinden werde. Damals, so Erben zur DAZ auf Anfrage, sei von den Stadtwerken die Zusage gekommen, dass die Baustelle im Gaswerk fertig sei. Nun seien Umstände eingetreten, die zeigten, dass man das Versprechen nicht mehr aufrecht erhalten könne, so Erben.

Thomas Weitzel sprach vom „einzigartigen Flairfaktor“ des Festivals, weshalb es wünschenswert wäre, wenn man es im Park fortsetzen könnte. OB Kurt Gribl, der sich sichtlich von der Meinungsmanifestation in der Kongresshalle beeindruckt zeigte, betonte, dass man das Festival in eine sichere Zukunft führen müsse. Gribl ließ durchblicken, dass die Durchführung im Wittelsbacher Park nicht sicher sei, da sie richterlich gestoppt werden könnte. Zur inhaltlichen Debatte im Foyer ist festzuhalten, dass Festival-Gänger stets betonten, wie wunderbar die Location sei, während lärmgeschädigte Bürger von der Wucht ihrer Betroffenheit erzählten.

Nach der zweistündigen Aussprache sprach Kurt Gribl gegenüber Medienvertretern davon, dass man derzeit nach dem Stand der Dinge, vorausgesetzt, dass man den Lärmfaktor besser beherrsche, wohl für 2018 mit einem weiteren Modularfestival im Park rechnen müsse, da bis 2018 kein alternativer Standort in Sicht sei. Nach Informationen der DAZ lassen Anwohner die Erfolgsaussichten einer Klage prüfen, um gegen diese Absichten Rechtsmittel einzulegen.

Bereits im Novemberstadtrat soll in Sachen Standort des 2018er Modulars eine Beschlussvorlage vorliegen. —Foto (c) DAZ





300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche