Wendejahre
Maximilian I.
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DEL: Panther glücklos in Nürnberg

Die Augsburger Panther haben in einem ausgeglichenen Spiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers eine unglückliche Niederlage hinnehmen müssen. Trotz einer couragierten Leistung unterlag der AEV am Ende in Nürnberg mit 1:2. Das Augsburger Tor erzielte Drew LeBlanc (26.). Für die Ice Tigers waren Leo Pföderl (36.) und Pascal Dupuis (41.) erfolgreich.

Stieler und Rekis fehlen

Personell musste Mike Stewart im Vergleich zum Sieg gegen die Eisbären zweimal umstellen. Arvids Rekis und David Stieler konnten nicht mitwirken, dafür rückten Derek Dinger und Hans Detsch ins Team.

Im Tor stand erneut Jonathan Boutin und dieser konnte sich gleich gegen Pascal Dupuis auzeichnen (2.). Im weiteren Verlauf eines ersten äußerst ausgeglichenen ersten Drittels hatte dann der AEV die besseren Chancen. Allen voran Matt White, der in der fünften Spielminute nur den Pfosten traf. Zudem setzte T.J. Trevelyan den Nachschuss neben das Tor (5.). Auch Trevor Parkes (8.) und Gabe Guentzel in Überzahl (17.) hatten gute Möglichkeiten, aber beide scheiterten an Andreas Jenike. Allerdings hatten auch die Hausherren noch Möglichkeiten. Bei einer Doppelchance von Brett Festerling und John Mitchell (13.) war Boutin auf dem Posten, so dass in einem schnellen und gutklassigen ersten Durchgang keine Tore fielen.

LeBlanc bringt AEV in Führung

Dies sollte sich im Mitteldrittel ändern. Die erste Chance hatten die Gäste, als Parkes plötzlich durchgebrochen war und Jenike Kopf und Kragen riskieren musste, um den Einschlag zu verhindern.

Doch dabei behinderte der Nürnberger Goalie den Augsburger Angreifer und die Panther durften zum zweiten Mal in Überzahl spielen. Dies ließ sich der AEV nicht nehmen und ging durch einen Schuss von LeBlanc nicht unverdient in Führung (26.). Nürnberg wurde nun stärker und Boutin stand mehr und mehr im Blickpunkt. Der Torhüter der Panther parierte gegen Dane Fox (29.), David Steckel (31.) und Mitchell (34.) stark, hatte aber Glück, dass Mitchell knapp am Kreuzeck vorbeizielte (35.).

Nürnberg dreht das Spiel

Die Panther kamen bei einem Konter durch White zu einer guten Chance (35.), aber der Treffer fiel auf der anderen Seite. Pföderl ließ Boutin mit einem trockenen Handgelenksschuss keine Chance und traf zum verdienten 1:1 (36.). Auch eine Nürnberger Führung war möglich, aber Boutin entschärfte auch gegen Brandon Segal stark (38.), so dass es mit dem Unentschieden ins dritte Drittel ging. Dabei blieb es dort aber nur 50 Sekunden lang. In Überzahl brachte Dupuis die Ice Tigers in Führung (41.).

Die Panther, die bislang ein tadelloses Auswärtsspiel ablieferten, mussten somit erstmals einem Rückstand hinterherlaufen und intensivierten auch die Offensivbemühungen. Doch die Ice Tigers standen in der Defensive sehr gut und ließen den AEV kaum zur Entfaltung kommen.

Parkes an die Latte

Und wenn die Panther doch vor das Tor kamen, war Jenike zur Stelle. Der Nürnberger Goalie parierte beispielsweise herausragend mit der Schulter gegen Trevelyan (54.). Auch bei einer Dreifach-Chance von Thomas Holzmann blieb Jenike Sieger (57.).

Stewart nahm auch Boutin frühzeitig vom Eis und Parkes hatte den Ausgleich auf dem Schläger. Der Angreifer fälschte einen Schuss von Mark Cundari aber nur an die Latte ab (59.) – es war bereist der zweite Eisen-Treffer des AEV an diesem Nachmittag. Es sollte die letzte Chance der Panther gewesen sein, die sich für eine gute und couragierte Leistung nicht belohnen konnten.

Für den AEV geht es vor der Deutschland-Cup-Pause nun am Freitag mit dem nächsten Derby gegen den EHC Red Bull München weiter.



Liebesleben mit Puppe

„Die Puppe“ von Miro Gavran als hintergründige Komödie im sensemble Theater

Von Halrun Reinholz

Heiko Dietz und Kerstin Becke

Heiko Dietz und Kerstin Becke


Welch ein Glück für einen Mann: Marko hat eine weibliche Puppe gewonnen. Eine „hochmoderne Puppe, konstruiert aus erneuerbaren organischen Stoffen, ökologisch perfekt“. Sie riecht „wie eine junge, 30-jährige Frau, die vor etwa fünfzehn Minuten aus der Dusche gestiegen ist, sich abgetrocknet und ein Deo benutzt hat.“  Und sie hat nur eine Aufgabe: Männer glücklich zu machen. Mit Sex, aber auch, indem sie sich um den Haushalt kümmert und auf alle Wünsche des Mannes eingeht. Dabei ist sie immer zugewandt, ausgeglichen und verständnisvoll und hat so gut wie keine eigenen Bedürfnisse. Marko kann sein Glück kaum fassen, als er das Paket öffnet und Stella zum Vorschein kommt.

Doch bald schon merkt er, dass die Zweisamkeit ohne emotionale Turbulenzen auch nicht die Lösung seiner Probleme darstellt. Diese wurzeln in seiner früheren Beziehung zu Maria und werden ihm durch die stets logischen Folgerungen von Stella bei der Analyse seines Gemütszustands erst so richtig bewusst. Hintergründig und humorvoll beschreibt Miro Gavran in dem Stück „Die Puppe“ etwas, was digital heute möglich scheint; und er denkt diesen Gedanken konsequent weiter.

Die „Überzeugungslast“ tragen die beiden Darsteller: Heiko Dietz als schusselig-verplanter und zutiefst unglücklicher Marko und Kerstin Becke im Barbie-Look als ständig lächelnde Stella führen mit großem Können die beiden Charaktere vor. Regisseur Sebastian Seidel präsentiert den Alltag des ungleichen Paares in der Form einer „Fernsehstaffel“, auf der Leinwand wird vor jeder Szene die Intro eingeblendet. Die vermeintliche Harmonie („Ich bin darauf programmiert, dich glücklich zu machen.“), stößt immer da an ihre Grenzen, wo es um die Frage geht, warum Marko „nicht glücklich“ ist. Dennoch entscheidet er sich nach der „Probezeit“ dafür, Stella weiter zu behalten. Zu seiner Überraschung teilt ihm Stella jedoch mit, dass von ihrer Seite die Probezeit als nicht bestanden gilt, denn ihre Programmierung beinhaltet auch die Rückkoppelung auf die Eigenschaften des Partners.

Das versöhnliche Ende des Stückes stellt demnach eine „echte“ Beziehung immer noch höher als die „künstliche“. Das Zwei-Personen-Stück lebt von seinem flotten Tempo (Countdown vor jeder Szene, wie bei einem Dreh) und vor allem von der Leistung der beiden Darsteller. Das fabelhaft maskenhafte Dauerlächeln und die bestechend emotionsfreie Logik von Kerstin Becke kontrastieren mit dem etwas machohaften, leicht beleidigten, emotional schwankenden Gehabe von Heiko Dietz. Darin liegt die Spannung, aber auch die Komik als wesentlicher Bestandteil des Stückes. Ein durch und durch heiteres Theatererlebnis auf hohem Niveau.



Brechtfestival startet mit „Fatzer“

„Der Fatzer« ist ein Fragment. Brecht hat den Text jahrelang immer wieder überarbeitet und es 1932 schließlich aufgegeben – wirklich losgelassen hat ihn dieser nie. Es heißt, er hielt den Text für »unaufführbar.“ (Heiner Müller)
Dass er inzwischen dennoch aufgeführt wird, ist Heiner Müller zu verdanken. Für ihn war der Fatzer ein »Jahrhunderttext«. Müller hat sich dem umfangeichen Material angenommen und 1978 eine Bühnenfassung daraus gemacht. Und zwar in einem geradezu physischen Aushandlungsprozess: »Ich habe in dem Zimmer, in dem ich gearbeitet habe, die vierhundert Seiten ausgebreitet, bin dazwischen herumgelaufen und habe gesucht, was zusammenpasst. Ich habe auch willkürliche Zusammenhänge hergestellt, an die Brecht nicht denken konnte, ein Puzzle-Spiel.« Müller las zahlreiche Bezüge aus dem Text – quer durch die deutsche Geschichte und die des Humanismus – und landete schließlich auch bei der RAF. Wir sind gespannt, wie Regisseur Christian von Treskow den Text interpretiert.
Die Premiere seiner Inszenierung von »Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer« am Theater Augsburg eröffnet am 23.2. im martini-Park das Brechtfestival 2018.


SV Werder Bremen stellt Nouri frei

Die 0:3 Heimniederlage gegen den FCA sorgte für die Freistellung von Werder-Trainer Alexander Nouri

Am heutigen Montag trennte sich Werder Bremen von Trainer Alexander Nouri. U-23 Trainer Florian Kohfeldt übernimmt als Interimstrainer die Trainingsaufgaben. Manager Frank Baumann will den Markt sondieren, schließt eine Dauerlösung mit Kohfeldt aber nicht aus. Auch Co-Trainer Markus Feldhoff wurde freigestellt. Die Entscheidung traf die Werder-Geschäftsführung nach Krisengesprächen am Sonntagabend. Nouri wurde am Montagmorgen vor dem Training der Mannschaft über den Schritt unterrichtet.

„Wir sind der Überzeugung, dass dieses Trainerteam in den kommenden Tagen einen wichtigen Impuls setzen kann und die Verunsicherung in der Mannschaft auflösen kann“, so Geschäftsführer Frank Baumann, der bereits direkt nach dem Spiel gegen einen keineswegs überzeugenden FC Augsburg von Nouri Abstand nahm. Der FCA hätte, hätte er seine Chancen in der zweiten Halbzeit halbwegs besser verwertet, Bremen eine historische Niederlage zufügen können.



Siebentischwald: Löschproben wurden nur in Nähe Stempflesee entnommen

Die unbedenklichen und für den Menschen nicht schädlichen Schadstoffanteile in der Schlacke (Lösch), die im Siebentischwald bei den Sanierungsarbeiten am Stempflesee gefunden wurden, wurden im vergangenen Stadtrat von Umweltreferent Reiner Erben vorgestellt.

Reitweg im Siebentischwald: Nach Informationen der DAZ wurden diese mit Schlacke aufgeschüttet

Reitweg im Siebentischwald: Nach Informationen der DAZ wurden alle Reitwege mit Schlacke aufgeschüttet


Eva Weber sprach im Rahmen dieser Stadtratssitzung von Bedenklichkeitsanteilen wie bei „Blumenerde“. Das Umweltamt gab Entwarnung. Diese Unbedenklichkeitsfeststellungen bezogen sich allerdings nur auf Schlacke, die in Nähe des Stempflesees gefunden und überprüft wurde. Nach Informationen der DAZ befinden sich allerdings auf vielen Wegen durch den Siebentischwald Schlacke, deren Kontaminierung noch nicht überprüft wurde, wie Umweltreferent Reiner Erben auf Anfrage erklärte.

Zunächst sei festzustellen, dass es sich bei „Lösch“ um keinen feststehenden Begriff handeln würde und demnach auch keine Aussage getroffen werden könnte, ob dieses nicht näher definierte Material im Wegebau Verwendung gefunden habe. „Es lässt sich lediglich vermuten, dass hiermit Aschen und Schlacken gemeint sein könnten. Dem Umweltamt, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass zahlreiche Reitwege im Siebentischwald mit Aschen und Schlacken aufgeschüttet wurden“, so Erben in seiner Antwort auf die DAZ-Frage, ob es innerhalb der Stadtverwaltung bekannt sei, dass es im Trinkwasserschutzgebiet zahlreiche mit Lösch aufgeschüttete Wege geben würde. Deshalb seien dort auch, so Erben, keine Probeentnahmen angeordnet worden.

„Allerdings wurden und werden von der Bevölkerung zahlreiche Wege in den Stadtteilen als schwarze Wege bezeichnet. Einer dieser sogenannten „Schwarzen Wege“ wird im Rahmen der Amtsermittlung derzeit vom Umweltamt, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht historisch erkundet. Ergeben sich dabei Anhaltspunkte für eine schädliche Bodenveränderung, wird eine Probennahme veranlasst“, so Erben.



DEL: AEV schlägt Berlin – Achterbahnfahrt der Panther geht weiter

Die Augsburger Panther haben mit einem eindrucksvollen Heimsieg gegen die Eisbären Berlin in die Erfolgsspur zurückgefunden. In einem über weite Strecken hochklassigen und sehr abwechslungsreichen Spiel setzte sich der AEV am Ende verdient mit 7:4 durch. Die Tore für die Panther erzielten Drew LeBlanc (7., 55.), Trevor Parkes (9., 21.), T.J. Trevelyan (26., 30.) und Thomas Holzmann (34.). Für die Eisbären waren Jonas Müller (6.), Sean Backman (24.) und Jamie MacQueen (26., 28.) erfolgreich.

Eisbären treffen früh

Mike Stewart konnte gegen die Eisbären wieder auf Daniel Schmölz zurückgreifen und vertraute sonst dem gleichen Personal wie in Iserlohn. Anders als bei den Roosters zeichnete sich aber früh ab, dass die Zuschauer viele Treffer an diesem Abend sehen würden.

Beide Teams suchten immer den direkten Weg nach vorne und erspielten sich viele Großchancen. Die erste vergab Evan Trupp freistehend vor Petri Vehanen (2.), aber auch die Eisbären hatten durch Jens Baxmann die Führung auf dem Schläger.

Jonathan Boutin parierte stark (6.), war aber Sekunden später machtlos, als Müller nach einem Konter abstauben konnte (6.). Die Panther waren aber nicht geschockt und schlugen 77 Sekunden später in Überzahl zurück, als LeBlanc ebenfalls per Abstauber erfolgreich war (7.).

AEV dreht das Spiel

Und es kam noch besser, denn Parkes brachte den AEV weitere 80 Sekunden danach sogar in Führung. Der Angreifer erkämpfte sich selbst die Scheibe, zog trocken ab und Vehanen hatte keine Abwehrchance (9.).

Dabei blieb es bis zur ersten Pause, was aber auschließlich an den beiden starken Torhütern lag, denn Chancen für weitere Tore gab es genug.

So zeigte Boutin gegen Sheppard (12.), Florian Busch (15.) und Backman (16.) seine ganze Klasse. Vehanen verhinderte den Einschlag bei Schüssen von Brady Lamb und Holzmann (je 13.). Zudem setzte Holzmann den Puck in dieser Szene an den Pfosten (13.).

Wilde 13 Minuten mit sieben Toren

Im zweiten Durchgang zielte Parkes genauer und traf nur 35 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:1. Trupp hatte die Scheibe vor das Tor geackert und Parkes schnürte aus dem Gewühl den Doppelpack (21.).

Dieser Treffer sollte denkwürdige knappe 13 Minuten einläuten, in denen sechs (!) weitere Tore fielen. Zunächst konnte Boutin mit zwei Weltklasse-Reflexen gegen MacQueen (22.) und Martin Buchwieser (23.) den Anschluss noch verhindern.

Aber die Eisbären drängten weiter und trafen in Person von Backman, der dem Panthergoalie mit seinem strammen Schuss in den Winkel keine Chance ließ (24.). Keine 90 Sekunden später glichen die Gäste sogar aus, als MacQueen in Unterzahl zum 3:3 traf (26.).

Lange konnten die Eisbären über den Doppelschlag aber nicht jubeln, denn in der gleichen Überzahl war Trevelyan leidiglich 26 Sekunden nach dem Ausgleich erfolgreich. Doch auch die Hauptstädter beherrschen das Powerplay und kamen durch den zweiten Treffer von MacQueen erneut in die Partie zurück (28.).

Trevelyan und Holzmann lassen Fans jubeln

Das letzte Wort hatten in dieser wilden Phase aber die Panther. Zunächste markierte Trevelyan im Powerplay aus der Drehung sein zweites Tor (30.) und dann sorgte Holzmann für den vierten AEV-Treffer in Überzahl.

Mit diesem 6:4 ging es auch ins Schlussdrittel – auch dank Boutin, der gegen Baxmann einen weiteren herausragenden Save verzeichnen konnte (38.).

Im Schlussdrittel beruhigte sich das Geschehen dann. Die Panther waren darum bemüht gut zu stehen und spielten schnörkellos in der Defensive. Mit Erfolg, denn obwohl die Gäste anrannten, wurde es vor Boutin kaum noch gefährlich.

LeBlanc trifft zum Endstand

Als LeBlanc nach wunderschöner Vorarbeit von Aleksander Polaczek sechs Minuten vor dem Ende auf 7:4 stellte war das Spiel entschieden. Die Hausherren brachten den wichtigen Dreier in der Schlussphase locker über die Zeit.

Lange ausruhen können sich die Panther aber nicht: Bereits am Dienstag geht es in Nürnberg mit dem nächsten Spiel weiter. Am kommenden Wochenende stehen vor der Länderspielpause dann noch Partien gegen München und in Schwenningen auf dem Programm.



DEL: AEV-Panther schlagen Eisbären Berlin mit 7:4

Die Panther gewinnen ein verrücktes Eishockeyspiel verdient mit 7:4

Kampf, Leidenschaft und ein überragendes Powerplay (4 Treffer in Überzahl) sorgen für ein attraktives Spektakel, das die Fans mit 7 Toren im 2. Drittel begeisterte. Ein Spielbericht folgt.



FCA gewinnt in Bremen – Gregoritsch mit Doppelpack – Werder-Trainer vor dem Rauswurf

Der FC Augsburg gewinnt im Bremer Weserstadion gegen SV Werder Bremen vor 40.500 Zuschauern mit 3:0. Die Tore der Augsburger schossen Gregoritsch (40./61.) und Finnbogason (Foulelfmeter/47.).
Im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Hannover nahm FCA-Trainer Manuel Baum nur eine Veränderung vor: Marcel Heller ersetzte Jonathan Schmid auf der rechten Außenbahn. Es ging munter los im fast ausverkauften Weserstadion. Alfred Finnbogason setzte sich in der 8. Minute durch und sein Schuss wurde eine Beute von Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Danach überließ der FCA den Norddeutschen die Ballführung und verlegte sich aufs Kontern. Allerdings waren beide Mannschaften in ihren Offensivbemühungen zu ungenau, sodass es bei Weitschüssen blieb, die beide Torhüter nicht in Verlegenheit brachten.
In der 40. Minute traf Daniel Baier aus 16 Metern das Kreuzeck. Wenig später erzielte Michael Gregoritsch aus kurzer Distanz die FCA Führung mit dem Kopf. Den fünften Treffer des Österreichers bereitete Max mit einer wunderbaren weiten und punktgenauen Flanke vor.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte spielte Gregoritsch einen Pass in die Tiefe auf Finnbogason, der den Ball wegen einer schlechten Annahme fast schon verschenkt hatte, aber wegen eines ungeschickten Einsteigens von Niklas Moisander zu Fall gebracht wurde (45.+ 1). Finnbogason verwandelte den Elfer mit einem Schuss in die Tormitte.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
W
erder zeigte in der zweiten Hälfte mehr Struktur und zwang den FCA mit verbesserter Laufarbeit zu Fehlern, aber der FCA kam zu gefährlicheren Strafraumaktionen: Eine Freistoßflanke von Philipp Max verpasste Gregoritsch mit dem Kopf (49.). Bremen unternahm viel und erreichte nichts. Nachdem Rani Khedira mit einer starken Abwehrattacke den Ball zu Caiuby brachte, lief dieser Richtung Werder-Strafraum und brachte mit einem intelligenten Pass in die Gasse Gregoritsch in Schussstellung: 3:0 (61.). Danach war es um Bremen geschehen. Der FCA versäumte es, gegen eine auseinanderfallende Bremer Mannschaft sein Torverhältnis zu verbessern und vergab Chancen im Minutentakt. Allen voran Alfred Finnbogason, der sich bei einem einfachen Kopfball aus kurzer Distanz dergestalt ungeschickt anstellte, dass der Eindruck entstand, der Isländer wollte den Ball verteidigen.

Kurz vor Schluss einer schwachen Bundesligapartie sangen die Werder-Fans hämisch „Oh, wie ist das schön“. Im Anschluss geißelte Bremens Sportchef den Auftritt der Werder-Mannschaft („wie im Training“) und gab mit den branchenüblichen Floskeln zu verstehen, dass Werder-Trainer Alexander Nouri vor dem Aus steht.

„Wir haben gegen Hannover einige Fehler gemacht, die wir diesmal vermieden haben. Wir waren defensiv sehr stabil. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, auch wenn wir das ein odere andere Tor mehr hätten machen können. Kurz nach der Pause hatten wir eine Phase, in der wir keinen Zugriff hatten, aber mit dem 3:0 haben wir die Partie entschieden.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Geschehen.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) empfängt der FCA mit Bayer Leverkusen einen Tabellennachbarn, bevor die Augsburger am 18. November mit den Bayern die Klingen kreuzen.

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Kevin Danso; Jeffrey Gouweleeuw; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; Marcel Heller; Michael Gregoritsch; Francisco da Silva Caiuby; – Alfred Finnbogason.

Eingewechselt: Jonathan Schmid (80.); Ja-Cheol Koo (74.); Dong-Won Ji (87.); –

Ausgewechselt: Marcel Heller (80.); Michael Gregoritsch (87.); Alfred Finnbogason (74.);

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Jan-Ingwer Callsen-Bracker; Gojko Kacar; Erik Thommy;

Tore:

1:0 Michael Gregoritsch (40.)

2:0 Alfred Finnbogason (45.) Elfmeter

3:0 Michael Gregoritsch (61.)


FCA in Bremen: Ein Sieg wäre ein Fingerzeig nach oben

Der FC Augsburg verlor zuletzt unglücklich gegen Hannover 96 und ist nun seit vier Spielen ohne Sieg. Am heutigen Sonntag (15.30 Uhr) soll diese kleine Ergebniskrise ihr Ende finden.

Die Stimmung in der Mannschaft sei dennoch gut, so FCA-Trainer Manuel Baum, der nach der bitteren Niederlage gegen Hannover „herbergerische Töne“ anschlägt: „Wir haben ein klares Ziel und wissen, dass es ein langer Weg zum Klassenerhalt ist. Wir sind auf einem guten Weg, da wirft uns so etwas nicht aus der Bahn.“ Stattdessen gelte die volle Konzentration der Auswärtsaufgabe in Bremen. „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, so Baum.

Werder Bremen steht mit fünf Punkten auf Rang 17 und ist in dieser Bundesligasaison noch sieglos. Der Tabellenrang spiegelt laut Baum die Qualität der Bremer nicht wider. „Man muss differenzieren, wie sie gespielt haben und wie viele Punkte sie haben. In der Liga sind alle so eng zusammen, wir sind also gewarnt.“

In der 2. Runde des DFB-Pokals warf Bremen Hoffenheim aus dem Rennen. „Wenn sie in einen Flow kommen, haben sie richtig gute Qualität“, warnt Baum. „Sie könnten auch in der Liga deutlich mehr Punkte haben, hatten aber oft nicht das nötige Spielglück.“ Zudem steht Max Kruse, der mit einem Schlüsselbeinbruch einige Wochen nicht dabei war, wieder zur Verfügung. Kruse gehört zu den besten Stürmern der Liga und ist ein Angreifer, der gern das Spiel vor sich hat, weil er mit seiner Kreativität nicht nur für Tore, sondern auch fürs Gestalten zuständig ist. Auch Manuel Baum hebt die „hohe Fußballintelligenz“ des Stürmers hervor: „Er kann Spiele entscheiden, allerdings schauen wir nicht auf Einzelspieler.“

Manuel Baum im Herberger-Ton: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste"

Manuel Baum im Herberger-Ton: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste"


Heute stehen im Weser Stadion mit Jiri Pavlenka und Marwin Hitz zwei Torhüter zwischen den Pfosten, die in dieser Saison bisher zu den besten Torhütern in der Bundesliga zählen. Beim FCA mangelt es ohnehin mehr in der Offensive als in der Defensive. Augsburgs Zentrumsstürmer, der nach dem dritten Spieltag mit vier Toren die Torschützenliste der Bundesliga anführte, hat seit sechs Spieltagen kein Tor mehr erzielt. Seine Ladehemmung scheint symtomatisch für die aktuelle FCA-Situation: Der FCA zeigte sich in jeder Partie auf Augenhöhe, brachte aber die wenigsten Angriffe ins Ziel. Mannschaften, deren Mittelstürmer nicht treffen, befinden sich meistens im Sinkflug. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man setzt Finnbogason auf die Bank oder baut weiter auf ihn – mit der Hoffnung, dass er das Trainer-Vertrauen mit Toren zurückzahlt.

Möglicherweise wäre es ohnehin am klügsten, würde der FCA sich von der Idee eines klassischen Mittelstürmers verabschieden und auf eine hängende Spitze setzen. Dafür stünde auch erstligataugliches Personal zu Verfügung. Michael Gregoritsch zum Beispiel. Der Neu-Augsburger erzielte drei der letzten fünf FCA-Tore. Gut möglich, dass Gregoritsch in Bremen aufläuft: Gegen keinen Club traf er in der Bundesliga öfters als gegen Werder (vier Mal in vier Spielen).
Für den FCA spricht auch die unglaubliche Negativserie der Bremer: Saisonübergreifend ist Werder seit zwölf Bundesliga-Spielen sieglos – genau sechs Monate. Dagegen steht die Augsburger Bilanz: Gegen Werder Bremen erzielte der FCA sieben Siege aus 12 Spielen. In seiner Bundesliga-Geschichte feierte der FCA gegen keinen Klub mehr Siege als gegen Werder Bremen.

Mit einem weiteren Sieg könnte sich der FCA deutlicher von den prekären Tabellenplätzen absetzen und dürfte wieder von größen Zielen als dem bloßen Nichtabstieg träumen.

Wahrscheinliche Aufstellung: Hitz – Opare, Danso, Gouweleeuw, Max – Khedira, D. Baier – Heller, Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason.


Gedenkveranstaltung gegen das Vergessen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes lädt zu Gedenkveranstaltung auf dem Augsburger Westfriedhof ein

„Das Leid, das Anhänger der Nazidiktatur Menschen angetan haben, darf nicht vergessen werden. Mit dem Gedenken an die Opfer der Nazidiktatur und des Krieges wird auch daran erinnert, wohin eine völkisch und nationalistische Ideologie führt“, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Die beiden Organisationen wurden vor 70 Jahren von Überlebenden der Konzentrationslager, um dafür einzutreten, dass es nicht wieder zu einem faschistischen Deutschland kommt.

Aus diesem Grund findet am 1. November (10.30 Uhr) eine Gedenkveranstaltung am Denkmal für die Opfer der Nazidiktatur statt. Das Denkmal wurde 1950 von der Stadt Augsburg auf dem Westfriedhof errichtet und erinnert an 235 in den Konzentrationslagern der Faschisten umgekommener Menschen die zum großen Teil auf dem Gedenkhain vor dem Denkmal ihre letzte Ruhestätte fanden. – Die Gedenkveranstaltung steht am Beginn der 38. Augsburger Friedenswochen. Treffpunkt ist am 1. November um 10.30 Uhr vor dem Krematorium des Westfriedhofs. Von dort wird ein Schweigemarsch zur Gedenkstätte ziehen. Christel Hausladen-Sambale (VVN-BdA Kreisvereinigung Nürnberg) wird am Gedenkhain eine Ansprache halten.



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