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Theater Augsburg: Mit dem Shuttle zum martini-Park

Der Theatershuttle »Ananas-Express« startet am 1.10.2017 zur ersten Premiere

Am Sonntag, den 1. Oktober 2017, pünktlich zur ersten Premiere der Theatersaison »Der Freischütz«, nimmt der Theatershuttle in den martini-Park zum ersten Mal Fahrt auf.
 Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und eine Stunde nach Vorstellungsende wird der »Ananas-Express« Besucher des Theaters im Viertelstundentakt zur neuen Spielstätte im martini-Park bringen. Jede Fahrt kostet 0,50 Euro. Der Theatershuttle pendelt zwischen dem Parkhaus der City-Galerie, dem Theatereingang in der Schäfflerbachstraße und der Straßenbahnhaltestelle »Textilmuseum«.

Es wurden an zwei Standorten Haltestellen eingerichtet

Für Besucher mit dem PKW eignen sich die Haltestellen an der City-Galerie Ausgang Süd und in der Bürgermeister-Dreifuß-Straße
. Autofahrer können im Parkhaus der City-Galerie – idealerweise auf den Parkplätzen im Bereich A auf allen Parkdecks – gebührenpflichtig rund um die Uhr parken. Eine Beschilderung weist dort den Weg zur Haltestelle. Das Parken auf dem Gelände des martini-Parks ist nicht möglich.

Für Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, wird der Ausstieg an der Straßenbahnhaltestelle »Textilmuseum«  empfohlen. 
Außerdem steht ein Taxistand vor dem neuen Theatereingang zur Verfügung. Behindertenparkplätze sind ebenfalls eingerichtet. Der Zugang auf das Gelände und in die Spielstätte ist barrierefrei.



Schiller und die Schwindsucht – Straßentheater von „Schluck und weg“

Straßentheater beleuchtet Armutskrankheit Tuberkulose

„Es mag vielleicht noch nicht morgen sein, aber mit gerechten Chancen kriegen wir dich klein!“

(Fängt in seiner Verzweiflung/Wut an, die Armut vom Podest zu reißen)



Von Udo Legner

Staßentheater "Schluck und weg" am Augsburger Moritzplatz -- Foto: Barbara Holl

Staßentheater "Schluck und weg" am Augsburger Moritzplatz -- Foto: Barbara Holl


Was wie der Abgesang des abgehalfterten sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten beziehungsweise wie sein erster Auftritt als neuer Parteichef von der Oppositionsbank anmutet, spielte sich vor wenigen Tagen auf dem Augsburger Moritzplatz ab. Dort gab es am 28.09.2017 ein Gastspiel des Aktionstheaters „Schluck und weg“, das deutlich machte, dass es sie auch nach dem desaströsen Wahlergebnis noch gibt: Initiativen und Projekte, die das Ziel haben, die Welt zu verändern. „Schiller und die Gesundheitsräuber“ – so der Titel ihres Straßentheaters, das die bunt zusammengewürfelte Studentengruppe – aus Bielefeld, Frankfurt und Vorarlberg – mal vor mehr, mal vor weniger Passanten zum Besten gab.

Initiiert von der BUKO Pharma-Kampagne finden sich seit über 30 Jahren an die zehn Personen, die Lust verspüren, ein Theaterstück zu erarbeiten und zwei Wochen ehrenamtlich durch Deutschland zu touren (nächster Auftritt: Berufsbildungszentrum Ellwangen). Nicht Schauspielkunst oder das perfekte Theaterstück steht für diese Truppe an erster Stelle, sondern politisches Engagement und Spaß an der politischen Aktion. Für sie ist Aktionstheater das Medium entwicklungspolitischer Öffentlichkeitsarbeit schlechthin. An vier Wochenenden erarbeiteten die Studenten mit einer Theaterpädagogin und Regisseurin ein zwanzigminütiges Stück. Um sicherzugehen, dass ihre Botschaft auch verstanden wird, gibt es begleitend zur Theateraufführung am Infostand Aufschluss über die Ziele der Kampagne.

Kooperationspartner vor Ort unterstützen die Truppe – in Augsburg war es die „Werkstatt Solidarische Welt“. Sie kümmern sich im Vorfeld um die Auftrittsgenehmigung und sorgen für unentgeltliche Unterkunft und Verpflegung der Schauspieler. In dem Stück „Schiller und die Gesundheitsräuber“ – auch hier drängt sich eine Allusion zur Bundestagswahl auf, aber dies wär eine andere und eher traurige Geschichte – werden die Auswüchse der Pharmaindustrie angeprangert, die durch großzügige Antibiotika-Werbung zur Resistenz der Tuberkulose-Erreger beigetragen hat und in den armen Ländern der Erde jährlich bis zu 2 Millionen Todesfälle verursacht. Im 19. Jahrhundert war die Schwindsucht in ganz Europa gefürchtet und bekanntlich fiel ihr auch Friedrich Schiller zum Opfer.



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