Wendejahre
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Zugunglück am Augsburger Hauptbahnhof

Großeinsatz der Rettungskräfte am Montag Nachmittag. Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge wurden vier Personen verletzt. Die Bergungsarbeiten sind voraussichtlich am Dienstag Vormittag abgeschlossen.

Kollision zweiter Personenzüge - Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg

Kollision zweiter Personenzüge - Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg


Nördlich des Augsburger Hauptbahnhofs sind am Montag zwei Nahverkehrszüge zusammengestoßen. Ein Personenzug der DB Regio befand sich auf Leerfahrt und war mit drei Personen besetzt. Während eines Rangiervorgangs kollidierte dieser mit einem Personenzug der Bayerischen Regiobahn (BRB), entgleiste bei dem Unfall, geriet in Schieflage und riss dabei die unter Spannung stehende Oberleitung ab. In dem Zug der BRB befanden sich 13 Personen. Dabei erlitten vier Personen einen Schock, wovon drei vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Aufgrund der zunächst unklaren Anzahl an möglichen Verletzten waren die Berufsfeuerwehr Augsburg, die Freiwilligen Feuerwehren Göggingen und Haunstetten mit über 50 Kräften sowie zahlreiche Rettungsdienste und die Polizei im Einsatz. Zur Dokumentation flog über der Einsatzstelle ein Hubschrauber.

Sämtliche Verbindungen in und aus Richtung Norden waren deshalb unterbrochen. Seit dem späten Nachmittag ist die Strecke nach Ulm wieder befahrbar. Die Bergung des entgleisten Zuges wird voraussichtlich bis Dienstag früh andauern, da hierfür ein Bergungskran anfahren muss. Reisende in Richtung Donauwörth müssen sich deshalb weiterhin auf massive Beeinträchtigungen einstellen, bis die Strecke wieder freigegeben wird.



Augsburg/Günzburg: Klinikbeschäftigte streiken für Entlastung

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten des Klinikum Augsburg und der Kreisklinik Günzburg – Krumbach am Dienstag (19. September 2017) zum Warnstreik für einen „Tarifvertrag Entlastung“ auf

Klinikum Augsburg - Foto: Stefan Steinhagen

Klinikum Augsburg - Foto: Stefan Steinhagen


„Leider zeigt der Arbeitgeber keine Bereitschaft, unserer Aufforderung zu Tarifverhandlungen über die Entlastung des Klinikpersonals nachzukommen“, so Stefan Jagel, zuständig bei ver.di Augsburg für das Gesundheits- und Sozialwesen. „Deshalb erhöhen wir jetzt mit einem ersten Warnstreik den Druck. Wir meinen es ernst: Die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern – und zwar schnell.“ Mit dem Klinikum Augsburg und der Kreisklinik Günzburg und Krumbach wurde zwischen ver.di und dem jeweiligen Arbeitgeber eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen.

Konkret fordert ver.di unter anderem die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung im Tarifvertrag sowie Regelungen zum Belastungsausgleich, falls die tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Zudem muss sich die Ausbildungsqualität verbessern, beispielsweise durch die Freistellung von Ausbilder/innen für die Zeit der praktischen Anleitung von Auszubildenden. Es muss ausgeschlossen werden, dass Auszubildende für die Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden.

„Die Beschäftigten der Krankenhäuser sind am Limit, die Arbeitsüberlastung ist unerträglich. Darauf hat ver.di immer wieder mit Aktionen und Appellen Aufmerksam gemacht«, so Stefan Jagel. „Geredet wurde viel, jetzt müssen die Klinikleitungen endlich aktiv werden und mit ver.di über einen Tarifvertag Entlastung verhandeln.“

In verschiedenen Regionen der Bundesrepublik finden zeitgleich Streiks in Krankenhäusern statt, in anderen zeigten sich die Arbeitgeber gesprächsbereit. Nach Berechnungen der Gewerkschaft fehlt es im Pflegebereich in hohem Maß an Personal. Für eine angemessene Versorgung müsste es 162.000 Stellen in Krankenhäusern mehr geben, davon 70.000 Pflegefachkräfte. In Augsburg findet am Dienstag, den 19. September um 11.30 Uhr ein Demonstrationszug zum Rathausplatz statt. – Gegen 12.15 Uhr gibt es dort die Abschlusskundgebung.



Finale des Fotowettbewerbs ARTram

Busse und Straßenbahnen in Augsburg wurden zu rollenden Ausstellungsorten eines Fotowettbewerbs

Der Fotowettbewerb ARTram der Stadtwerke Augsburg fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Zum Thema „Mobilität in all ihren Facetten“ wurden seit Oktober in den Augsburger Bussen und Straßenbahnen die Finalistenfotos des Wettbewerbs ausgestellt.

Welches der von der Jury ausgewählten fünfzehn Finalistenfotos schließlich den Wettbewerb gewinnt, wird am heutigen Montag, den 18. September 2017 in einer öffentlichen Abstimmung über die Facebook-Seite swa Mobilität ermittelt. Der Gewinner darf sich über eine neue Fotoausrüstung im Wert von 500 Euro freuen. – In der „Fahrenden Galerie“ (swa) können im Anschluss an die Siegerehrung alle Bilder der Finalisten bewundert werden.



FCA flanscht sich an die Tabellenspitze

Der FC Augsburg gewinnt bei Eintracht Frankfurt vor 46.500 Zuschauern in der Commerzbank-Arena mit 2:1. Die Tore für den FCA erzielten Philipp Max (21.) und Caiuby (77.). Den Anschlusstreffer für die Eintracht markierte Jovic (79.). In der Schlussphase überstanden die Augsburger ein starkes Powerplay der Frankfurter und brachten mit Glück und Geschick das Ergebnis über die Zeit.

FCA-Trainer Manuel Baum veränderte die „Kölner Elf“ auf zwei Positionen: Für Gregoritsch spielte Koo und für Caiuby stand Schmid in der der Startelf. Der FCA zeigte sich taktisch auf der Höhe, indem er tief stand und auf frühes Pressing verzichtete, um gegen Stärke der Eintracht gewappnet zu sein: lange Präzisionsbälle in die Spitze. So geschah zunächst recht wenig, bis Heller einen Freistoß auf der rechten Seite erhielt, den Max mit viel Schnitt und Zug über die Abwehr hinweg ins lange Eck zirkelte. Frankfurt erhöhte den Druck, ohne ernsthafte Gefahr vor Marwin Hitz zu generieren. Die Augsburger Führung zur Pause kann man gerade noch als „verdient“ bezeichnen.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Mit der Einwechslung von Rebic erzeugte SGE-Trainer Kovac in der zweiten Halbzeit ein intensives Druckspiel, dem der FCA nicht gewachsen schien. Boateng (47.), Chandler (53.), de Guzman (58.) und Haller (59.) zeigten jedoch zu wenig Klasse, um das Übergewicht an Ballbesitz und Tordrang in etwas Zählbares umzumünzen. Der FCA stand tief, setzte nur noch Nadelstiche und sollte dabei Effizienz zeigen: Caiuby zirkelte in großartiger Manier einen Ball aus der Ferne über den etwas zu weit vor dem Tor postierten Eintracht-Keeper. (77.). Im Gegenzug leistete sich Hintereeger einen Riesenbock auf der linken Seite, der den Frankfurtern eine Großchance bescherte, doch Hitz lenkte einen Ball aus kurzer Distanz mit einem Weltklassereflex ins Aus. Die anschließende Ecke köpfte Jovic direkt und unhaltbar zum Anschlusstreffer ein (79.).

In der Schlussphase setzten die Frankfurter mit weiten Bällen alles auf eine Karte und hatten gute Chancen zum Ausgleich: Boateng (84.), Rebic (87.) und de Guzman (90.+2). In dieser Phase zeigte der FCA zu wenig Wille zu Entlastungsangriffen und brachte mit Glück und dem Unvermögen der Eintracht den Spielstand über die Zeit. Nach vier Spielen steht der FCA nach dem besten Start seit Zugehörigkeit zur Bundesliga auf Tabellenplatz 6.

Bereits am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) empfängt der FC Augsburg RB Leipzig.

FCA: Marwin Hitz; – Philipp Max; Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Daniel Opare; – Ja-Cheol Koo; Marcel Heller; Jonathan Schmid; Daniel Baier; Rani Khedira; – Alfred Finnbogason.

Eingewechselt: Konstantinos Stafylidis (80.); Francisco da Silva Caiuby (68.); Sergio Córdova (89.);

Ausgewechselt: Philipp Max (80.); Jonathan Schmid (68.); Alfred Finnbogason (89.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Gojko Kacar; Michael Gregoritsch; Jan Moravek.

Tore (aus Sicht des FCA):

1:0 Philipp Max (20.)

2:0 Francisco da Silva Caiuby (77.)

2:1 Luka Jovic (79.)



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