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DEL: Panther perlen an Pielmeier ab

Nach einer kämpferisch wie spielerisch starken Eishockeypartie musste sich der AEV in Ingolstadt gegen den ERC Ingolstadt vor 3.917 Zuschauern mit 4:2 geschlagen geben.

Der vierte Sieg der Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sollte nicht sein. Das Team von Trainer Mike Stewart musste sich am Sonntagabend den Ingolstädtern beugen, weil dessen Golie Timo Pielmeier einen überragenden Tag erwischte und mit seiner Leistung den Unterschied ausmachte. Ingolstadt ging mit 2:0 in Führung und zeigte sich in der Chancenverwertung effizienter. Die Tore für den AEV erzielten T.J. Trevelyan (45.) und Gabe Guentzel (55.). Für Ingolstadt waren Brandon Buck (3.), Darin Olver (10.), Greg Mauldin (45.) und Michael Collins (47.) erfolgreich.

Boutin muss passen

Trainer Mike Stewart musste im Panther-Duell neben Derek Dinger auch auf den angeschlagenen Jonathan Boutin verzichten. Für ihn rückte Ben Meisner wie schon im Schlussdrittel gegen Straubing zwischen die Pfosten. Und der Panthergoalie musste früh hinter sich greifen. Die Gastgeber fanden sofort ins Spiel und nutzten das erste Powerplay promt aus. Buck zog aus der Distanz ab, der Puck wurde noch leicht abgefälscht und Meisner war chancenlos (3.).

Die Panther taten sich dagegen schwer, zu guten Chancen zu kommen und konnten auch ein Überzahlspiel nicht nutzen. Kurz nachdem die Ingolstädter wieder komplett waren, hieß es sogar 2:0. Zunächst parierte Meisner stark gegen Olver, aber der ERC blieb dran und im zweiten Versuch traf der Ex-Augsburger aus kurzer Distanz genau unter die Latte (10.).

Panther tun sich schwer

Die Führung war verdient, denn Ingolstadt war das bessere Team und ließ in der Defensive kaum Chancen für den AEV zu. Im Mitteldrittel kamen die Panther etwas besser ins Spiel und gestalteten die Partie ausgeglichener. Die beste Möglichkeit konnte Trevelyan in Überzahl aus kurzer Distanz allerdings nicht nutzen (31.). Jedoch hatte auch Ingolstadt Chancen auf weitere Treffer, aber Meisner zeigte eine starke Vorstellung.

Im Schlussdrittel schienen die Panther drauf und dran, das Spiel zu drehen:: Nach einer schönen Kombination zielte Trevelyan ganz genau und konnte Timo Pielmeier im Ingolstädter Tor erstmals überwinden (45.).

Anschlusstreffer währt nur kurz

Die Freude währte aber nicht lange, denn nur 36 Sekunden später stellten die Hausherren durch Mauldin den alten Abstand wieder her (45.). Und keine zwei Zeigerumdrehungen danach erhöhte der ERC durch Collins sogar auf 4:1 (47.). Doch die Panther gaben sich nicht auf und spielten nun mutig nach vorne. In Überzahl kamen die Gäste durch einen herausragenden Alleingang von Guentzel sogar noch einmal heran (55.).

Und auch danach blieb es spannend. Der AEV warf alles nach vorne, kam zu einigen hervorragenden Chancen und traf durch Trevor Parkes sogar noch die Latte (59.). Aber ein weiterer Treffer wollte nicht fallen. Pielmeier hielt mit großartigen Reflexen, was zu halten war.

Für die Panther geht es am kommenden Wochen mit zwei absoluten Krachern weiter. Zuerst gibt am Freitag der noch verlustpunktfreie Tabellenführer aus Nürnberg seine Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion ab. Zwei Tage später treten die Panther bei den Kölner Haien an.


„Haut ab!“ – Zirka 1.500 Augsburger demonstrieren gegen eine Pegida-Veranstaltung

Eine Pegida-Veranstaltung mit zirka 40 Teilnehmern wurde zu einem Ausrufezeichen für ein weltoffenes Augsburg.

Anti-Pegida-Demo auf dem Rathausplatz (c) Christian Menkel

Anti-Pegida-Kundgebung auf dem Rathausplatz 


In Spitzenzeiten demonstrierten bis zu 1500 Menschen in der Augsburger Innenstadt für eine demokratische Stadtgesellschaft, ohne Rassismus und Islamphobie. Mit „Nazis raus“- und „Haut ab“-Parolen wurde die kleine Gruppe der Pegida-Anhänger zu nicht willkommenen Personen erklärt.

Die Münchner Pegida-Bewegung hatte ihre Veranstaltung auf dem Rathausplatz organisiert und am späten Abend einen Marsch durch die Innenstadt angemeldet. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl unterstützte den Aufruf eines breiten Bündnisses, das ein Zeichen gegen Pegida setzen wollte. Gribl stellte sich auf dem Rathausplatz auf eine Bank und hielt eine kurze Rede. Er sei glücklich darüber, dass so viele Leute gekommen seien, die Stadt sage Ja zu unseren demokratischen Grundwerten und Nein zu rechtsradikalen Parolen.

Die Veranstaltung sorgte für erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr und für einen verstärkten Polizeieinsatz mit zirka 230 Beamten.


Feuerwehr Augsburg weckt großes Interesse

Zum Tag der offenen Tür der Berufsfeuerwehr Augsburg kamen 15 000 Besucher

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Augsburg - Foto: Feuerwehr Augsburg

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Augsburg - Foto: Feuerwehr Augsburg


Dass die Feuerwehr auf Alt und Jung eine große Faszination ausübt, wurde einmal mehr am heutigen Tag der offenen Tür der Berufsfeuerwehr Augsburg in der Berliner Allee mit einem Rekord von gut 15000 Besuchern bewiesen. Vor Ort waren auch die sieben Freiwilligen Feuerwehren der Stadtteile und einige Werkfeuerwehren.

Ein breitgefächertes und Programm mit zahlreichen Demonstrationen und praktischen Übungen sowie die Besichtigung des gesamten Fuhrparks begeisterten Kinder und Erwachsene. Auch ein Spielmannszug trug zur Unterhaltung bei.



Försters freier Fall

Wenn am morgigen Montag dem ehemaligen Augsburger Landtagsabgeordneten Linus Förster im Landgericht Augsburg von der Staatsanwaltschaft die Anklage vorgetragen wird, wird im Gerichtssaal jeder Stuhl besetzt sein. Linus Förster wird der Besitz von 1338 kinderpornografische Dateien, davon 814 Fotos und 524 Videos vorgeworfen.

Dr. Linus Förster -- Foto: SPD/dpa

Dr. Linus Förster -- Foto: SPD/dpa


„Die Bandbreite reicht von sogenannten Posing-Bildern, die Kinder nackt in aufreizenden Positionen zeigen bis hin zu Geschlechtsverkehr von Erwachsenen mit Kindern, die zum Teil deutlich unter 14 sind“, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Nicht weniger wiegt der Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen in zwei Fällen, versuchter schwerer sexueller Missbrauch und sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen in sechs Fällen – jeweils mit Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs mit Bildaufnahmen. Dazu kommen Körperverletzung und versuchte Nötigung.

Wie vergangene Woche zu erfahren war, wird Förster wohl die meisten Vorwürfe einräumen und ein umfassendes Geständnis ablegen. Die Verteidigungsstrategie liegt auf der Hand: Die Beweislast ist erdrückend und mit einem Schuldeingeständnis ist ein milderes Strafmaß zu erhoffen. Unabhängig vom Strafmaß (Experten gehen davon aus, dass Förster mit mindestens fünf Jahren Haft plus x zu rechnen hat), steht mit Linus Förster ein Mann vor Gericht, dessen Realitätssinn nur noch selten mit der Wirklichkeit korrespondierte. Bis zum letzten Wort seines politischen Lebens bewohnte Förster ein Gebäude, das aus Lügen und verzerrter Selbstwahrnehmung gezimmert war. Försters letzte Lüge in seinem politischen Leben dürfte vermutlich am 16. November 2016 seine schriftliche Zurückweisung gewesen sein, dass es sich beim Verfahren gegen ihn um „Spannerfotos von Kindern“ handeln könnte. Es handelt sich bei dieser Zurückweisung um ein politisches Statement, das gegen aufkommende Gerüchte im Netz gerichtet war. „Die mir vorgeworfenen Verfehlungen sind ausschließlich privater Natur und haben nichts mit meiner politischen Arbeit zu tun. Sie widersprechen aber den Werten und Idealen meiner Partei.“ Förster legte sein Landtagsmandat nieder und trat aus der SPD aus.

Der härteste Fall in der Causa Förster bestünde wohl darin, wenn das Gericht zur Auffassung käme, dass „Kernpädophilie“ nicht auszuschließen sei und somit eine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt auf unabsehbare Zeit vorsehen würde. Doch davon ist, wie Försters Anwalt Walter Rubach der DAZ versicherte, nicht auszugehen. Die größte Strafe dürfte für Förster ohnehin nach der Haftstrafe beginnen, wenn es darum geht, ein Leben nach der Strafe, aber mit dem „bürgerlichen Tod“ zu leben. Die Ächtung der Gesellschaft wird sich für Förster auch nach vielen Jahren Haft nicht mildern. Mit dem Ausschluss aus der bürgerlichen Registratur und mit Hartz IV wird Heinrich „Linus“ Förster, der mit einer mehrjährigen Verurteilung wohl auch seine Pensionsansprüche verlieren wird, sein Leben nach der Haft gestalten müssen.



A8: Spektakulärer Unfall mit Schutzengel

Auf der Höhe Dasing ereignete sich heute Vormittag auf der Autobahn ein schwerer Verkehrsunfall, der eine Totalsperrung der A8 nach sich zog.

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Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg


Ein Sportwagen kam offensichtlich ohne Fremdeinwirkung von der Fahrbahn ab, fuhr über die Böschung und prallte gegen eine Mittelschutzplanke. Zwei Personen wurden verletzt vom Notarzt und Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Bei den Personen liegen mittelschwere Verletzungen vor. Die Autobahn war in Fahrtrichtung München komplett gesperrt. Die Berufsfeuerwehr Augsburg sicherte die Einsatzstelle. Die Autobahn ist inzwischen wieder befahrbar. Angesichts der dokumentierten Zerstörung des PKWs besteht große Erleichterung darüber, dass der Unfall für die beiden Insassen nicht tödlich endete. „Da muss wohl ein Schutzengel in der Nähe gewesen sein“, so der Kommentar der DAZ-Bildredaktion.


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