Wendejahre
Maximilian I.
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DEL: Panther mit Traumstart

Die Augsburger Panther haben auch das dritte Saisonspiel der Spielzeit 2017/18 gewonnen. In einer spannungsgeladenen Begegnung gegen die Straubing Tigers behielt der AEV vor 5.800 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion mit 5:4 die Oberhand. Die Treffer für die Panther erzielten Matt White (3.), Daniel Schmölz (9.), Drew LeBlanc (17.), T.J. Trevelyan (25.) und Trevor Parkes (44.). Für Straubing waren Alexander Oblinger (15.), Mike Connolly (30.) und Austin Madaisky (37., 48.) erfolgreich.

Trevelyan und Valentine wieder dabei

Mike Stewart konnte gegen die Tigers wieder auf Trevelyan und Scott Valentine zurückgreifen. Derek Dinger fällt dagegen in den kommenden Wochen mit einer Knieverletzung aus und war nicht dabei. Im Tor setzte der Coach wieder auf Jonathan Boutin und dieser konnte gemeinsam mit seinen Vorderleuten früh jubeln.

Bereits in der dritten Spielminute gingen die Panther in Führung. Evan Trupp und Michael Davies eroberten hinter dem Straubinger Tor den Puck, Davies bediente den völlig freistehenden White und dieser hatte keine Probleme, seinen vierten Saisontreffer zu erzielen. Der Höhepunkt einer munteren Anfangsphase, in der die Panther mehr vom Spiel hatten. Mit zunehmender Spielzeit wurde der AEV immer stärker und legte nach.

Schmölz trifft zum 2:0

Schmölz erkämpfte sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie, fuhr aufs Gästetor zu, umspielte noch einen Gegenspieler und schoss zum 2:0 ein (9.). David Stieler hätte sogar nachlegen können, aber der nächste Treffer war den Gästen vergönnt. Bei einem Zwei-auf-Eins-Angriff bediente Sandro Schönberger den mitgelaufenen Alexander Oblinger und dieser ließ Boutin mit seinem platzierten Abschluss mit der Rückhand keine Chance (15.).

Doch die Panther schlugen im Powerplay sofort zurück. Über Mark Cundari und Brady Lamb lief die Scheibe hervorragend und letztlich musste LeBlanc nur noch einschieben (17.).

Im zweiten Drittel kamen die Gäste dann besser ins Spiel. Ex-Panther Mike Connolly lief alleine auf Boutin zu, aber der Schlussmann des AEV verhinderte den abermaligen Anschlusstreffer (21.).

Trevelyan aus spitzem Winkel

Panther-Fans sorgten im erneut ausverkauften CFS für Großkampfstimmung (c) DAZ

Panther-Fans sorgten im ersten Heimspiel für Großkampfstimmung (c) DAZ-Archiv


Besser machte es auf der Gegenseite Trevelyan, der aus spitzem Winkel einen Weg vorbei an Sebastian Vogl fand (25.). Doch die Tigers ließen sich nicht hängen und kamen bei vier gegen vier ins Spiel zurück, als Connolly den Puck zum 4:2 über die Linie stocherte (30.). Und ab der 37. Minute führten die Panther nur noch mit einem Treffer. Madaisky schoss eigentlich neben das Tor, aber von der Bande sprang der Puck Boutin von hinten an den Schoner und von dort ins Tor. Ein Glückstor mit Tiefenwirkung. Die Straubinger drängten nun auf den Ausgleich und brachten jede Scheibe konsequent zum Tor. Ein weiterer Treffer fiel im Mitteldrittel aber nicht. Dies änderte sich prompt im dritten Spielabschnitt. Kurz nachdem Straubing eine Unterzahlsituation überstanden hatten, trafen die Panther. Ein Schuss von Gabe Guentzel wurde geblockt, Parkes schaltete blitzschnell und katapultierte den Hartgummi per Rückhand zum 5:3 ins Netz (44.).

Offener Schlagabtausch im dritten Drittel

Der AEV suchte nun die Entscheidung und hatte im nächsten Powerplay mehrfach den sechsten Treffer auf dem Schläger, aber es fehlte das Spielglück, also wenige Millimeter, zum Erfolg. Und so kam es, wie es kommen musste: Straubing fuhr einen perfekten Konter und traf durch Madaisky zum 5:4. Der mittlerweile eingewechselte Ben Meisner war chancenlos (48.).

Das Spiel wogte nun hin und her und beide Teams hatten Chancen auf weitere Treffer. Die größte vergab White, als er alleine auf Vogl zulief, aber am Straubinger Goalie scheiterte (52.). So blieb es bis zum Ende spannend. Straubing nahm Vogl vom Eis, aber ein Treffer sollte nicht mehr fallen. Auch nicht für die Panther, die in der Schlussminute zweimal das leere Tor nicht trafen (David Stieler und Cundari).

Zum Sieg reichte es auch so und damit fahren die Panther mit dem perfekten Punktekonto zum nächsten Derby. Am Sonntag um 19:00 Uhr steht das Spiel beim ERC Ingolstadt auf dem Programm.



Theaterkasse jetzt am Rathausplatz

Zum Start der neuen Spielzeit des Stadttheaters ist die Theaterkasse in die Räume der Bürger- und Touristinfo an den Rathausplatz gezogen

Theaterkasse startet in Bürgerinfo. Foto: Jan Pieter Fuhr

Theaterkasse startet in Tourist- und Bürgerinformation (v.l. Richard Goerlich, André Bücker, Friedrich Meyer, Götz Beck - Foto: Jan-Pieter Fuhr)


Was passiert mit der Theaterkasse, wenn das Theatergebäude demnächst ganz dichtmacht und der Umbau losgeht? Das haben sich in den letzten Wochen viele gefragt. Pünktlich zum offiziellen Beginn der neuen Spielzeit kann man am Rathausplatz im Büro der Tourist- und Bürgerinformation der Stadt die Theaterkarten für die gesamte Spielzeit kaufen oder sich über den Spielplan beraten lassen.

Ein „Informationskompetenzzentrum“ nannte Götz Beck von der Regio Augsburg Tourismus GmbH den neu belebten Ort im Herzen der Stadt. Dass es hier öfter turbulent zugeht, wusste man. Und auch, dass im Herbst und vor Weihnachten die Stadt immer gut besucht ist und die Kolleginnen am Regio-Schalter alle Hände voll zu tun haben. Doch man hat sich arrangiert und eine Ecke für die Theke der Theaterkasse freigemacht. Ein Synergieeffekt wäre zumindest, dass interessierte Touristen sich gleich auch über das Theaterprogramm informieren und Tickets kaufen können.

Der neue Standort hat auch Vorteile: Er ist zentral gelegen und gut erreichbar. Man kann also durchaus schnell im Vorübergehen spontan Theaterkarten einkaufen – was auch nötig sein wird, denn manch treuer Theaterbesucher blickt mit Skepsis auf die gefühlt schwer erreichbare Spielstätte im Martinipark. Da muss man sich erst einmal daran gewöhnen.

Erste Premieren im Oktober

Gelegenheit dazu gibt es am 24. September, dem Tag der Bundestagswahl, wenn an der neuen Spielstätte das Theaterfest „von 11 bis open end“ stattfindet und sich die „Neuen“ (die Intendanz und ein großer Teil des Ensembles) dem Augsburger Publikum zum ersten Mal präsentieren. Danach stehen Schlag auf Schlag die ersten Premieren an: Freischütz am 1.10. im Musiktheater, „Tatort Augsburg“ am 6.10., Per Gynt am 7.10. und „Paradies  fluten“ am 8.10. Die folgende Woche bringt bereits das erste Sinfoniekonzert sowie zwei Produktionen im Hoffmannkeller – Ja, den wird es noch geben, ebenso wie die Brechtbühne. Das Tanztheater präsentiert  sich schließlich am 28.10. mit der Schwanensee-Premiere.

Neue Öffnungszeiten der Theaterkasse

Es geht also heftig los im Zeichen der Ananas, dem neuen Logo des Theaters, das auch eine umgedrehte Zirbelnuss sein kann. Zur Eröffnung des neuen Kassenraums waren bereits etliche neugierige Augsburger gekommen, um Karten zu kaufen. Die Öffnungszeiten der Theaterkasse haben sich durch den Umzug geändert und wurden an die der Touristinfo angepasst: Damit können montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr und samstags von 10 bis 17 Uhr Tickets für alle Vorstellungen gekauft werden. Auch das Spielzeitheft 2018/19 sowie Monats- und Jahrespläne liegen an der Theaterkasse bereit. Die ersten Premieren sind wohl schon gut  verkauft. Wie lange die Interimslösung für die Theaterkasse anvisiert ist, weiß keiner. Man kann sich getrost auf ein längeres Miteinander in der Bürger- und Touristinfo gefasst machen. —- Halrun Reinholz



UNESCO-Vortrag von Dr. Karl Borromäus Murr

Der Leiter des Augsburger Textilmuseums, Dr. Karl Borromäus Murr, hält am 19. September im Augsburger Rathaus einen Vortrag mit folgendem Titel: „Mehr natürliches Wassergefälle als alle englischen Fabrikbezirke zusammen – Die Bedeutung der Wasserkraft für die Entstehung der Augsburger Textilindustrie.“

Wassertürme am Roten Tor (Foto: Kleeblatt-Film)

Wassertürme am Roten Tor (Foto: Kleeblatt-Film)


Mit Blick auf den laufenden Bewerbungsprozess zur Aufnahme des historischen Systems der Augsburger Wasserwirtschaft in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes hält Dr. Karl Borromäus Murr, Direktor des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg (tim), einen Vortrag zur Bedeutung der Wasserkraft für die Augsburger Textilindustrie.

Lech und Wertach lieferten die natürlichen Energiequellen für einen gelungenen Aufbau der lokalen Textilindustrie, die den Ruf der Stadt als  deutsches Manchester“ begründete. Der namhafte Ökonom Friedrich List pries deshalb die Stadt Augsburg, dass sie über „mehr natürliches Wassergefälle als alle englischen Fabrikbezirke zusammen genommen“ verfüge. – Der Vortrag versucht, die historische Bedeutung der Wasserkraft für die Augsburger Textilindustrie herauszuarbeiten und sie in Beziehung zu anderen Energiequellen zu setzen. Wann: Dienstag, 19. September 2017, 18.30 Uhr. Wo: Rathaus, Oberer Fletz. Der Eintritt ist frei.



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