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FCA: Finn killt Köln

Der FC Augsburg hat am 3. Spieltag der neuen Bundesligasaison seinen ersten Sieg eingefahren. Die Brechtstädter besiegten in der heimischen WWK Arena vor 27.510 Zuschauern den 1. FC Köln mit 3:0 (2:0). Alle drei Tore für den FCA besorgte Alfred Finnbogason (22., 32., 90.+4).



Der FCA begann im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen Mönchengladbach mit Daniel Opare, Marcel Heller und Rani Khedira für Raphael Framberger, Ja-Cheol Koo und Jonathan Schmid.

Die Kölner waren in den ersten Minuten die agilere Mannschaft und spielten zielstrebiger nach vorne als der FCA – ohne wirklich gefährlich zu werden. Anders der FCA: In der 6. Minute spielte Alfred Finnbogason einen aussichtsreichen Ball zu fahrig auf Gregoritsch. Es entwickelte sich im Lauf der ersten Halbzeit ein offener Schlagabtausch, bei dem die Kölner den FCA mit haarsträubenden Abwehrfehlern auf die Siegesstraße brachten. Philipp Max konnte sich in aller Ruhe einen Einwurf von Gregoritsch zurechtlegen und flankte punktgenau auf den freistehenden Finnbogason, der Horn per Kopfball keine Chance ließ – 1:0 für den FCA (22.). Kurz zuvor hatte der Isländer bereits die Chance zur Führung, nachdem er im Anschluss an einen Freistoß von Caiuby bedient worden war, aber nicht mehr kontrolliert abschließen konnte (20.). Die Antwort der Kölner: Bittencourt erhielt an der Strafraumgrenze den Ball und schloss mit links ab – daneben (26.). Augsburg hatte Dusel, dass der FC mit einer Riesenchance in der 31. Minute nicht zum 1:1 ausglich: Martin Hinteregger vertändelte schläfrig in der eigenen Hälfte den Ball an Jhon Cordoba, schnappte sich das Leder und lief mit Tempo alleine auf Hitz zu. Statt die Angelegenheit alleine zu erledigen, wollte er Osaka bedienen, doch der Pass kam zu steil.

Die Kölner Unfähigkeit vor dem Tor wurde hart und postwendend bestraft: Nationalverteidiger Hector konnte Marcel Heller im Sechzehner nur mit einem Foul stoppen. Finnbogason verwandelte todsicher (32.). Augsburg zog eine Fünferkette auf, blieb aber immer noch gefährlicher als die Kölner: Eine Minute vor der Halbzeit (44.) brachte Daniel Opare das Leder von der rechten Seite in den Fünfmeterraum, Finnbogason verpasste und Sörensen lenkte den Ball beinahe ins eigene Tor (44.). Die 2:0-Führung des FCA zur Pause war hochverdient.

Köln kam mit Meré für Sörensen aus der Kabine und wollte mit Druck den Anschlusstreffer erzielen. Torchancen blieben dennoch Mangelware, da die Kölner viel zu fahrig und ungenau agierten. Erst mit der Einwechslung von Guirassy für Klünter in der 73. Minute bekam das Spiel der Rheinländer mehr Struktur. Guirassy sorgte dreimal für Gefahr im Strafraum des FCA (82., 86., 90.). Auch Zoller (80.) und Cordoba, der in der Nachspielzeit Hitz mit einem satten Schuss aus 19 Metern zu einer Glanzparade zwang, hätten noch treffen können.

Schließlich war es Alfred Finnbogason, der bereits in der 75. Minute nach einem Heller-Pass aus spitzem Winkel den Außenpfosten traf, der für den Endstand sorgte. Sergio Cordova zirkelte nach einem Konter den Ball an den Innenpfosten und aus spitzem Winkel staubte „Finn“ gekonnt zum 3:0 ab (90.+4).

„Das Ergebnis hört sich gut an, aber es gibt noch einiges zu verbessern. Wir hatten in zwei bis drei Situationen Spielglück, das wir diesmal aber natürlich gerne mitnehmen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir einige Fehler gemacht, waren zu passiv und haben die Konter nicht ideal ausgespielt. Wir werden demütig bleiben und konzentriert weiterarbeiten.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Geschehen, während FC-Trainer Peter Stöger die schlechte Chancenverwertung seines Teams monierte: „Augsburg hat verdient gewonnen, weil wir es dem Gegner zu einfach gemacht haben, Tore zu erzielen. Wir hatten zwar auch ein, zwei Möglichkeiten, um das Spiel zu drehen, haben diese aber nicht verwertet. Wenn du solche Möglichkeiten nicht nutzt, kannst du in der Bundesliga keine Punkte mehr holen.“

Der FCA ist am nächsten Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Köln spielt in der Europa-League am Donnerstag (21.05 Uhr) beim FC Arsenal und muss dann am Sonntag (18 Uhr) bei Borussia Dortmund antreten.

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Philipp Max; – Marcel Heller; Francisco da Silva Caiuby; Rani Khedira; Michael Gregoritsch; Daniel Baier; – Alfred Finnbogason.

Eingewechselt: Jan Moravek (71.); Erik Thommy (90.); Sergio Córdova (66.);

Ausgewechselt: Marcel Heller (89.); Rani Khedira (71.); Michael Gregoritsch (66.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Konstantinos Stafylidis; Gojko Kacar; Jonathan Schmid.

Tore (aus Sicht des FCA):

1:0 Alfred Finnbogason (22.)

2:0 Alfred Finnbogason (32.) Elfmeter

3:0 Alfred Finnbogason (90.)



Sommer ade, die Hallenbadesaison beginnt

In Augsburg beginnt der Herbst, wenn der Plärrer endet und die Hallenbäder öffnen

Nächste Woche beginnt in den städtischen Bädern wieder der reguläre Hallenbad-Betrieb. Ab Montag, 11. September, beginnt die Hallensaison im Spickelbad, am 12. September folgen die Hallenbäder Göggingen und Haunstetten und ab Samstag, 16. September, kann im Stadtbad wieder gebadet und sauniert werden. Nachdem in diesem Schuljahr das sanierte Plärrerbad wieder für die Schulen und Vereine genutzt werden kann, sind dadurch die anderen Hallenbäder spürbar entlastet und die Öffnungszeiten können in den Abendstunden ausgedehnt werden. Mit dem Beginn der Hallensaison endet der Betrieb der noch geöffneten Freibäder Familienbad, Fribbe und Freibad Bärenkeller, die am Sonntag, 10. September, ihren letzten Öffnungstag haben.



Stadtwerke testen neue Haltestellen

Mit der Einrichtung von WLAN und komfortableren Haltestellen setzt die Verkehrssparte der Stadtwerke weiter auf Kundenservice

Ein ausladendes Dach schützt vor Regen, beschichtete Gläser vor Sonne - Foto: swa / Michael Hochgemuth

Ein ausladendes Dach schützt vor Regen, beschichtete Gläser vor Sonne - Foto: swa / Michael Hochgemuth


Die neuen Haltestellen der Stadtwerke Augsburg (swa) sollen das Warten auf Bus und Tram für die Fahrgäste komfortabler machen. Die erste „Haltestelle der Zukunft“ wird mit dem Schulbeginn am 12. September an der Haltestelle Hochschule stadtauswärts in Betrieb gehen – Busse und Straßenbahnen halten dort bereits ab Samstag, 9. September wieder. Sie ist außerdem die erste Haltestelle neben Rathaus- und Königsplatz, die mit kostenlosem WLAN ausgestattet ist.

Wir wollen unseren Fahrgästen möglichst guten Komfort bieten, in unseren Fahrzeugen aber auch an den Haltestellen“, so swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Schon jetzt belegen die swa in einer vergleichenden Studie mit 41 anderen Verkehrsunternehmen einen Spitzenplatz was Sauberkeit, Sicherheit und Information an den Haltestellen angeht. Mit der Pilothaltestelle wollen die swa Erfahrungen sammeln und Rückmeldungen und Reaktionen der Fahrgäste einholen. – Der Witterungsschutz vor Regen und Schnee ist durch ein ausladendes Glasdach gegeben, das durch die getönten Scheiben auch vor zu heißer Sonneneinstrahlung schützt. Die neue Haltestelle verfügt über acht statt vier Sitzplätze und kann modular erweitert werden, je nach Platzverhältnissen und Fahrgastaufkommen an der Haltestelle. Weiterführend ist auch die Information der Fahrgäste. Über einen Berührungs-Bildschirm (Touch Panel) können neben einem Umgebungsplan der jeweiligen Haltestelle, Fahrplan- oder Tarifinformationen ebenso aufgerufen werden wie Erläuterungen zu touristischen Sehenswürdigkeiten. Integriert ist auch der Abfahrtsanzeiger der nächsten Busse und Straßenbahnen in Echtzeit.

Die Haltestelle Hochschule ist auch die erste Haltestelle neben Rathaus- und Königsplatz, die mit kostenfreiem WLAN ausgestattet ist. Mit der Förderung des Freistaats werden in den kommenden Monaten rund 35 Haltestellen mit WLAN ausgestattet. Schließlich gehe es darum, die Zeiten des Wartens und Reisens möglichst angenehm zu gestalten.

Mit der Pilothaltestelle wollen die swa nun zunächst Erfahrungen sammeln und Rückmeldungen und Reaktionen der Fahrgäste einholen. Denn bevor der Prototyp in Serie gehen kann und an neuen Straßenbahnhaltestellen – etwa der Verlängerung der Linie 3 nach Königsbrunn und der neuen Linie 5 – installiert wird, soll er ausgiebig getestet werden. „Uns ist natürlich wichtig die Erfahrungen und Meinungen unserer Fahrgäste abzufragen, um deren Anregungen soweit wie möglich umzusetzen“, sagt Casazza. Dazu werden auch immer wieder Mitarbeiter an der Haltestelle die Fahrgäste befragen sowie beim Umgang mit dem neuen Bildschirm behilflich sein.



Kundgebung und Kreuzweg: Verfolgte Christen brauchen Hilfe

Unter dem Motto „Glaube braucht Bekenntnis – Verfolgte Christen brauchen Hilfe“ lädt auch heuer wieder ein breiter ökumenischer Zusammenschluss zu einer Kundgebung und einem Kreuzweg für verfolgte Christen in Augsburg ein.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 17. September, um 16.30 Uhr auf dem Rathausplatz. Als Hauptredner werden Bischof Thomas von der Koptisch-Orthodoxen Kirche (Oberägypten) sowie Bischof Saad Sirop, zuständig für die Chaldäische Kirche in Europa, erwartet. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. Die liturgische Leitung des Kreuzwegs, der im Anschluss an die Kundgebung im Augsburger Dom gebetet wird, hat Bischofsvikar Prälat Dr. Bertram Meier.

Vor Beginn der Kundgebung wird es bereits ab 16 Uhr Infostände der Hilfswerke „Kirche in Not“ und „Open Doors“ auf dem Rathausplatz geben. Danach ziehen die Teilnehmer gegen 17.30 Uhr zum Augsburger Dom, wo um 18 Uhr der Kreuzweg für die verfolgten Christen gebetet wird.

Neben der Diözese Augsburg und dem Evangelisch-Lutherischen Dekanat sind unter den Mitveranstaltern die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, der Assyrische Mesopotamien Verein, die Deutsch-Aramäische Gesellschaft, die Evangelische Allianz, der Suryoye Kultur- und Sportverein und die Syrisch-Orthodoxe Kirche Augsburg.



DEL: Panther schlagen Düsseldorf

Die Augsburger Panther haben zum Start der Eishockeysaison 2017/18 drei Punkte bei der DEG mitgenommen. In Düsseldorf gewann der AEV aufgrund einer disziplinierten Performance und eines überragenden Jonathan Boutin mit 4:2. Die Treffer der Panther erzielten Evan Trupp (5.), Michael Davies (16.) und Trevor Parkes (33., 53.). Für Düsseldorf waren Darryl Boyce (27.) und Daniel Weiß (37.) erfolgreich.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Gastgeber durch Bernhard Ebner die erste gute Chance, aber Boutin zeigte sofort, dass er heute in Topform war (4.). Das erste Tor fiel kurz danach auf der anderen Seite: Trupp fing einen Querpass im Drittel der DEG von Tim Conboy ab, zog freistehend vor Mathias Niederberger trocken ab und ließ dem Düsseldorfer Goalie keine Chance (5.).

Die DEG versuchte zu antworten und hatte durch den auffälligen Alex Barta die nächste Möglichkeit, aber wieder blieb Boutin Sieger (10.). Der Panther-Schlussmann hielt seinen Kasten auch sauber, als die Hausherren 77 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren durften. Besser machte es der AEV, als man fünf gegen drei spielen durfte. Nach schönem Querpass von Drew LeBlanc fackelte Davies nicht lange und traf per Direktschuss zum 0:2 (16.). Die Führung für die abgeklärten Gäste war etwas glücklich, denn die DEG hatte mehr vom Spiel, aber auch Marcel Brandt fand keinen Weg an Boutin vorbei (20.).

Im zweiten Drittel kontrollierten die Panther dann das Spiel, aber aus dem Nichts kamen die Rheinländer zum Anschlusstreffer. Über die rechte Seite setzte sich Spencer Machacek stark durch, brachte die Scheibe zur Mitte und dort war Boyce vor Steffen Tölzer an der Scheibe und beföderte den Hartgummi über die Linie (27.). Doch die Panther schlugen zurück: Nach einem Fehler in der Düsseldorfer Hintermannschaft schnappte sich LeBlanc die Scheibe, bediente den mitgelaufenen Parkes mustergültig und dieser schoss zum 1:3 ein (33.).

Wenig später hätte T.J. Trevelyan erhöhen können, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Niederberger (34.). Aber auch die Hausherren hatten den Torschrei auf den Lippen. In Überzahl wurde Jeremy Welsh freigespielt, aber seinen Schuss aus kürzester Distanz entschärfte Boutin mit einem Weltklasse-Reflex mit der Fanghand (34.).

Boutin mit Weltklasse-Reflex

Das 2:3 war aber nur aufgeschoben, denn zwei Minuten später war die DEG zurück im Spiel. Barta setzte sich stark über den Flügel durch und in der Mitte stand Weiß goldrichtig und schoss ein (37.). Trevelyan hätte im Gegenzug fast noch das 2:4 erzielt, aber Niederberger wehrte stark ab und sorgte dafür, dass die Augsburger nur mit einer Ein-Tor-Führung in den dritten Spielabschnitt gingen (37.).

Im letzten Drittel verlegten sich die Panther auf Konter und waren dabei stets gefährlich. Zwar hatten auch die Gastgeber durch Barta (43., 47.) oder John Henrion (46.) Einschussgelegenheiten, aber an Boutin war kein Vorbeikommen mehr.

Parkes mit der Entscheidung

Die Gäste selbst hatten durch Mark Cundari (43.) LeBlanc (46.) oder Christian Kretschmann (47.) den vierten Treffer erzielen können, aber es dauerte bis zur 53. Minute, ehe die Panther den alten Abstand wieder herstellten. – In Überzahl lief die Scheibe flüssig und Parkes fälschte einen Schuss von Gabe Guentzel unhaltbar zum 2:4 ab (53.). Das Spiel war damit praktisch entschieden.

Der AEV bleibt nach dem gelungenen Saisonstart im Rheinland und will am Sonntag ab 14 Uhr bei den Krefeld Pinguinen nachlegen. Am kommenden Freitag steht dann das erste Heimspiel gegen die Straubing Tigers auf dem Programm.



FCA: Köln kommt

Als Anthony Modeste noch kein hochgehandelter Mittelstürmer war, sondern bestenfalls ein zuverlässiger Chancentöter, wurde er von Marwin Hitz auf raffinierte Weise veräppelt, bevor er zum Elfmeter antrat und verschoss. Der FCA gewann damals in Köln und spielte anschließend in der Europa League.

Von Siegfried Zagler

In der vergangenen Saison waren die Kölner die Überraschungsmannschaft und qualifizierten sich für die Europa League, in der sie am kommenden Dienstag auf Arsenal London treffen. Danach geht es für die Kölner nach Dortmund. Sollten die Domstädter also heute in Augsburg verlieren, ist damit zu rechnen, dass ihnen ein Abwärtstrend droht.

Für die Augsburger sind die Rheinländer offenbar auf dem Fußballfeld angenehme Partner: Gegen Köln verlor der FCA von den letzten sieben Spielen keins. Und so kann man am heutigen Samstag (15.30 Uhr) seitens des FCA in der WWK Arena mit breiter Brust antreten, auch wenn unter Umständen als Ersatz für Framberger (angeschlagen) lediglich Daniel Opare bereit stehen würde. Konstantinos Stafylidis trainierte wieder mit dem Team und kam offenbar unverletzt von den Länderspielen zurück. Bei Ja-Cheol Koo sieht es anders aus, er trainierte individuell. Auch Alfred Finnbogason ist angeschlagen, er befinde sich aber auf dem Weg der Besserung: mit seinem Einsatz ist zu rechnen. Sergio Cordova stieß nach seiner Länderspielreise erst am Freitag zur Mannschaft.

„Ich erwarte wieder ein heißes Spiel gegen den 1. FC Köln mit vielen Zweikämpfen“, so FCA-Trainer Manuel Baum. Der Gegner sei stärker als es die Tabelle aussagt: „Köln gehört für mich auf einen einstelligen Tabellenplatz. Sie spielen nicht umsonst international.“ Auswärts präsentieren sich die Kölner allerdings schwach: saisonübergreifend gewann der FC keines der letzten acht Auswärtsspiele.



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