KMA
Maximilian I.
Solaroffensive Augsburg
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Effenberger wechselt zur Linkspartei

Fritz Effenberger, langjähriger Vorsitzender der Piraten in Schwaben und Mitglied des schwäbischen Bezirkstags, trat gestern der Linkspartei bei.

„Die wichtigsten Probleme unseres Landes sind nicht Digitalisierung oder Datenschutz, sondern die zunehmende wirtschaftliche Ungerechtigkeit der Austeritätspolitik unserer Bundesregierung und die Korruption auf Regierungsebene“, so Effenberger in einer Pressemittielung der Augsburger Linken. Die Digitalisierung komme erschwerend hinzu, aber das Ungleichgewicht und die Umverteilung von unten nach oben müssten zuerst aufgehoben werden, so Effenberger, der im Bezirkstag als Pirat zusammen mit dem Linken Frederik Hintermayr, der das Neumitglied folgendermaßen begrüßte: „In unserer Fraktionsgemeinschaft haben Fritz Effenberger und ich bisher schon gut zusammengearbeitet und gemeinsam für Transparenz gesorgt. Die bisherige Arbeit werden wir nun als Linksfraktion vertiefen und linke Politik für Schwaben machen.“ Als gemeinsamen Schwerpunkt der Bezirkstagsarbeit nennen beide die wachsende Herausforderung durch die steigende Zahl von Drogentoten in Schwaben. Abhilfe könne hier ein Drogenkonsumraum und eine größere Bereitschaft zur Substitition schaffen, so die Bezirksräte. —- Foto: Fritz Effenberger mit Frederik Hintermayr (v.l.)



FCA: Rückgang bei Saisontickets

Der FC Augsburg hat bisher 17.500 Dauerkarten verkauft.

Damit würde die Zahl der verkauften Dauerkarten leicht sinken. Vor einem Jahr meldete der FCA 18.500 verkaufte Saisontickets. Noch läuft der Verkauf, doch angesichts des aktuellen Transferdefizits ist mit einer späten Steigerung wohl nicht zu rechnen. Die meisten Bundesligisten halten die Zahl der verkauften Saisontickets vom Vorjahr. Mainz und Wolfsburg verzeichnen ebenfalls leichte Rückgänge. Das komplette Dauerkartenszenario lässt sich im Kicker nachlesen.



Kommentar: Es ist höchste Eisenbahn, das Richtige zu tun

Das vorgestellte Rettungskonzept für den Bahnpark ist ein Paukenschlag und bringt möglicherweise ein hoffnungslos verloren geglaubtes Projekt auf ein tragfähiges Gleis

Kommentar von Siegfried Zagler

Für den Geschäftsführer der gGmbH Bahnpark, Markus Hehl, der für die verfahrene Situation des Bahnparks verantwortlich zeichnet, bedeutet der Rettungsplan der Stadt Augsburg zwei Schläge, nämlich einen Paukenschlag zur Rettung „seines“ Projekts und einen Schlag ins Gesicht. Das Bahnpark-Statement der Stadt liest sich wie ein Rettungskonzept einer Unternehmensberatungsfirma, die nur vor einer Sache zurückschreckt, nämlich davor, der Unternehmensleitung den Rücktritt nahezulegen.

Die städtische Pressemitteilung, die gestern um 19 Uhr über den Ticker lief, muss man nicht deuten (wie kürzlich die rätselhafte OB-Verfügung zum Friedensfest). Das Rettungsunternehmen der Stadt bedeutet eine Sensation und einen Wendepunkt mit einer klaren Ansage: Der Bahnpark muss von seinem Status eines Hobby-Projektes in eine professionelle Trägerschaft überführt werden. Das kann nur heißen, dass die aktuelle Trägerschaft aufgelöst wird. Viel zu lange hat man dem Dahinwursteln von Hehl und Co. wohlwollend zugesehen.

Den „Bahnpark“ (bereits der Name ist falsch gewählt) vorrangig als Event-Zone für Hochzeiten, Firmenfeten, Vergnügungsfahrten und ähnlichen Schnickschnack zu verwenden, zielt meilenweit an der historischen Bedeutung des Geländes vorbei.

Das Industriedenkmal ersten Ranges war lange genug Spielwiese von Eisenbahnfreaks. Markus Hehl hat viel Herzblut, Zeit und privates Engagement in ein Projekt gesteckt, das ihm von Beginn an ein paar Nummern zu groß geraten ist. Nun wäre es an der Zeit, dem Mann, der so viel für den Bahnpark unternommen hat, einen Rückzug aus dem Desaster aufzuzeigen, der ohne großen Gesichtsverlust über die Bühne geht. Der Bahnpark gehört zu den großen Schätzen der Stadt Augsburg, gehört zu den großen Denkmälern einer vergangenen Zeit.

Nun „ist es höchste Eisenbahn“, wie der Volksmund sagt, das Richtige zu tun. Dazu gehört ein modernes Museum sowie ein genehmigungsfähiges Nutzungskonzept des Geländes und der Loks: Ein Gesamtkonzept, das mit einer anspruchsvollen Vermittlungsarbeit für Schulklassen und Touristen gleichermaßen anziehend ist. Der Bahnpark ist ein großartiges Dokument der Zeitgeschichte. Ist ein Ort, der unsere neuere Zivilisationsgeschichte erhellt und reflektiert. Mit diesem Anspruch muss man das Projekt neu zum Leben erwecken.



FCA-Kommentar: Es rumpelt die Geldkiste, es rumort an der Basis – Geht es ohne Boba?

Kapitän weg, Kohr weg, Altintop weg, Bobadilla weg! Wohin soll das führen?

Kommentar von Udo Legner

Wer die Verkleinerung des Kaders begrüßt oder gar gefordert hat, ist nach den neuesten Entwicklungen dennoch von der Transferpolitik des FCAs irritiert. Hatte man für den Abgang des altverdienten Halil Altintop noch Verständnis, löste bereits der Wechsel von Paul Verhaegh nach Wolfsburg ein kritisches Hintergrundmurmeln aus. Der Blitztransfer von Publikumsliebling Raul Bobadilla nach Gladbach löste ein Erdbeben aus und nährte bei nicht wenigen Fans den Verdacht, dass es der Vereinspitze eher um den Kontostand als um den Tabellenstand des FCA geht. Bei der Pokalpleite in Magdeburg war die Sturmmisere des FCA so offensichtlich, dass sich viele das Überstehen der verflixten siebten Bundesligasaison ohne Raul Bobadilla nicht vorstellen konnten. Umso unverständlicher also die Haltung des Managements, oder?

Wer nach dem Pokalaus in der ersten Runde beim FCA bereits die Abstiegsglocken läuten hört, möge sich an das Deja-vu in Magdeburg in der Bundesliga-Saison 2014/15 erinnern, die der FCA mit 49 Punkten als Tabellenfünfter abschloss.  Noch ist es viel zu früh, die Neu-Verpflichtungen von Gregoritsch, Heller, Cordova und Khedira – auch nach ihrem desolatem Auftritt in Magdeburg – in Grund und Boden zu schreiben. Gerade auf dem Fußballfeld funktioniert Integration nicht von heute auf morgen. Dass sie funktionieren kann, war in den Vorbereitungsspielen ansatzweise durchaus erkennbar.

Insofern muss einem um den FCA nicht bange sein. Der Generationenwechsel kann gelingen, zumal es ganz so aussieht, als ob es mit dem erwarteten Vereinswechsel von Marwin Hitz nichts wird. Allen Unkenrufen zum Trotz: Am Ende der Saison wird der FCA da stehen, wo ihn jetzt nur wenige vermuten – auf einem einstelligen Tabellenplatz.



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche
Filmfestkuh