Wendejahre
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Konzert übermorgen: Augsburger Philharmoniker im Annahof

Beim sommerlichen Open-Air-Konzert im Annahof schwelgen Generalmusikdirektor Domonkos Héja und die Augsburger Philharmoniker in diesem Jahr in den Klangwelten der russischen und ungarischen Spätromantik.

Überschäumend beschwingte Ouvertüren und Tänze, unter anderem von Nikolai Rimski-Korsakow und Michail Glinka, umrahmen eine Rarität: das lyrisch-verträumte Concertino für Harfe und Orchester von Ernö Dohnányi, das seit seiner Uraufführung im Jahre 1963 viel zu selten gespielt wird. Domonkos Héja, die Harfenistin Christine Steinbrecher und die Augsburger Philharmoniker werden die Komposition gemeinsam mit dem Augsburger Publikum neu entdecken. Den Abschluss des Konzertes bilden die berühmten „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky in der Fassung von Maurice Ravel.

Programm:

Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908): „Die Mainacht“, Ouvertüre

Modest Mussorgski (1839-1881): Scherzo B-Dur

Ernö Dohnányi (1877-1960): Concertino für Harfe und Kammerorchester op. 45

Karol Szymanowski (1882-1937): „Notturno und Tarantella“ op. 28

Michail Glinka (1804-1857): Mazurka und Krakowiak aus „Ein Leben für den Zaren“

Modest Mussorgski (1839-1881): „Bilder einer Ausstellung“, Orchesterfassung von Maurice Ravel

Augsburger Philharmoniker/Christine Steinbrecher, Harfe/Domonkos Héja, Dirigent



Theater morgen: Transit Heimat – Gedeckte Tische

Am heutigen Donnerstag, den 21. Juni findet im hofmannkeller des Stadttheaters eine Premiere im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfestes 2017 statt: Transit Heimat – Gedeckte Tische.

„Die Küche eines Flüchtlingsheimes ist der unausweichliche Treffpunkt für Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen. Konflikte sind in diesem engen Raum vorprogrammiert. Um die Situation zu entspannen, organisiert die Sozialarbeiterin der Einrichtung ein gemeinsames Essen. Jeder soll ein traditionelles Gericht aus seinem Herkunftsland zu dieser Party beisteuern. Die Stimmung verbessert sich von Minute zu Minute. Doch die Ausländerfeindlichkeit im Land ist allgegenwärtig. Man könnte denken, die Betroffenen würden angesichts der Gewalt gegen sie enger zusammenrücken. Doch Solidarität ist nicht zu erwarten. Jeder bleibt sich selbst der Nächste.“ So der Pressetext der Veranstalter. Für die Inszenierung sind Petr Kuschmitz und Ferdi Degirmencioglu verantwortlich. Weitere Termine: 23. und 25. Juli 2017.



Theater morgen: Der zerbrochene Kelch

Heute und morgen steht in der Augsburger Brechtbühne ein interessantes Theaterprojekt auf der Agenda: Der zerbrochene Kelch.

Es handelt sich um eine Dramatisierung, die sich der nationalsozialistischen Enteignung der jüdischen Unternehmerfamilien Kahn & Arnold, den früheren Besitzern der Augsburger „Spinnerei und Weberei am Sparrenlech“ widmet. Gegenstand der Collage sind auch die damaligen Vorkommnisse bei der „Neuen Augsburger Kattunfabrik NAK“. „Eine Collage mit Dokumenten zur Arisierung eines Augsburger Unternehmens“ nennen die Veranstalter ihr Theaterprojekt.

Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) hat zusammen mit dem Theater Augsburg dieses Bühnenprojekt mit Schülerinnen und Schülern ins Leben gerufen. Bei dem Projekt haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit professionellen Theatermachern ein Stück erarbeitet, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit originalen Zeugnissen und Objekten aus der amtlichen Überlieferung sowie aus der Familienüberlieferung von Kahn und Arnold steht. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, die Sparda-Bank Augsburg und die „Felicitas und Kurt Viermetz-Stiftung“.

Wann: 21. und 22. Juli 2017, jeweils 19.30 Uhr. Wo: Brechtbühne Augsburg.



IHK: Stadt ist mit ihrem hohen Gewerbesteuerhebesatz deutlich im Nachteil

„Die Steuersätze müssen auch wieder sinken“, so lautet der Appell der schwäbischen IHK an die Stadt Augsburg.

IHK Schwaben

Die Augsburger Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen machen mehrheitlich gute Geschäfte. Dies ist das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. Und dies sei der Hauptgrund für die derzeit sprudelnden Steuereinnahmen der Stadt. Im laufenden Jahr rechne die städtische Kämmerei mit einem Gewerbesteueraufkommen von 176 Millionen Euro. Vor fünf Jahren lagen die Einnahmen bei 157 Millionen Euro, vor zehn Jahren sogar nur bei 127 Millionen Euro. Diese Fakten nimmt die Industrie- und Handelskammer zum Anlass, die Stadt Augsburg via Pressemitteilung dazu aufzufordern, die 2015 beschlossenen Gewerbesteuererhöhungen wieder zu senken.

Die Regierung von Schwaben hat den von der Stadt vorgelegten Doppelhaushalt genehmigt. Der Grund dafür sei laut IHK nicht primär auf der Ausgabenseite zu suchen – hier fordere die Regierung von Schwaben weitere Anstrengungen – sondern auf der Einnahmenseite. „Die Gewerbesteuer ist neben der Einkommenssteuer die wichtigste Einnahmenquelle der Stadt. Damit diese nicht wieder versiegt, darf man sie mittelfristig nicht zu stark beanspruchen. Das bedeutet für Augsburg: Absenkung des bayernweit zweithöchsten Gewerbesteuerhebesatzes auf das Niveau von 2015“, so Michael Grandel, Vizepräsident der IHK-Regionalversammlung Augsburg Stadt.

Im Vergleich zu den Umlandkommunen – aber auch im Vergleich zu den süddeutschen Großstädten – sei Augsburg mit einem Hebesatz von 470 deutlich im Nachteil: Augsburger Unternehmen würden im Umland investieren und ansiedlungsinteressierte Unternehmen würden sich gleich ganz gegen die Bezirkshauptstadt entscheiden. „Das ist ein schleichender Prozess, den man nur in guten Zeiten stoppen kann. Daher appellieren wir an die Stadt und den Stadtrat: „Jetzt den eigenen Vorsatz für wieder sinkende Steuersätze von Gewerbe- und Grundsteuer umsetzen, damit es in ein paar Jahren kein böses Erwachen bei den kommunalen Finanzen gibt“, so Grandel abschließend.



Stadt startet Bürgerumfrage

Die Stadt Augsburg startet ihre achte große Bürgerumfrage – Im Mittelpunkt  steht das Thema „Wohnen und Wohnumfeld“.

Bürgerumfrage: Kooperation zwischen Stadt und Universität

Bürgerumfrage: Kooperation zwischen Stadt und Universität (c) DAZ


Was denken die Augsburger Bürgerinnen und Bürger über ihre Stadt? Wie gerne wohnen Sie in Augsburg? Was gefällt Ihnen in Ihrem Stadtbezirk, was nicht? In Kooperation mit der Universität Augsburg startet das Statistikamt der Stadt Augsburg aktuell die achte große Bürgerumfrage. „Mit dieser repräsentativen und anonymen Befragung sollen die Erfahrungen und Meinungen der Bürger sowie ihre Ansprüche und Bedürfnisse erfasst werden, um auf dieser Basis die verfügbaren Mittel einer Kommunalverwaltung optimal einsetzen zu können“, wie es in einer städtischen Pressemitteilung heißt.

Ab heute, Donnerstag, 20. Juli, werden Fragebögen an 10.000 volljährige und nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Augsburgerinnen und Augsburger versendet. Die Fragebögen umfassen jeweils zehn Seiten mit rund 80 Fragen, die nach Einschätzung der Verfasser in etwa einer halben Stunde beantworten werden können. Zusätzlich steht der Fragebogen auch im Internet für eine Online-Teilnahme zur Verfügung. Zur Teilnahme auf diesem Wege werden ebenfalls repräsentativ ausgewählte Augsburgerinnen und Augsburger im Laufe der Woche per Postkarte angeschrieben. Auch nicht angeschriebene Bürger können sich online unter duva-server.de/augsburg/erhebung2017 an der Umfrage beteiligen.

Die Initiatoren der Bürgerumfrage hoffen auf eine hohe Beteiligung, um repräsentative und damit brauchbare Ergebnisse als relevante Planungsgrundlagen zu erhalten. Die Erhebung für die „Bürgerumfrage Augsburg 2017“ läuft bis Ende August, danach werden die Daten erfasst, geprüft und ausgewertet. Erste Ergebnisse liegen voraussichtlich zum Sommersemester 2018 vor und werden unter www.augsburg.de/statistik zum Download zur Verfügung gestellt. Dort sind auch die Berichte zu den vorherigen Bürgerumfragen der Stadt Augsburg seit 2003 zu finden.

Die repräsentative Bürgerumfrage der Stadt Augsburg findet seit 2003 im zweijährigen Turnus statt. Sie soll der Verwaltung ermöglichen, bürgernah und zielorientiert auf die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft einzugehen. Die Befragung führt das Amt für Statistik und Stadtforschung in Kooperation mit der Projektgruppe Stadtforschung der Universität Augsburg durch. Anschließend werden die Antworten in Zusammenarbeit mit Hochschullehrern und Studierenden wissenschaftlich ausgewertet und die Ergebnisse veröffentlicht.



Geldspritze: Stiftung Zoo Augsburg erhält erste Zustiftung

Aufgrund einer finanziellen Zuwendung einer Spenderin, die anonym bleiben möchte, erhöht sich das Stiftungsvermögen der „Stiftung Zoo“ mit einem Schlag um 10.000 Euro.

Betagte Zoobewohnerin: Elefantenkuh Targa

Betagte Zoobewohnerin: Elefantenkuh Targa


„So kann es gerne weitergehen“, freut sich Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke. „Damit der Zoo seine Aufgaben in der Umweltbildung und im Natur- und Artenschutz wahrnehmen kann, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Da tut uns so ein Betrag schon sehr gut. Selbstverständlich sind uns auch kleinere Zuwendungen jederzeit herzlich willkommen.“

Die im Mai dieses Jahres offiziell gestartete Stiftung soll neben aktuellen Projekten, wie dem neuen Elefantenhaus, auch dazu dienen, den Zoo Augsburg dauerhaft zu erhalten. In diesem Fall war der Spenderin eine nachhaltige Unterstützung des Zoos wichtig. „Der Zoo ist eine Bereicherung für Augsburg und soll es auch noch lange bleiben“, so wird die unbekannte Spenderin von Zoodirektorin Jantschke zitiert.



Konzert heute: Velo de Oza in der Ballonfabrik

VELO DE OZA aus  Kolumbien gibt es bereits seit 9 Jahren. Sie bezeichnen Ihre Musik als Carranga-Rock.

Carranga ist die Bezeichnung für einen folkloristischen Musikstil, der aus der ländlichen Gegend um Boyaca kommt. Die Klänge dieses speziellen Sounds werden z.B. durch die Guacharaca (Reibestab) bestimmt. VELO DE OZA mischen diese folkloristischen Elemente auf einzigartige Weise mit wilden Gitarrenriffs, Punk und Skaanleihen und treten dabei in den landesüblichen Ruanas (Ponchos) auf. Dazu gibt es eine große Portion Humor. Mit ihrem neuen Album im Gepäck werden VELO DE OZA 2017 erstmals auf Deutschland-Tour sein.



Grüne: „…dem Frieden in der Welt dienen“ Referat und Diskussion zum Friedensauftrag des Grundgesetzes mit Dr. Thomas Mohr

In der Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland wurde aufgrund der Erfahrung zweier von Deutschland ausgehender Weltkriege ein Friedensauftrag festgehalten.

Das deutsche Volk sei nun „von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden in der Welt zu dienen.“ Die Augsburger Grünen fragen, ob dieser Friedensauftrag noch zeitgemäß sei und wie diese besondere deutsche Verantwortung in der Gegenwart umgesetzt werden könnte. Deshalb haben die Grünen den Psychoanalytiker Dr. Thomas Mohr eingeladen, zu diesem Thema zu referieren und mit Interessierten zu diskutieren. Mohr ist Vorsitzender der Projektgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern e.V.“, die versucht, über das Gespräch mit Veranstaltern, Teilnehmern und Förderern der alljährlich im Februar stattfindenden Konferenz ihre Vision einer gerechten, ökologischen und gewaltfreien Weltinnenpolitik zu verhandeln.

„…dem Frieden der Welt dienen“

Vortrag und Diskussion mit Dr. Thomas Mohr

21.07.2017, 19:00 Uhr

Hollbau im Annahof



300 Millionen
Buergerbueros
Stadtteilgespraeche