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Baumschutz: Leitfaden kommt

Nachdem in den vergangenen Monaten vermehrt unnötige Baumfällungen wegen unsachgerecht durchgeführter Bauarbeiten notwendig wurden, hat der Stadtrat am vergangenen Donnerstag die Einführung eines Leitfadens zum Baumschutz für die Stadtverwaltung und die städtischen Beteiligungen beschlossen.

Baum in der Wolfzahnau

Baum in der Wolfzahnau (c) DAZ


„Mit diesem Leitfaden liegt für die Stadtverwaltung sowie die städtischen Tochterbetriebe Stadtwerke Augsburg und Wohnbaugruppe Augsburg erstmals eine umfassende Gebrauchsanweisung vor, wie der Baumschutz vor allem bei Baumaßnahmen verbessert werden kann“, so Umweltreferent  Reiner Erben. In seinem Auftrag ist der Leitfaden in enger Zusammenarbeit mit allen betroffenen Ämtern der Stadt und den Stadtwerken entwickelt worden. Die Federführung hatte das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen. In Kürze wird der Leitfaden in gedruckter Form an die betroffenen Stellen verteilt.

Ergänzend dazu werden zwei Merkblätter für „Baumschutz am Bau“ und „Baumschutz auf Baustellen“ zur Verfügung gestellt, die bei Bedarf an Bürger, Firmen und extern Beteiligte ausgehändigt werden. Im Internet sind die Merkblätter demnächst auch unter www.augsburg.de/Baumschutz zu finden. Mit der Einführung und Umsetzung des Leitfadens wird ein wichtiger Teil des im Jahr 2015 vom Stadtrat beschlossenen Konzepts zur Verbesserung des Baumschutzes im urbanen Bereich realisiert. Der Leitfaden soll bei der Abwicklung von Bauvorhaben Hilfestellung geben, um den zu erhaltenden Baubestand zu schützen und um Schäden – etwa durch Verdichtungen im Wurzelbereich – zu vermeiden. Wie Umweltreferent Erben erklärt, müssen im Rahmen von Baumaßnahmen oder aus Verkehrssicherheitsgründen auch weiterhin Bäume gefällt werden, die durch mögliche Ausgleichsmaßnahmen zu ersetzen sind. „Diese Fälle sind nicht Gegenstand des Leitfadens und werden in der Regel wie bisher von der Unteren Naturschutzbehörde bearbeitet. Es geht bei dem Leitfaden und den Merkblättern um den Schutz der zu erhaltenden Bäume!“



FCA: Verhaegh auf dem Sprung nach Wolfsburg

Die ersten Meldungen, dass Augsburgs Rechtsverteidiger, Stammspieler und Mannschaftskapitän Paul Verhaegh den FCA verlassen wird, verhärten sich. Der Kicker will wissen, dass der VfL Wolfsburg Verhaegh verpflichten will.

FCA-Kapitän Paul Verhaegh (33) steht demnach offenbar nicht vor einem Wechsel ins Ausland, sondern wird innerhalb der Bundesliga wechseln. Trainer Manuel Baum bestätigte Verhaeghs Wechselambition. Laut Bild  habe Verhaegh eine “interessante Offerte aus dem Ausland” vorliegen. Doch das ist Schnee von heute Nachmittag. “Die Spur führt nach Wolfsburg”, so das Fachmagazin Kicker.

“Paul ist zeitnah auf uns zugekommen, er war mit dem Wechselwunsch nicht lange schwanger”, wird FCA-Trainer Manuel Baum zitiert. “Paul ist ein verdienter Spieler, er hat verdient, dass man sich austauscht.” Die Chancen auf einen Wechsel stehen laut Stefan Reuter bei 50:50. Man wolle das Thema jedoch auf keinen Fall mit in die Saison nehmen, so wird Reuter von der Augsburger Allgemeinen zitiert. Der Niederländer ist seit 2010 beim FCA und hat sich in Augsburg zu einem der stärksten Rechtsverteidiger der Bundesliga entwickelt. In der vergangenen Saison zeigte Verhaeghs Formkurve allerdings deutliche Abwärtstendenzen.



Bayern: Grüne starten Volksbegehren gegen Flächenverbrauch

Bayern-Grüne präsentieren Versiegelungszahlen und starten Volksbegehren gegen Flächenfraß

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Große Teile der Haunstetter Heide stehen vor der Versiegelung (c) DAZ


Bayernweit hat die versiegelte Fläche zwischen den Jahren 2000 und 2015 um zirka 670 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht der Größe von Bodensee, Chiemsee und Starnberger See zusammen. Deutschlandweit ist Bayern damit für knapp die Hälfte der Neu-Versiegelung – also neu asphaltierte, betonierte oder bebaute Fläche – verantwortlich.

Wie der Vorsitzende der Augsburger Grünen, Peter Rauscher erklärt, ist auch die Stadt Augsburg vom ungezügelten Flächenverbrauch betroffen. „Wir erleben eine rasante Zunahme des Flächenbedarfs. Gewerbegebiete gerade an den Stadtgrenzen zu Augsburg, aber auch auf Augsburger Flur werden oft gedankenlos ausgewiesen und ideenlos bebaut – mit großflächigen Parkplätzen und ebenerdigen Verkaufs- oder Lagerhallen. Unsere Heimat verliert so mehr und mehr ihr Gesicht!“

Durch eine Begrenzung des Flächenverbrauchs hätte laut Rauscher die Stadt Augsburg deutliche Vorteile: „Augsburg als Großstadt und damit relativ freiflächenarme Kommune profitiert enorm von einer Begrenzung der maßlosen Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete in der Region. Diesen Wettlauf können wir nicht gewinnen, da uns schlichtweg die Flächen fehlen, um am Überbietungswettbewerb unter den Kommunen teilzunehmen.“

Mit einer Begrenzung des bayernweiten Flächenverbrauchs wäre Augsburg gegenüber den flächenreicheren Städten und Gemeinden wieder wettbewerbsfähig. Dann entscheide nicht mehr, wer die größten Flächen zu den niedrigsten Preisen zu verschachern habe, so Rauscher.

Laut der jüngst veröffentlichten satellitengestützten Erfassung der Bodenversiegelung in Bayern – kurz: Versiegelungsatlas – nahm die Versiegelung in der Stadt Augsburg seit 2000 um 542 Hektar zu.

Bayerns Grüne haben dieser Bodenversiegelung nun den Kampf angesagt. „Angesichts der dramatischen Entwicklung und der Pläne der CSU-Regierung, die Ausweisung neuer flächenfressender Gewerbegebiete noch mehr zu erleichtern, sehen wir uns gezwungen, die Notbremse zu ziehen“, so Ludwig Hartmann, Fraktionschef der Landtags-Grünen. Die Landespartei beschloss Ende Juli ein Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch zu initiieren – Titel: „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen.“



Feuer in Western-City

Ein gewaltiges Feuer zerstörte in der Nacht von Samstag auf Sonntag weite Teile der Dasinger Western-City

Zirka 400 Feuerwehrleute waren heute Nacht vor Ort und verhinderten das Schlimmste. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Millionen Euro. Es ist bereits das dritte Feuer, das in den vergangenen vier Jahren in der in ganz Bayern bekannten Karl-May-Kultstätte ausgebrochen ist. Sechs Gebäude sind verbrannt oder erheblich beschädigt worden. 40 Menschen mussten kurzfristig evakuiert werden. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen. Gegen 0.45 Uhr wurden die Feuerwehren verständigt. Der Brand soll in einem Heulager ausgebrochen sein. Die Western-Stadt bei Dasing wurde von dem 2015 verstorbenen Fred Rai aufgebaut und erreichte durch die “Süddeutschen Karl-May-Festspiele” einen hohen Bekanntheitsgrad. Das Festspielgelände blieb unbeschädigt, dennoch sind alle Vorstellungen abgesagt worden.



Ferienzeit: Ersatzbusse für die Linie 2

Ab Samstag, 29. Juli werden die Gleise der Linie 2 erneuert. Dieser Straßenbahn-Linienast vom Königsplatz nach Haunstetten wird in den Sommerferien bis 11. September durch Busse ersetzt. Der Linienast vom Kö zum Klinikum bis zur Endhaltestelle Augsburg West/P&R wird am Königsplatz mit der Linie 6 verknüpft.

Während der Sommerferien werden die Gleise der Straßenbahnlinie 2 zwischen Schertlinstraße und Haunstetten ausgetauscht. Deshalb fahren Busse statt Straßenbahnen. Foto: swa / Thomas Hosemann

Während der Sommerferien werden die Gleise der Straßenbahnlinie 2 zwischen Schertlinstraße und Haunstetten ausgetauscht. Deshalb fahren Busse statt Straßenbahnen. Foto: swa / Thomas Hosemann


Nachdem sie 37 Jahre Tag für Tag ihren Dienst getan haben, müssen die Gleise der Straßenbahnlinie 2 zwischen Schertlinstraße Richtung Haunstetten bis zur Schafweidstraße ausgetauscht werden. Gleichzeitig werden vier Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Um die Arbeiten innerhalb der sechswöchigen Sommerferien bewerkstelligen zu können, arbeiten sechs Baufirmen auf dem 3,5 Kilometer langen Streckenabschnitt parallel. Dabei werden nicht nur die Gleise erneuert, sondern auch die Schwellen ersetzt und der Schotter herausgenommen, gereinigt und wieder ins Gleisbett eingebracht. Insgesamt investieren die swa rund fünf Millionen Euro in Gleise und Haltestellen für diesen Abschnitt.

Die Linie 2 wird in den gesamten Sommerferien vom Königsplatz bis Haunstetten Nord durch Busse (B2) ersetzt. Die Straßenbahnlinie 2 vom Königsplatz nach Augsburg West wird am Kö mit der Linie 6 verknüpft. Die Linie 6 fährt während der Zeit entsprechend nicht vom Kö zum Hauptbahnhof, sondern als Linie 2 weiter über Moritzplatz, Klinikum zur Endhaltestelle Augsburg West / P&R. Dafür wendet der Ersatzbus B2 am Hauptbahnhof.

Da für diese Arbeiten an den Gleisen zeitweise auch Straßenüberfahrten gesperrt werden müssen, nutzt das Tiefbauamt der Stadt Augsburg die Arbeiten für Straßenerneuerungen. So ist in der ersten Ferienhälfte die Rumplerstraße zwischen Haunstetter Straße und Am Messezentrum gesperrt. Die Überfahrt Alter Postweg ist möglich. Die Abfahrten von der B 17 auf die Friedrich-Ebert-Straße sind gesperrt, Auffahren auf die B 17 ist möglich. – In der zweiten Ferienhälfte werden dann die Werner-von-Siemens-Straße im Bereich der Zufahrt zur Haunstetter Straße und die Bürgermeister-Ulrich-Straße zwischen Haunstetter Straße und Kreisverkehr erneuert und sind für den Autoverkehr gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert.



CSU fordert kommunale Extremismusklausel

Der Bezirksparteitag der Augsburger CSU beschließt auf Antrag der Jungen Union “eine Überprüfung kommunaler Fördermaßnahmen auf extremistische Gruppierungen und die Einführung einer kommunalen Extremismusklausel”, wie es in einer Pressemitteilung der Jungen Union Augsburg heißt.

Als Reaktion auf die Krawalle und Ausschreitungen um den G20 Gipfel in Hamburg hat die Junge Union Augsburg einen Initiativantrag an den CSU Bezirksparteitag gestellt. Im Antrag wird zum einen eine Überprüfung aller städtischen Fördermaßnahmen auf potentielle Unterstützung extremistischer Gruppierungen, zum anderen die Einführung einer kommunalen Extremismusklausel gefordert. Der Antrag ist vom CSU Bezirksparteitag mit breiter Mehrheit angenommen worden.  Die JU-Bezirksvorsitzende Ruth Hintersberger zeigt sich erfreut über das Abstimmungsergebnis: „Die überwältigende Zustimmung zu unserem Antrag beweist, dass die Delegierten das Problem des Extremismus aktiv bekämpfen wollen. Auch die CSU Stadtratsfraktion wird das Thema aufgreifen.“

Der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Oberhausen, Thomas Lidel, erklärt die inhaltliche Stoßrichtung des Antrags: „Unsere Politik richtet sich gegen Extremismus in jeglicher Form. Wir machen keinen Unterschied zwischen Linksextremismus, Rechtsextremismus oder islamistischem Extremismus. Andere Parteien vernachlässigen oft, je nach politischer Ausrichtung, die eine oder andere Seite. Wir sehen im Extremismus generell eine Gefahr, die bekämpft werden muss.“



FCA: Überzeugende Vorstellung in Middlesbrough

Der FC Augsburg zeigt beim englischen Zweitligisten Middlesbrough eine überzeugende Vorstellung.

Während sich der FCA in England auf seine siebte Bundesligasaison vorbereitet, befindet sich die Fassade im heimischen Stadion vor der Fertigstellung. Foto: (c) Ulrich Weber

Während sich der FCA in England auf seine siebte Bundesligasaison vorbereitet, befindet sich die Fassade im heimischen Stadion vor der Fertigstellung. Foto: (c) Ulrich Weber


Das Spiel begann mit einer sehr sehenswerten Aktion: Im Anschluss an eine von Konstantinos Stafylidis getretenen Ecke, die zunächst abgewehrt wurde, kam der Grieche noch einmal an den Ball. Stafylidis zog direkt von der linken Strafraumkante ab und traf ins lange Eck (1.). In Folge entwickelte sich vor 7.800 Zuschauern im Riverside Stadium (darunter auch einige FCA-Fans) ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.

So musste FCA-Torhüter Andreas Luthe in der 17. Minute Kopf und Kragen riskieren, als Britt Assombalonga alleine auf ihn zustürmte. Doch Luthe konnte zur Ecke klären. Auf der anderen Seite schlug Marcel Heller eine schöne Flanke in den Strafraum der Gastgeber, doch sowohl Raul Bobadilla als auch Sergio Córdova verpassten beide knapp (29.). In der 33. Minute landete der Ball ein zweites Mal im MFC-Tor, doch nach einem feinen Zuspiel von Jan Moravek stand Marcel Heller, der den Ball erfolgreich verwerten konnte, knapp im Abseits. Statt 2:0 stand es wenig später 1:1, als ein weiter Ball Martin Braithwaite am langen Pfosten erreichte und dieser FCA-Keeper Luthe mit einem trockenen Abschluss keine Abwehrchance ließ.

Der FCA war auch im zweiten Durchgang das aktivere und auch spielerisch bessere Team. Die erste Chance hatte der eingewechselte Takashi Usami, dessen Rechtsschuss aber knapp über das Tor strich (70.). Nur eine Minute später hätte Gojko Kacar fast den erneuten Führungstreffer des FCA erzielt, doch sein Kopfball im Anschluss an eine Ecke von Philipp Max wurde kurz vor der Linie noch geklärt (72.).

In der Schlussphase war erkennbar, dass die Engländer eine Woche vor ihrem Saisonstart stehen und der FCA noch mitten in der Vorbereitung steckt. Nach einem kapitalen Fehler von Daniel Opare, der bis auf diese Aktion eine starke Leistung zeigte, kamen die Engländer kurz vor Abpfiff noch zum 2:1 – Siegtreffer. Deutlich kam bei diesem Vorbereitungsmatch die Spielauffassung des FCA-Trainers Manuel Baum zutage. Kein einziger Ball wurde von der Abwehr weit nach vorne geschlagen, sondern in jeder Situation eine spielerische Lösung gesucht.

Nach dem Spiel ging es für den FCA direkt wieder in den Flieger, um mit Southampton den Süden Großbritanniens anzusteuern. An der Südküste schlägt der FCA sein Trainingslager auf, um dann am Mittwoch, 2. August, einen zweiten Test beim FC Southampton zu bestreiten.

FCA-Startaufstellung: Andreas Luthe; – Daniel Opare; Jan-Ingwer Callsen-Bracker; Gojko Kacar; Konstantinos Stafylidis; – Marcel Heller; Jan Moravek; Dong-Won Ji; Rani Khedira; Sergio Córdova; – Raúl Bobadilla;

Eingewechselt: Kevin Danso (46.); Georg Teigl (58.); Takashi Usami (60.); Marco Richter (81.); Philipp Max (46.); –

Ausgewechselt: Jan-Ingwer Callsen-Bracker (46.); Konstantinos Stafylidis (46.); Dong-Won Ji (60.); Sergio Córdova (58.); Raúl Bobadilla (81.).



CSU: Gerd Koller lässt Amt ruhen

Ab kommenden Montagabend wird Gerd Koller sein Amt als Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Innenstadt “ruhen lassen”.

Dazu bedarf es einer geschäftsführenden Vorstandssitzung, auf der Koller verkünden wird, dass er sein Amt solange nicht mehr ausüben werde, bis die Vorwürfe der Augsburger Staatsanwaltschaft gegen ihn ausgeräumt sind. Gegen Koller (65), der sich inzwischen im Ruhestand befindet, wurde Anklage erhoben, weil unter seiner Duldung als Verwalter des Augsburger Nordfriedhofs illegale Geschäfte abgewickelt worden sein sollen. Gegen Koller und vier Mitarbeiter des Augsburger Nordfriedhofs wurde Anklage wegen Unterschlagung und Betrug erhoben. Unter den Beschuldigten befindet sich auch der 2. Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Innenstadt Feyyaz I. Auch er werde sein Amt ruhen lassen, wie die DAZ von Koller auf Nachfrage erfuhr. “Ich weiß, dass ich nichts Illegales gemacht habe”, so Koller, der davon ausgeht, dass das anstehende Verfahren sämtliche Vorwürfe gegen ihn aus der Welt schaffen werde.



FCA: Guthaben auf Bezahlkarten ist wieder erhältlich

Seit Bekanntwerden der Insolvenz der payment solution services GmbH, die das Augsburger Bezahlkartensystem in der WWK Arena betrieb, stand eine Abwicklung im Sinne der FCA-Fans im Raum. Gestern verkündete der FCA eine für Karteninhaber vollumfängliche Guthabenerstattung.

Eine Frage des Vertrauens: FCA Fans bekommen ihr Geld zurück

Eine Frage des Vertrauens: FCA Fans bekommen ihr Geld zurück!


Das komplette Guthaben inklusive des Pfandes ist sicher. Es kann innerhalb der kommenden Saison bis zum letzten FCA-Heimspiel am Samstag, 5. Mai 2018, ausgezahlt werden. Auszahlungsbeginn ist der Familientag des FCA, der am Sonntag, 6. August, in der WWK Arena mit dem Testspiel gegen die PSV Eindhoven stattfindet. Der Familientag wird noch einmal mit Bargeldzahlung abgewickelt. Für die anstehenden Bundesliga-Spiele wollen FCA und Partner ein neues bargeldloses Bezahlsystem anbieten.

„Wir freuen uns, dass wir nach vielen konstruktiven Gesprächen mit unseren Partnern nun gemeinsam eine Lösung im Sinne der Fans präsentieren können, bei der das komplette Guthaben der Fans ausgezahlt werden kann. Es war für uns das Wichtigste, dass alle geschädigten Karteninhaber jeden Cent zurückerhalten“, sagt Michael Ströll, Geschäftsführer des FCA. „Es war von Anfang an klar, dass wir die Fans nicht im Regen stehen lassen und dass wir eine gemeinsame Lösung wollen, damit sie ihr Geld zurückbekommen“, sagt swa-Geschäftsführer Alfred Müllner. „Umso toller ist es, dass neben dem FCA und den Stadtwerken als Vertragspartner für das Kartensystem weitere Sponsoren aus dem Kreis der Exklusivpartner einen gemeinschaftlichen Beitrag leisten“, so Müllner.

Auf Initiative von Dr. Günter Stoll, Geschäftsführer der mittelständischen Grünbeck Wassseraufbereitung GmbH mit Sitz in Höchstädt, haben sich weitere FCA-Exklusivpartner bereit erklärt, sich für die FCA-Fans zu engagieren und finanziell bei der Erstattung der zirka 500.000 Euro zu beteiligen, die sich als Verzehr-Guthaben auf zirka 50.000 Bezahlkarten befinden.



Heute startet das Ballmertshofer Filmfest

Das 40. Ballmertshofer Filmfest verleitet dazu, auf das Erreichte zurückzublicken und sich – wie es bei Jubiläumveranstaltungen üblich ist – selbst zu feiern. Das Filmfest Ballmertshofen huldigt seinem eigenem Kult.

“Festakt: 40 Jahre Filmfest Ballmertshofen“ –  so der Programmpunkt gleich im Anschluss an den Eröffnungsfilm “Ein Dorf sieht schwarz” (Freitag, 19 Uhr) –  der neben dem Grußwort des Dischinger Bürgermeisters einen Rückblick auf den Werdegang dieses Kult-Events vom kleinsten zum feinsten Filmfest im Ländle verspricht. Dass das 40. Ballmertshofer Filmfest nicht in Nostalgie und Jubiläumsritualien erstarrt, dafür sorgt natürlich die Filmauswahl.

Die Entscheidung für den Eröffnungsfilm „Ein Dorf sieht schwarz“ ist dem auch nach vier Jahrzehnten nach wie vor spannenden Verhältnis zwischen dem weltoffenen kulturellen Anspruch des Filmfest-Teams und dessen Verwurzelung in der Ostalb-Provinz geschuldet. Provinz und ihre Reflexion: Das macht mehr als alles andere den besonderen Reiz des Ballmertshofer Filmfests aus. Beim 40. Ballmertshofer Filmfest, das mit der Kuh auf Logo und Website ländlichen Charme signalisiert, darf die französische Feelgood-Komödie „Ùnterwegs mit Jacquline“ natürlich nicht fehlen. In diesem Filmfest-Beitrag präsentiert sich Frankreich von seiner Schokoladenseite und seine beiden Hauptdarsteller, das naiv-verschmitzte Bäuerchen und seine Kuh Jacqueline, erobern alle Herzen auf ihrem langen Weg von ihrem algerischen Heimatdorf bis zur Landwirtschaftsmesse in Paris.

Dass sich das Ballmertshofer Filmfest – dem von Hollywoods Starregisseur Roland Emmerich attestiert wurde, neben dem Sundance-Festival in Kalifornien das einzige richtige Independent-Film-Festival zu sein – treu geblieben ist, zeigt ein Blick auf das Programm am Samstag. „Die Letzte Sau“, „Die Blumen von gestern“ „I, Daniel Blake und Hidden Figures“ – allesamt Perlen des sozialkritischen Filmschaffens (Trailer: www.filmfestkuh.de). Auch am Sonntag stehen mit „Les Sauteurs“, „Nur wir drei Gemeinsam“, „Mustang“ und „Alpzyt“ hochaktuelle Filme auf dem Programm, wie sie bestenfalls noch in den Programmkinos von Großstädten zu sehen sind.

Als Hommage an den frischgebackenen Literatur-Nobelpreisträger aus Minnesota, die Rede ist von Bob Dylan, wurde eigens die beste deutsche Coverband „Dylan’s Dream“ aus der Dokumenta-Stadt Kassel verpflichtet. Weitere Highlights des Rahmenprogramms: das traditionelle Filmfestderby zwischen Filmfest-Team und den besten Kickern des Dorfs sowie die Neuauflage der erfolgreichen letztjährigen Filmfest-Premiere: „Yoga für Frühaufsteher mit Thorsten Scherbaum”. Wie der Kern der Filmfestmacher ist auch der Yoga-Guru ein gebürtiger Ballmertshofer, der dem Läuten der Filmfest-Kuhglocke folgt und seiner Schweizer Wahlheimat ein paar Tage den Rücken kehrt.

Mit dem Fahrrad hat sich der Schweizer Regisseur Thomas Rickenmann auf den Weg in die Härtsfeld-Gemeinde gemacht. In Kooperation mit dem Ziertheimer Ziegenhof wird er am Sonntag den Schweizer Film „Alpzyt“ vorstellen. Eine noch weitere Anreise nahm Don Brunnquell aus Minnesota auf sich, um als Mr. Tambourine Man und Gitarrenspieler bei der sonntäglichen Hommage an Bob Dylan mit von der Partie zu sein. Nicht weniger imposant ist die Reiseroute von “Filmstkruh”-Mitglied Ed Browne, der eigens aus Tokio auf die Ostalb kommt.  Weitere Infos zum Film- und Rahmenprogramm: www.filmfestkuh.de