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Komplexität des Einfachen: Die wunderbaren Zeichnungen der Nontira Kigle

Der freiberuflichen Augsburger Illustratorin und Kommunikationsdesignerin Nontira Kigle wird in der DAZ ein Porträt gewidmet. Ein Format, das es so bisher nicht gab – und auch nicht geplant war, doch Udo Legner bestand mit der für ihn üblichen Beharrlichkeit darauf, so dass die geplante Porträt-Reihe der DAZ mit Nontira Kigle beginnt. Am morgigen Samstag startet in der Galerie Süßkind in der Dominikanergasse 9 eine Kigle-Werkschau.

Ein Porträt von Udo Legner

Nontira Kigles bisheriger Werdegang ist eine Erfolgsstory. Mit 5 Jahren kehrt die gebürtige Augsburgerin von Thailand nach Deutschland zurück. Ihrem Lieblingshobby Zeichnen bleibt sie auch nach der Schulzeit treu. Nach Abschluss der FOS für Gestaltung und der Geburt ihrer Tochter Annika nimmt sie als alleinerziehende Mutter das Studium Kommunikationsdesign an der Augsburger Hochschule auf. Dass ihre Skizzen und Pläne in dieser Phase nicht in der Schublade verblichener Hoffnungen verschwanden, schreibt sie insbesondere ihrer Mutter und ihren Freunden zu, die sie während der vierjährigen Studienzeit unterstützten.

Durchbruch mit Dylan Days

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass sie ihr Diplom in Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration erwarb. Erste Berufserfahrungen sammelte sie bei der Augsburger Werbeagentur “Creationell”, wo sie meist für Layout und Corporate Design zuständig war. In dieser Zeit begann sie nebenher für die freie Szene Flyer und Plakate zu illustrieren und es kommt zur Zusammenarbeit mit Künstlern des Kulturparks West, Muhackl oder Blutwurst und Jean Stein. Schnell merkt die Designerin, dass ihr Herzblut in diese Illustrationen fließt und sie diese Aufträge weit mehr erfüllen als ihre Arbeit als Angestellte und so wagte sie 2010 den Schritt in die Selbständigkeit.

Die neue Freiheit hatte freilich ihren Preis. Schnell musste sie erfahren, dass die berufliche Selbständigkeit kein Selbstläufer war. Ständig sah sie sich mit der bangen Frage konfrontiert, ob es überhaupt zum Lebensunterhalt reichen würde. Dass die Mühen der Ebenen bewältigt werden konnten, dazu trugen neben der künstlerischen Qualität ihrer Arbeiten vor allem ein kontinuierlicher Kundenkontakt und das Beharren auf realistische Stundensätze bei. Meilensteine auf dem Weg zur Augsburger Szene-Zeichnerin waren – so will es die Legende – ihr Mitwirken beim John Lennon-Memorial, das zum 70. Geburtstag von John Lennon 2010 vom Büro für Popkultur (Kulturamt Augsburg) zelebriert wurde und ihre Teilnahme an den Dylan-Days im darauffolgenden Jahr. Für diese beiden Events gestaltete Nontira Kigle Flyer und Plakate. Bereits ein Jahr später ist sie als Szene-Zeichnerin so bekannt, dass sie in der Kategorie „Nachwuchskünstler“ den ersten Augsburger Pop-Preis Roy in Empfang nehmen durfte.

Veranstalter fühlen sich von ihr genuin verstanden

Selbstporträt

Selbstporträt


Seit 2012 kann sich Nontira Kigle als Haus- und Hofdesignerin vom multimedialen Ensemble Bluespots Productions bezeichnen und seit 2015 ist sie Art Director des Schönheitsmagazins BEAUTYNESS von DR. GRANDEL. Die Liste ihrer Kunden, die nach dem Motto „Einmal Nonti, immer Nonti“ seit Jahren mit ihr zusammenarbeiten ist inzwischen so lang, dass sich die Illustratorin zuweilen gezwungen sieht, zeitlich aufwändige oder weniger kreative Aufträge abzulehnen. Viele Veranstalter fühlen sich von ihr geradezu genuin verstanden und wollen sich ihre Flyer und Plakate ohne den speziellen Nonti-Touch gar nicht mehr vorstellen: Junges Theater, FAKS-Theater, Brechtkreis, oder das aus den Dylan-Days hervorgegangene JUST KIDS Festival wollen auf die Künste von Nontira Kigle ebenso wenig verzichten wie das Ballmertshofer Filmfest oder das städtische Maria-Theresia-Gymnasium, für das sie inzwischen Website-Grafiken anfertigt.

It takes two to tango

Um die Erwartungen ihrer Auftraggeber zu (über)treffen, lotet die Designerin in ausführlichen Kundengesprächen stets aus, worum es bei den einzelnen Projekten und Events geht. Dann werden im Dialog mit den Auftraggebern das optimale Design und der unverwechselbare Nonti-Touch der Illustrationen entworfen und kreiert.

Ein passendes Beispiel für dieses Procedere war in der April-Ausgabe des a3kultur-Feuilletons zu bewundern: In Form eines Puppenhauses hatte Nontira Kigle die vielfältigen Aufgaben und Organisationsstrukturen des Augsburger Kulturamts illustriert. Bevor das „Kultur-Kraftwerk“ Gesicht und Struktur bekam, war Recherche angesagt. Die a3kultur-Redaktion lieferte die Vorlagen samt „Puppenhaus Idee“ und Nontira Kigle vollstreckte in bewährter Manier. Dieses Zusammenspiel – mit a3kultur gibt es inzwischen drei bis vier solcher Kooperationen pro Jahr – funktionierte so gut, dass sich auch andere Institutionen ihre Illustrationskünste sichern wollen.

Wohin geht die Reise?

Nontira Kigle (2.v.r.) auf der "Neuen Szene World Stage" bei den Sommernächten mit Mississippi Isabel

Nontira Kigle (2.v.r.) auf der "Neue Szene World Stage" bei den Sommernächten mit der Band "Mississippi und Isabelle"


Mittlerweile läuft das Geschäft so gut, dass Nontira Kigle Augsburg ab und an den Rücken kehren kann. Ihre letzten Reisen gingen nach Thailand und Neapel. Im Spätsommer liebäugelt sie mit einem Wanderurlaub in Großbritannien und vorher geht es – Tradition verpflichtet! – noch zu einem Abstecher zum 40. Ballmertshofer Filmfest auf die Schwäbische Alb.

Wohin Nontiras Kigles berufliche Reise geht? Sie kann sich gut vorstellen, ihren Erfahrungsschatz an andere weiterzugeben, auch wenn ihre Klientel und Gefolgschaft hofft und bangt, noch lange von ihr beglückt zu werden! Vor ihrem Studium träumte sie davon, in die Zentren der Kunst hinauszugehen – nach Berlin, nach London, nach New York. Doch in Augsburg hat sie ihr Netzwerk und sie weiß dieses zu schätzen. Mit ihren Zeichnungen erzählt sie auf eigenartig-naive Weise mit wenigen Strichen eine komplexe Geschichte, die sich im Kopf des Betrachters einspinnt.

„Versunken und Entsprungen“ –  Gezeichnete Geschichten aus Augsburg

Aktuelle Werkproben von der Illustratorin und Musikerin Nontira Kigle gibt es in der Vernissage und Release Party „Versunken und Entsprungen – Gezeichnete Geschichten aus Augsburg“ in der Galerie Süßkind (Eröffnung 1. Juli um 19.30 Uhr/Dominikanergasse 9) zu sehen und zu hören, bei der sie als neues Mitglied der Musikgruppe „Mississippi und Isabelle“ auftritt.



Just Kids Festival 2017

Für die Öffentlichkeit fast unbemerkt, doch umso nachhaltiger für die beteiligten Schüler, Lehrkräfte und Akteure der kulturellen Bildung, hat sich in den letzten Jahren das JUST KIDS FESTIVAL entwickelt. POP, POETRY & PALAVER – das Motto dieses Festivals umreißt, worum es bei diesem Event vor allem geht, nämlich um die Auseinandersetzung mit Popkultur, Literatur, Musik und Kunst nach dem Prinzip „Do it yourself & do it together“!

Von Udo Legner

(c) Nontira Kigle

(c) Nontira Kigle


Gefördert von der Sparda-Bank und dem Förderprogramm SchulePlus des Augsburger Schul- und Bildungsreferats hat sich unter der Federführung des Kultur- und Schulservices Augsburg und der Fachstelle Schulentwicklung und Bildung ein Pflänzchen entwickelt, das sich in der Augsburger Kultur- und Schullandschaft immer größerer Beliebtheit erfreut.

Bereits im Vorfeld dieses Low Budget Festivals verlassen Schüler und Lehrer ihre Komfortzone und bereiten sich in Kooperation mit ausgewiesenen Szenekünstlern in Fotografie-, Graffiti-, Tanz- und Musik-Workshops auf ihre Auftritte für das Grande Finale im Kulturpark West vor. Die Schulen nutzen die Angebote dieses partizipativen Festivals, das in Kooperation mit der Augsburger Stadtbücherei, der Universität Augsburg und der Fachstelle für Schulentwicklung und Bildung organisiert wird, und nehmen an Lesungen und Fachvorträgen teil, die sich in diesem Jahr allesamt um das Thema „100 Jahre Jugendszenen“ drehen.

Patti Smith als Namenspatronin

Dass sich das Festival den Namen “Just Kids” gegeben hat, ist den Passionen der Festivalmacher geschuldet. Patti Smith, Königin des Punk beziehungsweise ihre gleichnamige Biografie sollte dadurch den gebührenden Platz bekommen. Brechtige Anekdote am Rande: Als Patti Smith im Rahmen des Brecht Festivals 2014 im Augsburger Stadttheater auftrat, ließen die Festivalmacher ihr durch den Kurator Girisha Fernando eine Hommage in Printform zukommen. In einem Foto-Workshop hatten sich Schüler des Holbein-Gymnasiums unter Anleitung ihres Kunstlehrers Thomas Körner-Wilsdorff, (der auch für die diesjährige Ausstellung der Kunstkurse der Augsburger Gymnasien im Augsburger Rathaus verantwortlich zeichnet) in Pose gestellt und fotografiert, sodass sie der Punk Ikone verblüffend ähnelten. Dieses Präsent an Patti Smith war nicht ganz uneigennützig: wenn sie es ihrem Soulmate Bob Dylan zeigen würde, so das Kalkül, würde er neidisch werden und – unberechenbar wie er ist – um einen Auftritt beim JUST KIDS Festival betteln.

Auch wenn sich diese Hoffnung bislang nicht erfüllt hat, ist Nobelpreisträger Bob Dylan Bestandteil des Festivals. In Kooperation mit SchulUnA (Augsburger Enlischdidaktik und bayerische Schulen im Dialog) gastiert Prof. Dr. John Dean aus Paris beim Tag der Englischen Didaktik an der Universität Augsburg und hält weitere Vorträge im Maria-Theresia-Gymnasium und im Kulturpark West. Das Finale des Just Kids Festivals geht am 13. Juli in der Kradhalle und Bombig Bar & Garage über die Bühne.

Das genaue Programm des Festivals findet sich unter: www.pop-poetry.de



Choreoloop [1.0] – Zeitgenössischer Tanzabend mit Studierenden aus Wien

Die Augsburger Tänzerin Diana Wöhrl lädt am 2. Juli 2017 zum „Choreoloop [1.0]“. Im Kulturhaus „abraxas“ präsentiert die Studentin der Hochschule MUK Wien (früher „Konservatorium der Stadt Wien“) zeitgenössische Choreographien.

Die Projekt-Kompanie für den Abend hat sie aus ihren Kommilitonen zusammengestellt: Acht internationale Studierende (China, Deutschland, Korea, Kroatien, Österreich und Slowenien) der MUK Wien sind an diesem Abend in Augsburg zu sehen. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer verbindet die Passion zum Tanz als gestaltendem Akt und die Suche nach einem Ausdruck, der über bloße förmliche Ästhethik hinausgehend Gefühle, Eindrücke und Menschlichkeit vermittelt.

„Tanz, das bedeutet für mich, eine Welt zu erschaffen, in der es erlaubt ist zu Träumen, zu hinterfragen und kritisch zu sein. Wir freuen uns drauf, Ausschnitte unserers Schaffen in der tanzbegeisterten Stadt Augsburg zu präsentieren!“, so Diana Wöhrl. Gezeigt werden von den jungen Künstlern selbst choreographierte Stücke: Zum einen bereits ausgezeichnete Werke wie das Solo „Who is Artemis“ von Verena Herterich (Choreographie: Wanda Petri; Einladung zum “Internationalen Solo Tanz Festival“ in Stuttgart) sowie das Solo „Green ME“ von Zoé Afan-Strasser (1. Preis “Dance Expression IDA“, Florenz, in der Sparte Choreographie). Darüber hinaus gibt es an dem Abend mehrere Uraufführungen zu sehen, darunter das Stück „Reincarnation“ (AT) (Yukyung Lee, Choreographie: Diana Wöhrl) und ein eigens für den Abend kreiertes Duett (Vito Vidovic Bintchende / Diana Wöhrl).

Die gebürtige Augsburgerin Diana Wöhrl erhielt in der Akademie Payer Unterricht in klassischem und modernem Ballett. 2014 wurde sie im Rahmen des Augsburger Kunstförderpreises mit dem Maureen Denman-Preis ausgezeichnet.

Beginn: Sonntag, 2. Juli 2017, 19.00 Uhr. Ort: Kulturhaus abraxas (Theater), Sommestr. 30, 86156 Augsburg. Eintritt: 15,- Euro / 12,- Euro (erm.), Kartenvorverkauf und -reservierung: 0821 324-6355 / abraxas@augsburg.de) ——– Foto (c) Verena Lukitsch Pictures



Bundestag beschließt “Ehe für alle”

Nach jahrelanger Debatte hat der Bundestag die Gleichstellung der bürgerlichen Ehe für Homosexuelle ermöglicht.

Von Siegfried Zagler

Damit ist geregelt, dass homosexuelle Paare künftig genauso heiraten und Kinder adoptieren dürfen, wie ein heterosexuelles Paar. Für die Fortschreibung einer Zivilgesellschaft ist das ein epochemachender Schritt und somit eine historische Entscheidung. Der von Rot-Rot-Grün eingebrachte Gesetzentwurf der Länder erhielt bei der heutigen Abstimmung im Bundestag eine klare Mehrheit – beinahe ein Viertel der Unionsabgeordneten stimmte dem Gesetz zu. Bundeskanzlerin Merkel stimmte dagegen. Bei 623 abgegebenen Stimmen sprach sich eine Mehrheit von 393 Abgeordneten für die völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare aus. 226 Parlamentarier stimmten mit Nein, vier enthielten sich. Der Augsburger Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich stimmte dagegen, Claudia Roth (Grüne) und Ulrike Bahr stimmten dafür.

In den Reihen der Union bewerteten nicht wenige Parlamentarier das Vorpreschen der SPD als “Koalitionsbruch”. Bezüglich der politischen Großwetterlage der Bundesrepublik ist festzuhalten, dass mit dem heutigen Tag die Phase des heißen Wahlkampfes beginnt.

“Ich kann diesem Gesetz nicht zustimmen und begründe dies wie folgt.” So beginnt eine Stellungnahme des Augsburger Bundesabgeordneten Volker Ullrich, der explizit auf den Koalitionsbruch der SPD hinweist: “Wenn beim vorliegenden Gesetzentwurf die SPD mit der Opposition stimmt, so stellt dies einen eklatanten Verstoß gegen die im Koalitionsvertrag getroffene Vereinbarung einer einheitlichen Abstimmung dar – nicht wenige sprechen daher auch offen von einem Koalitionsbruch”, so Ullrich, der sich darüber echauffiert, dass die “erfolgreiche Koalition zum Ende der Wahlperiode einseitig von einem Koalitionspartner aufgekündigt wird”. Dies sei in der Geschichte der Bundesrepublik eine einmalige Angelegenheit und füge dem Vertrauen in die Politik großen Schaden zu. Die heutige Abstimmung sei eine nicht hinnehmbare unwürdige Hauruck-Aktion, die sich wohl nur im Zusammenhang mit dem nahenden Wahlkampf erklären lasse. “Es ist ein Testlauf für eine mögliche rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl. Ich bin nicht bereit, diese Art der parlamentarischen Meinungsbildung aus rein wahltaktischen Gründen hinzunehmen und zu unterstützen. Der Gesetzentwurf des Bundesrates kann auch keine Zustimmung finden, weil wesentliche Fragen nicht geklärt sind und er somit nicht entscheidungsreif ist.” So Volker Ullrich, der noch darauf hinweist, dass die Frage noch nicht beantwortet wurde, ob die „Öffnung“ der Ehe nicht einer Grundgesetzänderung bedürfe.

Auf lokaler Ebene meldeten sich am schnellsten die schwäbischen Jusos zu Wort: “Jahrzehnte mussten viele Menschen unter Androhung von Haft für die Rechte von queeren Menschen in Deutschland kämpfen. Mit dem heutigen Beschluss des Bundestags zur Ehe für alle wird wieder ein Stück konservative Diskriminierungspolitik beendet. Zwölf Jahre lang hat Angela Merkel die „Ehe für alle“ blockiert. Nun ist sie endlich umgefallen. Ein breiter Teil der Gesellschaft von 83 Prozent steht hinter der Ehe für alle und der Schritt war längst überfällig. Dieses Gesetz schadet niemandem und nimmt auch keinem etwas weg, sondern sorgt für gleiche Rechte für alle”, so die Vorsitzende der schwäbischen Jusos, Anna Rasehorn.

Kurz darauf ließ Peter Rauscher, der Vorsitzende des Kreisverbandes der Augsburger Grünen, die “Glocken der Zukunft” läuten und hob dabei hervor, dass mit dem heutigen Tag “eine Urforderung der Grünen” erfüllt worden sei: “In Zukunft wird es keine Unterscheidung mehr geben, ob zwei Personen gleichen Geschlechtes oder unterschiedlichen Geschlechtes den Bund für das Leben eingehen. Wir Grüne haben dies schon lange gefordert. In Zeiten größerer Unsicherheit, globaler Krisen und eines Anstiegs rechter Hetze, dem Schüren von Angst und Vorurteilen und dem immer lauter werdenden Brüllen der Ewiggestrigen ist die heutige Entscheidung im Bundestag ein Leuchtfeuer: Zuversichtlich, vorwärtsgewandt und leidenschaftlich muss die Politik der Zukunft sein.”



Stadtrat beschließt AVV-Tarifreform

Die geplante Tarifreform des AVV wurde auf der gestrigen Sitzung seitens des Augsburger Stadtrats mit deutlicher Mehrheit gegen 17 Stimmen beschlossen.

Damit wurde eine Tarifreform für den ÖPNV auf den Weg gebracht, die für die CSU ein “großes Werk” darstellt, für die Grünen eine Verbesserung eines schlechten Systems und für die SPD, die Linken, die Freien Wähler sowie Christian Pettinger (ÖDP) nichts weiter ist, als ein visionsloser Schlag ins Nichts, der “durch nichts zu rechtfertigen ist” (Pettinger). Noch am Tag vor der Abstimmung versuchte die Jugendorganisation der Grünen, die Grüne Fraktion umzustimmen, doch die Liebesmüh´war vergebens: Mit den Stimmen der CSU und den Grünen und einer Reihe von Stadträten, die nicht diesen Fraktionen angehören, konnte sich das neue Tarifsystem im Augsburger Stadtrat durchsetzen. Gegen 17 Stimmen sprach sich der Augsburger Stadtrat für die umstrittene Neugestaltung der Preisgestaltung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs aus.