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Kunstprojekt mit Klavier: “Play me, I’m Yours” startet in Augsburg

Bei einem Pre-Opening am Königsplatz hat Bürgermeisterin Eva Weber heute Augsburgs Straßenklaviere präsentiert, die vom 7. bis 27. Mai auf öffentlichen Plätzen zum Musik machen einladen sollen.

Voreröffnung mit Eva Weber auf dem Königsplatz Foto (c) Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Pre-Opening mit Eva Weber auf dem Königsplatz. Foto (c) Ruth Plössel/Stadt Augsburg


Künstler aus Augsburg und Umgebung haben die Klaviere in den vergangen Wochen für die Aktion gestaltet, nun sollen sie ab Sonntag für jedermann zur Verfügung stehen. Bei schönem Wetter sind die Streetpianos jeden Tag von 9 bis maximal 22 Uhr bespielbar. Bei Regen und nachts decken Klavierpaten die Pianos ab. „Jeder, der Lust hat, ist herzlich eingeladen, sich ans Klavier zu setzen. Und natürlich ist auch jeder eingeladen, stehenzubleiben und zuzuhören“, so Eva Weber.

So können sich Innenstädter auf das „Klang-Klavier“ in der Maximilianstraße (Herkulesbrunnen) und das Piano „Fox Trott“ am Rathausplatz freuen. – „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, neben den Innenstadt-Standorten auch in die Stadtteile zu gehen und diese zu bespielen“, so Bürgermeisterin Eva Weber, die als Schirmherrin des Kunstprojekts agiert. So stehen vor der Handwerkskammer im Spickel das „Manga-Klavier“ und in Hochzoll heißt es am Peterhofplatz “Tanz mit mir“. Das Tourneeklavier „Frühlingsbunt“ wandert durch Augsburg; erste Station ist der Helmut-Haller-Platz in Oberhausen zum Kirschblütenfest. Alle Standorte stehen auf www.augsburg.de/pmiy.

Seit 2008 zieht das Kunstprojekt “Play me, I’m Yours” Menschen in New York, Hong Kong und vielen anderen Städten weltweit in seinen Bann. Die Idee hatte der englische Künstler Luke Jerram. “Play me, I’m Yours Augsburg” findet im Rahmen der Innenstadtkampagne „Und jetzt kommst Du“ statt. Es wird unterstützt von der Handwerkskammer für Schwaben, dem schwäbischen Handwerk, Bechstein GmbH, Klassik Radio, Augsburger Allgemeine, a.tv und der Stadtsparkasse Augsburg.



AEV: Verteidigung komplett – Guentzel bleibt ein Panther

Mit der Vertragsverlängerung von Gabe Guentzel komplettieren die Panther ihre Verteidigung für die Saison 2017-18. Der 28-jährige Abwehrspieler unterzeichnete einen neuen Einjahresvertrag in Augsburg.

Gabe Guentzel (c) Panther

Gabe Guentzel (c) Panther


Gabe Guentzel wechselte zur Saison 2016-17 als „Verteidiger des Jahres” der DEL2 von Bremerhaven nach Augsburg. Auch in der deutschen Eliteliga wusste der Linksschütze zu überzeugen. Mit 27 Scorerpunkten (sechs Tore und 21 Assists) in 58 Begegnungen unterstrich er bereits in seinem DEL-Premierenjahr seine offensiven Qualitäten. In der Hauptrunde war Guentzel mit seinen Werten sogar fünftbester DEL-Scorer unter den deutschen Verteidigern. Aber auch defensiv kam er schnell mit dem höheren Tempo in der DEL zurecht und wurde zu einer verlässlichen Stütze in der Panther-Abwehr.

„Es wäre schwer gewesen, Gabe Guentzel adäquat zu ersetzen. Er hat sich über die ganze Saison hinweg stetig verbessert und sich zu einem wertvollen Spieler für unsere Mannschaft entwickelt. Egal ob bei Gleichheit auf dem Eis oder in den Special Teams, Gabe bringt in allen Situationen des Spiels seine Stärken ein. Wir sind froh, dass wir auch 2017-18 auf ihn zählen können und so mit einer komplett unveränderten Abwehr in die neue Saison gehen werden.” So kommentiert Panther-Coach Mike Stewart die Vertragsverlängerung.

Gabe Guentzel baut auf ein weiteres erfolgreiches Jahr in Augsburg: „Auch wenn die Enttäuschung nach Ausscheiden in einem Spiel 7 groß war, so überwiegt mittlerweile doch der Stolz auf eine gute Saison. Wir haben als Mannschaft im Laufe der Saison viel lernen können, wovon wir hoffentlich nächstes Jahr profitieren können. Ich freue mich jedenfalls sehr, im August in eine nahezu unveränderte und ehrgeizige Mannschaft zurückkehren zu dürfen.”



Erinnerungskultur: Die ersten Stolpersteine sind verlegt

“Erinnerungsbänder” und “Stolpersteine” sind gestern erstmals im öffentlichen Raum in Augsburg angebracht und verlegt worden. Die beiden Erinnerungszeichen sollen an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.

Am gestrigen Donnerstag, den 4. Mai, wurde der erste konkrete Schritt des „Augsburger Weg“ der Erinnerungskultur unternommen. Für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors sind gemäß eines Stadtratsbeschlusses zwei unterschiedliche Formen der öffentlich sichtbaren Erinnerung realisiert worden: die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig und die von den Augsburger Kommunikationsdesignern Büroecco entworfenen „Erinnerungsbänder“. Beide Erinnerungszeichen sollen von Bürgern gestiftet und von bürgerschaftlichen Initiativen koordiniert werden. Zwölf Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt, zwei Bänder von der ErinnerungsWerkstatt angebracht.

Zu dem Augsburger Konzept des Erinnerns gehört auch ein virtuelles Gedenkbuch, das genauere Auskunft über das Schicksal der Personen gibt, deren Namen und Lebensdaten auf den Erinnerungszeichen eingraviert sind gedenkbuch-augsburg.de.

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