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Geschichtenmobil macht Halt in der “Lutherstadt Augsburg”

Von Oktober 2016 bis Oktober 2017 fährt ein “Geschichtenmobil” durch 19 europäische Länder – von London nach Berlin, von Straßburg nach Rom. In 67 Städten sammelt es Reformationsgeschichten und bringt sie am Ende nach Wittenberg. Unter dem Motto „Mutig bekennen – friedlich streiten“ macht der Truck am 19. April Halt auf dem Augsburger Rathausplatz.
Um 12 Uhr begrüßen der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl, Stadtdekanin Susanne Kasch und Partner aus der Ökumene das Geschichtenmobil mit seinem Team. Den ganzen Tag über können Besucher im Stationen-Truck Geschichten der Reformation entdecken.

Ab 14 Uhr zeigt das Sensemble Theater die Uraufführung des Stücks „So leise treten kann ich nicht“ von Sebastian Seidel. Vordergründig geht es um historische Ereignisse: Die Verlesung des Augsburger Bekenntnisses vor dem Kaiser, den Streit um die antijüdischen Schriften von Antonius Margaritha und die Verfolgung der Augsburger Täufergemeinde. Aber auch aktuelle Fragen kommen zum Ausdruck. Die drei Theaterszenen sprechen das Publikum direkt an und fordern die Besucher heraus, eine eigene Haltung für die heutigen Fragen um Glaube, Bekenntnis, Religion zu finden. Die Inszenierung verteilt sich auf drei Orte: Das Fürstenzimmer im Rathaus, den Augustanasaal im Annahof und den Innenhof der Barfüßerkirche. Tickets (10 € / 5 € erm.) gibt es im Vorverkauf in der Bürgerinfo am Rathausplatz.

Um 19.30 Uhr spricht im Evangelischen Forum Annahof (Im Annahof 4) der Münchner Theologieprofessor Gunther Wenz zum Thema: „Glauben bekennen heute – fair und gewaltfrei, mutig und friedlich, kontrovers und zivilisiert“. Der Eintritt ist frei.


Europawoche und Europatag 2017

Die Europawoche 2017 findet vom 5. bis zum 14. Mai mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm rund um das Thema Europa statt.

Konkret bieten einige Jubiläen den Anlass für die Gestaltung des Programms, denn 2017 jähren sich 60 Jahre Römische Verträge, 50 Jahre Städtepartnerschaft Augsburg-Bourges und 10 Jahre Europe Direct Augsburg. Wie immer findet am ersten Mai-Sonntag, diesmal der 7. Mai, der Augsburger Europatag auf dem Rathausplatz statt. Infostände zu europäischen Themen und attraktive Mitmach-Aktionen wie die “Europa-Kletterpyramide” sorgen für einen erlebnisreichen Tag für Jung und Alt. Aus diesem Anlass öffnen auch die Läden der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr zum traditionellen Marktsonntag. Am Europatag findet, wie bereits an den Sonntagen zuvor, von 14 bis 15 Uhr eine Versammlung der Pro-Europa-Initiative “Pulse of Europe” auf dem Rathausplatz statt, die für ein vereintes, demokratisches und friedliches Europa Flagge zeigt. Lets be the Pulse of Europe!

Das komplette Programm der Europawoche finden Sie unter  www.europa.augsburg.de



“Ich versuche, möglichst viele davon zu überzeugen, dass ich eine Alternative zum momentanen Amtsinhaber bin”

DAZ-Interview mit Iris Steiner

Mit der Kulturmanagerin Iris Steiner bewirbt sich im Juni eine Frau um ein einflussreiches CSU-Amt. Sollte Steiner gegen den amtierenden Vorstand Leo Dietz die Wahl um den Vorsitz des Kreisverbandes West gewinnen, käme das einem mittleren Erdbeben gleich – in einer ohnehin von schweren Erdbeben gezeichneten Partei. Grund genug für ein DAZ-Blitzinterview mit der Kandidatin. “Ich möchte möglichst alle, die mitmachen wollen, auch wirklich mitnehmen und in passender Weise einbinden”, so Steiner auf die Frage, mit welchen Inhalten sie gegen Dietz zu punkten vorhat.

DAZ: Was werden Sie, falls Sie die Wahl gewinnen sollten, anders machen als Ihr Vorgänger?

Iris Steiner

Iris Steiner - Foto: privat


Steiner: Ich glaube, jeder nimmt eine solche Aufgabe nach seiner ganz persönlichen Vorstellung wahr. Es wäre daher unfair, konkrete Kritik zu üben  – und „Gegner-Bashing“ ist auch nicht mein Stil. Sicher merkt man aber schon vom Ansatz her, wenn eine Frau ein solches Amt übernimmt. Ich bin generell ein ausgeprägter Netzwerk-Typ und arbeite sehr gerne mit vielen unterschiedlichen Menschen – das ist auch beruflich so. Ich kann mir vorstellen, dass ich eine gewisse Priorität darin sähe, die Ortsverbände mit der „Macht“, die so ein Kreisverband hat, zu unterstützen, wenn sie eigene Projekte und Themen umsetzen möchten. Wahrscheinlich kann ich es nicht lassen, auch ein paar Dinge seitens des Kreisverbandes anzustoßen, aber mein Hauptanreiz, dieses Amt übernehmen zu wollen, sind sicher die damit verbundenen Möglichkeiten, allen Ortsverbänden für Ihre Belange zur Verfügung zu stehen.

DAZ: Welche persönlichen Ambitionen verbinden Sie selbst mit dem Amt?

Steiner: Ganz ehrlich? Keine. Mir wurde in den letzten Tagen sogar mehrfach gesagt, dass ich in der Augsburger CSU keine Chance mehr auf irgendetwas hätte, sollte ich die Wahl verlieren. Wenn das so ist – schade – aber damit muss ich dann wohl auch leben. Im Moment konzentriere ich mich auf diese Kandidatur und versuche, möglichst viele davon zu überzeugen, dass ich eine Alternative zum momentanen Amtsinhaber bin. Als Typ, als Frau und wahrscheinlich auch mit meinen inhaltlichen Schwerpunkten. Wenn ich mich so einer Wahl stelle, will ich sie gewinnen. Weiter denke ich dabei nicht.

DAZ: Was hat Sie bewogen, sich in dieses Abenteuer zu stürzen?

Steiner: Ich mag Herausforderungen und finde die Aufgabe einer Kreisvorsitzenden sehr spannend. Auch, weil es in der CSU Augsburg schon länger keine Frau mehr in dieser Position gegeben hat und man ja auch immer wieder hört, dass Frauen für diese Führungspositionen nicht zu gewinnen sind. Das habe ich zwar schon immer für eine Ausrede gehalten, wenn die Männer sich nicht in die Karten schauen lassen wollten, aber man muss ja auch erst mal gefragt werden. Daher kann ich nur sagen: Es gibt nichts zu verlieren. Ich möchte das Kandidaten-Angebot bereichern und die Delegierten entscheiden lassen.

DAZ: Mit welchen inhaltlichen Aussagen wollen Sie zirka 80 wahlberechtigte Delegierte von der Notwendigkeit eines Wechsels überzeugen?

Steiner: Die Entscheidung, mich dieser Wahl zu stellen, liegt erst wenige Tage zurück. Konkrete Inhalte würde ich deshalb gerne noch ein wenig zurückstellen. Meine Vorstellung von einem guten Kreisvorsitzenden ist die eines präsenten Ansprechpartners und Unterstützers. Mein Schwerpunkt liegt auf dem Austausch und der Vernetzung. Ich möchte möglichst alle, die mitmachen wollen, auch wirklich mitnehmen und in passender Weise einbinden. Diese Art von Kreativität ist meine Stärke und meine Lieblingsbeschäftigung. Passt ganz gut zu dieser Aufgabe, denke ich!

DAZ: Frau Steiner, vielen Dank für das Gespräch. ————– Fragen: Siegfried Zagler



Ehrungen für Schüler der Reischleschen Wirtschaftsschule Augsburg

Für ihr Projekt “RWS liest fantastisch” wurde die städtische Reischleche Wirtschaftsschule mit dem bayerischen Wirtschaftsschulpreis ausgezeichent.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Hörbuch, das Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit unter der Leitung der Lehrerinnen Conradine Caspari und Sylvia Siewert-Hausfeld produziert haben. Die Schüler sprachen Texte aus dem 11. Augsburger Schüler-Lesebuch „Fantastisch“ im Tonstudio des Jugendzentrums Kosmos ein. Die Beteiligten Selin Eksen, Lea Hutner, Ann-Marie Matz, Julia Krachmaljow, Lisa Marie Wesinger, Lucas Bloching, Hikmet Pürlü und Lukas Uhlich  sowie die Cover–Zeichnerin Dilara Seyithanoglu freuten sich sehr, den begehrten Preis von der Vorsitzenden der Landeselternvereinigung bayerischer Wirtschaftsschulen Iona Brunner überreicht zu bekommen.

Geehrt wurde bei diesem Anlass auch der RWS-Schüler Lukas Ahlers für seinen Einsatz in einem Brandfall an einer Toilette der Schule im vergangenen Februar. Der Schüler, der bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, reagierte vorbildlich mit Löschversuchen. Er wurde mit Kinogutscheinen belohnt.

Foto: Die Hörbuch-Stars der RWS – (c) S. Siewert-Hausfeld