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AEV: LeBlanc bleibt in Augsburg

Lange haben die Verantwortlichen der Panther an dieser Personalie gearbeitet und nun zum Abschluss gebracht: Mittelstürmer Drew LeBlanc bleibt ein weiteres Jahr bei den Panthern.

Drew LeBlanc wechselte zur Saison 2015-16 von den Rockford IceHogs aus der American Hockey League nach Augsburg und avancierte schnell zu einem der besten Center der Deutschen Eishockey Liga. In 101 DEL-Spielen verbuchte der 27-jährige US-Amerikaner 27 Tore und 58 Assists. Mit seinem unermüdlichen Einsatz und seinen Qualitäten im Über- wie im Unterzahlspiel zählt LeBlanc zu den Schlüsselspielern des AEV und stand auf den Wunschzetteln anderer DEL-Clubs.

Umso glücklicher sind die Panther nun, dass sich LeBlanc für ein weiteres Jahr in Augsburg entschieden hat. „Drew LeBlanc ist ein sehr kompletter Spieler, der ein wichtiger Faktor für unser Team ist. Mit seinen Spielmacherqualitäten setzt er seine Nebenleute immer wieder geschickt in Szene. Dabei sucht Drew aber auch selber den Abschluss und ist so stets torgefährlich. Für unsere Specialteams ist er von großer Bedeutung, er war unser bester Bullyspieler und agiert auch in der eigenen Zone immer zuverlässig und verantwortungsbewusst. Abgesehen davon ist Drew Profi durch und durch, er arbeitet hart an sich und möchte immer besser werden, das ist sein persönlicher Anspruch“, so Mike Stewart über Drew LeBlanc, der im kommenden Jahr über das Viertelfinale hinaus denkt: „Dieses Jahr endete unsere Saison unglücklich und zu früh, das wollen wir nächstes Jahr ändern. Wir greifen neu an und wollen gemeinsam mit unseren unglaublichen Fans im Rücken wieder für viele begeisternde Abende im Curt-Frenzel-Stadion sorgen.“



FCA: Kohr zurück nach Leverkusen

Mittelfeldspieler Dominik Kohr wird den FC Augsburg nach dieser Saison verlassen.

Der 23-jährige Mittelfeldspieler, der im Januar 2014 zunächst von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen und dann vom FCA fest verpflichtet worden war, kehrt nach Leverkusen zurück. Diese damalige feste Verpflichtung war für den FCA nur mit einer einmaligen Rückkaufoption möglich, die Leverkusen nun wahrnimmt. Über die Ablösesumme haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. – „Wir hätten Dominik gerne über die Saison hinaus im FCA-Trikot gesehen“, so Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FCA. „Wir wünschen ihm für seine weitere Entwicklung in Leverkusen alles erdenklich Gute. Unabhängig davon weiß Dominik, dass er beim FCA jederzeit gern gesehen ist.“

„Ich fühle mich beim FCA unheimlich wohl. Das habe ich immer wieder betont und daher werde ich auch bis zum Saisonende alles geben, damit wir unsere Ziele erreichen. Ich werde mich mit dem Klassenerhalt verabschieden“, so Dominik Kohr, der bisher 97 Pflichtspiele für den FCA bestritt, in denen er drei Tore erzielte.


Das M.T.heatre auf dem Weg zu den Bayerischen Theatertagen

„Schule ist mehr“ – mit diesem Motto ist die Grafik (Nontira Kigle) zum Leitbild des städtischen Maria-Theresia Gymnasiums überschrieben. Einen wichtigen Baustein bilden hierbei Kreativprojekte, aus denen die Aufführungen des M.Theatres seit vielen Jahren herausragen. Nach der Verjüngung an der Spitze der MT-Theatertruppe – erstmals führte das Tandem Katja Bergmann und Markus Chech Regie – war das Publikum auf deren Premiere und die Aufführungen des Stücks „Der junge Hitler“ von Franzobel in der letzten Schulwoche vor den Osterferien besonders gespannt.

Von Udo Legner

Grafik: MTG - Schule ist mehr. (c) NONTI

Grafik: MTG - Schule ist mehr (c) NONTI


Schwerer Tobak für ein Schultheater war die Wahl des Stücks „Der junge Hitler“. Hiermit setzten sich die Newcomer-Regisseure mit ihrer neuen Truppe programmatisch von dem bisherigen Kurs des M.Theatres ab, das seinem Publikum in den letzten Jahren meist leichte Komödien als Unterhaltungskost kredenzt hatte.

In Franzobels Stück „Der junge Hitler“ wird die Frage gestellt, ob Hitler zu verhindern gewesen wäre, wenn man ihn rechtzeitig einer psychiatrischen Behandlung unterzogen hätte. Oscar, Peter und die Weinigerin sind die Patienten im sogenannten Hitlerzimmer und sie haben eines gemeinsam: sie sind alle wegen Hitler wahnsinnig geworden. Bei der Weinigerin war es die Auseinandersetzung mit “Mein Kampf”, den Führerreden und den Nürnberger Prozessen und – runder Gag mit Rand – Lebkuchen, die sie ins Irrenhaus brachten. Besessen von der Idee, die Welt vor Hitler zu bewahren, eifert und geifert sie pausenlos und ruft zum Feldzug und totalem Krieg für den Frieden auf. Sie bringt das Pflegertrio dazu, ihre Dissertation über Hitlers Leben als Theaterstück zu inszenieren. Anfangs noch widerwillig, lassen diese sich mit zunehmender Begeisterung darauf ein. Am Ende nimmt das Stück einen unerwarteten Verlauf. Dem Publikum und auch den Akteuren ist bald nicht mehr klar, wer hier Patient und wer hier Arzt ist. Die vermeintlich Irren entpuppen sich als Professoren, die an den verführten Pflegern ein Experiment durchführen.

Franziska Rosenbaum als Weinigerin. Foto: Martin Aulbach

Franziska Rosenbaum als Weinigerin. Foto: Martin Aulbach


Wer A sagt, will auch B sagen

Dass dieses irre Verwirrspiel am Ende aufgeht und die M.T.heatre-Truppe vom Publikum mit minutenlangen Standing Ovations gefeiert wurde, hatte viele Gründe. Dies lag zum einen am perfekten Zusammenspiel der Akteure und der geradezu professionellen Textsicherheit, die ein äußerst intensives Spiel ermöglichte. Herausragend in Sachen Intensität Franziska Rosenbaum, der die Rolle der Weinigerin geradezu auf den Leib geschnitten war. Ihre irre Performanz trug das gesamte Stück und glich einem Geistertanz der Geierwalli mit den drei Hexen in Macbeth. Auch die beiden anderen Insassen, Lars Reinecke als Peter – besonders bei seinem chaplinesken Auftritt als Hitler – und Paula Keckeisen als Oskar gaben dem Stück eine Aura, wie sie von der Guckkastenbühne der altehrwürdigen MT-Turnhalle schon lange nicht mehr versprüht worden war. Dass die drei Pfleger, Benedikt Schalk (als Niki Haltlos), Mert Yilmaz (als Kevin Kopflos) und Helena Kahn (als Michi Mundlos) bei diesen Sternstunden des Schultheaters etwas weniger im Rampenlicht standen, lag – Nomen est Omen – weniger an deren minderen schauspielerischen Qualitäten – Mert Yilmaz hatte bereits im letzten Jahr bei dem vielbeachteten Bad Boys-Projekt des Augsburger Stadttheaters geglänzt, als an ihren etwas weniger ausgebauten Rollen.

Großes Lob verdienten auch das minimalistische Bühnenbild und die Kostüme (Rebecca Bilger und Katja Bergmann) sowie die Technik-Crew des M.Theatres, die nicht wenig Anteil an diesem M.T.heatre-Erfolg hatten. Einziger Kritikpunkt: Vor der Pause hätten der Aufführung ein paar Textstreichungen und die Fokussierung auf die Kernaussagen gut getan. Für die M.T.heatre-Truppe, die fast ausnahmslos aus Schülern des Abschlussjahrgangs bestand, beginnen gleich nach den Osterferien die Abiturprüfungen. Dass diese ebenfalls in der MT-Turnhalle über die Bühne geben, sollte ein gutes Omen sein. Nach dem Abitur kann nach Vorstellung der Regisseure und Schauspieler der Ernst des Lebens ruhig noch etwas auf sich warten lassen. Dann soll es nämlich – darauf hoffen jetzt alle – erst einmal zu den Bayerischen Tagen nach Bamberg gehen.