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Grüne wollen “Earth Hour” in Augsburg

Die Grüne Stadtratsfraktion hat beantragt, dass die Stadt Augsburg sich ab 2018 an der weltweiten Earth Hour beteiligt.

„Zirka 7000 Städte in fast allen Ländern der Erde haben sich Ende März dieses Jahres wieder daran beteiligt, in den Abendstunden das Licht bzw. die Beleuchtung für monumentale Bauten in ihren Städten für eine Stunde abzuschalten. Die Earth Hour ist ein Symbol für den weltweiten Klimaschutz. Sie regt dazu an, darüber nachzudenken, wie jede und jeder Einzelne Natur und Klima auch das ganze Jahr über mit einfachen Maßnahmen schützen kann. Wir wollen, dass auch Augsburg sich an dieser Aktion beteiligt und ein Bewusstsein für Klimaschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern geweckt bzw. verstärkt wird“, so die Grüne Fraktionsvorsitzende Martina Wild.

Christian Moravcik, Mitglied im Umweltausschuss, untermauert diese Idee: “Gerade als Umweltstadt muss Augsburg seinen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten und auf die eigenen Anstrengungen aufmerksam machen. Zudem ist der Klimaschutz aber eine gesellschaftliche Aufgabe. (…) Die Earth Hour soll daran erinnern, dass Klimaschutz uns alle angeht und nur gemeinsam gelingen kann. Dafür soll bei zentralen Bauten der Stadt wie dem Rathaus, dem Theater, oder auch bei den innerstädtischen Kirchen die Beleuchtung abgestellt werden.“



FCA: Management hätte sich zusammen mit Baum selbst freistellen müssen

Die FCA-Verantwortlichen haben sich entschieden, zusammen mit Manuel Baum unterzugehen. Das ist die späte Erkenntnis einer grauenvollen englischen Woche.

Kommentar von Siegfried Zagler

Aus Sicht der Verantwortlichen ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Nachvollziehbar deshalb, weil sich Reuter, Hofmann und Co. zusammen mit Baum gleich selbst freistellen hätten müssen. Schließlich haben sie sich dafür entschieden, in der Winterpause trotz offensichtlicher Angriffsprobleme für 1,5 Millionen nur Moritz Leitner zu verpflichten. Ein Leichtgewicht wie Leitner aber schafft es (wie alle Neuzugänge, außer Hinteregger) nicht ansatzweise, den FCA zu verstärken. Wie alle Neuzugänge dieser Saison sind die Neuen mehr Belastung denn Verstärkung. Das gilt auch für Trainer Manuel Baum, der aus der zweitbesten Abwehr der Liga eine Schießbude gemacht hat und die bereits unter Dirk Schuster erkennbaren Offensivschwächen nicht abstellen konnte.

Kurzum: Die FCA-Verantwortlichen reden von “Vertrauen in Manuel Baum”, weil diese Lösung für sie komfortabler ist, als sich zu einer Reihe von Fehlentscheidungen zu bekennen. Die Prognose ergibt sich demnach von selbst: Der FCA fügt sich nach fünf erfolgreichen Bundesligajahren in einen Abwärtstrend, der mit Baum und einer bis ins Mark verunsicherten Mannschaft entstanden ist und mit der heutigen Entscheidung den Abstieg in die Zweite Liga besiegelt. “Wohl besiegelt”, sollte man sagen, denn im Fußball ist alles möglich. Unmöglich dagegen scheint es, dass sich der FCA endlich von seinem kommunikativen Schmierentheater verabschiedet, das die Verantwortlichen in Augsburg für Öffentlichkeitsarbeit halten.



Reuter: “Volles Vertrauen in Manuel Baum”

Der FC Augsburg setzt weiter auf Trainer Manuel Baum und gibt dem in die Kritik geratenen FCA-Trainer eine Jobgarantie bis zum Saisonende.

Stefan Reuter (c) DAZ

Stefan Reuter (c) DAZ


Am heutigen Dienstag starteten die FCA-Profis mit einer intensiven Einheit in die Woche, nach der sich Geschäftsführer Sport Stefan Reuter in einer Medienrunde zur aktuellen Lage äußerte. Zunächst dementierte Manager Stefan Reuter Medienberichte, dass es bezüglich Manuel Baum eine Krisensitzung gegeben habe: “Da möchte ich deutlich widersprechen. Das war für uns keine lange Sitzung, sondern ein ganz normaler Arbeitstag. Was da kolportiert wurde, zum Beispiel, dass mit dem Aufsichtsrat getagt wurde oder dass wir zur Personalie Manuel Baum zusammensaßen, ist einfach nicht richtig.” Man habe sich aber kurzgeschlossen und sei zu der Meinung gekommen, dass “Manuel Baum unser vollstes Vertrauen genießt.”

Weiter führte Reuter aus, dass zwar alle von den letzten Wochen enttäuscht seien, dass nun aber nur eines gelte, nämlich eine Reaktion auf dem Platz zu zeigen. Es habe die Mannschaft immer ausgezeichnet, dass sie in schwierigen Phasen zusammenstehe – “so werden wir es auch in diesem Fall halten”, so Reuter, der keinen Zweifel daran ließ, dass die Vereinsführung zu Manuel Baum stehe: “Wir haben natürlich die Situation analysiert, aber sind einstimmig der Meinung, dass Manuel Baum der richtige Mann ist. Wir werden dies mit ihm durchziehen. Gefordert sind jetzt die Spieler – sie müssen sich als Einheit präsentieren und gegen eine schwierige Situation ankämpfen. Da ist es ein sehr gutes und wichtiges Zeichen, dass der Verein geschlossen hinter Manuel Baum steht.”

Zur Kritik an seiner Person sagte Reuter Folgendes: “Es ist das Normalste der Welt, dafür bin ich lange genug im Fußballgeschäft. Es gibt ganz viele Schulterklopfer im Erfolgsfall und jetzt eben ganz viele, die alles kritisieren, was vielleicht vor ein paar Wochen noch gut war. Man muss in solchen Phasen auch Kritik einstecken können, ohne dass man zu dünnhäutig wird. Es ist so, dass wir enttäuschende Leistungen abgeliefert haben, wir sitzen da alle in einem Boot und müssen nun alles dafür tun, um wieder erfolgreich zu sein!”

FCA-Manager Stefan Reuter steht nach erfolgreichen FCA-Jahren in Augsburg zum ersten Mal massiv in der Kritik, weil nach Expertenmeinung Reuters Personalpolitik der vergangenen beiden Jahre zum aktuell dramatischen Leistungseinbruch des FCA geführt hat.



Beratungsstelle für Senioren mit Migrationshintergrund bleibt erhalten

Das Modellprojekt „Interkulturelles Netz Altenhilfe“ (ina) wird nach Auslauf der Förderung durch das “Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege” in eine neue Beratungsstelle für Senioren mit Migrationshintergrund überführt.

Dr. Stefan Kiefer

Dr. Stefan Kiefer


Es handelt sich dabei um die dreizehnte Seniorenfachberatungsstelle in Augsburg. „Damit sichert die Stadt, dass auch weiterhin erhalten bleibt, was von ina während der fünfjährigen Projektlaufzeit aufgebaut wurde“, so Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer. Träger der neuen Beratungsstelle ist die Arbeiterwohlfahrt Augsburg. Das Beratungsbüro ist im Sozialzentrum Herrenbach im SchwabenCenter untergebracht. In Augsburg leben etwa 21.000 Senioren mit Migrationshintergrund. Allein 2.200 davon haben türkische Wurzeln – eine Zahl, die in den nächsten Jahren steigen wird.

„Aus den meist wenigen geplanten Jahren in der Fremde wurde ein ganzes Arbeitsleben in Deutschland. Die sogenannte erste Generation der ehemaligen Gastarbeiter hat oft über 40 Jahre in Augsburg gearbeitet. Sie hat hart gearbeitet, zu oft bescheidenen Löhnen. Heute ist sie im Rentenalter und hat es verdient, dass wir in der Seniorenberatung auf ihre besondere Situation eingehen“, so Sozialreferent Kiefer. Um Senioren mit Migrationshintergrund zu unterstützen und Brücken zu den vorhandenen Altenhilfestrukturen zu bauen, wurde 2010 das Projekt ina gestartet – seinerzeit bayernweit das einzige Projekt dieser Art. Neben der Beratung wurden seither unter anderem eine spezielle Betreuungsgruppe, eine kultursensible Wohngruppe in einem Pflegeheim und ein ehrenamtlicher Besuchsdienst aufgebaut.

Die vielen Ehrenamtlichen rund um ina haben dabei knapp 5.000 Stunden ihrer Zeit eingesetzt, um den Senioren und Seniorinnen Geselligkeit zu schenken und sie zu unterstützen. Im Rahmen des ina-Frühstückstreffs im MehrGenerationenTreffpunkt Herrenbach informierte Sozialreferent Kiefer die 50 überwiegend türkischstämmigen Senioren über die dauerhafte Förderung von „ina“. Die bisherige Projektleiterin Nimet Saran wird künftig als Fachberatung für Senioren mit Migrationshintergrund tätig sein.