Wendejahre
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Historisches Wasserwerk öffnet die Tore

Anlässlich des Internationalen Wassertags am 26. März öffnen die Stadtwerke Augsburg die Tore des historischen Wasserwerks am Hochablass.

Interessierte können einen Blick hinter die Kulissen der Augsburger Wasserversorgung werfen und sich auf die Spuren des Augsburger Trinkwassers begeben. Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm beantworten Wasser-Fachleute Fragen rund ums Trinkwasser.

Im Forschermobil der Umweltstation können Kinder die Wasserlebewesen im Lech kennenlernen und im Horizontalfilterbrunnen 120 ist ein faszinierender Blick in die Tiefen des Grundwassers möglich. Die Stadtwerke informieren dabei über Gewinnung und Qualitätssicherung des Augsburger Trinkwassers.

Das historische Wasserwerk ist Teil der Bewerbung zum UNESCO-Welterbe.



Tag der offenen Tür im historischen Wasserwerk am Hochablass

Sonntag, 26. März von 12:00 bis 17:00 Uhr, Am Eiskanal 48 (Hinter dem Kanu-Leistungszentrum am Eiskanal sowie zu Fuß oder Rad erreichbar über die Spickelstraße). — Foto: swa/Thomas Hosemann



Landtagswahl: Heinrich und Güller für die SPD, Hintersberger und Kränzle für die CSU?

Die Frage, welche Kandidaten in Augsburg von den beiden großen Parteien CSU und SPD für die Bayerische Landtagswahl 2018 nominiert werden, entscheidet in der Regel darüber, welche Personen die Stadt Augsburg im Landtag vertreten.

Die Gesetzten: Harald Güller ...

Die Gesetzten: Harald Güller ...


Margarete Heinrich wird mit hoher Wahrscheinlichkeit neben dem unangefochtenen Harald Güller von der Augsburger SPD als Kandidatin für die Landtagswahl 2018 nominiert werden. Dies soll im Herbst 2017 geschehen. Im Normalfall bedeutet diese Nominierung für beide aussichtsreiche Listenplätze, die ihren Einzug über die Bezirksliste des Wahlkreises Schwaben in den Landtag bewerkstelligen sollten. Bei Margarete Heinrich gibt es dafür einen großen Willen und mangels eines internen Augsburger SPD-Gegenkandidaten könnte das bei Heinrich für ein Mandat in München ausreichen. Margarete Heinrich würde in diesem Fall ihrem Vater folgen, der für die Augsburger SPD von 1974 bis 2002 im Landtag saß.

Die beiden anderen Landtagsmandate gehen im Normalfall an die

... und Johannes Hintersberger

... und Johannes Hintersberger


Augsburger CSU. Auch die Kandidaten der CSU stehen mit Johannes Hintersberger und Bernd Kränzle bereits fest. Nur Bernd Kränzle ziert sich noch ein wenig. Staatssekretär und Augsburger CSU-Chef Hintersberger ist gesetzt, während Bernd Kränzle nur noch wollen muss – und sich erklären. Würde Kränzle wieder seinen Ring in den Hut werfen, wäre nicht mit Widerstand aus den eigenen Reihen zu rechnen. Wäre damit aber zu rechnen, würde Kränzle nicht mehr wollen. So lauten die Signale, die derzeit aus den informierten Kreisen der CSU zu vernehmen sind.



Oberhausen: Informationsverstaltung zur Bürgerbeteiligung

Für das Sanierungsgebiet „Oberhausen-Nord“ inklusive dem Bereich „Hofer Straße“ zwischen Dieselstraße, Donauwörther Straße, Weiherstraße und Hofer Straße existiert ein Integriertes Handlungskonzept der Stadt Augsburg, das Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen hinsichtlich Struktur und Städtebau untersucht.

Ziele sind die Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen. Nun möchte die Stadt Augsburg über ihre Ergebnisse der Untersuchungen hinsichtlich städtebaulicher, wirtschaftlicher und sozialer Stärken und Schwächen des Gebietes informieren und Maßnahmen vorstellen, die zur Verbesserung der genannten Bereiche beitragen sollen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Informationsveranstaltung eingeladen.

Montag, 27. März, 2017 um 19 Uhr, Gemeindezentrum St. Johannes, Eschenhofstraße 3

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Unterlagen bis Freitag, 21. April, im Flur des Stadtplanungsamtes (3. Stock), Rathausplatz 1 oder im Internet unter www.stadtplanung.augsburg.de/auslegung einzusehen und Anregungen mitzuteilen.



Sinfoniekonzert: Folklore in vielen Schattierungen

Das 6. Sinfoniekonzert der Spielzeit versprach „Folklore – neu gehört“. Gastdirigent Peter Rundel und Solistin Ruth Kilius spielten mit den Facetten der neuen Musik.

Von Halrun Reinholz

Der Einstieg war beschwingt: Als erstes Stück des „folkloristischen“ Konzerts  spielten die Augsburger Philharmoniker das „Concert Românesc“ von György Ligeti. Mit einem Anklang an die „Lerche“, virtuosen Streicherpartien und mitreißenden Rhythmen gab Ligeti hier wieder, was er seit seiner Kindheit in dem seit 1918 zu Rumänien gehörenden Siebenbürgen aufgeschnappt hatte und später als Musiker professionell untersuchte: die Klänge der Volksmusik, die sich von der seiner ungarischen Landsleute deutlich unterschied. Kaum zu glauben, dass diese Musik im stalinistischen Ungarn der 50er Jahre als subversiv galt und nicht aufgeführt werden durfte. Denn selbstverständlich hatte der Komponist mit diesen Klängen experimentiert, sie nicht zum linientreuen Lobgesang im Stil des sozialistischen Realismus ausgestattet. „Schräge“ Harmonien und Dissonanzen waren da nicht vorgesehen. Ligeti ersann für sich den Begriff der „schwarzen“  Musik mit „Schwebungen“, d.h. Interferenzmustern übereinandergeschichteter Stimmen. Sie stand zwischen der „roten“ (der „schönen“ modal-konsonanten) und der „grünen“ (dissonanten) Musik.

Nach dieser Systematik gehört das zweite Stück des Abends, Luciano Berios „Voci“, eindeutig in die „grüne“ Kategorie. Der Sizilianer Berio ist nur zwei Jahre jünger als Ligeti, verarbeitet aber die Folklore seiner Heimat vollkommen anders als Ligeti. Für ihn besteht der kreative Akt darin, das transkribierte Material – Arbeiterlieder, Schlaflieder, Ausrufe von Straßenverkäufern (abbagnate) –  zu dekonstruieren und vollkommen neu zusammen zu setzen. Dies allerdings zu Lasten der Hörgewohnheiten des Konzertpublikums. Schon die Vorgabe, dass zwei „Instrumentalgruppen“ die Begleitung der Soloviola übernahmen, erforderte erst einmal eine Umbaupause. Gastdirigent Peter Rundel, bekannt als Experte für Neue Musik, führte Musiker und Publikum konzentriert und präzise durch das doch recht opulente mehrsätzige Werk. Solistin Ruth Kilius, „Artist in Residence“, zeigte souverän, dass sie mit ihrer Bratsche die moderne Musiksprache beherrscht. Das Publikum spendete ausdauernd Applaus, doch verleiteten die schrägen Töne nicht zu einer Zugaben-Euphorie.

Nach der Pause folgte auch wieder „Schräges“: Strawinskys Feuervogel. Als Ballettmusik schon den Zeitgenossen des Komponisten bekannt – doch nicht in Russland, sondern in Paris aufgeführt. Ein erzähltes Märchen, gemacht für die szenische Umsetzung. Auch Strawinsky entsprach nicht den harmoniesüchtigen Vorgaben der realsozialistischen Stalinisten. Das gewählte Programm brachte dem Publikum zum Bewusstsein, wie unterschiedlich Komponisten Klänge ihrer Umgebung wahrnehmen und zu Eigenem gestalten.



AEV: Aus der Traum

Für die Augsburger Panther ist die Eishockeysaison 2016/2017 zu Ende.

Foto (c) Siegfried Kerpf

Foto (c) Siegfried Kerpf


Im siebten Viertelfinalspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers verloren die Augsburger Panther mit 3:5 und beendeten somit die Serie mit 3:4. Die Tore der Panther erzielten David Stieler (9.), Justin Shugg (50.) und Thomas Holzmann (50.). Für die Ice Tigers trafen Yasin Ehliz (9.), Jesse Blacker (34.), Patrick Reimer (36.), Marco Pfleger (41.) und Marius Möchel (53.).

Die Augsburger mussten weiter auf Mark Cundari verzichten. Hans Detsch und Matt MacKay standen nicht im Kader. T.J. Trevelyan und Jonathan Boutin rückten wieder ins Team. Boutin war wieder dabei – aber hinter Ben Meisner nur der zweite Goalie.

Über die gesamte Partie waren die Panther deutlich besser im Spiel als noch in Spiel sechs und kämpften auf Augenhöhe um den Einzug ins Halbfinale. Es handelte sich um ein klasse Spiel mit Großchancen hüben wie drüben.

Nachdem das erste Drittel leistungsgerecht 1:1 endete, legte Nürnberg im zweiten Drittel nach: Nach einem Konter zog Schremp flach ab und den Nachschuss netzte Blacker ein (34.). In Überzahl legte sich Reimer wenig später die Scheibe zurecht und ließ Meisner keine Chance 1:3 (36.). So ging es auch in die letzte Drittelpause.

16 Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Pfleger einen Fehler in der Vorwärtsbewegung der Augsburger zum vierten Treffer (41.). Wer nun gedacht hatte, dass sich die Panther in die Niederlage fügen würden, sollte sich täuschen. Die Panther fanden nach großem Kampf wieder zurück ins Spiel: Justin Shugg (50.) und Thomas Holzmann sorgten für den nicht mehr geglaubten Anschluss. Doch der Doppelschlag reichte nicht aus, denn das Scheibenglück wendete sich erneut: Nach einem unglücklich geführten Zweikampf im Eck kam die Scheibe zum völlig freistehenden Nürnberger Möchel, der für die Entscheidung sorgte (53.).

Nach der besten Ligaplatzierung seit der DEL-Gründung und einer packenden Viertelfinalserie beginnt für die Augsburger heute der DEL-Urlaub. Das gilt natürlich auch für die AEV-Fans, die nach der Schlusssirene ihre Mannschaft mit minutenlangen Ovationen feierten.



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