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„BAUER UNSER“ Film-Sondervorstellung

Am kommenden Mittwoch, den 29. März (19 Uhr) findet im Thalia-Kino am Obstmarkt eine Film-Sondervorstellung der Solidarischen-Landwirtschaft-Augsburg statt.
„Bauer unser“ ist ein Film, der das Leben und Arbeiten auf den Bauernhöfen darstellt. „Schneller, billiger, mehr – so kann es nicht weitergehen: Wirtschaftspolitik und Gesellschaft kapitulieren immer öfter vor der Industrie. Weit entfernt von rosigen Bildern einer ländlichen Idylle gibt es dennoch Zeichen der Hoffnung. Etwa wenn der Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält.“

Im Film und im begleitenden Gespräch soll es laut Veranstalter darum gehen, den Bauern aus der Region kennenzulernen. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie seine Existenz abgesichert werden könne und wie ein neues Miteinander zwischen Stadt und Land möglich sei.



DEL: Panther kämpfen heute in Nürnberg um den Einzug ins Halbfinale

Die Augsburger Panther sind heute in Nürnberg im 7. und letzten Spiel bei den Ice Tigers gefordert.

Aufgrund einer großartigen kämpferischen Leistung und einer klugen Defensivstrategie gewannen die Nürnberg Ice Tigers am vergangenen Sonntag die 6. Begegnung der Playoff-Serie um den Einzug ins Halbfinale in Augsburg – völlig verdient. Heute Abend hat ab 19.45 Uhr der AEV seinen zweiten „Matchpuck“. Es steht 3:3 in der Serie, die an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten ist. Bereits zweimal gewannen die Panther bei den Ice Tigers. Die besseren Karten haben nach ihrem souveränen Sieg dennoch die Nürnberger in der Hand, doch die Panther haben bereits zwei von drei Spielen in Nürnberg gewonnen. Warum sollte es ein drittes Mal nicht klappen? Schließlich haben die Ice Tigers am Sonntag im CFS einen bärenstarken Auftritt hingelegt, weshalb sie sich heute in einer Rolle wiederfinden, die ihnen überhaupt nicht liegt: Sie sind Favorit.



Konzert: Jaakko Laitinen & Väärä Raha in der Mühle

In der Augsburger Kresslesmühle findet am heutigen Dienstag ein besonderer Auftritt statt.

Die Musik von Jaakko Laitinen & Väärä Raha ist eine ganz eigenwillige und einzigartige Melange. Fast sämtliche Lieder sind selbst geschrieben, und alle sind inspiriert aus alten und neuen Roma-Liedern vom Balkan, russischen Romanzen sowie finnischem Tango und Humppa. Mit Trompete, Bouzouki, Akkordeon, Kontrabass und vor allem dem schmissigen Gesang von Bandleader Jaakko Laitinen versprühen die fünf Finnen eine emotionale Kraft auf der Bühne. Beginn: 21 Uhr. Eintritt: 12 Euro.



„Augsburgs Wasserwirtschaft“ – Ringvorlesung zur Bewerbung als UNESCO-Welterbe

„Augsburgs Wasserwirtschaft“ – so lautet der Titel einer Ringvorlesung der Hochschule Augsburg, die sie in Kooperation mit dem Büro für die UNESCO-Welterbe-Bewerbung der Stadt Augsburg anbietet.

Im Fokus der Vorlesung steht der Lech und seine besondere Beziehung zu Augsburg. Schließlich ist Augsburg die größte Stadt entlang des 260 Kilometer langen Verlaufs des in Vorarlberg (Österreich) entspringenden Flusses. In sieben öffentlichen Vorträgen gehen Experten im Hinblick auf Augsburgs Bewerbung zum UNESCO-Welterbe der Frage nach: „Warum ist in Augsburg die Beziehung Fluss – Stadt unverwechselbar und schützenswert?“ Dabei beleuchten sie die wirtschaftliche, ökologische und chemische Dimension des Lechs und thematisieren seine Bedeutung für die Kunst, die Architektur und die städtebauliche Situation in Geschichte und Gegenwart.

Den Auftakt der Ringvorlesung macht am Mittwoch, 29. März, 18.30 Uhr, Dr. Eberhard Pfeuffer mit seinem Vortrag „Augsburg und der Lech – ein ökologischer Titan und die Großstadt“. Dr. Pfeuffer, Ehrenvorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben e.V. und Verfasser von drei Monographien zum Lech, geht in der einstündigen Veranstaltung auf das Zusammenspiel der Natur- und Kulturgeschichte des Flusses und der Stadt Augsburg ein. Der Veranstaltungsort ist das Grob Aircraft Auditorium der Hochschule Augsburg (Gebäude B, Raum B 2.14, Campus am Brunnenlech, An der Hochschule 1).

Weitere öffentliche Vorträge der Ringvorlesung „Augsburgs Wasserwirtschaft“ – wenn nicht anders angegeben – immer im Grob Aircraft Auditorium der Hochschule Augsburg (Gebäude B, Raum B 2.14, Campus am Brunnenlech, An der Hochschule 1), Beginn 18.30 Uhr, Eintritt frei:

Montag, 10. April:

„Wasserschauen: Architekturstudierende der Hochschule Augsburg entwickeln Vorschläge für ein Besucherzentrum für die Stadt des Wassers“ – mit Prof. Katinka Temme, Architektin, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Hochschule Augsburg.

Mittwoch, 26. April:

„Trinkwasser, Mineralwasser, Heilwasser – beste Qualität vor den Toren Augsburgs“ – mit Prof. Dr. Wolfgang Weber, Chemiker, Fakultät für Allgemeinwissenschaften, Hochschule Augsburg.

Donnerstag, 11. Mai, Maximilianmuseum:

„Wasser als Quell des Reichtums. Die wirtschaftliche und urbanistische Entwicklung Augsburgs seit dem späten Mittelalter, dargestellt anhand ausgewählter Exponate des Maximilianmuseums“ – mit Dr. Wolfgang Wallenta, Historiker, Städtische Kunstsammlungen Augsburg.

Mittwoch, 24. Mai:

„Stationen der Wasserwirtschaft von der Antike bis heute“ – mit Prof. Dr.-Ing. Rita Hilliges, Bauingenieurin, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Hochschule Augsburg.

Dienstag, 13. Juni:

„Das Wasser und die Stadt. Zur prägenden Bedeutung des Wassers in der Geschichte der Stadt und der Kunst“ – mit Dr. Markus Würmseher, Kunsthistoriker, Architekt, Fakultät für Allgemeinwissenschaften, Hochschule Augsburg.

Mittwoch, 28. Juni:

„Bedeutung der Ressource Wasser für die nachhaltige Entwicklung“ – mit Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel, Umwelt- und Verfahrenstechniker, Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Hochschule Augsburg.



FCA: Gouweleeuw fällt länger aus

Das zurückliegende Bundesligaspiel gegen Freiburg hat die personelle Situation beim FC Augsburg verändert.

Kapselriss im Knie: Jeffrey Gouweleeuw bleibt das Pech treu

Kapselriss im Knie: Jeffrey Gouweleeuw bleibt das Pech treu


Die schlechte Meldung zuerst: Jeffrey Gouweleeuw hat sich schwer am Knie verletzt. Der Niederländer muss nun einen Kapselriss im Knie verarbeiten und fällt wohl für den Rest der Saison aus. Weniger dramatisch dagegen die Verletzung von Jan Moravek (Adduktorenverhärtung), Danso (Fußprellung) und Dominik Kohr (Unterschenkelprellung). Alle sollten bis zur Partie gegen den FC Bayern wieder fit werden.

Neben der Verletztenmisere zählt auch die Erkenntnis, dass FCA-Cheftrainer Manuel Baum auf die durchschlagenden Defizite auf der rechten Außenbahn endlich reagierte und Paul Verhaegh und Jonathan Schmid nicht für den Freiburg-Kader nominierte.



Die Anfänge des Buchdrucks in Augsburg – Eine Ausstellung im Diözesanmuseum

Nächstes Jahr ist die 550. Wiederkehr des Beginns des Buchdrucks in Augsburg zu feiern. Am 12. März 1468 veröffentlichte hier Günther Zainer sein erstes Druckwerk. Im Vorfeld dieses Jubiläums wird im Diözesanmuseum eine eindrucksvolle Ausstellung gezeigt – mit 74 Inkunabeln, wie vor 1501 entstandene Drucke genannt werden.

Von Dr. Helmut Gier

Gewollt war diese Nähe ursprünglich nicht, denn die ersten Überlegungen für dieses gemeinsame Vorhaben von Staats- und Stadtbibliothek, Universitätsbibliothek und Diözesanmuseum gehen bereits auf das Jahr 2012 zurück. Geplant für die Realisierung war zunächst das Jahr 2015. Die Verstaatlichung der Staats- und Stadtbibliothek und der Wechsel in ihrer Leitung führte dann jedoch zu Verzögerung bei dem Vorhaben.

Kostbare Augsburger Inkunabeln gehören zu den gerne präsentierten Schätzen der großen Bibliotheken in aller Welt und zu den mittlerweile für Augsburger Institutionen unbezahlbar gewordenen Glanzpunkten in den Katalogen der führenden Auktionshäuser und Antiquariate. In Augsburg fand aber schon seit Jahrzehnten keine Ausstellung mehr statt, die die Anfänge des Augsburger Buchdrucks in den Mittelpunkt stellte. Um diese glanzvolle Tradition mit zahlreichen typographischen, künstlerischen und kulturgeschichtlichen Meisterwerken ins Licht zu rücken, können die beteiligten Institutionen aus dem Vollen schöpfen. Aus den eigenen Augsburger Beständen, allen voran denen der Staats- und Stadtbibliothek mit 70% der Ausstellungsstücke, ist es mit nur einer einzigen Leihgabe möglich, ein abgerundetes vollständiges Bild der Augsburger Inkunabel- oder Wiegendruckzeit zu bieten.

Die große Bedeutung Augsburgs in der Geschichte des deutschen und europäischen Buchdrucks und Verlagswesens ist ein herausragender und wesentlicher Bestandteil der glanzvollen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Augsburg gehört mit Köln, Nürnberg, Frankfurt am Main und Leipzig zu den fünf führenden Buchzentren des Alten Reichs. Da in dieser Stadt bereits 1468 im Todesjahr Gutenbergs das erste gedruckte Buch erschienen ist, zählt sie zudem zu den ersten Orten Europas, an denen Jahrzehnte vor den heute berühmtesten deutschen Buchstädten Frankfurt und Leipzig die neue Kunst des Buchdrucks ausgeübt wurde.

Bis heute haben Druckindustrie und Pressewesen zusammen mit der Papierherstellung und dem Druckmaschinenbau prägende Kraft auf die Wirtschaftsstruktur ausgeübt. Das städtische Unternehmen des gewichtigen Bandes „Augsburger Buchdruck und Verlagswesen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.“ aus dem Jahr 1993 führte dies vor Augen, die zugleich geplante große Ausstellung kam aufgrund der damaligen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht zustande.

Die jetzt im Diözesanmuseum gezeigte Schau bietet zumindest für das 15. Jahrhundert die Chance, sich einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Erfindung Gutenberg in den Jahrzehnten nach seinem Tod in der Reichsstadt am Lech zu verschaffen. Konzentriert auf die Druckerzeugnisse selbst entfalten die Ausstellungsmacher ein breites Panorama der verschiedenen Werkstätten, Künstler sowie Literaturgattungen und Themen. Die ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Drucke und die einleitenden Überblicksdarstellungen auf hohem wissenschaftlichen Niveau in dem reich bebilderten Katalog tun ein Übriges, um ein Bild von der Bedeutung, den kennzeichnenden Merkmalen und der Vielfalt des frühen Augsburger Buchdrucks zu vermitteln.

Bei dem Reichtum der Augsburger Sammlungen wäre es sicher ein Leichtes gewesen, die Zahl der aussagekräftigen Objekte zu vermehren. Aber auch schon mit 74 Inkunabeln musste die Ausstellung  auf zwei Ebenen verteilt werden. Zum Wohlgefallen von Ausstellungsmachern weist der Augsburger Frühdruck eine Reihe von Kennzeichen und Merkmalen auf, die ihn für ein breites Publikum besonders attraktiv machen. Die Werke sind überwiegend in der Volkssprache verfasst, sie wenden sich mit vielfältigen Themen an ein breites Publikum und sie sind zu einem großen Teil mit oft auch farbigen Illustrationen versehen. Orte, in denen das lateinische gelehrte Schrifttum ohne Buchschmuck dominierte, tun sich da schwerer. Hinzu kommt, dass unsere durch die Graphik der klassischen Moderne geprägten Sehgewohnheiten für den Reiz der einfachen Holzschnitte des Augsburger Frühdrucks sehr empfänglich sind, während Illustrationen der Dürerzeit oft überladen erscheinen.

Ins Auge springt bei dieser Ausstellung auf jeden Fall, dass die Druckkunst, als sie noch in der Wiege lag, schon sofort ein hohes technisches und ästhetisches Niveau erreichte. Das drückt sich  überraschenderweise darin aus, dass William Morris, als er Ende des 19. Jahrhunderts die Buchkunst erneuern wollte, auf den Augsburger Erstdrucker Günther Zainer zurückgriff.

Im allgemeinen beeindrucken die gezeigten Inkunabeln durch ihre ansprechende Gestalt, ihre Frische und ihren guten Erhaltungszustand, obwohl sie alle älter als ein halbes Jahrtausend sind. Da Erzeugnisse auf Papier dennoch zu den empfindlichsten Kulturgütern gehören, wird eine vergleichbare Fülle an Augsburger Inkunabeln so schnell nicht wieder zu sehen sein. Die Gelegenheit zum Betrachten und Staunen gilt es daher bis zum 18. Juni zu nutzen.

Foto: (c) Ursula Korber



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