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Theater: Stadt distanziert sich von nationalistischer Darstellung zur Situation in der Türkei

Am morgigen Samstag, den 21. Januar, wird das Augsburger Reese Theater Aufführungsort eines Theaterstücks, das den Putsch in der Türkei vom Juli 2016 und die derzeitige aktuelle Situation in der Türkei dramatisiert.
Anstößig: Nationaltürkische Inzenierungen, wie im Juli 2016, als während einer pro Erdogan-Demo plötzlich der Perlachturm mit der türkischen Flagge behängt war

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Im Theaterstück werden Minderheiten diskreditiert und als „Volksverräter“ gebrandmarkt. Das türkische Militär wird als eine Elitetruppe dargestellt, die gegen Minderheiten und „ausländische Mächte“ mit Panzern und Sturmgewehren vorgeht. So die Lesart der Stadt zu einem Bühnenstück, zu dem der nationalistische türkische Idealistenverein eingeladen hat. Ein Verein, der laut bayerischem Verfassungsschutz unter Beobachtung steht. In seinem letzten Bericht von 2015 attestiert der Verfassungsschutz dem Idealistenverein und seiner Dachorganisation ein „extrem nationalistisches Gedankengut, das sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung oder das friedliche Zusammenleben der Völker richtet.“

Die Überlegenheit der islamisch türkischen Ethnie ziehe sich als roter Faden durch das gesamte Theaterstück und spiegelt damit die menschenverachtende Ideologie des ultranationalistischen türkischen Idealistenvereins wider, so die Stadt in ihrer heutigen Pressemitteilung. „Ein solches Schauspiel ist der Friedensstadt Augsburg im höchsten Maße unwürdig und hier nicht erwünscht“, positioniert sich Reiner Erben, Referent für Migration.

„Wir sind immer offen für eine kritische Auseinandersetzung und kontroverse Diskussionen, aber Hass, Häme, Gewalt und Nationalismus möchten wir in unserer Friedensstadt keinen Raum geben“, unterstreicht Dr. Margret Spohn, Leiterin des Büros für Migration, Interkultur und Vielfalt diese Haltung.

Auch das Friedensbüro der Stadt wendet sich entschieden gegen die Aufführung: „Augsburg leitet nicht zuletzt aus seiner Geschichte den Auftrag für ein friedliches Miteinander ab. Den Frieden zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Religionen zu verteidigen, ist ein hohes Gut und uns sehr wichtig. Veranstaltungen wie diese haben in der Friedensstadt keinen Platz“, so Christiane Lembert-Dobler.



Stadt Augsburg brandmarkt nationaltürkisches Theaterstück

Am morgigen Samstag, den 21. Januar, wird das Augsburger Reese Theater Aufführungsort eines Theaterstücks, das den Putsch in der Türkei vom Juli 2016 und die derzeitige aktuelle Situation in der Türkei dramatisiert.
Anstößig: Nationale türkische Inzenierungen, wie im Juli 2016, als während einer pro Erdogan-Demo plötzlich der Perlachturm mit der türkischen Flagge behängt war

Anstößig: Nationale türkische Inzenierungen, wie im Juli 2016, als während einer pro Erdogan-Demo der Perlachturm mit der türkischen Flagge behängt war


Im Theaterstück werden Minderheiten diskreditiert und als „Volksverräter“ gebrandmarkt. Das türkische Militär wird als eine Elitetruppe dargestellt, die gegen Minderheiten und „ausländische Mächte“ mit Panzern und Sturmgewehren vorgeht. So ist die Lesart der Stadt zu diesem Bühnenstück, zu dem der nationalistische türkische Idealistenverein eingeladen hat. Ein Verein, der laut bayerischem Verfassungsschutz unter Beobachtung steht. In seinem letzten Bericht von 2015 attestiert der Verfassungsschutz dem Idealistenverein und seiner Dachorganisation ein „extrem nationalistisches Gedankengut, das sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung oder das friedliche Zusammenleben der Völker richtet.“

Die Überlegenheit der islamisch türkischen Ethnie ziehe sich als roter Faden durch das gesamte Theaterstück und spiegelt damit die menschenverachtende Ideologie des ultranationalistischen türkischen Idealistenvereins wider, so die Stadt in ihrer heutigen Pressemitteilung. „Ein solches Schauspiel ist der Friedensstadt Augsburg im höchsten Maße unwürdig und hier nicht erwünscht“, positioniert sich Reiner Erben, Referent für Migration.

„Wir sind immer offen für eine kritische Auseinandersetzung und kontroverse Diskussionen, aber Hass, Häme, Gewalt und Nationalismus möchten wir in unserer Friedensstadt keinen Raum geben“, unterstreicht Dr. Margret Spohn, Leiterin des Büros für Migration, Interkultur und Vielfalt diese Haltung.

Auch das Friedensbüro der Stadt wendet sich entschieden gegen die Aufführung: „Augsburg leitet nicht zuletzt aus seiner Geschichte den Auftrag für ein friedliches Miteinander ab. Den Frieden zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Religionen zu verteidigen, ist ein hohes Gut und uns sehr wichtig. Veranstaltungen wie diese haben in der Friedensstadt keinen Platz“, so Christiane Lembert-Dobler.