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Verdienstmedaille “FÜR AUGSBURG” wird verliehen

Seit 1993 verleiht die Stadt Augsburg jedes Jahr die Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“, um Bürgerinnen und Bürgern für ihr uneigennütziges ehrenamtliches  Wirken für die Stadtgesellschaft zu danken. Laut Satzung geht die Ehrung an Personen, die sich  „um das Wohl der örtlichen Gemeinschaft des Augsburger Kommunalwesens verdient gemacht haben“. Die versilberte Medaille wurde vom Augsburger Künstler Hans Heinfeldner entworfen. Bislang wurde die Medaille „FÜR AUGSBURG“ 231-mal vergeben; Derzeit gibt es 176 lebende Medaillenträger. Auch in diesem Jahr zeichnet Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl wieder neun Personen mit der städtischen Verdienstmedaille „FÜR AUGSBURG“ aus.

Norbert Ammer erhält die Auszeichnung für sein Engagement als  Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft „Pro Bärenkeller“. Sein großes Ziel war stets, die Interessen von Bewohnern, Siedlern, Vermietern und Mietern der vier Siedlergenossenschaften in Gesprächen und Beratungen zu vertreten. Damit hat sich die Wohnungsqualität für die Menschen im Bärenkeller entscheidend verbessert.

Anita Donderer wird für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz  für sportliche, soziale und kulturelle Belange geehrt. Seit 1965 organisiert sie die Spiele und Veranstaltungen der Augsburger Benefiz-Fußballmannschaft „Datschibuger Kickers.“ Zudem trug sie dazu bei, die wohltätige Max-Gutmann-Stiftung auf den Weg zu bringen. Geehrt wird auch ihr Engagement für die Brücke zwischen ihrem Heimatort Neudek in Tschechien und Augsburg, seit 1954 besteht zwischen diesen beiden Städten eine Patenschaft mit regem freundschaftlichem Austausch. Durch den Einsatz von Anita Donderer erhielt zudem die in Göggingen ansässige Heimatgruppe „Glück auf – Neudek“ im Jahr 2012 satzungsmäßig eine zukunftsgerichtete Perspektive.

Renate Flach erhält die Auszeichnung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der seit 1990 bestehenden Hospizgruppe Albatros Augsburg e. V. Der überkonfessionelle Verein hat die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden, deren Angehörigen und Freunden sowie Trauernden zu seiner Aufgabe gemacht und hat heute, auch durch den Einsatz von Anita Flach, neben hauptamtlichen Hospizschwestern rund 80 ehrenamtliche Frauen und Männer als Hospizhelferinnen und Hospizhelfer.

Jutta Koch-Schramm ist seit 2006 mit Kreativität und großem Einsatz Vorsitzende des Fördervereins Freiwilligen-Zentrum Augsburg e. V.  Der Verein unterstützt die Projekte des Freiwilligen-Zentrums Augsburg durch Werben von Spendern aus Wirtschaftsunternehmen oder die Organisation von Benefizveranstaltungen.

Gerda Krug ist seit 2002 ehrenamtlich für die Abwicklung des „Perlachturm-Managements“ zuständig. Im Auftrag der Regio Augsburg Tourismus GmbH erstellt Frau Krug die Dienstpläne der ehrenamtlichen  „Perlach-Türmer“. Als „Obertürmerin“  koordiniert sie die Touristenbegehungen im Perlachturm und bearbeitet die Anfragen von Medienvertretern, Journalisten und Fotografen.

Roswitha Kugelmann wird für ihren langjährigen Einsatz für die in Augsburg lebenden sozial schwachen Menschen geehrt. Als Vorsitzende des Vereins contact in Augsburg e. V. engagiert sie sich für die Belange von Menschen, die sich aufgrund von Obdachlosigkeit, Suchtproblemen, Straffälligkeiten oder anderen Schwierigkeiten in einer Notlage befinden. Gespendeten Waren werden durch den Verein an die Hilfsbedürftigen vermittelt. Zugleich dient contact auch als Ort der Begegnung für Kontakte und persönliche Gespräche. Der Verein ist vom gemeinnützigen Geist seiner Vorsitzenden geprägt und finanziert seine umfassenden Hilfsangebote völlig selbstständig durch den Verkauf von Gebrauchtmöbeln in dem vereinseigenen Sozialkaufhaus in Haunstetten, wo etwa 80 Beschäftigte von 60 freiwilligen Helfern unterstützt werden. Mit Hilfe der Stadtsparkasse Augsburg gründete Roswitha Kugelmann Anfang 2014 zudem die Stiftung: „Gemeinsam. Besser. Leben“ innerhalb der Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse Augsburg. Mit deren Hilfe soll das generationenübergreifende Wohnprojekt „Contact-Dorf“ gegründet werden,  das soziale, ökologische und ökonomische Aspekte vereint.

Ursula Mai leitet die vor 16 Jahren von ihr ins Leben gerufene  Selbsthilfegruppe AGUS für Angehörige nach Suizid. Sie ist eine kompetente und hilfreiche Ansprechpartnerin für Betroffene, die einen Menschen durch Suizid verloren haben. Angehörige, die mit diesem sehr belastenden und tabubelegten Schicksal zurechtkommen müssen, finden in der Gruppe und in den ökumenischen Gottesdiensten einen wichtigen Anker und die Unterstützung von gleichfalls Betroffenen. Darüber hinaus setzt sich Ursula Mai energisch und engagiert für Suizid-Prävention ein und bewirkt so, dass dieses Thema nicht länger tabuisiert wird.

Helmut Matthäus Maier ist seit fast 40 Jahren in vielfältiger Weise ehrenamtlich aktiv, vor allem im Pfarrgemeinderat der Pfarrei „Unsere Liebe Frau“ , dessen Vorsitzender er auch von 2006 bis März 2014 war und wo er auch als Lektor in Erscheinung trat. Außerdem engagiert er sich seit 1997 im Ortsverband Lechhausen des Vereins der Kriegsgräberfürsorge VdK, wo er seit 2010 Schriftführer im Vorstand ist.

Helmut Seiler ist seit 1951 im Kolping Blasorchester Göggingen e. V. ehrenamtlich engagiert, die letzten 25 Jahre als Dirigent. Im Dezember 2016 gab Herr Seiler den Dirigentenstab an seinen Nachfolger weiter, bleibt dem Orchester jedoch weiterhin als Trompeter erhalten. Durch sein Wirken ist das Blasorchester hochwertiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Göggingen geworden. Ein großes Anliegen war ihm dabei die Pflege der Beziehungen zwischen Alt und Jung. Durch sein Vorbild und sein pädagogisches Wirken verstand er es stets, auch die jungen für die Mitwirkung im Orchester zu motivieren, nicht zuletzt als Ratgeber in musikalischen und anderen Lebensfragen.