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Winterdienst für Radfahrer

Fahrradfahren ist im Winter kein Vergnügen. Nun soll der Winterdienst für Radler verbessert werden.

Um sich vor Ort ein Bild über den Zustand der Radwege zu machen, sind Umweltreferent Reiner Erben und der städtische Fahrradbeauftragte mit einem Team des städtischen Winterdienstes nach dem ersten größeren Schneefall dieses Winters die Hauptverkehrswege mit dem Ziel abgefahren, die Bedingungen für die Fahrradfahrer im Winter zu verbessern.

Wie sich gezeigt habe, so Umweltreferent Reiner Erben in einer Pressemitteilung der Stadt, seien die Radwege gut geräumt und befahrbar. Weil es zwar massiv aber nicht dauerhaft geschneit habe, würden gute Bedingungen für den Räumeinsatz herrschen, weshalb der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (aws) mit dem vorhandenen Personal Verbesserungen beim Zustand der Radwege herbeiführen. „Es muss aber klar sein, dass bei dauerhaftem Schneefall ein schneller Räumdienst auf Radwegen nur mit zusätzlichen Finanzmitteln für den aws möglich ist. Dazu muss der Stadtrat in den Haushaltsberatungen eine Entscheidung treffen“, so Umweltreferent Reiner Erben.

Zudem stellte die städtische Task-Force „Winterdienst auf Radwegen“ auf ihrer mehrstündigen Rundfahrt fest, dass häufig auftretende Gefahrenstellen etwa mit zusammengeschobenen Schneehaufen an Kreuzungen reduziert werden konnten. Auch die getrennten Radwege abseits der Fahrbahn waren gut benutzbar. Lediglich die von den Straßen abmarkierten Radwege waren schwerer zu befahren. Grund dafür sei der Umstand, dass vor allem neben Parkbuchten ein- und ausfahrende Fahrzeuge immer wieder Schnee und Matsch auf die Radwege befördern.

Zur Verbesserung dieser Situation werden im Rahmen der Möglichkeiten die Radwege wiederholt nachgeräumt. Dies ist möglich, solange Schnee- und Matschreste nicht festgefroren sind und von einem Schneepflug weggeschoben werden können.

Fazit des Umweltreferenten nach der Rundfahrt: „Nach den ersten massiven Schneefällen und dem Räumeinsatz im Stadtgebiet ist die Nutzung der Radwege gut möglich.“ Erben fordert aber die Radfahrer auf, Gefahrenstellen dem aws zu melden – entweder telefonisch unter 0821 324 4815 oder per E-Mail: stadtreinigung@augsburg.de.



Tourismus: Augsburg bleibt im Trend

Auch ohne die besucherstarken Messen hat die Stadt Augsburg 2016 das Rekordniveau des Vorjahres gehalten.

Götz Beck

Götz Beck


Der Tourismus in Bayern befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Nach den ersten elf Monaten des Jahres 2016 konnte das Bayerische Landesamt für Statistik in den ersten Januartagen 2017 erneut Rekordergebnisse für den Bayern-Tourismus vermelden. Auch der Regierungsbezirk Schwaben zählt zu den Gewinnern.

Und Augsburg? In der Brechtstadt blieb man zwar knapp unter den Rekordzahlen von 2015 – Die Regio Augsburg zeigt sich dennoch zufrieden. 408.164 Ankünften und 710.294 Übernachtungen im Jahr 2015 (jeweils von Januar bis November) standen im Jahr 2016 jeweils 397.325 Ankünfte und 705.329 Übernachtungen gegenüber. “Das ist ein leichter Rückgang von 2,7 beziehungsweise 0,7 Prozent – und doch ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis”, so Tourismusdirektor Götz Beck von der Regio Augsburg Tourismus GmbH. Schließlich wurde das Ergebnis erreicht, obwohl Augsburg 2016 ohne die beiden besucherstärksten Messen, die „Interlift“ und die „Americana“, auskommen musste. Diese Messen finden nämlich im Zweijahres-Rhythmus und damit erst wieder im laufenden Jahr statt. – “Dass wir trotzdem nahezu die Rekordzahlen aus 2015 erreichen konnten, zeigt, dass sich der Tourismus in Augsburg weiter auf höchstem Niveau hält“, so Götz Beck. Schwankungen von Messen, Großveranstaltungen und andere Einflüsse auf das Gesamtergebnis waren 2016 sogar in der Landeshauptstadt München zu spüren: Selbst dort gingen die Übernachtungszahlen im Vorjahr leicht zurück.

Dass die Übernachtungen in der gesamten Region Augsburg – also einschließlich der Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg – sogar gegenüber 2015 noch einmal gesteigert werden konnten (aktuell 1.276.196 gegenüber 1.275.147 in den Monaten Januar bis November des Jahres 2015), lag – so Götz Beck – vor allem am „Wittelsbacher Land“, wo man dank neuer Hotels und deutlich gesteigerter Bettenzahl bei 216.980 Übernachtungen in den Monaten Januar bis November Zuwächse von knapp zehn Prozent registrieren konnte. Leichte Rückgänge sind dagegen im Landkreis Augsburg zu verzeichnen. Dort ist das Bettenangebot in den letzten Jahren auf das Niveau von 1998 zurückgegangen. Der Grund: Im Landkreis Augsburg wurden etliche Betriebe für die Unterbringung von Flüchtlingen beziehungsweise Asylbewerbern in Anspruch genommen.

Die touristische Dynamik des Standorts schlägt sich vor allem dann nieder, wenn die Bettenzahlen mit der Nachfrage Schritt halten. „Wenn in den nächsten Jahren die Hotelkapazitäten erweitert werden, was geplant ist, ist weiteres Wachstum wahrscheinlich“, prognostiziert Tourismusdirektor Beck. Investitionen der öffentlichen Hand werden weitere Impulse geben. So erwartet etwa Staatssekretär Johannes Hintersberger, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Region Augsburg e.V., aufgrund der Einrichtung der Universitätsklinik in Augsburg sowie durch den Innovationspark in Augsburg über die Zuwächse bei Geschäftsreisen, Tagungen und Kongressen weitere positive Auswirkungen auf die „Jobmaschine Tourismus“. Ein weiterer Faktor, so ist sich FCA-Fan Hintersberger sicher, soll sich noch möglichst lange förderlich auf den Augsburg-Tourismus auswirken: „Es ist wirklich eine starke Sache, dass der FCA in der Bundesliga als sympathischer Imageträger für unsere Stadt wirkt.“